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Vereinsgeschichte
75 Jahre sportliche Gemeinschaft
in Kirchhof
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Diese Chronik will
keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Alle entscheidenden Punkte
dürften dem Leser jedoch nahe gebracht werden. Letztlich wird auch zum
Ausdruck kommen, dass man den Zielen und Verpflichtungen, nämlich den Sport
zu fördern, den Gesang zu pflegen und eine dörfliche Gemeinschaft
herzustellen, stets gerecht geworden ist. |
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Die Gründer des
Turnvereins
“Frei Heil Kirchhof”.
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1919: Das erste Vereinsfoto.

Die Turnriege.
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1909 |
Gründung auf Drängen der Jugend
Viele Gründungen von Sportvereinen wurden zu Beginn dieses
Jahrhunderts vollzogen.
Bis zu diesem Zeitpunkt war fast überall bei
der Generation, die das Sagen hatte, eine konservative Denkweise
vorhanden. Kriegervereine und bestenfalls Gesangvereine hatten in
einer dörflichen Gemeinschaft Platz.
So auch in
Kirchhof. Als von der Jugend des Dorfes der Wunsch zur Gründung eines
Sportvereins ausging, setzte man ihr seitens der älteren Generation
harten Widerstand entgegen. Der vorhandene Krieger- und
Männergesangverein genügte angeblich für die Kommunikation in unserem
kleinen Dorf. Außerdem bestand die Meinung, sicherlich aus Unkenntnis
und Voreingenommenheit gegenüber dem Sportgedanken, die Jugend gehe an
den Wochentagen ihrem Beruf nach und habe auch noch auf dem Acker
viele Möglichkeiten, ihre Muskelkraft zu stählen. All diesen
Widerständen zum Trotz bildete sich aus den damals jüngeren Jahrgängen
eine kleine Gruppe, die immer wieder auf einen sportlichen
Zusammenschluss der Dorfjugend drängte, wobei die Vereinsgründungen in
den Nachbargemeinden sicher stimulierend gewirkt haben. Diese jungen
Männer, die die Gründung unseres Vereins, trotz der Kritik und des
Widerstandes, mit Beharrlichkeit vorbereitet haben, waren die
eigentlichen Pioniere des Sportgedankens in Kirchhof. Ihnen besonders
zu gedenken ist stete Verpflichtung der nachfolgenden Generationen.
Konrad Pfeiffer widmet sich dem Sport
Als besonderer
Förderer der damaligen Bewegung in Kirchhof muss der Maurer Konrad
Pfeiffer angesehen werden. Dieser hatte sich im Laufe seiner
Wanderjahre dem Sport gewidmet und damit auch Erfahrungen gesammelt.
Nach seiner Rückkehr in sein Heimatdorf versuchte er nunmehr, seine
Erkenntnisse weiterzugeben und somit auf die Gründung eines Vereins zu
drängen. Das Winterhalbjahr 1907/1908 brachte zunächst einen lockeren
Zusammenschluss der am Sport interessierten Jugend. Es gründete sich
der "Club Gemütlichkeit".
Diese
Interessengemeinschaft, ohne Förderer und ohne irgendwelche
Finanzmittel, übte sich im Ringen und Stemmen.
Durch
Theateraufführungen sorgte man für die Beschaffung von Geldmitteln,
die letztlich dem Zweck dienten Turngeräte zu kaufen, um dann einen
Turn- und Sportverein zu gründen.
Turnverein Frei Heil Kirchhof
Endlich war es dann so
weit. An einem Samstagabend, im Frühjahr 1909, wurde von den
Mitgliedern des "Clubs Gemütlichkeit" in einer Mitgliederversammlung
die endgültige Gründung eines Turnvereins beschlossen. Zunächst musste
geklärt werden, welchem Sportverband man in Zukunft angehören wollte.
Als Spitzenverbände bestanden damals die "Deutsche Turnerschaft"
(nationale Einstellung) und die "Freie Turnerschaft", getragen durch
die Arbeiterbewegung.
Durch geheime Abstimmung wurde dann der
"Turnverein Frei Heil Kirchhof" gegründet, der dem Spitzenverband
"Freie Turnerschaft" angeschlossen wurde.
Die Zahl der Gründungsmitglieder war kläglich. Nur ganze zehn Männer
waren es, die den Grundstein für den Verein legten.
Ihre Namen sollen
nachfolgend erwähnt werden:
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Christian Allreitz
Martin Hartung
Konrad Günther
Johannes Rothämel I
Heinrich Berge
Peter Kühlborn
Wilhelm Mänz
Nikolaus Eckkardt
Konrad Kühlborn
Konrad Pfeiffer
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Erster Vorsitzender
wurde Konrad Pfeiffer. Vorturner waren Christian Allreitz und Peter
Kühlborn. Vereinslokal war die Gastwirtschaft Zilch.
Kurze Zeit später traten dem Verein Konrad Eckhardt, Konrad Hofmann,
Christian Hofmann, Johannes Lengemann, Adam Peter, Konrad Rothhämel,
Georg Siegner und Werner Rübenkönig bei.
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Die
Sportplatzfrage ist geklärt.
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Der Sportplatz
wird gebaut.
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Turnen war die erste Sportart im Verein
Nachdem die Geburtswehen überstanden
waren, kam frischer Wind und Bewegung in den Verein. Die Werbung von
Mund zu Mund hatte großen Erfolg bei der Jugend. Aufgrund der
bescheidenen Verhältnisse, in denen die Menschen damals lebten, war
der Verein natürlich auch sehr arm. Er lebte praktisch von den Idealen
des Sportgedankens. Besonders ist daher hervorzuheben, dass der
Solidaritätsgedanke innerhalb der Vereine der "Freien Turnerschaft"
sehr stark war. So ist besonders zu erwähnen, dass von dem
Nachbarverein "Freie Turnerschaft Melsungen" freiwillige Hilfe in Form
von Geldmitteln, Überlassung von Turngeräten und Gestellung von
Vorturnern geleistet wurde. Sporthilfe seitens des Staates gab es in
diesen Jahren noch nicht. Auch die Mitgliedsbeiträge konnten sich nur
in bescheidenen Grenzen halten: 25 Pfennig monatlich.
Da in den
Gründerjahren das Turnen sehr populär war, wurde auch in Kirchhof eine
Turnerriege aufgestellt. Man setzte Übungsabende an. Das allgemeine
Interesse wuchs ständig, und sehr oft fanden sich bei turnerischen
Übungen, die auch im Freien stattfanden, viele Zuschauer ein.
So wuchs der junge
Verein, der inzwischen zahlreiche Förderer gefunden hatte, frisch und
frei heran.
Die turnerischen
Leistungen stiegen beachtlich, so dass der Verein schon bald an
zahlreichen Veranstaltungen, z.B. Turnfeste in Besse, Guxhagen und
Eiterhagen, erfolgreich teilnehmen konnte.
Doch nach all den
schönen Erfolgen und der positiven Entwicklung erhielt der junge
Verein die erste Erschütterung (1914). Der Erste Weltkrieg war
ausgebrochen. Die jungen Menschen, voller Ideale für die Freiheit und
den sportlichen Gedanken, wurden zum Kriegsdienst eingezogen. Der
Sportbetrieb kam schließlich gänzlich zum Erliegen.
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Echte
Gemeinschaftsarbeit. |
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Gründung Gesangesabteilung und
Spielmannszug Nach
dem Wiederbeginn im Jahre 1919 wurde auf Wunsch der Mitglieder die
Vereinsarbeit auf breitere Basis gestellt. Es wurde ein Spielmannszug
gegründet. Eine Gesangesabteilung wurde ins Leben gerufen. Die Leitung
als Dirigent übernahm Johannes Lengemann. Auch diese Abteilung machte
gute Fortschritte. Am Totensonntag 1920 erfolgte der erste öffentliche
Auftritt. Anlässlich der Einweihung des Gefallenen-Ehrenmals auf dem
Friedhof wurde der Veranstaltung durch Liedvorträge ein feierlicher
Rahmen gegeben. |
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1924 |
Zweiter Sportverein in
Kirchhof
Die politische Entwicklung der 20er und 30er Jahre schlug sich auch im
Vereinsleben nieder. So wurde in unserer kleinen Gemeinde im Jahre
1924 ein weiterer Sportverein gegründet. Dieser Verein nannte sich
"Turnverein Gut-Heil Kirchhof 1924". Auch dieser Verein hatte sich dem
Turnen und der Leichtathletik verschrieben und pflegte später, wie
auch der "Turnverein Frei-Heil Kirchhof", das Handballspiel.
Der allgemeine
Sportbetrieb der Vereine wuchs - nicht zuletzt durch das
Konkurrenzdenken hervorgerufen - ständig. Für Handball und
Leichtathletik fehlte es jedoch an einem entsprechenden Sportgelände. |
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Herkulesarme
lassen den Sportplatz entstehen.

Heinrich Siegner. Er setzte sich für Sport und Gesang ein.
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1928-
1930 |
Sportplatzbau
Der "Turnverein Frei-Heil" hatte keine
Möglichkeit mehr, den Handballsport zu betreiben. In zahlreichen
Versammlungen und Diskussionen stand die Sportplatzfrage immer wieder
im Vordergrund. Die Pioniere des Sportplatzbaues fanden ein
gemeindeeigenes Grundstück am Mühlengraben. Das Gelände war hügelig,
sumpfig und mit Gestrüpp und Bäumen bewachsen. Nach zähen, zahlreichen
Verhandlungen wurde dieses Grundstück dem Verein zur Verfügung
gestellt. Die Skeptiker belächelten das Vorhaben und bezweifelten die
Entstehung eines Sportplatzes an dieser Stelle. Hatte man deshalb
seitens der "Gemeindeväter" dieses Gelände hergegeben? Die Initiatoren
wurden jedoch hierdurch anscheinend besonders motiviert und schritten
unverzüglich zur Tat. Da kein Geld zur Verfügung stand, musste mit der
eigenen Muskelkraft, Kreuzhacke, Schippe und Schubkarren, später noch
mit ein paar Kipploren, das Werk begonnen werden.
Handball wird gespielt
Herkulesarme waren
nötig, um aus diesem Gelände den heute so beliebten Sportplatz zu
formen. Man war sich kaum der Schwierigkeiten bewusst, die sich aus
den großen Erdbewegungen ergaben. Hinzu kam das Grundwasser, das oft
den Plan über den Haufen zu werfen drohte. Alle damaligen
Vereinsmitglieder griffen freiwillig zu. Was hier an Wetteifer und
Idealismus aufgebracht wurde, überstieg alle Erwartungen. Für die
Organisation stellten sich vor allem die Vereinsmitglieder Heinrich
Pfeiffer und Konrad Schanze in uneigennütziger Weise zur Verfügung.
Im Sommer 1929 war
ein großer Teil der Arbeiten vollendet. Jedoch brauchte man für die
Gestaltung der Feinarbeiten (z.B. Bau des heute noch stehenden
“Umkleidehäuschens”) noch Zeit bis in das Jahr 1930.
Die feierliche
Einweihung dieser unter großen Opfern geschaffenen Sportanlage
erfolgte am 5. Mai 1930. Die gesunde und sonnige Lage des Geländes,
umgeben von Laub- und Kiefernwaldungen, entspricht allen
Voraussetzungen einer gesunden Sportstätte. In den folgenden Jahren
wurde der Sportplatz nach und nach noch verbessert.
Immer wieder musste
von den Mitgliedern Hand angelegt werden, um Schäden zu beseitigen und
den Sportplatz funktionsfähig zu halten. In den Jahren nach der
Einweihung herrschte auf dem Gelände ein reger Sportbetrieb. Neben
Turnen und Leichtathletik wurde hauptsächlich Handball gespielt. |
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1933 |
Gleichschaltung der Vereine Nach dem relativ
kurzen erfolgreichen Wirken des „Turnvereins Frei-Heil 1909 Kirchhof"
zeigten sich durch die politischen Ereignisse erneut dunkle Wolken am
Horizont. Durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde die
Arbeitersportbewegung, die nicht in das Konzept der neuen Machthaber
passte, zerschlagen. Der Verein wurde zwangsläufig aufgelöst, das
Vereinsvermögen beschlagnahmt und viele Vereinsmitglieder persönlichen
Repressalien ausgesetzt.
In Kirchhof bestand ab diesem Zeitpunkt nur noch der „Turnverein Gut-Heil
1924 Kirchhof", dem sich die aktiven Sportler zum Teil anschlossen.
Der Sportbetrieb ging weiter. Eine echte sportliche Entfaltung konnte
sich jedoch nicht mehr entwickeln. |
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1939-
1945 |
Sport kommt zum
Erliegen
Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges in 1939 kam der Sport völlig
zum Erliegen.
Der Sportplatz war - zum Leidwesen seiner Erbauer - schon zum
Exerzierplatz umfunktioniert und diente somit vormilitärischer
Ertüchtigung. Die Jugend musste wieder in einen Krieg ziehen, der
totaler wurde, als man sich zu dieser Zeit überhaupt vorstellen
konnte. In 1945 kam der Zusammenbruch.
Der größte Teil der männlichen Jugend kehrte nicht wieder zurück. Sie
waren gefallen oder vermisst. Man konnte zu diesem Zeitpunkt kaum den
Gedanken hegen, dass ein Wiederaufleben des Sportbetriebes schon bald
wieder möglich sei.
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1945 |
Neubeginn in schwerer Zeit
Durch Gesetze und Verordnungen der
Militärregierung der Besatzungsmächte war nach dem Zusammenbruch im
Mai 1945 vorerst jede Vereinstätigkeit verboten. Erst am 4. Dezember
1945 konnte nach Vorstoß einiger früherer Vereinsmitglieder (Adam
Kühlborn, Konrad Schanze) bei der Militärregierung die Genehmigung zur
Gründung einer sportlichen Gemeinschaft eingeholt werden.
Dem Aufruf zu einer
Gründungsversammlung waren 23 Personen gefolgt.
Dass man in dieser Zeit eine Aufarbeitung der politischen
Vergangenheit vornehmen musste, war selbstverständlich.
So ist es besonders
lobenswert, dass die Verantwortlichen bei der Wiedergründung alle
Bürger der Gemeinde ansprachen und vor allem darauf Wert legten, dass
sich die Jugend in einer sportlichen Gemeinschaft zusammenfinden möge.
Man gab dem Verein
zunächst den Namen "Turn- und Sportverein" und sah ihn als
Nachfolgeorganisation des in 1909 gegründeten Vereins an. Zum Ersten
Vorsitzenden wurde Konrad Schanze gewählt. Von nun an begann eine neue
Blütezeit im Vereinswirken. Zunächst wurde mit der Instandsetzung des
Sportplatzes und der Turngeräte durch die Vereinsmitglieder begonnen.
Das Handballspiel wurde wieder zur Hauptsportart gewählt. Jedoch
musste zunächst ein Handball beschafft werden, was zur damaligen Zeit
große Schwierigkeiten bereitete. Nachdem dieses Problem gelöst war,
konnte man im Sommer 1946 eine Handballmannschaft aufstellen und sich
an den Meisterschaftsspielen beteiligen. Weiterhin wurde auch mit den
traditionellen Sportarten, Geräteturnen und Leichtathletik, begonnen.
Leider konnten diese Sportarten bis zum heutigen Tage keine besondere
Geltung erreichen. |
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Spieljahr 1948/49.
Im Bild: Christian Rübenkönig, Martin Kühlborn, Johann Denk, Albert
Schneider, Willi Freudenstein, Adolf Kühlborn, Adam Hartung, Willi
Hilgenberg, Franz Lischka, Georg Meurer, Helmut Lesch. |
1947 |
Wiederbeginn der Gesangesabteilung
Am 17. Mai 1947 wurde auch die
Gesangesabteilung wieder ins Leben gerufen. Als Dirigent konnte man
den Leiter der hiesigen Volksschule - Lehrer Leiske - gewinnen. Der
ehemalige Dirigent Johannes Lengemann wurde zum Ehrenmitglied ernannt.
Leider schlugen die Bemühungen fehl, alle Sänger Kirchhofs in dieser
Vereinssparte zu integrieren und damit, wie im Sport, zu einer großen
Gemeinschaft zu kommen. Der Gesang erfreute sich jedoch, unbeschadet
dieser Entwicklung, wieder großer Beliebtheit, zumal in dieser Zeit
der Männergesangverein seine Tätigkeit noch nicht wieder aufgenommen
hatte.
Dass man den
Gemeinschaftsgeist auf diesem Gebiet trotzdem zu fördern willens war,
wurde bei dem gemeinsam mit dem Männergesangverein am 27. Mai 1951
erfolgreich veranstalteten Sängerfest deutlich. In den der
Wiedergründung folgenden Jahren wurde, durch die aufopfernde Arbeit
von Chorleiter Leiske, der Chor gut vorangebracht. Der Gemischte Chor
schnitt bei den alljährlichen Wertungssingen sehr gut ab und konnte
auch innerhalb der Dorfgemeinschaft den verschiedensten Anlässen durch
Liedvorträge ein festliches Gepräge geben. |
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Spieljahr 1950:
Kirchhof II Kreismeister.
Im Bild: Heinz Zimmermann, Kurt Führ, Willi Friedrich, Albert
Dietrich, Heinrich Kühlborn. Knieend: Friedrich Günther, Hans Wambach,
Heinrich Hilgenberg. Sitzend: Helmut Dittmar,
Erich Günther, Willi Hilgenberg. |
1949 |
Sportfest anlässlich des
40-jährigen
Bestehens
Nachdem die anfänglichen Schwierigkeiten
überwunden waren, konnte der Verein im Jahre 1949 seinen 40.
Geburtstag feiern. Es wurde aus diesem Anlass ein kleines Sportfest
veranstaltet, das zur Zufriedenheit ausfiel.
In den Jahren
1945-1951 wurde der Verein von den Vorsitzenden Konrad Schanze, Konrad
Eckhardt, Johannes Schmidt, Erhard Werner und Georg Horn geführt.
In allen
betriebenen Sparten machte sich eine positive Entwicklung bemerkbar.
Der Verein war inzwischen auf über 100 Mitglieder angewachsen.
Anlässlich des 40-jährigen Bestehens konnten die Gründungsmitglieder
Johannes Rothhämel I und Werner Rübenkönig zu Ehrenmitgliedern ernannt
werden. |
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Großfeldhandball
1950. |
1951 |
Umbenennung in
Sportgemeinschaft
1909 Kirchhof
Die gute Entwicklung zu einer echten
sportlichen Gemeinschaft veranlasste im Jahre 1951 die
Verantwortlichen, nach einem neuen Vereinsnamen zu suchen. Auf
Beschluss der Vereinsmitglieder einigte man sich auf:
"Sportgemeinschaft 1909 Kirchhof". Anlässlich des großen
Gemeinschaftssängerfestes wurde die noch vorhandene alte Vereinsfahne
umgearbeitet und mit dem neuen Vereinsnamen versehen.
Im Jahre 1952
übernahm Konrad Eckhardt erneut den Vereinsvorsitz. Große Erfolge
waren in den nun folgenden Jahren zu verzeichnen.
Die
Großfeldmannschaft der SG 09 Kirchhof konnte im Spieljahr 1953/54 die
Gruppenmeisterschaft der Kreisklasse Gruppe Fuldatal erringen. In der
Leichtathletik konnte Heinrich Schmidtkunz im Geländelauf und
3000-m-Lauf gegen stärkste Konkurrenz auf Kreis- und Bezirksebene
beachtliche Erfolge erzielen. |
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.jpg)
SG 09 unterwegs.
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Verein auch als Kulturträger tätig
Im Verein wurde auch wieder eine
Theatergruppe gebildet, die auf der alten Tradition der Gründerjahre
aufbaute.
Es wurden
Laienspiele aufgeführt, die jährlich einen Höhepunkt in der
Winterarbeit darstellten. Der Gruppe gesellte sich noch eine
Dorfkapelle zu, die die Veranstaltungen umrahmte. Die
Laienschauspieler entwickelten sich zusehends zu halben Profis. So
wurden auch in vielen Nachbargemeinden Theaterstücke aufgeführt, die
immer einen großen Zuspruch hatten. Als besonderer Förderer dieser
Gruppe darf hierbei Erhard Werner nicht unerwähnt bleiben. Ebenfalls
soll hierbei an unseren leider zu früh verstorbenen Spitzendarsteller
Georg Weißkopf gedacht werden. |
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Die große
Gemeinschaft.

1956: Handball in
Freundschaft mit Waldau.
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1953-
1954 |
Sportplatzerweiterung
Um den sportlichen Belangen Rechnung zu
tragen, trat die Diskussion über die Erweiterung des Sportplatzes
immer wieder in den Vordergrund. Durch die Bewilligung von 3000,- DM
aus Totomitteln konnte der Erweiterungsplan verwirklicht werden.
Jedoch mussten auch hier wieder viele freiwillige Arbeitsstunden von
den Mitgliedern erbracht werden. Der Platz wurde ca. 10 m verlängert.
Neue Tore wurden angefertigt und Sitzplätze für 200 Personen erstellt.
Die wiederum
vorbildlich geleistete Gemeinschaftsarbeit ist in erster Linie dem
damaligen 1. Vorsitzenden Konrad Eckhardt zu verdanken. Er hat es
verstanden, das allgemeine Interesse an dem Vereinsgeschehen zu wecken
und somit den Sport außerordentlich zu fördern. Unter seiner Leitung
wurde dann im Zusammenhang mit den Erweiterungsarbeiten eine
Gedenkstätte für die gefallenen und verstorbenen Sportkameraden
errichtet.
Am 1. August 1954
feierte man im Rahmen eines Sportfestes das 45-jährige Bestehen mit
der Enthüllung des errichteten Ehrenmals, das als Inschrift die Worte
trägt:
Den
gefallenen und verstorbenen Kameraden der Gemeinde Kirchhof zum ewigen
Gedenken.
SG 09 Kirchhof
Leichtathletische
Wettkämpfe und Handballspiele wurden durch Gastvereine unterstützt.
Die Umrahmung erfolgte durch einige Gesangvereine. Vereinsmitglieder,
die auf eine 25- bzw. 40-jährige Vereinszugehörigkeit zurückblicken
konnten, erhielten die silberne bzw. goldene Ehrennadel.
Zu Ehrenmitgliedern
wurden Wilhelm Dietrich und Konrad Peter ernannt. Für besondere
Verdienste im Handballsport wurden Konrad Eckhardt und Hans Schomberg
die bronzene Ehrennadel des Hessischen Handballverbandes verliehen.
Den Ehrenbrief des Landessportbundes erhielten für vorbildlich
geleistete Vereinsarbeit der 1. Vorsitzende Konrad Eckhardt und das
langjährige Mitglied Wilhelm Kothe. |
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Das Wahrzeichen am
Waldsportplatz: Das grünweiße Hüttchen. Es steht seit 1930.

Der Spielbetrieb läuft
auf Hochtouren.
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1955-
1956 |
Erste Handballmeisterschaft
-
erstmals Kreismeister
Das Jahr 1955 brachte den Rücktritt des
so geschätzten Vereinsvorsitzenden Konrad Eckhardt. In der
Jahreshauptversammlung wurde Heinrich Pfeiffer zum 1. Vorsitzenden
gewählt.
Im Spieljahr
1955/56 konnte die I. Handballmannschaft erstmalig die
Kreismeisterschaft des Sportkreises Melsungen und somit den Aufstieg
zur Bezirksklasse erringen. Nach einjähriger Zugehörigkeit zu dieser
Klasse musste die Mannschaft jedoch wieder in die Kreisklasse
absteigen. Die damals besonders verdienten Spieler Albert Dietrich,
Erich Günther und Georg Meurer erhielten die bronzene Ehrennadel des
Hessischen Handballverbandes.
Auch sind die guten
Leistungen der Jugendmannschaft, die zu dieser Zeit von Hans Malkus
betreut wurde, besonders zu erwähnen. Als Lohn für gute Jugendarbeit
wurden der Mannschaft auf einem Sportfest in Melsungen elf grün-weiße
Hemden übergeben.
Die
Gesangesabteilung erhielt im Jahre 1957, infolge Wohnungswechsels des
bewährten Chorleiters Robert Leiske, nun einen Leiter in Lehrer
Wolfgang Waßmuth. Der junge Lehrer setzte sich zum Ziel, den Chor auf
gesanglichem Gebiet zu noch größeren Leistungen zu führen. |
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Kreismeister
1957/58. Im Bild:
1. Vorsitzender Heinrich Horn I,
Heinz Führ, Hans Wambach,
Heinrich Kühlborn, Albert Dietrich, Kurt Siegner, Spartenleiter Hans
Schomberg, Friedrich Günther, Heinrich Hilgenberg, Georg Meurer, Erich
Günther, Helmut Dittmar.

Jugendhandball
1954. Im Bild:
Josef Schimka,
Heinz
Harbusch, Heinrich Schmahl, Horst-Willi Harbusch, Herbert Wedekind.
Knieend: Günter Gute,
Horst Rothhämel, Heinz Wenzel. Sitzend:Christian Hartung,
Heinrich Horn, Karl Siegner.
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1958 |
Breitenarbeit im Verein wird ausgebaut
Im Jahre 1958 übernahm Heinrich Horn I
den Vorsitz im Verein. Auch unter seiner Leitung kamen die einzelnen
Abteilungen zu weiteren Erfolgen. Im Spieljahr 1957/58 errang die
Erste Handballmannschaft erneut die Kreismeisterschaft und spielte ab
1959 wieder in der Bezirksklasse. Auch die Jugendabteilung kam zu
weiteren Erfolgen. Die Jugendarbeit erstreckte sich auf Handball,
Leichtathletik, Wandern, Zelten, Tischtennis und Schachspiel sowie
vielseitige Unterhaltungsabende.
Es wurde auch
erstmals eine Schülerabteilung gegründet, die sich ebenfalls sehr rege
am Sportgeschehen beteiligte. Der Gemischte Chor hatte 1958 bei dem
Wertungssingen in Spangenberg einen guten Erfolg zu verzeichnen, er
konnte sich als einer der besten Chöre im Sängerkreis Heiligenberg
bezeichnen.
Neben diesen
Tätigkeiten hatte der Verein im Jahre 1958 in Anbetracht des
bevorstehenden Jubiläumsfestes wieder umfangreiche Arbeiten am
Sportgelände zu verrichten. Außer den üblichen Instandsetzungsarbeiten
wurde unterhalb des Sportplatzes ein Festplatz geschaffen. Die Zahl
der Vereinsmitglieder hatte sich inzwischen auf 157 erhöht.
In zwei
Seniorenmannschaften, einer Jugend- und einer Schülermannschaft waren
50 Aktive zusammengefasst. Daneben bestand, wie in all den Jahren
zuvor, eine kleine Gruppe von Leichtathleten. Die Gesangesabteilung
vertrat den Verein mit einem Gemischten Chor mit 63 Sängerinnen und
Sängern. Ferner bestand eine Laienspielgruppe. |
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I. Mannschaft
1959: Vereinsvorsitzender Heinrich Horn I, Heinrich Hilgenberg,
Heinrich Horn II, Heinz Führ, Georg Meurer,
Heinrich Kühlborn, Hans Wambach, Christian Hartung, Horst Rothhämel,
Willi Hilgenberg, Albert Dietrich, Friedrich Günther, Spartenleiter
Hans Schomberg.

Die Jugend rückt
nach.

Spieljahr 1961:
Kirchhof II. Im Bild: Richard Führ, Heinrich Schmahl, Günter Gute,
Richard Rothhämel,
Karl Führ, Heinrich Schmidtkunz,
Josef Schimka, Rudi Wedekind,
Gerhard Hartung, Heinz Wenzel,
Karl Siegner

Schüler 1959:
Ludwig Kühlborn,
Kurt Hufpeld, Gerhard Lohmann,
Hans Kress, Hans-Werner Schomberg, Horst-August Führ, Heinz Schönewolf,
Hans-Dieter Werner, Manfred Lohmann, Betreuer Wolfgang Waßmuth.

Jugend1959:
Richard Rothhämel, Gerhard Hartung, Wilfried Rehm,
Karl Führ, Georg Schimka, Richard Führ, Hans Kühlborn, Heinz Wenzel,
Hans-Dieter Rübenkönig, Horst-Willi Harbusch, Günter Gute,
Jugendleiter Karl Hetzer.

Kreismeister 1959:
II. Männermannschaft. Im Bild:
Karl Siegner, Heinrich Schmahl,
Adam Hartung, Herbert Wedekind, Georg Harbusch, Helmut Dittmar, Josef
Schimka, Heinz Harbusch, Wolfgang Waßmuth, Hans Wiegand, Heinrich
Schmidtkunz.
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1959 |
50-jähriges Vereinsjubiläum
Wie bei allen Veranstaltungen des
Vereins wurde dem bevorstehenden Jubiläumsfest in der Gestaltung des
Programms besondere Sorgfalt zuteil. Es wurde ein Festausschuss
gebildet, der für die Vorbereitung und Durchführung des Festprogramms
verantwortlich zeichnete. Sollte doch dieses Fest einen Einblick in
das Vereinsleben geben und darüber hinaus eine freundschaftliche
Begegnung mit Gästen aus nah und fern werden.
Die festlichen Tage
wurden vom 27. bis 29. Juni 1959 verbracht. Das Dorf sowie der Sport-
und Festplatz befanden sich im festlichen Gewand. Am Sonnabend, dem
27. Juni 1959, wurde mit einem Schülerturnier des Fest auf dem
Sportplatz eingeleitet. Um 20.00 Uhr begann der Festkommers im
Festzelt. Umrahmt wurde der Abend von der Festkapelle, dem
Männergesangverein 1896 Kirchhof sowie dem Gemischten Chor. Weiterhin
führte die Laienspielgruppe das von Julius Müller geschriebene Stück
"Eine Vereinsgründung" auf.
Der 1. Vorsitzende
Heinrich Horn I konnte 1.000 Gäste auf dem herrlich gelegenen
Festgelände begrüßen.
Für 40-jährige
Vereinszugehörigkeit wurden Wilhelm Kothe, Heinrich Worst, Konrad
Schanze, Heinrich Siegner, Johannes Führ, Georg Horn, Adam Hofmann und
Christian Schomberg zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Für 25-jährige
Mitgliedschaft erhielten Heinrich Fischer, Hans Schomberg und Heinrich
Rode die Ehrennadel in Silber.
Die einzigen noch
lebenden Mitgründer des Vereins, Johannes Rothhämel (Kirchhof),
Christian Allreitz (Erfurt) Nicolaus Eckhardt (Bochum), wurden
besonders geehrt.
Ein toller Gastgeber
Grüße und
Glückwünsche wurden überbracht von: Bürgermeister Heinrich Schmoll für
die Gemeinde, 1. Vorsitzender Karl Gerke für den Sportkreis, 1.
Vorsitzender Julius Müller für den Sängerkreis Heiligenberg,
Kreisfachwart Hans Jäger für den Kreishandball-Verband. Ebenfalls
überbrachten die Vorsitzenden der Gastvereine Männergesangverein 1896
Kirchhof, FTSV Kehrenbach, Turn- und Sportverein Quentel und TSV
Jestädt herzliche Glückwünsche.
Eine besondere
Ehrung erfuhren:
1. Vorsitzender Heinrich Horn I, Große Urkunde des Sportkreises
Melsungen; 2. Vorsitzender Erhard Werner, Sängerehrennadel;
Handballfachwart Hans Schomberg, silberne Ehrenurkunde des Hessischen
Handballverbandes.
Am Sonntag, den 28.
Juni 1959 gab es einen Weckruf des Spielmannszuges Malsfeld.
Nach dem Festgottesdienst im Festzelt erfolgte eine Kranzniederlegung
am Ehrenmal. Vormittags standen leichtathletische Wettkämpfe mit 50
Teilnehmern auf dem Programm. Nachmittags bewegte sich ein großer
Festzug mit etwa 15 vertretenen Vereinen und vielen Ehrengästen, wie
Kreistagsvorsitzender Franz Baier, Kreisbeigeordneter Erich Vollmer
und Sportkreisvorsitzender Karl Gerke, durch das Dorf in Richtung
Sportplatz. Das Programm am Nachmittag war mit Hand- und Fußballspiel,
Schauturnen sowie gesanglichen Darbietungen ausgefüllt. Mit Tanz und
Volksbelustigung blieb man bis spät in die Nacht auf dem Festgelände.
Am Montag, den 29.
Juni 1959 standen die Schulen von Günsterode, Kehrenbach und Kirchhof
im Mittelpunkt des Geschehens. Nachmittags gestaltete man ein
Kinderfest. Und abends feierten die Unentwegten den Ausklang dieses
Festes in fröhlicher Runde. Man konnte nach dem Fest eine erfreuliche
Bilanz ziehen. Diese Jubiläumsveranstaltung war in organisatorischer,
sportlicher und finanzieller Hinsicht ein voller Erfolg.
Die Sportgemeinschaft 1909 war ihren zahlreichen Gästen ein guter
Gastgeber.
Das Ansehen des Vereins wurde weiter gestärkt, und nicht zuletzt hatte
man mit zur Popularität der zu dieser Zeit aufstrebenden
Fremdenverkehrsgemeinde Kirchhof beigetragen. |
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Den Vorsitz des
Vereins führt Heinrich Horn I, Schriftführer und Kassenwart ist
Hans-Martin Horn, Handballfachwart Hans Schomberg. Für den gemischten
Chor zeichnet der 2. Vorsitzende Erhard Werner verantwortlich.
Chorleiter ist Lehrer Wolfgang Waßmuth. Alle Vereinsmitglieder kommen
zum Fototermin 50 Jahre.
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Schülermannschaft
1961. Im Bild: Hans Kress, Heinz Schönewolf, Manfred Lohmann, Gerhard
Lohmann, Ludwig Kühlborn, Betreuer Wolfgang Waßmuth, Wolfgang Hetzer,
Robert Metz, Kurt Hupfeld,
Walter Schomberg, Horst Lohmann. |
1960 |
Gymnastikgruppe
wird gegründet
Nach dem festlichen Jahr 1959 hatte das
Selbstbewusstsein bei der „SG 09" erheblich gewonnen. Neue Aktivitäten
griffen
Platz.
So wurde von 15 weiblichen
Mitgliedern eine Gymnastikgruppe gebildet. Kreisfrauenwartin Wagner
hielt die erste Übungsstunde ab.
Zur Frauenwartin wurde Marlis
Rübenkönig (Schmahl) gewählt. Sprungseile, Keulen und Gymnastikbälle
wurden angeschafft. Lehrer Waßmuth legte als Schülerwart mit seinen
Schülern einen guten Grundstein für den Handballsport und die
Leichtathletik. Die sportliche Begeisterung wurde jetzt schon bei den
Kleinsten geweckt. |
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Kreismeister 1964:
I. Männermannschaft.

Die I.
Männermannschaft nach einem Lokalderby auf der Freundschaftinsel in
Melsungen. Endlich einmal ein Kirchhöfer Sieg. (9:5)
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30 Jahre Handballspiel in Kirchhof
Anlässlich der errungenen
Kreismeisterschaft der Zweiten Handballmannschaft in der Gruppe der
Reserven fand eine kleine Feierstunde statt. Kreisfachwart Hans Jäger
überbrachte Glückwünsche für die Mannschaft. Er überreichte
gleichzeitig eine Urkunde des Hessischen Handballverbandes für "30
Jahre Handball in Kirchhof".
Da Kirchhof sich im
Handball inzwischen einen guten Namen erworben hatte, zeigte der
Kreishandballverband seine Verbundenheit dadurch, dass er den
Kreishandballtag 1960 in Kirchhof abhielt. Der Gemischte Chor umrahmte
die Tagung mit einigen Liedvorträgen.
Das sportliche
Treiben in Kirchhof wurde im August 1960 durch einen tragischen
Sportunfall überschattet. Der vorbildliche Handballer Willi Hilgenberg
verstarb an den Folgen eines Sportunfalls. Er war bei einem Turnier in
Mosheim mit einem Gegenspieler zusammengeprallt und hatte sich dabei
verletzt. Nach anfänglicher Genesung von diesem Unfall musste nach
einigen Tagen, wegen innerer Blutungen, eine Operation vorgenommen
werden, die er nicht überlebte. Unter großer Anteilnahme aller Spitzen
des Sports und vieler Sportkameraden aus nah und fern wurde Willi
Hilgenberg zu Grabe getragen. |
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Die Theateraufführungen wurden in den 50er Jahren sehr groß
geschrieben, z. B. “Das Köhlerkind vom Wildbachgrund” oder “Der
Erbförster” sind noch nicht vergessen. Die damaligen Laienspieler, an
der Spitze Erhard Werner, sorgten für Begeisterung. Sie spielten immer
vor großen Kulissen. |
1961 |
Willi-Hilgenberg-Gedächtnistunier
Am 14. Mai 1961 wurde auf dem
Waldsportplatz ein "Willi-Hilgenberg-Gedächtnisturnier" ausgetragen.
Es beteiligten sich 16 Mannschaften. Im Namen aller Teilnehmer wurde
vom Vereinsvorsitzenden am Grabe von Willi Hilgenberg ein Kranz
niedergelegt.
Der Gemischte Chor
sang zwei Lieder, anschließend begab man sich nach einem
Schweigemarsch durch das Dorf wieder auf den Sportplatz. |
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Und wieder wird am Waldsportplatz Hand angelegt.

Großfeldhandball 1960.
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1961 |
Schulhof wird Trainingsplatz
Um in den Wintermonaten auch abends
trainieren zu können - Sporthallen gab es noch nicht -, wurde der
Schulhof zum Trainingsplatz ausgebaut. Nach der Ostseite hin wurde ein
Fangnetz und ein Kleinfeldtor aufgestellt.
Zwei Lampen, an Drahtseilen über dem Platz befestigt, sorgten für die
Ausleuchtung. Die aktiven Sportler legten beim Ausbau dieses
Provisoriums mit Hand an. Es herrschte in den Abendstunden ein reger
Trainingsbetrieb.
Im Jahre 1961 wurde der Verein im Vereinsregister beim Amtsgericht
eingetragen. Die Firmierung lautete nun: "Sportgemeinschaft 1909
Kirchhof e. V.". Diese Maßnahme wurde aus haftungsrechtlichen Gründen
erforderlich. Die Satzung musste aus diesen Gründen ebenfalls geändert
werden. Vorstandswahlen fanden ab diesem Zeitpunkt alle zwei Jahre
statt. In der Jahreshauptversammlung 1961 wurde der ehemalige
Chorleiter Robert Leiske zum Ehrenmitglied ernannt. Katharina Siegner
und Karl Stünkel erhielten für 40-jährige Vereinszugehörigkeit
ebenfalls die goldene Ehrennadel und wurden Ehrenmitglieder. |
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Großfeldhandball
1970. |
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SG 09 Kirchhof ein vielseitiger Verein Eine Pressenotiz
mit dieser Schlagzeile schilderte treffend die Entwicklung der SG 09.
In Kirchhof hatte man die glückliche Verbindung zwischen Spiel, Sport
und Gesang, die sich auch auf das kulturelle Leben der Gemeinde
auswirkte.
Drei Handballmannschaften, eine starke Leichtathletikabteilung, eine
Gymnastikgruppe und die Gesangsabteilung wirkten aktiv und sorgten
damit auch für die erfolgreiche Fortentwicklung des Vereins. Die Erste
Handballmannschaft behauptete sich weiter in der Bezirksklasse. Im
Jahre 1963 übernahm Herbert Wedekind den Posten des Ersten
Vorsitzenden. Auch unter seiner Führung wurden die Aktivitäten
kontinuierlich weiterentwickelt.
Aus beruflichen Gründen musste Wedekind die Tätigkeit schon nach einem
Jahr wieder aufgeben. Ihm folgte in der Vereinsführung Fritz Gießler,
der dieses Amt bis Ende 1967 bekleidete. |
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Bei den Hessischen Bestenkämpfen der Leichtathleten im Jahre 1967
wurde die 4x100-m-Staffel der SG 09 Kirchhof in 56,6 Sekunden 4.
Sieger. Diese Mädchen: Renate Pfeiffer, Gertrud Kaspar, Waltraud
Hartung, Margret Kehl gaben den Anstoß, eine Handballfrauenmannschaft
ins Leben zu rufen. |
1965-
1966 |
Bau einer Duschhalle
Der allgemeine Fortschritt durfte auch
an der SG 09 nicht vorbeigehen. Der Wunsch, eine moderne Dusch- und
Umkleidehalle zu erstellen, wurde erfüllt. Als Standort wurde das
Gelände unterhalb des Festplatzes gewählt.
Die Gemeinde
beschaffte die Materialien.
Alle handwerklichen Arbeiten wurden von den Vereinsmitgliedern
verrichtet.
Ein großes Stück
Gemeinschaftsarbeit führte wiederum zur Verwirklichung eines Bauwerks.
In dem Haus wurden zwei große Umkleideräume mit jeweils anschließendem
Wasch- und Duschraum geschaffen. Weiterhin wurde eine Toilettenanlage
in dem Gebäude untergebracht. Auf die Versorgung mit Warmwasser und
Elektroheizung musste man jedoch noch bis in das Jahr 1971 warten. |
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Die Initiatoren †
Hans Schomberg und † Karl Kuppstadt gründen eine Frauenmannschaft. |
1966 |
Damenhandball beginnt
Nachdem bereits in Gensungen eine
Damenhandballmannschaft gegründet war, rief man auch in Kirchhof eine
Mannschaft ins Leben. Initiatoren waren Spartenleiter Hans Schomberg
und Karl Kuppstadt, der gleich mehrere Töchter mit in den Verein
brachte. Karl Kuppstadt, der als Klasse-Handballer bereits einen guten
Namen hatte, übernahm das Training. Es wurde auf dem Kleinfeld und
später in der Halle gespielt. Die Skepsis gegenüber dem Damenhandball
war in dieser Zeit noch groß, jedoch sollte sich schon bald beweisen,
dass diese Mannschaft ein Aktivposten in der Vereinsgeschichte der SG
09 Kirchhof werden sollte. Schon im ersten Jahr des Spielbetriebes
wurde die SG 09 auf dem Kleinfeld Kreismeister.
Zusehends wurde der
Hallenhandballsport populärer. In Melsungen, Gensungen, Felsberg und
später noch in Ostheim wurden große Sporthallen gebaut. Der
Spielbetrieb lief in den Wintermonaten in gut organisierter Form in
allen Spielklassen ab. Man erfreute sich einer guten
Zuschauerresonanz. Im Jahre 1968 meldeten fast alle handballtreibenden
Vereine eine Damenmannschaft. In der Feldsaison 1968 beteiligten sich
13 Mannschaften in zwei Gruppen. Die Damen der SG 09 wurden auch in
diesem Jahr wieder Kreismeister. Als zweiter der Bezirksmeisterschaft
nahmen die Kirchhöferinnen an einer in Turnierform ausgespielten
Hessenmeisterschaft auf der Freundschaftsinsel in Melsungen teil. Es
folgte nun eine stete Aufwärtsentwicklung, die den Spielerinnen, den
Verantwortlichen und der gesamten Ortsbevölkerung noch viel Freude
bereiten sollte. Die Männer kamen dabei in die Gefahr, etwas in den
Schatten zu geraten. Nach dem Abstieg in die Kreisklasse versuchten
die Grün-Weißen jedoch mit verjüngter Mannschaft den Wiederaufstieg zu
schaffen. |
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1968 |
Heinrich Horn II wird Vorsitzender
Der Verein hatte inzwischen nahezu 200
Vereinsmitglieder. Zum neuen Vorsitzenden wurde in der
Jahreshauptversammlung 1968 Heinrich Horn II gewählt. Neue große
Vorhaben der Gemeinde wurden in dieser Versammlung den Teilnehmern von
Bürgermeister Heinrich Pfeiffer angekündigt: Bau einer Mehrzweckhalle
neben der Schule und Umbau des Waldsportplatzes. Beide Maßnahmen waren
geprägt von dem Ziel, der Jugend maximale Übungsstätten zu bieten. Die
Gemeinde rechnete hierbei jedoch auf kräftige Hilfen seitens des
Landes und des Kreises.
Kirchhof wollte mit diesen Maßnahmen die soziale Aufrüstung des Dorfes
ein weiteres Stück vorantreiben.
Es bedurfte selbstverständlich seitens der Gemeindevertretung eines
gewissen Mutes, solche großen Projekte zu verwirklichen.
In der
Jahreshauptversammlung wurde Hans-Martin Horn als Kassierer und
Schriftführer verabschiedet und ihm Dank und Anerkennung für über
15-jährige Tätigkeit in diesen verantwortungsvollen Ämtern
ausgesprochen. Ebenfalls wurde dem inzwischen nach Spangenberg
versetzten Chorleiter Wolfgang Waßmuth Dank ausgesprochen für über
10-jährige Tätigkeit als Chorleiter. Zum Nachfolger wurde Franz
Purkart gewählt. Purkart leitete zu dieser Zeit bereits den
Männergesangverein 1896 Kirchhof. Diese Doppelfunktion, die Franz
Purkart nun einnahm, sollte zur positiven Entwicklung des Gesangs in
Kirchhof beitragen. Die kooperative Zusammenarbeit beider
Gesangsgruppen wurde gefestigt.
Die Leistungen des Gemischten Chores, der immer wieder zu den
vielfältigsten Anlässen innerhalb der dörflichen Gemeinschaft auftrat,
entwickelten sich weiter. An Wertungssingen und vielen Sängerfesten
wurde jährlich teilgenommen. Eine gute musische Veranlagung und
praktisches Können zeichneten Franz Purkart besonders aus und lassen
das Singen zur Freude werden. |
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1969 |
Sechzigster
Geburtstag der Sportgemeinschaft
Mit einem kleinen
Sportfest wurde im Juni 1969 das 60-jährige Bestehen der SG 09
Kirchhof gefeiert. In einer Feierstunde im Saal der Gastwirtschaft
Schomberg bescheinigte Landrat Baier dem Verein, dass er stets mit der
Zeit gegangen wäre und insbesondere Wegbereiter im Frauenhandball sei.
Bürgermeister
Pfeiffer stellte erneut fest, dass die SG 09 in den 60 Jahren ihres
Bestehens das kulturelle Leben in Kirchhof maßgeblich beeinflusst
habe. Es wurde von ihm, unter Anspielung auf die geplante
Sportplatzerweiterung, auch festgestellt, dass die Eigenhilfe der
Vereinsmitglieder nicht mehr ausreiche und somit die Kommunen
finanziell gefordert seien. In dieser Feierstunde wurden dann auch
Beihilfebescheide des Landes Hessen durch den Landrat an den
Bürgermeister überreicht. 50.000,- DM für den Sportplatzbau und
120.000,- DM für den Bau der Mehrzweckhalle. Eine angemessene
Kreisbeihilfe stellte der Landrat in Aussicht. Das Fest klang wiederum
mit vielen sportlichen Darbietungen aller Vereinssparten harmonisch
aus. |
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Die Duschhalle
wird in Eigenleistungen erbaut.
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1969- 1970
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Sportplatzumbau
Im September 1969
ging endlich der Wunsch der Sportler und großer Teile der
Gemeindebevölkerung in Erfüllung. Mit dem Umbau des Sportplatzes wurde
begonnen und der Grundstein für den Bau der Mehrzweckhalle (DGH) wurde
gelegt. Umfangreiche Vorbereitungs- und Planungsarbeiten waren
erforderlich, um diese doch umfangreichen Bauwerke zu verwirklichen.
Bezüglich der
Verlegung des Sportplatzes in die Nähe der Mehrzweckhalle, was ohne
Zweifel auch seine Vorteile gehabt hätte, wurde sich jedoch für den
Erhalt des Waldsportplatzes entschieden. Nicht zuletzt wollte man
sicher den Vätern dieses Platzes eine Referenz erweisen, hatten doch
sie im Schweiße ihres Angesichts diese herrliche Anlage geschaffen.
Heute wissen wir, dass die Entscheidung richtig war. "Der Väter Geist"
erfuhr seine Würdigung und die schöne Waldsportplatzanlage erfreut
sich bis heute großer Beliebtheit.
Bezüglich des
Spielbetriebes während des Sportplatzumbaues wurde mit dem
Nachbarverein Kehrenbach vereinbart, deren Platz bis zur
Wiederinbetriebnahme unseres Sportplatzes zu benutzen. Man war sehr
froh über die Zusage der Kehrenbacher.
1976/77 konnte man sich bereits revanchieren, da der FTSV Kehrenbach
ebenfalls seinen Sportplatz umfangreich umbaute und daher die
Fußballspiele in Kirchhof abwickelte. Aus der Not geboren, entstand
zusätzlich auf der Wiese Hupfeld, gleich neben der Kehrenbachbrücke
(heute Haus Familie Reinhold Dittmar), ein Kleinspielfeld, auf dem die
Jugend- und Damenmannschaften trainierten. |
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Damenhandballmannschaft hat erste
internationale Begegnungen
Nachdem die
Leistungsstärke der Handballmädchen immer größer wurde und man
inzwischen auf Bezirksebene spielte, wurden die ersten internationalen
Verbindungen angeknüpft. Gemeinsam mit den Sportlerinnen des FSK
Lohfelden unternahm man eine Nordlandfahrt über Dänemark nach
Schweden. In Stockholm, Göwle und Ljusdal wurden Handballspiele
erfolgreich ausgetragen.
Für die
Teilnehmerinnen wurde diese Fahrt zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Die Leistungen
stiegen ständig und somit auch der Bekanntheitsgrad. Die Teilnahme an
einem gut besetzten Handballturnier in Kaiserslautern brachte dieses
zum Ausdruck. Ein weiteres großes Ergebnis hatte die Mannschaft dann
im Januar 1971. Nach kameradschaftlichem Zusammensein hatte man mit
der Spitzenmannschaft der jugoslawischen Staatsliga aus Trogir ein
Spiel in der Melsunger Schlothhalle. An dem konstanten
Leistungsanstieg hatte nicht zuletzt der Trainer Karl Kuppstadt
erheblichen Anteil. |
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1970 |
In der
Jahreshauptversammlung am 24. Januar 1971 konnte Vereinsvorsitzender
Heinrich Horn II seiner Freude Ausdruck geben darüber, dass nunmehr
das DGH fertig gestellt sei. Die neu geschaffene Begegnungsstätte,
auch als "Jahrhundertwerk der Gemeinde" bezeichnet, stehe nun der
gesamten Ortsbevölkerung zur Verfügung. Man war sich aber auch dessen
bewusst, dass die erstellten Räumlichkeiten zur besseren Entfaltung
des Vereinslebens dienten. Heinrich Horn rief der Jugend zu, von dem
Angebot regen Gebrauch zu machen und die Räume mit Leben zu erfüllen.
In der Halle wurden
dann auch gleich die ersten großen Veranstaltungen abgehalten. Kirmes,
Wintervergnügen des Vereins, Kinderfasching, Handballtraining auf ein
Tor, Gymnastik und Tischtennis wurden in angesetzten Übungsstunden
durchgeführt. Entsprechende Turngeräte standen jetzt auch zur
Verfügung. |
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1971 |
Waldsportplatz wird seiner Bestimmung
übergeben
Nachdem die Gemeinde Kirchhof durch die
Gebietsreform nun ein Stadtteil von Melsungen geworden war (1. Februar
1971), übergab man am 13. Juni 1971 den generalüberholten Sportplatz
wieder seiner Bestimmung.
Zu der festlichen
Veranstaltung mit vielen sportlichen Darbietungen konnte der 1.
Vorsitzende Heinrich Horn über 400 Zuschauer begrüßen. Der Gemischte
Chor der SG 09 eröffnete die Einweihungsfeier mit dem Lied: "Zuvor nun
lasst uns grüßen".
Heinrich Horn
dankte allen, die mitgeholfen hatten, diese umfangreichen
Instandsetzungsarbeiten zu vollbringen. Bürgermeister Dr. Appell
beglückwünschte den Verein und bekundete seine künftige Verbundenheit
mit der SG 09. Der frühere Bürgermeister Heinrich Pfeiffer stattete
den Personengruppen, auf die sich der gegenwärtige gute Stand der
Sportgemeinschaft gründe, seinen besonderen Dank ab: den "alten
Pionieren", die das sportliche Leben so tatkräftig in Gang setzten,
denen, die es nach dem Kriege weiterführten, und denen, die es in den
letzten Jahren energisch vorangetrieben hätten. Sportkreisvorsitzender
Klobes lobte einmal mehr den Gemeinschaftsgeist in Kirchhof.
Bei dieser festlichen Veranstaltung wurden folgende Ehrungen
vorgenommen: Für über
40-jährige Vereinszugehörigkeit erhielten die goldene Ehrennadel
Christian Berge, Konrad Gute, August Horn und Heinrich Wedekind.
Für über 25-jährige Mitgliedschaft die Ehrennadel in Silber Heinz
Braun, Adam Hartung, Martin Hartung, Hans-Martin Horn, Adam Kühlborn,
Helmut Lesch, Georg Meurer, Heinrich Pfeiffer, Karl Rübenkönig,
Christian Wagner, Erich Günther, Karl Hetzer und Franz Lischka. |
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Volkswandern
Die Menschen hatten nach der großen
Technisierungswelle der 50er und 60er Jahre die Natur wiederentdeckt.
Allerorts fanden Waldläufe und Volkswandertage statt. So wurde auch in
Kirchhof diesen Wünschen Rechnung getragen.
Am 17. Oktober 1971
fand ein Volkswandertag statt. Die Veranstaltung fand gute
Beteiligung. 12 km betrug die zu wandernde Strecke.
Auf halbem Wege wurden zur Stärkung Bratwürste und Getränke gereicht.
Jeder Teilnehmer erhielt eine Plakette, die auch zu einer Verlosung am
Ziel berechtigte.
Der Hauptgewinn war ein Klappfahrrad. |
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Kreismeister
1974. |
1972 |
Liederabend im großen Saal der
Mehrzweckhalle
Durch die jetzt vorhandenen
Räumlichkeiten konnte im Jahre 1972 ein gut besuchter Liederabend im
DGH ausgerichtet werden.
Man registrierte "25 Jahre Gemischter Chor" nach der Wiedergründung.
Aus den Nachbarorten Adelshausen, Günsterode und Kehrenbach waren die
Chöre als Gäste geladen. Gute Chormusik wurde an diesem Abend geboten.
Funktionsträger des Sängerkreises mit Sängerkreisvorsitzenden und
Präsident des Mitteldeutschen Sängerbundes Waltari Bergmann waren als
besondere Gäste zugegen. Unserem Chor wurden viele lobende Worte für
seinen Leistungsstand und die Ausrichtung des schönen Abends zuteil.
Elise Wiegand, Johannes Führ, Jakob Rauschenberg, Heinrich Siegner und
Heinrich Worst erhielten die goldene Ehrennadel für
50-jährige aktive Sängertätigkeit. |
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Aufwärtsentwicklung im Handball geht weiter
Im Damenhandball wurde die
Bezirksmeisterschaft errungen und Kirchhof spielte nun in der
Verbandsliga. Der Hallensport wurde immer attraktiver. Die Heimspiele
unserer I. Damenmannschaft wurden in der Kreissporthalle in Gensungen
ausgetragen.
In der Gensunger
Halle wurde auch im Rahmen einer großen Spiel- und Sportschau den
Handballerinnen für besondere Leistungen die silberne Ehrenplakette
des Kreises verliehen.
Inzwischen hatte
sich auch eine Schüler-, Jugend- und Zweite Damenmannschaft gebildet.
Auch bei den Männern wurde in allen Klassen, sogar bei den "Alten
Herren", fleißig Handball gespielt.
In der Jahreshauptversammlung 1973 konnte Vorsitzender Horn wieder
zahlreiche Mitglieder für über 25-jährige Vereinszugehörigkeit
auszeichnen. Es waren dies: Else Bail, Marianne Denk, Ursula Hartung,
Anneliese Hetzer, Anna Hofmann, Katharina Horn, Anna Stünkel, Hilde
Weinreich, Johann Denk, Helmut Dittmar, Heinrich Horn I, Adolf
Kühlborn, Johannes Rothhämel und Erhard Werner. Elise Wiegand wurde
zum Ehrenmitglied ernannt. |
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1973-
1974 |
Vereinsarbeit wird schwieriger
Die Massenmedien sowie die
Automobilisierung wirkten sich auf fast alle Vereine negativ aus. Der
Besuch von Versammlungen, der Vereinsvergnügen und sonstigen
Sportveranstaltungen wurde immer geringer. Es bedurfte daher erhöhter
Anstrengungen der jeweils verantwortlichen Vereinsführung, durch
organisatorische Maßnahmen das Vereinsleben weiterhin positiv zu
gestalten. So wurden zum Beispiel die Mitglieder durch Rundschreiben
informiert, die Mitgliedsbeiträge durch Bankeinzug kassiert. Die
Serienspiele sowie die Teilnahme an Turnieren wurden von den
Mannschaften vorbildlich absolviert.
Unser lang
verdienter Handballspartenleiter Hans Schomberg wurde für vorbildliche
ehrenamtliche Tätigkeit im Handballsport mit der silbernen
Ehrenplakette des Kreises ausgezeichnet. |
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SG 09 Damen steigen in die Regionalliga
auf Im
August 1974 stieg die Erste Damenmannschaft in die Regionalliga
Südwest auf. Es war dies zu dieser Zeit die höchste Spielklasse im
deutschen Frauenhandball.
Durch Fleiß und
Aufopferung wurde diese schöne Leistung erbracht. Die Männer der
"Ersten Stunde", Karl Kuppstadt und Hans Schomberg, konnten stolz auf
diesen Erfolg sein. Hatten sie doch mit Sportkamerad Ploch aus
Gensungen den Grundstein für den Frauenhandball im Sportkreis
Melsungen gelegt.
Mit diesen Erfolgen
der Kirchhöferinnen erfuhr der Damenhandball in der Breite einen
ungeahnten Aufschwung. Die Betreuung unserer Mannschaft musste nunmehr
auf breiterer Ebene erfolgen. So wurde Karl Kuppstadt ein
Trainerassistent in Horst Schade beigegeben.
Karl Siegner hatte
seit 1968 die Aufgabe des Betreuers inne. |
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Kirchhof Jugendbezirksmeister
Nachdem vorwiegend die Damen unseres
Vereins in den vergangenen Jahren für Schlagzeilen gesorgt hatten,
gelang es der
A-Jugend im Großfeld die Jugendbezirksmeisterschaft zu erringen, und
man nahm somit an den Spielen zur Hessenmeisterschaft teil.
Die weibliche
A-Jugend und die weibliche B-Jugend wurden im Spieljahr 1974/75
Kreismeister. Für die SG 09 also ein toller Erfolg in den Reihen des
Nachwuchses.
Zu dieser Zeit stellte der Verein acht Handballmannschaften. Marianne
Kuppstadt war Hessenauswahlspielerin und gehörte zum erweiterten Kader
der Junioren-Nationalmannschaft des deutschen Handballbundes. |
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1975-1976 |
Geselliger Teil kam nie zu kurz
In all den Jahren des aktiven
sportlichen Wirkens kam auch der gesellige Teil nie zu kurz. Viele
Bus- bzw. Mehrtagesfahrten mit der Bahn wurden durchgeführt.
Die
Gesangesabteilung veranstaltete fast jährlich mit dem
Männergesangverein gesellige Abende mit ihren Familienangehörigen.
Grillabende und verschiedene Siegesfeiern gaben immer wieder die
Möglichkeit, die Kameradschaft zu fördern und somit das
Zusammengehörigkeitsgefühl im Verein zu festigen.
In der
Jahreshauptversammlung 1976 gab es einen Wechsel in der
Vereinsführung.
Neuer 1. Vorsitzender wurde Hans-Dieter Rübenkönig.
Für 25-jährige Vereinszugehörigkeit erhielten die silberne Ehrennadel:
Heinrich Kühlborn, Heinrich Hilgenberg, Heinrich Stahl, Hans Führ und
Rudi Wedekind. Karla Kuppstadt, die jüngste Tochter von Karl Kuppstadt,
wechselte nun auch zur SG 09. |
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Damenmannschaft Hessenmeister
Die I. Damenmannschaft errang in der
Hallenrunde 1975/76 die Hessenmeisterschaft. Von den
Spitzenfunktionären aus Sport und Politik erhielt die Mannschaft
herzliche Glückwünsche zu diesem Erfolg. Bei dem hohen Leistungsstand
der Damenmannschaft wurde man auf die Spitzenspielerinnen aufmerksam.
Karla Kuppstadt wurde in die deutsche Nationalmannschaft berufen.
Marianne Kuppstadt,
Sigrid Weber und Regina Hennek gehörten zum Kader der Hessenauswahl.
Auch auf dem Kleinfeld wurde im Jahre 1976 die Hessenmeisterschaft
erreicht. 1976/77 spielte Kirchhof wieder in der Regionalliga. Beim
Ball des Sportes, ausgerichtet vom Schwalm-Eder-Kreis, erhielt die
Spielerin Karla Kuppstadt als Nationalmannschaftsmitglied die
Ehrenplakette des Kreises in Gold. |
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1977-
1978 |
Aufstieg in die Bundesliga
Beim Verfassen dieser Zeilen kommt man
nicht umhin, dem Damenhandball das besondere Augenmerk zu schenken.
Kaum ein Jahr in der Regionalliga, wurde nun der Aufstieg in die
höchste deutsche Klasse des Frauenhandballs geschafft. Die
Begeisterung über den Erfolg kannte kaum Grenzen. Der Mannschaft wurde
vor dem Rathaus in Melsungen ein triumphaler Empfang bereitet. Etwa
600 Menschen hatten sich auf dem Rathausvorplatz eingefunden, um der
großen Gratulationscour beizuwohnen. Zahlreiche Glückwünsche wurden
dem Verein entgegengebracht. Landrat Franke beglückwünschte die SG 09
und zeigte sich stolz darüber, dass im Schwalm-Eder-Kreis nun die
erste Bundesligamannschaft bestehe. Weitere Redner vor dem Rathaus
waren: Erster Stadtrat Hans Dippel, Ortsvorsteher Heinrich Horn und
Sportkreisvorsitzender Alfred Klobes. Selbst der Bartenwetzer (K.-H.
Hofmann) war vom Rathausturm gestiegen und beglückwünschte mit
launischen Versen die Meistermannschaft. Der Triumphzug wurde in
Kirchhof fortgesetzt und endete feuchtfröhlich im Saal des
Vereinslokals Schomberg.
Der Name "Kirchhof"
sollte nunmehr über die Grenzen Hessens hinaus bekannt werden und in
die Geschichte dieses Stadtteils von Melsungen eingehen. In der
Bundesliga Gruppe Nord spielten folgende Mannschaften: GW Frankfurt,
RW Auerbach, Guts Muths Berlin, VfR Mannheim, TSG Weinheim, Süd-West
Ludwigshafen, DJK Würzburg, Bayern München und die SG 09 Kirchhof.
Selbst in der Sportschau des Fernsehens wurde über die SG 09 Kirchhof
informiert. |
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Verantwortung musste auf breitere Ebene
gestellt werden
Dass in einem relativ kleinen Verein wie
der SG 09 Kirchhof mit dem Wirken der Damen in der höchsten deutschen
Spielklasse Probleme in organisatorischer, spielerischer und
finanzieller Hinsicht ins Haus standen, war allen Beteiligten klar.
Man wich aber auch dieser Verantwortung nicht aus. Die Spielerinnen
hatten nicht zuletzt aus Freude am Sport diese großen Leistungen
erbracht und sollten nun auch ihren Wunsch erfüllt haben, nämlich in
der Bundesliga zu spielen. Auf Initiative des Betreuers Karl Siegner
wurde bereits der Vereinskurier aufgelegt. Die Finanzierung erfolgte
durch Inserate vieler Geschäftsleute. Einer breiten Öffentlichkeit
wurde nunmehr das Vereinsleben nahegebracht. Dies hatte zur Folge,
dass sich viele dem Verein verbunden fühlten und als Mitglied bzw.
Förderer dem Verein beitraten. Für die Bewältigung aller die
Bundesligamannschaft betreffenden Angelegenheiten wurde ein
Arbeitskreis ins Leben gerufen und zu dessen Sprecher Heinrich Schmidtkunz gewählt. Neben dem Trainer erhielt die Mannschaft in Hilde
Wedekind eine Betreuerin und Georg Kruhm als Masseur. Von der
Wichtigkeit und dem erfolgreichen Wirken dieses Kreises kann man
sich bis heute überzeugen. Bis in die Gegenwart wird von dem
Arbeitskreis ein erfolgreiches Management in Sachen Damenhandball bei
der SG 09 betrieben. Die finanzielle Absicherung bewegt sich bis heute
auf solider Grundlage. Immer wieder konnten Spitzenspielerinnen aus
anderen Vereinen gewonnen werden, ohne die ein Mitwirken in der
höchsten Spielklasse nicht möglich wäre. Dass der Verein diese
Transaktionen immer ohne Schaden überstanden hat, ist aber nicht nur
dem Arbeitskreis, sondern auch allen Spielerinnen, die mit ihrem
sportlichen Idealismus, ihrem Können und der Kameradschaft zu diesen
Erfolgen maßgeblich beitrugen, zu verdanken. |
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Kontinuierliche Vereinsarbeit setzt
sich
fort Nach
der Aufstiegseuphorie ging das allgemeine Vereinsleben weiter.
In der Jahreshauptversammlung 1978 konnte Vereinsvorsitzender
Hans-Dieter Rübenkönig die Vereinsmitglieder Kurt Mänz, Josef Kress,
Emmy Führ, Eugen Claus, Lydia Schramm, Erika Purkart, Hans Weißkopf,
Katharina Gute, Hans Eckhardt und Georg Harbusch für 25-jährige
Vereinszugehörigkeit ehren. Die Arbeit in allen Abteilungen wurde
kontinuierlich weiterentwickelt. Nach harter Saison konnte sich die I.
Damenmannschaft den Bundesligaerhalt sichern.
Die II. Damenmannschaft wurde in 1978 Kreismeister. Trainer Horst
Schade wurde von dem Jugoslawen Iljo Duketis abgelöst.
In den
Vorbereitungen für die Spielrunde 1978/79 trug die SG 09 ein
Freundschaftsspiel gegen die Nationalmannschaft Japans aus. Zweifellos
auch ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte.
Der Präsident des
Deutschen Handballbundes Bernhard Thiele weilte in Kirchhof und
stellte sich den Fragen des sachkundigen Publikums. Der Präsident
bedankte sich bei der Vereinsführung und den Mannschaften für die gute
Breitenarbeit, die in Kirchhof in Sachen Handball geleistet wird. |
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1979-
1980 |
70-jähriges Bestehen im kleinen Rahmen
Das 70-jährige Bestehen des Vereins
wurde am 5. Mai 1979 in Verbindung mit einem Liederabend in
bescheidenem Rahmen gefeiert. Sieben Chöre aus Melsungen, Günsterode,
Kehrenbach und Kirchhof gestalteten den Abend mit guter Chormusik.
Bezirksvorsitzender Karl Jungermann zeichnete im Namen des
Mitteldeutschen Sängerbundes einige Vereinsmitglieder für langjährige
Treue zum Chorgesang besonders aus und bescheinigte dem Gemischten
Chor sein hervorragendes Wirken in der großen Familie des
Sängerbundes.
Für 50-jährige
treue Vereinszugehörigkeit wurden besonders geehrt: Katharina Siegner,
Jakob Rauschenberg, Heinrich Siegner, Heinrich Worst, Georg Horn,
Johannes Führ und Konrad Peter. Die silberne Ehrennadel für 25-jährige
Vereinszugehörigkeit erhielten: Anneliese Mänz, Karl Siegner, Josef
Schimka und Christian Hartung.
Die I.
Damenmannschaft stieg im Spieljahr 1979/80 aus der Bundesliga ab,
erspielte 1981/82 wieder die Südwestmeisterschaft in der Regionalliga.
Auf den Wiederaufstieg in die Bundesliga wurde jedoch verzichtet, da
mehrere Spitzenspielerinnen nicht mehr zur Verfügung standen und somit
ein Neuaufbau der Mannschaft erforderlich wurde. Die Vereinsleitung
war mit der Mannschaft der Meinung, dass dieser Aufbau in der
Regionalliga besser vollzogen werden könne. Als neuer Trainer wurde
Günter Faupel verpflichtet.
Das Jahr 1980
brachte wieder einen Wechsel
in der Vereinsführung.
Für den aus
beruflichen Gründen zurückgetretenen Hans-Dieter Rübenkönig wurde
wiederum Heinrich Horn II zum
1. Vorsitzenden gewählt. Renate Horn, heute Denk, wird Redakteurin der
Vereinszeitung “Der Vereinskurier”. |
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1981 |
Zehn
Mannschaften spielen Handball
Der Handballsport in Kirchhof hatte sich
zu einer großen Breite entwickelt. Zehn Mannschaften spielten
inzwischen diesen schönen, aber oft auch sehr hart gewordenen Sport.
Wie viel Arbeit durch Trainingsvorbereitung und sonstiger
organisatorischer Leistung bis zu einem Meisterschaftsspiel investiert
werden muss, ist für den Nichteingeweihten oft gar nicht erkennbar.
Für unsere I. Männermannschaft wurde der frühere Trainer der Damen,
Horst Schade, gewonnen. Unter seiner Leitung war auch hier wieder eine
positive Aufwärtsentwicklung zu verzeichnen. |
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I. Männermannschaft Kreismeister
Nach Jahren der Mittelmäßigkeit hatte
die I. Männermannschaft in der Hallenrunde 1980/81 endlich wieder
einmal den Durchbruch geschafft. Man errang die Kreismeisterschaft und
spielte anschließend in der Bezirksklasse. Auch in der Feldrunde 1981
wurde auf Bezirksebene gespielt. In der Jahreshauptversammlung konnte
erfreulich zur Kenntnis genommen werden, dass die Gymnastikgruppe
wieder im Aufschwung sei. In der Versammlung konnten auch die
Zeichnungen der in Melsungen geplanten Groß-Sporthalle eingesehen
werden. Man war erfreut darüber, dass dieses Projekt nun verwirklicht
werden sollte.
Die Wünsche
bezüglich der Gestaltung der Halle wurden seitens des Vereins dem
Magistrat unterbreitet.
Vorsitzender
Heinrich Horn II konnte Adam Kühlborn zum Ehrenmitglied ernennen.
Folgende Mitglieder
erhielten für über 25-jährige Mitgliedschaft die silberne Ehrennadel:
Irmgard Metz, Sophie Wendel, Heinz Harbusch, Günter Gute, Horst
Rothhämel, Herbert Wedekind, Heinrich Horn II, Paul Bielert, Heinrich
Schmahl, Anneliese Vogel, Elfriede Eckhardt, Ewald Eckhardt, Hannelore
Horn, Gerhard Hartung, Georg Schimka und Irmgard Horn. |
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1979-1982 |
Vereinssportfeste immer wieder ein Erlebnis
Unter der dynamischen Vereinsführung
wurden auch in den Jahren 1982 und 1983 wieder Vereinssportfeste mit
einem umfangreichen Sportprogramm durchgeführt.
Um den Neigungen
der Jugend gerecht zu werden, bereicherte man jetzt die Festprogramme
mit "Disco-Abenden" auf dem Festplatz. Ebenfalls vergnügte man sich an
Lagerfeuern bei Selbstversorgung mit Grillwurst und Bier. Hierbei wird
immer wieder das Zusammengehörigkeitsgefühl der großen Sportfamilie
gefestigt. |
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Hohe Ehrung für Franz Purkart
Beim Kreissängerfest 1982 in Körle
konnten die Sängerinnen und Sänger mit Stolz die Verleihung des
Ehrenbriefes des Landes Hessen an unseren Chorleiter Franz Purkart
miterleben. Diese hohe Auszeichnung wurde verliehen für hervorragenden
ehrenamtlichen Einsatz im Chorwesen. Franz Purkart ist Leiter der
beiden Chöre in Kirchhof, des Gemischten Chores Kehrenbach und des
Männergesangvereins Günsterode. Außerdem ist er im Sängerkreis
Heiligenberg als Bezirkschorleiter des "Oberen Fuldatals" tätig.
Viel Anklang fand
auch der "Tag der offenen Tür", der auf Initiative des I. Vorsitzenden
Heinrich Horn II im Vereinslokal ausgerichtet wurde. Viele
Vereinsmitglieder und Freunde konnten sich anhand von Pokalen,
Urkunden u. a. Dokumenten davon überzeugen, welch stolze Tradition der
Verein seit 1909 aufzuweisen hat. Die vielen Urkunden, Pokale,
Wandteller und Wimpel verdeutlichten einmal mehr die
Leistungen, die
freundschaftlichen Verbindungen, aber auch den Bekanntheitsgrad des
Vereins. |
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1983-1984 |
Vorbereitungen für das Jubiläumsfest in vollem
Gange
Im Vorjubiläumsjahr konnte sich die SG
09 mit Stolz auf einen soliden Leistungsstand in allen Sparten des
Sports und auch seines Gemischten Chores stützen. Das Aushängeschild,
die I. Damenmannschaft, stand an der Spitze der Regionalliga. Unter
dem damaligen Trainer Dieter Worst, der aus der Sportgemeinschaft 09
hervorging, wurden konstante Leistungen erbracht.
Die II.
Damenmannschaft spielte mit gutem Erfolg in der Bezirksliga. In der
weiblichen und männlichen Jugend wurde im Spieljahr 1982/83 die
Kreismeisterschaft erzielt. Die I. Männermannschaft spielte wieder in
der Kreisklasse und versuchte an ihre frühere Leistungsstärke
anzuknüpfen. In den übrigen Sportarten wurde getreu nach dem Motto
"Dabei sein ist alles" mit Fleiß und Idealismus gewirkt.
Die
Gesangesabteilung erfreute sich einer guten Beteiligung. Das vom
Chorleiter sorgfältig ausgewählte Liedgut war der Größe und dem
Leistungsstand
unseres Chores angepasst und vermittelte somit den Sängerinnen und
Sängern das echte Gefühl einer sinnvollen Freizeitgestaltung. Im
Gesang Freude zu finden ist eine weitere Aufgabe, die sich unser
Chorleiter mit seinen Mitwirkenden zum Ziel gesetzt hatte.
Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus
Kurz vor unserem 75-jährigen Bestehen konnten wir von einer
erfolgreichen Breitenarbeit sprechen. Die Zuneigung der
Ortsbevölkerung zur SG 09 kam darin zum Ausdruck, dass die
Mitgliederzahl inzwischen auf 400 angestiegen war. Das 400.
Vereinsmitglied hieß Jan Wiegand, der gemeinsam mit seinem Vater
Norbert aus Anlass der 75-Jahrfeier Vereinsmitglied wurde.
All diese positiven Entwicklungen in den
letzten Jahren durften uns jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass
es auch in Zukunft größter Anstrengungen bedarf, den Erhalt und die
Fortentwicklung des Vereinslebens mit viel Einsatz und Idealismus zu
betreiben.
Dass man hierzu
willens war, ließ das Team um Heinrich Horn II erkennen. Man stand
ganz im Zeichen der Vorbereitung des großen Jubiläumsfestes. Bereits
im April 1983 wurde durch den erweiterten Vorstand im Jugendhof "Hoher
Knüll" in einer Wochenendarbeitstagung das Festprogramm in groben
Zügen erarbeitet.
Nach dem Motto
"Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus" war das Jahr 1983 und
die Zeit bis 1984 ganz auf dieses Fest ausgerichtet.
150 Helferinnen und Helfer im Einsatz
Rund 150 Helferinnen und Helfer wurden
in 40 Arbeitsgruppen eingeteilt. So konnte der 75. Geburtstag vom 23.
Juni bis 1. Juli ausgiebig gefeiert werden. Nachdem der Gemischte Chor
nach einer Sportkreissitzung die Festwoche mit einem Liederabend
eröffnete, prägten Freundschafsspiele aller Mannschaften die
Festwoche. Besonders in Erinnerung sollten die Begegnungen der II.
Damenmannschaft mit den Damen von Tennis Borussia Berlin bleiben. Es
entwickelte sich eine mehrjährige Freundschaft mit Begegnungen in
Kirchhof und in Berlin. Aber auch Tischtennis und Leichtathletik
wurden geboten. Ein absoluter Höhepunkt war die Open-Air-Disco mit DJ
Buggi.
Der Samstag stand
im Zeichen des Festkommers mit anschließendem Jubiläumsball. Nach dem
Weckruf mit den Memory´s wurde ein Festgottesdienst am Ehrenmal auf
dem Sportplatz gefeiert, bevor sich ein Festzug durch die Straßen
Kirchhofs zum Sportplatz bewegte. Dort fand ein bunter Rasen mit
musikalischer Umrahmung der Chöre aus Günsterode, Kehrenbach und
Kirchhof statt. Als Abschluss der Handballspiele hatte die I.
Damenmannschaft Braunschweig zu Gast. Vor dem Ausklang im Festzelt
konnten sich die Besucher vom Können der Fußballer aus Kehrenbach und
Obermelsungen ein Bild machen. Ausdruck der guten Jugendarbeit fand im
Jubiläumsjahr die Qualifikation zur Oberliga der männlichen B-Jugend.
Damit spielte die Mannschaft in der höchsten deutschen Jugendklasse.
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Die SG-Bühne spielte: “Der gute Ruf”.

1991 Minihandball |
1985-1989 |
Der Turn und Spielkreis wird gegründet
Die Entwicklung der
Sportgemeinschaft setzte sich in den Jahren nach dem Jubiläum fort.
Als weiterer Ausdruck der intensiven Jugendarbeit wurde 1986 der Turn-
und Spielkreis ins Leben gerufen. Längst (1980) hatte die SG 09 mit
Minihandball begonnen. Walter Kress, Brunhilde Bartels, Christa
Kühlborn, Rita Kaspar und Regina Wagner waren ganz aktiv. Damit werden
bereits die Kleinsten durch Spiele mit Bewegungs- und
Koordinationsübungen beschäftigt und an den Handballsport
herangeführt.
Die Leistungen des
Chorleiters Franz Purkart wurden mit der seltenen Verleihung des
Sonderzeichens in Gold vom Mitteldeutschen Sängerbund gewürdigt.
Eine Lehrstunde der
besonderen Art wurde der I. Damenmannschaft zuteil.
Die Nationalmannschaft der Volksrepublik China war zu Gast und siegte
im Freundschaftsspiel mit 38:19 Toren.
Neben Gesang und
Sport wurde das Theaterspiel wieder aktiviert. Um dem Aufwand der
Laienschauspieler und Bühnenarbeiter gerecht zu werden, entschloss man
sich die Komödie "Der gute Ruf" nicht nur in Kirchhof, sondern auch in
der Stadthalle Melsungen zur Aufführung zu bringen. Beide Auftritte
sorgten für volle Häuser.
Der Tennisboom,
ausgelöst durch die Erfolge von Boris Becker in Wimbledon, erreichte
auch Kirchhof. Der Bau eines Tennisplatzes wurde geplant und
ausgeführt. Anlässlich des Hessentages in Melsungen fand die
Einweihung statt. Am Hessentag wirkte die SG 09 als Teilnehmer bei
verschiedenen Veranstaltungen mit und besetzte zudem Verkaufsstände
während der Festwoche. Die "SG-Bühne" spielte
nun die Komödie "Familienkrach im Doppelhaus". Wieder waren beide
Aufführungen in Kirchhof und Melsungen ausverkauft. Die
Damenmannschaft bestritt weitere internationale Vergleiche gegen den
ungarischen Meister DMVSC Debrecen (1987) und die Nationalmannschaft
der UDSSR (1989).
Ende des Jahres
1989, am 24. Dezember, verstarb plötzlich und unerwartet unser
Vereinswirt, langjähriger Spartenleiter und Mitbegründer der
Damenmannschaft,
Hans Schomberg. Eine große Trauergemeinde nahm Abschied von dem Mann,
der die Sportgemeinschaft schon früh über die Grenzen von Kirchhof
hinaus repräsentierte.
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Vereinsheim
Schomberg |
1990-1994
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Die Sportgemeinschaft pachtet das Vereinsheim
Schomberg
Die erste Damenmannschaft klopfte an
die Tür zur zweiten Bundesliga, verlor jedoch die Aufstiegsspiele
gegen Nußdorf. Nachdem der Vertrag mit Trainer Iljo Duketis nicht
verlängert wurde, verließ fast die komplette Mannschaft die SG 09.
Vorsitzender Heinrich Horn II organisierte mit Imre Török eine
Vereinsfahrt nach Ungarn.
Dabei spielten die Kirchhöfer Männer erstmals gegen eine ausländische
Mannschaft. In Ungarn verloren die Kirchhöfer am 1. Mai 1990 mit 32:26
Toren. Bereits im August erfolgte der Gegenbesuch von Balmazujvaros.
Da nach dem plötzlichen Tod von Hans Schomberg das Vereinslokal von
heute auf morgen nicht mehr zur Verfügung stand, entschloss sich der
Vorstand das Haus Schomberg in Eigenregie weiterzuführen.
Heinrich Horn setzte sich hier besonders ein.
Der Gemischte Chor knüpfte gemeinsam mit dem MGV Kirchhof erste
Kontakte nach Thüringen zum Chor aus Nazza.
Heinrich Schmidtkunz erhielt die silberne Plakette der Stadt Melsungen.
Die Nachfrage im Tennis hatte zur Folge, dass ein zweiter Tennisplatz
gebaut wurde. Mit viel Eigenleistung konnte dies realisiert werden.
Durch die Gründung der Tischtennissparte wurde das Angebot an
Aktivitäten für die Mitglieder erweitert. Auf 25 Jahre Damenhandball
konnte 1991 zurückgeblickt werden. Die erste Hallenzeitung
“Schlagzeile” erscheint. Fortan wird das Exemplar zu jedem Heimspiel
der I. Damenmannschaft ausgegeben
Der Gemischte Chor verbrachte ein Übungswochenende im Boglerhaus. Auch
die dritte Komödie "Drei tolle Väter" war ausverkauft. Die I.
Damenmannschaft kämpfte gegen den Abstieg in der Regionalliga. Um den
Klassenerhalt zu schaffen wurde die Russin Alla Kovalova nach Kirchhof
geholt. Die SG 09 startete eine Dorfsammlung. 120 Haushalte
beteiligten sich und sicherten den Transfer ab. Der Klassenerhalt
wurde mit viel Glück geschafft.
Erstmals nahm 1994 die Tennismannschaft der Herren an den
Meisterschaftsspielen teil und schaffte auf Anhieb den Aufstieg in die
nächsthöhere Klasse.
Der Gemischte Chor feierte sein 75-jähriges Bestehen mit einem
Dorfabend. Leider ließen sich nur 30 Gäste von unserem Chor und dem
Musikverein Hofbieber begeistern.
Trotz dieser Enttäuschung beteiligte sich der Chor sehr erfolgreich an
der "Robert-Stolz-Gala" in der Vierbuchenhalle Röhrenfurth.
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Mädchenhandball 1998. Im Bild: Miriam Achler, Melina Horn, Nicole
Rübenkönig, Magdalena Rode, Juliane Pregler, Carina Kühlborn. Vorn:
Trainer Herbert Kühlborn, Jenny Berge, Nadine Semlitsch, Nico Pollmer,
Ann-Kathrin Heuser, Betreuer Klaus Berge. |
1995-1998
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Jürgen Steinbach kommt
Bereits nach nur einem Jahr musste
die Russin Alla Kovalva Kirchhof wieder verlassen. Heinrich Horn holte
nun Cristina Weiss. Auch ein neuer Trainer wurde für die
Damenmannschaft verpflichtet.
Auf Jörg Anacker folgte Jürgen Steinbach. Jeweils Kreismeister wurden
die weibliche Jugend A und die männliche Jugend B. Für seine
ehrenamtliche Tätigkeit wurde dem
1. Vorsitzenden Heinrich Horn II die Sportehrenplakette und die
Ehrenplakette der Stadt Melsungen verliehen.
War es seit vielen Jahren Tradition, dass sich die SG-Familie zum Ende
des Jahres zur gemeinsamen Weihnachtsfeier im Dorfgemeinschaftshaus
traf, ging die SG 09 Ende 1996 neue Wege. Da das Dorfgemeinschaftshaus
die Besucher in der Vergangenheit kaum fassen konnte, entschied sich
der Vorstand erstmals einen Weihnachtsmarkt rund um das Vereinsheim
Schomberg zu veranstalten. Unter Mitwirkung aller Abteilungen wurde
diese Veranstaltung ein voller Erfolg und wurde für die nächsten Jahre
fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders.
Im Jahre 1997 wurde seitens der Vereinsmitglieder einiges an
Eigenleistung investiert. So wurde mit Unterstützung der Brauerei
Malsfeld der Gastraum des Vereinsheimes umgebaut. Außerdem wurde der
Getränkestand am Waldsportplatz um einen überdachten Freisitz
erweitert.
Die Männermannschaft erhielt Verstärkung, Sven Rothhämel kehrte zu
seinem Heimatverein zurück.
Auf ihr 10-jähriges Bestehen konnte die Tennissparte zurückblicken.
Auch 1998 stand ein Jubiläum an, die "Alten Herren" blickten auf 25
gemeinsame Jahre zurück. Überaus erfolgreich wurde das Jahr sowohl im
Jugendbereich als auch bei den Senioren der Handballer. Vier
Jugendmannschaften sicherten sich die Kreismeisterschaften. Darüber
hinaus qualifizierte sich die weibliche B-Jugend für die
Bezirksklasse. Auch die I. Männermannschaft wurde Kreismeister und
stieg in die Bezirksklasse auf.
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Die Spielgemeinschaft Melsungen/Kirchhof sorgte für Schlagzeilen. Im
Bild: Albert Klabunde, Renate Denk, Claudia Goldhardt,
† Heinrich Horn, Dieter Vonhof, Herbert Kühlborn, Bernd Denk, Conrad
Fischer. |
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Spielgemeinschaft Melsungen/Kirchhof sorgt für
Schlagzeilen
Hatten sich die
Damenmannschaften der Sportgemeinschaft und der Melsunger Turngemeinde
bisher teilweise erbitterte Duelle geliefert, wurde die
Frauenspielgemeinschaft Melsungen/Kirchhof gegründet. Das alte
Tennishäuschen wurde abgebaut und durch ein schmuckes Holzhaus
ersetzt.
Im Zuge dieser
Erneuerung wurden die Versorgungsleitungen auf den neuesten Stand
gebracht. Die Leitungen wurden über den Sportplatz zum
Sportplatzhäuschen und weiter zum Verkaufsstand am hinteren Bereich
des Geländes verlängert. Die Wasser- und Stromversorgung ist seitdem
vorschriftsmäßig unterirdisch verlegt.
Nach 26 Jahren im
Amt des 1. Vorsitzenden konnte Heinrich Horn II diese Position aus
gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausfüllen. Er wurde zum
Ehrenvorsitzenden ernannt. Seine Nachfolge trat der bisherige
2. Vorsitzende Herbert Kühlborn an.
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1999
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90 Jahre Sportgemeinschaft 1909
80 Jahre Gemischter Chor
Die junge Spielgemeinschaft Melsungen/Kirchhof
wurde bereits im ersten Jahr der Zusammenarbeit Südwestdeutscher
Meister und stieg in die Zweite Bundesliga auf. Wiederum gingen zwei
Kreismeistertitel nach Kirchhof, diesmal an die weibliche A-Jugend und
die männliche C-Jugend.
Im Mai wurde der 90. Geburtstag der Sportgemeinschaft und der 80.
Geburtstag des Gemischten Chores gebührend gefeiert. Beim Kommers im
vollbesetzten Saal des Vereinsheimes wurde bei den Ansprachen aus
Politik, Gesang und Sport immer wieder die familiäre Atmosphäre der
Vereinsarbeit hervorgehoben.
Der Chorabend fand mit befreundeten Chören im Dorfgemeinschaftshaus
statt.
Der Vereinskurier wurde erneut vom Landessportbund ausgezeichnet. Das
Festival des Sportes wurde vom Landessportbund Hessen in Melsungen
ausgetragen. Auch hier war die Sportgemeinschaft aktiv dabei.
Völlig überraschend, ohne jegliche Vorankündigung oder andere
Anzeichen, kündigte die Melsunger Turngemeinde die Spielgemeinschaft
der Frauen zum Serienende. Der Vorstand handelte schnell und konnte
kurzfristig den Fortbestand des Zweitligahandballes sichern. Mit dem
vierten Weihnachtsmarkt klang das Jubiläumsjahr aus.
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Glücksminuten am Waldsportplatz in Kirchhof. Im Bild: Trainer Bernd
Dittmar mit den Minis am Springbrunnen.

Trainer Thorben Gießler mit der III. Damenmannschaft.

Gesamtvorstand
1998 |
2000 - 2002
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Trauer um Marc Hartung
Am sechsten März feierte der
Nachwuchs Fasching. Am folgenden Tag verstarb Marc Hartung völlig
überraschend während des Trainings in der Vierbuchenhalle Röhrenfurth.
Die Sportgemeinschaft trauerte mit seiner Familie. Mit Marc Hartung
verlor die SG 09 einen engagierten Sportler und langjährigen
Schiedsrichter.
Die Jungen der B-, C-, und D-Jugend wurden Kreismeister, die weibliche
D-Jugend sicherte sich neben der Kreismeisterschaft auch den Titel des
Bezirksmeisters. Ebenso wurde die dritte Damenmannschaft Kreismeister.
Auch die II. Damenmannschaft befand sich im Aufwärtstrend und
qualifizierte sich für die Landesliga.
Die Qualifikation der I. Männermannschaft für die zweite Bezirksklasse
rundete das erfolgreiche Sportjahr ab.
Chorleiter Franz Purkart erhielt die Bundesverdienstmedaille für sein
vorbildliches Wirken für den Chorgesang. Im Oktober waren die
Sangesfreunde um Willi Petig aus Wuppertal zu Gast in Kirchhof.
Die I. Damenmannschaft setzte sich im Spitzentrio der Zweiten
Bundesliga fest.
Man feierte die Halbzeitmeisterschaft und scheiterte später mit nur
einem Punkt Rückstand am Aufstieg in die deutsche Eliteklasse.
Weiterhin fand die engagierte Jugendarbeit Ausdruck in der
Bezirksmeisterschaft der männlichen A-Jugend und deren Qualifikation
für die Landesliga sowie der Qualifikation der männlichen
B-Jugend für die Oberliga.
Melina Horn und Martin Denk gehörten zur Auswahl des Hessischen
Handballverbandes ihrer Jahrgänge. Darüber hinaus gehörte Martin Denk
dem Kader des Südwestdeutschen Handballverbandes an. Wiederum in
Eigenleistung wurde der Verkaufsstand am Sportplatz durch
Pflasterarbeiten verbessert. Mit einer Busfahrt verbrachten die Kinder
der Minis und der
E-Jugend mit Eltern und Betreuern einen erlebnisreichen Tag am
Edersee.
Beim Sportfest waren alle zum Mitmachen aufgefordert. Jung und Alt
machten regen Gebrauch von Gymnastik, Aerobic, Walking und
Rückenschule auf den verschiedenen Aktionsbühnen.
Auch bei der II. Damenmannschaft mit Trainer Udo Horn setzt sich die
positive Entwicklung fort, die Mannschaft stand an der Spitze der
Landesliga. Die freundschaftliche Verbindung zwischen den Sängerinnen
und Sängern aus Nazza und Kirchhof bestand nunmehr seit zehn Jahren.
Aus diesem Anlass verbrachte die Sportgemeinschaft ein gemeinsames
Wochenende in Bad Liebenstein.
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SG 09 Kirchhof
trauert um Heinrich Horn II
Die andauernde positive sportliche
Entwicklung fand nicht nur Ausdruck in der Meisterschaft der II.
Damenmannschaft in der Landesliga und dem damit verbundenen Aufstieg
in die Oberliga Hessen. Auch die Mädchen der C-Jugend wurden Bezirks-
und Nordhessenmeister. Bei den anschließenden Hessenmeisterschaften
belegte die Mannschaft den zweiten Platz. Ein neuer Vorstand wurde
gewählt. Nach einer Satzungsänderung lag die Führung des Vereines
erstmals in der Geschichte nicht in den Händen eines 1. Vorsitzenden.
Fünf gleichberechtigte Vorstände teilen sich nun die Führungsaufgaben.
Gewählt wurden Renate Denk, Rita Kaspar, Karl-Heinz Harbusch, Holger
Hartung und Markus Franz. Nach sieben erfolgreichen Jahren endete die
Ära Jürgen Steinbach. Ihm folgte Gernot Weiss. Nach langer schwerer
Krankheit verstarb der Ehrenvorsitzende Heinrich Horn II. Die
Sportgemeinschaft musste von dem Mann Abschied nehmen, der nicht nur
die Geschicke der SG 09 über mehr als zwei Jahrzehnte geleitet hat,
sondern der immer und in allen Belangen vorangegangen ist. Er prägte
wie kein anderer die Sportgemeinschaft gegenüber den Mitgliedern und
in der Öffentlichkeit. Sein Wirken wird für immer mit der
Sportgemeinschaft verbunden bleiben.
In der neuen Handballsaison 2002/2003 spielte die I. Damenmannschaft
weiterhin in der Zweiten Bundesliga mit Ambitionen sich in der
Spitzengruppe endgültig zu etablieren.
Diese Ziele schienen nicht unrealistisch, zumal inzwischen täglich
trainiert wurde und mit Magdalena Urdea eine rumänische
Nationalspielerin verpflichtet wurde.
Die II. Damenmannschaft mauserte sich zu einer festen Größe in der
Oberliga.
Bei der Männermannschaft vollzog sich ein Verjüngungsprozess.
Nach dem Ausscheiden einiger Spieler wurden talentierte
A-Jugendspieler in die Mannschaft integriert.
Mit der männlichen A-Jugend und der weiblichen B-Jugend waren wieder
zwei Jugendmannschaften höherklassig für unseren Verein aktiv. Wie
auch in den vergangenen Jahren wurde das Jahr 2002 mit dem
Weihnachtmarkt in der Dorfmitte rund ums Vereinsheim abgeschlossen.
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2003
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Unaufhaltsam
Am 5. Januar 2003 wurde ein gut
besetztes Damenturnier in der Stadtsporthalle veranstaltet. Sowohl
sportlich als auch organisatorisch ließ das Turnier kaum Wünsche
offen. Mit gewohntem Einsatz sorgten viele fleißige Hände der
Mitglieder für einen reibungslosen Ablauf.
In der Serie erreichten alle Mannschaften die gesteckten Ziele.
Insbesondere zu erwähnen, der zweite Platz der Damen in der 2.
Bundesliga. Aber auch die Leistungen der Männer konnten sich sehen
lassen, obwohl der Aufstieg in die Landesliga verpasst wurde. Neuer
Trainer für die Serie 2003/2004 wurde Detlef Kleinmann. Erfolgreich
verlief auch die Tennissaison. Die Männer wurden Meister und stiegen
in die nächsthöhere Klasse auf.
Im Mittelpunkt aller Aktivitäten stand im Juni 2003 die 700-Jahrfeier
unseres Heimatortes. Mit dabei war auch die SG 09, allen voran der
Gemischte Chor. Aber auch alle anderen Sparten beteiligten sich am
Geschehen. Ein Höhepunkt der Aktivitäten war das Spielfest,
organisiert von Reinhold Dittmar und Gisela Denk. Die sportliche
Entwicklung ging weiter und wurde durch neue Sponsorenverträge
abgesichert. Nach intensiver Vorbereitung startete die SG 09 mit
dreizehn Mannschaften in die Saison 2003/2004. Großen Anklang fand das
zweite Kartoffelfest. Ende des Jahres belegte die I. Damenmannschaft
noch immer Platz 1 in der Zweiten Bundesliga. Diesen hatte das Team
bereits am zweiten Spieltag erobert.
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Eintrag ins “Goldene
Buch” der Stadt Melsungen. Im Bild: Berthold Denk, Gernot Weiss, Udo
Horn. Vorn: Altbürgermeister Karl-Heinz Dietzel und
Stadtverordnetenvorsteher Albin Schicker. |
2004- 2006
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Ein Traum wird Wirklichkeit - Aufstieg in die
Bundesliga
Der Toyota-Cup in der Stadtsporthalle
fand erneut großen Anklang. Rita Kaspar schied aus dem Vorstand aus
und Uwe Bielert folgte.
Mit Cristina Mihai wurde eine rumänische Linkshänderin verpflichtet
und damit ein erster Baustein in Richtung Erste Bundesliga gesetzt.
Der Auswärtssieg in Leihgestern brachte Gewissheit, die SG 09 Kirchhof
spielt in der Saison 2004/2005 in der 1. Bundesliga.
Eine würdige Meisterschaftsfeier fand nach dem letzten Heimspiel in
Melsungen statt. Zum Abschluss wurde nach dem sportlichen auch ein
phyrotechnisches Feuerwerk abgebrannt. Für das Abenteuer Erste Liga
wurde fast die gesamte Mannschaft gehalten und mit drei Zugängen
verstärkt. Mit Gründung der Damenhandball GmbH wurde auch in
organisatorischer Hinsicht der aktuellen Entwicklung Rechnung
getragen.
Geschäftsführerin wurde Renate Denk, die sich wie niemand sonst für
den Damenhandball, aber auch für unseren Verein insgesamt einsetzt.
Im Sog des Erfolges der I. Mannschaft konnte auch die II. Mannschaft
verstärkt in die neue Oberligaserie gehen. Neu im Betreuerstab der II.
Damenmannschaft der bisherige Männertrainer Detlef Kleinmann, der sich
bei den Mädels auch um das Torwarttraining kümmerte und so Udo Horn
zur Seite stand. Die III. Damenmannschaft startete eine Klasse höher
in die neue Spielrunde. Unter dem neuen Spielertrainer Hendryk Melski
starteten die Männer einen neuen Anlauf den Aufstieg in die Landesliga
zu schaffen.
Die II. Männermannschaft spielte in der Bezirksliga B2 um die
Meisterschaft.
Das Sportfest wurde wegen schlechten Wetters kurzfristig in der
Stadtsporthalle Melsungen ausgerichtet. Dass in der Ersten Liga ein
anderer Wind weht, mussten die Spielerinnen schnell feststellen. Zum
Ende des Jahres standen nur vier Punkte auf der Habenseite. Um den
Klassenerhalt noch zu schaffen wurden zwei weitere Spielerinnen
verpflichtet. Dennoch mussten letztlich die Play-Down-Spiele gegen die
alten Bekannten aus Weibern die Entscheidung über den Verbleib in
Deutschlands höchster Spielklasse entscheiden. Mit einem Sieg in
Weibern wurde der Klassenerhalt schließlich geschafft. Der Gemischte
Chor verbrachte seit langer Zeit mal wieder ein Wochenende im
Boglerhaus.
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Mädchenhandball mit
Trainerin Maria Rothhämel und Betreuerin Kerstin Dietrich. |
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Kooperation mit der MT Melsungen
Um den Anforderungen der Zukunft
gewachsen zu sein wurde der Spielbetrieb der Handballer verändert.
Eine Kooperation mit der Melsunger Turngemeinde wurde vereinbart.
Künftig treten alle männlichen Handballer in den Mannschaften der MT,
die weiblichen in denen der SG 09 an. Verstärkt durch vier Melsunger
schafften unsere Jungs im dritten Anlauf den Aufstieg in die
Landesliga, allerdings in den Farben der MT. Hatten die Erfolge der I.
Damenmannschaft vor zwei Jahren noch die Leistungen der II. und III.
Mannschaft positiv beeinfusst, so griff dieser Effekt auch im
Negativen. Mit einer stark veränderten Mannschaft gelang in der
Erstliga-Saison 2005/2006 lediglich ein Sieg gegen Rostock. Somit war
der Abstieg im zweiten Jahr der Erstklassigkeit die logische Folge. Im
Februar 2006 wurde Trainer Weiss beurlaubt und Udo Horn übernahm die
Mannschaft bis zum Saisonende. Auch die zweite musste unglücklich in
die Landesliga absteigen. Mit neuer Mannschaft und dem neuen Trainer
Mile Malesevic sollte die Zweite Liga gemeistert und die Mannschaft in
ruhigeres Fahrwasser geführt werden.
Auch die Tischtennissparte hatte mit personellen Problemen zu kämpfen.
Eine Lösung brachte die Spielgemeinschaft mit Günsterode. Neu in den
fünfköpfigen Vorstand wurde Berthold Denk gewählt. Sonst nahm das
Vereinsleben seinen gewohnten Verlauf, die Handballtage und das
Sportfest wurden in den Sommermonaten ausgerichtet.
Volles Haus bescherte das Kartoffelfest dem Vereinsheim.
Die Jugendmannschaften wurden vorbildlich betreut und trainiert. Mit
der weiblichen B- und C-Jugend konnten wieder zwei Mannschaften die
Bezirksmeisterschaft gewinnen. Während die zweite und dritte
Mannschaft sich in der Serie stabilisierten, musste die I. Mannschaft
weitere Rückschläge hinnehmen.
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2007
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Verletzungspech
Zusehends zerfiel
das Mannschaftsgefüge mit der Folge, dass der Vertrag mit Trainer
Malesevic im Februar 2007 aufgelöst wurde. Wie bereits ein Jahr zuvor
übernahm Udo Horn die Mannschaft. Diesmal aber nicht als
Übergangslösung, sondern als Trainer für die nächste Saison. Damit
sollte schon früh ein Signal für das Spieljahr 2007/2008 gesetzt
werden. Obwohl bis kurz vor Ende der Serie nicht feststand, in welcher
Liga die SG 09 im nächsten Jahr spielen würde, konnten frühzeitig neue
Spielerinnen gewonnen und Verträge mit den gewünschten Spielerinnen
der bisherigen Mannschaft verlängert werden. Erfreulich, dass auch
alle Sponsoren, bis auf sehr wenige Ausnahmen, unserer Mannschaft und
unserem Verein treu blieben. Ein Vertrauensbeweis, der trotz aller
Widrigkeiten nicht hoch genug zu bewerten ist. Aber ebenso wichtig,
weitere Sponsoren konnten gewonnen werden. Das 20-jährige Bestehen
feierte die Tennissparte mit Sektempfang und einem Frühstück im Rahmen
des Sportfestes. In der Serie 2007/2008 waren wieder alle
Altersklassen mit Mädchenmannschaften der Sportgemeinschaft besetzt.
Die weibliche B-
und C- Jugend spielte erneut höherklassig. Alle SG-Teams absolvierten
die Spiele bis zur Weihnachtspause erfolgreich. Besonders
bemerkenswert die Serie der Regionalligamannschaft.
Seit dem ersten
Spieltag belegte die Mannschaft von Trainer Udo Horn Platz eins der
Tabelle. Doch die Vorweihnachtszeit brachte wenig Freude. Mit dem
Ausfall der Leistungsträgerinnen Rocsana Negovan und Anna Miszczyj
(beide Kreuzbandriss) wurde die Favoritenrolle stark in Frage
gestellt.
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I.
Damenmannschaft, Regionalliga Südwest 2006/07. Im Bild: Kerstin
Pregler, Karl-Martin Hartung, Berthold Denk, Udo Horn, Sabine Kirmse,
Anna Miszczyj, Rocsana Negovan, Viktoria Marquardt, Carina
Heidenreich. Vorn Klaus Teibach, Kristina Startschenko, Nadine
Sandrock, Katja Frommann, Elisabeth Wehr, Juliane Kaspar, Kerstin
Neutze, Carina Kühlborn. |
2008
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Armin Rothhämel wird Vorstandsvorsitzender
Die Ausfälle wurden aber durch
Annemarie Ide (zuvor II. Mannschaft) und Laura Schmitt von der HSG
Sulzbach/Leidersbach hervorragend ausgeglichen. Die Mannschaft
sicherte sich am Ende unangefochten die Südwestdeutsche Meisterschaft
und den damit verbundenen Direkt-Aufstieg in die 2. Bundesliga.
Bei der Jahreshauptversammlung wurde Armin Rothhämel in den
fünfköpfigen Vorstand gewählt.
Er folgte auf Karl-Heinz Harbusch, der sich nicht mehr zur Wahl
stellte. Zum Dank an die Fans wurde erstmals ein Fanfrühstück auf dem
Waldsportplatz ausgerichtet.
Nach Ende der Serienspiele war der Fokus im Frühjahr 2008 bereits auf
das Jubiläumsjahr 2009 ausgerichtet.
Insbesondere das Sportgelände, der Waldsportplatz und die dortigen
Einrichtungen wurden inspiziert und Erneuerungsmaßnahmen eingeleitet.
Die Sitzflächen und Rückenlehnen der Zuschauerbänke wurden mit
langlebigem Hartholz versehen. Die Renovierung und Sanierung der
Duschhalle wurde in Angriff genommen. Die Anträge dazu wurden
gestellt, die Arbeiten sollen noch im Jubiläumsjahr angegangen und
fertiggestellt werden.
Die Sitzgruppe und der Brunnen vor der Duschhalle wurden erneuert.
Hierfür zeichnete sich die Alt-Herren-Abteilung verantwortlich. Auch
das Häuschen am Waldsportplatz erhielt eine Grundsanierung, ohne die
ein Erhalt in den nächsten Jahren sehr in Frage gestellt wäre. Selbst
der Älteste, Ehrenmitglied Heinrich Fischer, ließ es sich nicht nehmen
aktiv zu helfen. Er versah die vorhandenen Holzwappen mit einem neuen
Anstrich. 800 Arbeitsstunden wurden geleistet. Erstmals seit
Errichtung der Tennisplätze wurden die Instandsetzungsarbeiten im
Frühjahr nicht durch eine Firma, sondern durch die Spartenmitglieder
selbst erledigt. Als Generalprobe für die Feierlichkeiten zum
100-jährigen Bestehens der Sportgemeinschaft dienten die Handballtage
und das Sportfest. Wie in den vergangenen Jahren sorgten unzählige
fleißige Hände für einen reibungslosen Ablauf. Zum Fototermin für das
Jubiläumsfoto fanden sich 222 Personen auf dem Waldsportplatz ein.
Reibungslos konnten auch die Mannschaften für die Handballserie
2008/2009 zusammengestellt werden. Die Vorbereitung unserer
Zweitligamannschaft verlief dagegen etwas holpriger. Bereits zum
Trainingslager verhinderten kleinere und größere Blessuren ein
effektives Arbeiten. Schnell musste akzeptiert werden, dass der
Unterschied zwischen Regionalliga und der Zweiten Liga doch wieder
enorm ist. Zwar konnte die Mannschaft andeuten, dass das Niveau der
Liga erreicht werden kann, jedoch nur mit 100% Leis-
tung und Einstellung, zumal jede Unsicherheit und jeder Fehler
schneller bestraft werden als dies eine Klasse niedriger der Fall ist.
Somit stand Kirchhof wieder mitten im Abstiegskampf. Erschwerend kam
dann der erneute verletzungsbedingte Ausfall von drei
Stammspielerinnen hinzu. Zum Ende des Jahres rückte noch ein absolut
bemerkenswertes Jubiläum ins Rampenlicht. Seit vierzig Jahren
dirigierte Chorleiter Franz Purkart den Gemischten Chor der
Sportgemeinschaft. Im Kreise der Sängerinnen und Sänger ehrte der
Vorstand gemeinsam mit Spartenleiter Gerhard Hartung den verdienten
Chorleiter und verbanden die Ehrung mit der Hoffnung noch lange auf
Franz Purkart bauen zu können.
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2009
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Hand in Hand zum Jubiläum
Auf Beschluss des Vorstandes werden
die Veranstaltungen anlässlich des 100-jährigen Bestehens der
Sportgemeinschaft Kirchhof über das Jahr hinaus verteilt.
Somit war die Jubiläumseröffnung am 8. Februar den Vereinsmitgliedern
ab den Jahrgängen 1944 gewidmet. Richard Horn, Heinrich Schmidtkunz
und Erich Günther wurden im Vereinsheim zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Zum Ende des Monats trat Udo Horn nach zweijähriger Amtszeit als
Damentrainer zurück. Der Abstieg in die Regionalliga war nicht mehr
abzuwenden. Nach der Verlängerung bestehender Spielerverträge konnte
Dieter Eckel als neuer Trainer begeistert werden. Im März fand der
Bezirkssängertag in Kirchhof statt und beim Freundschaftssingen mit
befreundeten Chören konnten die Sängerinnen und Sänger Glückwünsche
zum 100. Geburtstag der Sportgemeinschaft und dem 90. Geburtstag des
Gemischten Chores entgegennehmen.
Alle Anwesenden denken gerne an diese schöne, gelungene Veranstaltung
zurück.
Die nächsten positiven Schlagzeilen fand die heimische Presse für die
gemeinsame Sternwanderung der vier Jubiläumsvereine zum Marktplatz in
Melsungen. Hier stellten sich der TSV 09 Adelshausen, der TSV 09
Elfershausen, FTSV 09 Kehrenbach und die Sportgemeinschaft 1909
Kirchhof gemeinsam vor. In der J.H.V. wurden die verdienten Mitglieder
Karl Siegner, Karl-Martin Hartung, Berthold Denk und Rita Kaspar
geehrt.
Als Gastgeber an der Goldberghütte hatte die SG 09 alle Wanderer am 1.
Mai geladen.
Über den Tag verteilt konnten ca. 600 Gäste das Bewirtungsangebot und
Musik von Ray Binder genießen.
Zu den Handballtagen konnten befreundete Vereine und Mannschaften beim
“Vierkampf der besonderen Art” die Kräfte messen. Kraft und Geschick
waren beim Holzklotzweitwurf, Gummistiefelzielwurf,
Handicap-Torwandwerfen und Dosenbiathlon gefragt. Nachdem sich die
Anwesenden bei Wildschweingulasch und Bratwurst gestärkt hatten,
konnte zur Musik der Rockband MEG HARVEST getanzt werden. Leider war
es an diesem Abend sehr kalt, sodass die Gemütlichkeit etwas gelitten
hat.
Tags danach stand das Mammutprogramm mit 37 teilnehmenden
Handballmannschaften am Waldsportplatz im Programm.
So freuen wir uns nun auf die Abschlussveranstaltung der
Jubiläumsfeierlichkeiten. Auch an den Tagen vom 19. bis 23. August
will sich die Sportgemeinschaft nochmal als guter Gastgeber
präsentieren.
Die Geschichte der Sportgemeinschaft 1909 Kirchhof e.V. wurde
niedergeschrieben um wesentliche Entwicklungen und Ereignisse in
Erinnerung zu rufen und für unsere Nachkommen festzuhalten. Ein
Anspruch auf Vollständigkeit wird, wie bereits zu Beginn voran
gestellt, nicht erhoben und kann auch nicht garantiert werden.
Zu vielfältig sind die Geschehnisse, Aktivitäten und Blickwinkel eines
jeden Einzelnen.
Soweit der geneigte Leser Kontakt zur SG 09 Kirchhof hat, so mag er
seine Empfindungen mit dem Niedergeschriebenen verknüpfen. Soweit dies
der erste Kontakt mit unserem Verein ist, so mag die Geschichte einen
Einblick in die Arbeit und Entwicklung der Sportgemeinschaft geben.
Auch im Alter von 100 Jahren muss in einem Verein nach vorne geschaut
werden. Bisher ist es den Verantwortlichen gelungen, das Vereinsleben
den wechselnden gesellschaftlichen Gegebenheiten und Anforderungen
anzupassen. Doch dabei steht fest, dies alles ist nicht von einem
Vorsitzenden oder einem mehrköpfigen Vorstand allein zu schaffen.
Daher soll zum Abschluss ein Zitat unseres ehemaligen Vorsitzenden
Heinrich Horn stehen, der seinerzeit das Jubiläum zum 50. Geburtstag
der SG 09 federführend organisierte. Nach seiner Ernennung zum
Ehrenmitglied bedankte sich Heinrich Horn I schriftlich beim Vorstand.
Er beendete seinen Brief mit Worten, die Leitbild für die Zukunft sein
sollen:
"Gehen wir gemeinsam in die Zukunft, stärken
wir unserer Sportgemeinschaft den Rücken.
Bleiben wir für unsere Jugend Heimat und Geborgenheit, dann wird
unsere Zukunft erfolgreich sein und bleiben.
Geben wir unserem Vereinsnamen SPORTGEMEINSCHAFT den Wert, der
ihm bei der Namensgebung zu Grunde lag. Bleiben wir eine
Gemeinschaft."
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