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Vereinsgeschichte Damenhandball

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Hans Schomberg
und Karl Kuppstadt gründen eine Damenhandball-
mannschaft

1966

Die Sportgemeinschaft 09 hat gute
Leichtathletinnen, die besonders als 4 x 100 m-Staffel
für Furore sorgen.

 

 


Diese Mädchen:
Renate Pfeiffer (heute Häusler)
Gertrud Kaspar (heute Pawlik)
Waltraud Hartung (heute Obach)
Margret Kehl (heute Lohmann)
 

 

 

geben den Anstoß, dass Fritz Gießler (I. Vorsitzender) und Hans Schomberg (Spartenleiter Handball) eine Damen-Handballmannschaft gründen wollen. Es soll dem Beispiel von Jahn Gensungen gefolgt werden; hier hatte bereits Konrad Ploch eine Damenmannschaft ins Leben gerufen.
Fritz Gießler und Hans Schomberg werden aktiv und gewinnen Karl Kuppstadt von der Melsunger Turngemeinde. Karl Kuppstadt soll die Aufgabe des Trainers übernehmen und bringt zugleich drei seiner fünf Töchter mit zu den Grün-Weißen.
Hans Schomberg bezahlt spontan den 1. Satz Trikots.

 

 

 

1967

Die Sportgemeinschaft 09 wird in der ersten Meisterschaftsrunde Kreismeister mit den Spielerinnen:
 

 

 


Brunhilde Hartung
Waltraud Hartung
Renate Opfer
Brigitte Worst
Helga Kuppstadt
Gerda Kuppstadt
Christa Kuppstadt
Sigrid Stölzer
Margret Kehl
Ingrid Lengemann
Irmhild Weißkopf
 

 

 


Dann wird sich der Landrat-Franz-Baier-Pokal gesichert und auch in der Hallenrunde ist das Team an der Spitze. Die zweite Meisterschaft ist unter Dach und Fach, so dass am 10.12.1967 groß gefeiert werden kann.
Spielführerin der Mannschaft ist Margret Kehl (heute Lohmann).

 

 

Heinrich Horn wird
1. Vorsitzender

1968

Die Feldserie wird optimal abgeschlossen. Mit 20:0 Punkten bei 98:21 Toren sind die Kirchhoferinnen unschlagbar.

 

 


Tabelle Kleinfeldrunde 1968:

     

1.

SG 09 Kirchhof 10 98:21 20:0

2.

MT 1861 Melsungen 10 34:33 11:9

3.

Jahn Gensungen 10 46:33 10:10

4.

SV Melgershausen 10 25:56 7:13

5.

TSV Böddiger 10 19:64 7:13

6.

Eintracht Felsberg 10 27:44 5:13
         

 

 

Bei dem beliebten Turnier um den Franz-Baier­ Pokal bootet Jahn Gensungen Kirchhof erstmals aus. Die favorisierten Mädchen der SG 09, die seit Bestehen des Damenhandballs im Sportkreis Melsungen alle zu vergebenden Titel nach Hause holten, mussten das bessere Ende den Gensungerinnen überlassen.

 

 

Kirchhof hamstert
Meisterschaften

1969

Die Sportgemeinschaft feiert ihren 60. Geburtstag und die Handballdamen haben sich die Mannschaft von Dänischenhagen eingeladen.
Karl Siegner löst viele organisatorische Aufgaben und ist die rechte Hand von Trainer Kuppstadt.

Gemeinsam reisen die SG-Handballerinnen mit Lohfelden für 14 Tage nach Schweden. Vereinsvorsitzender Heinrich Horn gründet eine Schülerinnenmannschaft. Willi Hofmann steht hilfreich zur Seite.
An der Kleinfeldrunde nehmen teil: SG 09 Kirchhof, Jahn Gensungen, MT Melsungen, TSV Neuenbrunslar, Deute und RW Körle.

 

 

Durchmarsch zur
Verbandsliga

1970

Kirchhof marschiert weiter vorne mit. Nach Kirchhof und Gensungen spielen mittlerweile 13 Vereine Damenhandball im Kreis Melsungen.
Der Landrat-Baier-Pokal wird wieder ausgespielt und die Vereine weigern sich, gegen die "starken Gegner" Kirchhof und Melsungen anzutreten. Kirchhof siegt im Finale gegen Melsungen mit 13:8 Toren und nimmt stolz den Pokal in Empfang. Die Vereine Hess. Lichtenau, RW Körle, Ostheim und Gensungen spielen an gleicher Stelle in einer Gruppe der "weniger Starken". Hier haben es die Verantwortlichen wohl versäumt, ihre Mädels vom Sinn der Pokalspiele zu überzeugen. Aber wohl auch  davon, dass man von stärkeren Gegnern immer noch etwas lernen kann...
Die SG 09 Kirchhof besucht unzählige Turniere, so auch das internationale Turnier in Kaiserslautern, das beliebte "Barbarossa-Turnier". Kirchhof belegt Platz neun.
Nach vier Jahren Anlaufzeit kann jetzt der Angstgegner KSV Hessen Kassel geschlagen werden. Beim 5:4-Sieg wirft Margret Kehl allein vier Tore. Im Oktober macht Margret Kehl gegen Lippoldsberg 17 Tore (!) beim 36:10-Erfolg. Das ist absoluter Rekord.
Kirchhof steigt in die Bezirksklasse auf und die Handballerin Marianne Kuppstadt, die bisher im Trikot der MT Melsungen spielte, schließt sich der Mannschaft ihres Vaters, Karl Kuppstadt, an.

 

 

 

1971

Aus den Mädchen, die vor einigen Jahren mit Jahn Gensungen die ersten Schritte im Damenhandball taten, sind junge Frauen geworden. Die SG 09 wird in der Bezirksklasse Vizemeister und ist damit zum Aufstieg in die Verbandsliga berechtigt .

 

 

"Unternehmen"
Regionalliga

1972

Kirchhof hat mittlerweile einen ausgezeichneten Ruf und wird von Einladungen zu Freundschaftsspielen und Turnieren überschüttet. Kirchhof holt die Bezirksmeisterschaft nach Hause. Jahrelang stehen die Spielerinnen von Karl Kuppstadt im Schatten von KSV Hessen Kassel, nun ist der Durchbruch geschafft. Bei den Nordhessenmeisterschaften belegt die SG 09 den zweiten Platz.
In einem großartigen Spiel wird mit 5:8 Toren gegen den VfB Gießen verloren.
Marianne Kuppstadt wird für die Hessenauswahl nominiert.
Helga Schade, Christa Klemmer und wiederum Marianne Kuppstadt sind die Leistungsträgerinnen in der Bezirksauswahl.
Der Kreis Melsungen zeichnet die Handballerinnen der Sportgemeinschaft 09 mit der silbernen Plakette aus.
Ein starker Nachwuchs ist da. Es spielen in den Jugendmannschaften:
 

 

 


Irene Lesch
Renate Tugend
Marianne Meurer
Birgit Oeste
Jutta Horn
Karin Horn
Hildegard Worst
Cornelia Braun
Regina Stahl
Martina Emmeluth
Ellen Tugend
Rita Harbusch
Roswitha Bielert
Renate Horn
Petra Metz
Hanna Wedekind
Barbara Hartung

Die Schülerinnen Marianne Meurer, Rita Harbusch und Renate Horn spielen Kreisauswahl.
 

 

 

10.000 Kilometer für den Lieblingssport

1973

Die SG 09 fährt über 10.000 Kilometer für den Lieblingssport.
Rosi Müller kommt zur SG 09 Kirchhof.
Zum dritten Male reist die Mannschaft zum Turnier in die Heimatstadt ihrer Spielerin Sigrid Stölzer, nach Dänischenhagen bei Kiel.
In der Meisterschaftsrunde wird der dritte Platz in Hessens höchster Spielklasse eingenommen. Zum Ende des Jahres vollbringen die SGlerinnen das Kunststück, dem bisher noch ungeschlagenen Tabellenführer VfB Gießen die erste Saisonniederlage beizubringen.
Endstand 6:5 für Kirchhof; Halbzeit 2:1.
Die Torschützinnen: Helga Schade (3), Marianne Kuppstadt, Rosi Müller und Christa Klemmer je 1; Torfrau Brunhilde Hartung ist in überragender Form. Die Sportgemeinschaft 09 meldet erstmals eine II. Damenmannschaft. Herbert Wedekind und Hans Wambach kümmern sich um das neue Team.

 

 

 

1974

Jetzt wird zweimal wöchentlich trainiert, einmal dienstags in Ostheim und donnerstags in Gensungen.
Marianne Kuppstadt ist Spielführerin. Gerda Bühn fällt wegen Mutterschaftsurlaub aus. In der Meisterschaftsrunde 1973/74 der Verbandsliga Gruppe Nord wird der ausgezeichnete zweite Platz erkämpft. Mittlerweile wird die Neugründung der Hallenregionalliga Südwest Wirklichkeit. Kirchhof ist qualifiziert! So spielen die Kirchhoferinnen gegen renommierte Vereine wie RW Auerbach, Vorwärts Frankfurt, SC Höchst, Grün-Weiß Frankfurt, VfB Gießen, TV Lützellinden und TSV Kirchhain.
Horst Schade soll Karl Kuppstadt unterstützen und Karl Siegner wird Betreuer.
Folgende Vereinsmitglieder sind besonders mit der Damenmannschaft verbunden und stellen ihre privaten Pkw für die Auswärtsspiele zur Verfügung, mit denen 8.000 Kilometer zurückgelegt werden:
Gerhard Führ, Walter Vogel, Gerhard Hartung, Waldemar Schmitt, Rudi und Herbert Wedekind, Wilfried Dietrich, Willi Hofmann, Oskar Lehmann, Henner Schmidtkunz, Walter und Hans Schomberg, Norbert Weißkopf, Hans Worst und Heinrich Horn.

Marianne Kuppstadt spielt
Hessenauswahl

  Mit diesem Team startet die Sportgemeinschaft das Unternehmen Regionalliga:

 

 


Brunhilde Hartung (heute Bartels) 24 Jahre,
Helga Schade (geb. Kuppstadt) 22 Jahre,
Marianne Kuppstadt (heute Ben Aiachia) 20 Jahre,
Gerda Bühn (geb. Kuppstadt) 26 Jahre,
Christa Klemmer (geb. Kuppstadt) 24 Jahre,
Waltraud Obach (geb. Hartung) 26 Jahre,
Marianne Meurer (heute Rohde) 17 Jahre,
Gerlinde Dehnhardt (geb. Dietrich) 20 Jahre, (†)
Sigrid Stölzer 31 Jahre,
Hilde Zirotzki 21 Jahre,
Margret Lohmann (geb. Kehl) 27 Jahre,
Rosi Müller (geb. Pflüger) 21 Jahre

-Durchschnittsalter: 23,5 Jahre-
 

 

 


Marianne Kuppstadt ist Hessenauswahlspielerin und gehört zum Juniorenkader des Deutschen Handballbundes.

 

 

 

1975

Auf dem Weg zum Training verunglückt Gerlinde Dehnhardt
(geb. Dietrich) tödlich. Die SG 09 nimmt Abschied mit einer großen Trauergemeinde.
Im ersten Regionalligajahr muss Kirchhof mit 4:22 Punkten und 113:162 Toren als Tabellenletzter wieder absteigen.
In der Feldserie geht es mit frischem Mut an den Start und siehe da, es wird wieder souverän gepunktet. Kirchhof wird Verbandsligameister.

SG 09 gewinnt die
Hessenmeister-
schaft

 


Das Meisterteam 1975:

Brunhilde Hartung; Rosi Müller, Marianne Meurer, Irene Lesch, Marianne Kuppstadt, Sigrid Stölzer, Christa Klemmer, Margret Lohmann, Waltraud Obach und Hildegard Worst.
 


Kirchhof hat zwei Schülerinnenmannschaften.
Die A-Jugend holt die Kreismeisterschaft nach Hause.

Das Aufgebot:
Hanna Wedekind und Gisela Horn im Tor; Ute Günther, Karin Horn, Jutta Horn, Renate Horn, Christa Horn, Cornelia Braun, Regina Stahl und Angelika Führ.

Die B-Mannschaft mit Trainer Worst und den Spielerinnen Gisela Horn, Sabine Rothhämel, Martina Eckhardt, Ute Landgrebe, Christiane Führ, Karin Führ, Renate Horn, Ute Günther und Christa Horn setzt sich ebenso an die Spitze.

Bei den Damen geht es um die Hessenmeisterschaft!
Im Endspiel gegen RW Auerbach bieten die Kirchhoferinnen eine prächtige Leistung. Dennoch muss eine 12:16-Niederlage verkraftet werden. Ungewohnt war vor allem der Tartanplatz.

 

 

Kirchhof strebt den
Wiederaufstieg an!

1976

Den wohl größten und schönsten Pokal gewinnt die SG 09 in Walldüren (Odenwald).
Die weibliche B-Jugend wird Kreismeister. Es spielen: Gisela Horn, Christa Horn, Andrea Braun, Heidi Harbusch, Sabine Rothhämel, Christiane Führ, Karin Führ, Jutta Gute und Martina Eckhardt.
Trainer sind Dieter Worst und Bernd Denk.
In der Damenhallenrunde 1975/76 wird wieder die Meisterschaft nach Hause geholt. Am 28. März 1976 geht es um die Hessenmeisterschaft in der Kreissporthalle Gensungen.
Schierstein heißt der Konkurrent der I. Damenmannschaft.
Im ersten Entscheidungsspiel gewinnt Kirchhof mit 15:9 und auch das Rückspiel mit 12:10. Marianne Kuppstadt ist Dreh- und Angelpunkt: Sie trifft sechs Mal.
Damit ist die führende Stellung im Damenhandball erneut bewiesen!
In einem persönlichen Schreiben gratulieren Landrat August Franke, Bürgermeister Dr. Appell und der stellvertretende Kreisspielwart Heinrich Giese zur Hessenmeisterschaft.
 

 

 


Für den Hessenmeister spielen:

Brunhilde Bartels
Waltraud Obach
Irene Lesch
Helga Schade
Christa Klemmer
Marianne Kuppstadt
Rosi Müller
Sigrid Stölzer
Hildegard Worst
Ilse Eschenröder (Neuzugang vom WVC Kassel)
 

Karla Kuppstadt
kommt nach
Kirchhof

 

Nach dem Gewinn der Hessenmeisterschaft entschließt sich endlich die jüngste Tochter von Karl Kuppstadt, die 17-jährige Karla Kuppstadt, ebenfalls zur Sportgemeinschaft zu wechseln.
Karla Kuppstadt spielte zuvor im Trikot der MT Melsungen.
Trainer Dieter Vonhof gibt Karla nur ungern an den Nachbarverein ab. Mit Karla Kuppstadt kommt auch die junge Heidi Bechmann (heute Rudolf). Sigrid Weber (heute Worst) hat am 17.5. ihren ersten Einsatz im Kirchhofer Tor beim 9:3-Auswärtssieg gegen Heuchelheim.
Mit diesen Verstärkungen schafft die Sportgemeinschaft erneut das Meisterstück in der Kleinfeldrunde der Verbandsliga und ist damit für die Hessenmeisterschaft qualifiziert.

Das Double wird geschafft. Vorwärts Frankfurt hat nicht den Hauch einer Chance. Zwei Siege werden eingefahren: 19:8 und 15:6. Das bringt die zweite Hessenmeisterschaft nach Kirchhof.

Trainer Horst Schade und Betreuer Karl Siegner haben die Mannschaft gut in Form gebracht. Beste Werferin ist Karla Kuppstadt mit acht Treffern. Brigitte Iller (heute Landau) und Regina Hennek sind zwischenzeitlich zur Sportgemeinschaft gekommen. Kirchhofs Mädchenmannschaft - die C-Jugend - mit dem Trainergespann Dieter Worst/Bernd Denk holt die nächste Meisterschaft.
 


Für Kirchhof spielen:

Susanne Koch, Ellen Rothhämel, Ruth Schmahl, Kerstin Hagemann, Beate Freudenstein,
Helma Wedekind, Dagmar Horn, Karla Metz, Renate Dietrich, Gabi Führ sowie Vivica und Michaela Hanke.
 

Für die Damenmannschaft ist ein Testkampf gegen RW Auerbach angesagt. RW Auerbach, zweifacher Südwestmeister, dreimaliger Hessenmeister und DHB Vize-Pokalsieger ist ein letzter Prüfstein für die am 2. Oktober beginnende Hallenrunde in der Regionalliga.
Mit 8:11 Toren trumpfen die Rot-Weißen auf. Es ist eine Augenweide, die sportlich durchtrainierten Spielerinnen wie Ellen Krebs, Erika Walthes, Karin Euler oder Iris Blahs zu bewundern.
Eine weitere große Auszeichnung nimmt die Sportgemeinschaft 09 entgegen: Kirchhof wird Gewinner des Ehrenpreises des Handball Sportkreises Melsungen. Der Sportkreis hat aus Anlass "10 Jahre Damenhandball" diesen Preis ausspielen lassen.
Dies ist gleichzeitig der letzte Auftritt der jahrelangen Leistungsträgerin Sigrid Stölzer. Sie beendet ihre aktive Laufbahn. Für die Grün-Weißen hat sie viel geleistet und bis heute ist sie treues Vereinsmitglied. Mit einem Paukenschlag wird die Regionalliga-Saison eröffnet: 23:7-Sieg gegen den SC Höchst.
Karla und Marianne Kuppstadt sind die überragenden Spielerinnen. Beide treffen je acht Mal, den Rest besorgen Margret Lohmann, Helga Schade, Rosi Müller und Brigitte Iller.

 

 

Die Sportgemeinschaft hat eine Nationalspielerin

1977

Kirchhof stürmt an die Spitze und will den Aufstieg in die Bundesliga. Selbst gegen den TV Lützellinden gibt es einen 12:11-Sieg.
Karla Kuppstadt liefert ein Superspiel im Trikot des Deutschen Handballbundes gegen Dänemark. Mit Waltraud Obach, Christa Klemmer, Margret Lohmann, Helga Schade und Brunhilde Bartels sind immer noch fünf Spielerinnen aus der Gründermannschaft dabei!

Kirchhof in der
Bundesliga

 

Sieben Jahre spielt jetzt Marianne Kuppstadt im grün-weißen Trikot und ist eine ausgezeichnete Spielerin.
Rosi Müller ist vier Jahre dabei. Marget Lohmann ist mit 29 Jahren die Älteste und Heidi Bechmann mit 17 Jahren die Jüngste.
Vier Männer verdienen zu diesem Zeitpunkt, herausgestellt zu werden: Es sind die "Väter" Karl Kuppstadt und Hans Schomberg, der Trainer Horst Schade und der Betreuer Karl Siegner.
Tatsächlich schafft die Sportgemeinschaft 09 mit 31:5 Punkten und 240:146 Toren die Gruppenmeisterschaft. 650 Zuschauer bejubeln die SG 09-Mannschaft.
Freudentränen, glückliche Umarmungen, Blumen und Präsente machen die Runde.
Kirchhof steht damit im Kampf um den Aufstieg zur Frauen-Bundesliga im Hallenhandball und erwartet den Südwestmeister ASV Landau.

Vor ausverkaufter Halle in Gensungen (1100 Zuschauer) landet die SG 09 einen 17:4-Kantersieg. Dies ist wieder einmal ein Spiel der Kuppstadt-Sisters. Das Rückspiel am 2.4. in der Sporthalle Bellheim beschert einen knappen 14:12-Erfolg! Damit ist der Aufstieg in die Bundesliga geschafft.
Kirchhof ist der erste Verein im Sportkreis Melsungen, der in der Bundesliga spielt!!!
Brigitte Iller geht nach Großenritte zurück, Waltraud Obach beendet ihre Laufbahn. Eine waschechte Kirchhoferin, die stets zur Stelle ist, hat bis dato großen Anteil an dem Werdegang der Kirchhofer Erfolge. Waltraud Obach ist noch heute ein treues Vereinsmitglied und aktive Sängerin des gemischten Chores.

Karl Siegner hat nach strapaziösen Jahren eine "Ruhepause" beantragt und wird von Lothar Baudy abgelöst.
Mit Regina Polaczek (Kirschig) kommt eine Spitzenspielerin für den Rückraum und Georg Kruhm wird als Masseur verpflichtet.

Es wird ein Arbeitskreis gebildet, der die Vorstandschaft unterstützen soll.
Heinrich Schmidtkunz wird Arbeitskreissprecher. Ihm zur Seite stehen Hans-Martin Horn, Manfred Lohmann, Friedrich Günther, Rudi Wedekind und Hans Wambach.

Bisher bekamen die Spielerinnen keinerlei Aufwandsersatz.
Eine neue Regelung sieht vor, dass die Aktiven für Fahrten zu den Spielen und zum Training 0,10 DM Kilometerkosten-vergütung erhalten sollen.
Bei Auswärtsspielen kommen die Kosten für Übernachtung und Verpflegung hinzu. Die Firma B. Braun Melsungen AG stellt für das "Unternehmen BUNDESLIGA" zwei Firmenbusse zur Verfügung, die die Fahrtkosten für die Vereinskasse erheblich verringern.

Kirchhofer Vereinsmitglieder wie Horst Rothhämel, Karl Hartung, Rudi Wedekind, Gerhard Hartung, Ernst Kehr und Manfred Lohmann fahren diese Busse.

Am 15. August kommt das Hessische Fernsehen und filmt einen Beitrag über den neuen Bundesligisten.

Zuschauerrekord
 

 

Am 10. September 1977 um 19.01 Uhr wirft die flinke Ilse Eschenröder das erste Bundesligator gegen GW Frankfurt.
60 Minuten liefern die Kirchhoferinnen ein gutes Spiel, doch die Gäste mit Harings und Laun bescheren eine 13:15-Niederlage.
Die Premiere ist damit leider missglückt.
Beim FC Bayern München wird der erste Sieg in der Bundesliga gefeiert.
Karla Kuppstadt spielt im Trikot des DHB gegen Rumänien und ist die beste deutsche Werferin! Marianne Kuppstadt, Sigrid Weber und Regina Hennek sind Mitglieder der Hessenauswahl. Beim Sportball erhält die Nationalspielerin Karla Kuppstadt die Ehrenplakette des Kreises in Gold.
Die II. Mannschaft wird von Hans Wambach betreut.

 

 

 

1978

In einer Doppelveranstaltung mit Jahn Gensungen spielt der Bundesligist SG 09 Kirchhof gegen die Nationalmannschaft von Japan.

Die II. Damenmannschaft steht souverän an der Spitze in der
B-Klasse und schafft den Aufstieg. Das erfolgreiche Team wird von Berthold Denk und Dieter Worst trainiert.
 

 

 


Für Kirchhof spielen:

Barbara Hartung, Gisela Horn, Renate Klecka,
Hildegard Worst, Irene Lesch, Monika Lohmann,
Jutta Horn, Renate Horn, Karin Horn und Christa Horn.
 

 

 


In einem begeisterten Endspurt schaffen die Spielerinnen um Horst Schade den Klassenerhalt in der Bundesliga.

Kampfmoral bietet immer wieder Marianne Kuppstadt. Die SG 09 steht zwar im unteren Tabellendrittel, aber trotzdem werden 582 Zuschauer vermeldet.
Das ist absoluter Rekord gegenüber allen Bundesligavereinen.
Mit Ende der Saison geht Horst Schade; Brunhilde Bartels wechselt in die II. Mannschaft. Nachfolgerinnen sind Jutta Wenderoth und Martina Butte (geb. Emmeluth), die seit 1970 für Kirchhof - erst in der Jugend und später in der II. Mannschaft - zwischen den Pfosten steht.
Nun wird Iljo Duketis verpflichtet. Weiterhin kommen die 18-jährige Uta Henning (heute Iba), die 21-jährige Angelika Kossick (heute Berges) und die 25-jährige Lydia Duketis.
Karin Horn (heute Jung), Christa Horn (heute Kühlborn) und Renate Klecka (heute Kranz) stehen auf dem Sprungbrett zur Bundesligamannschaft.
Hilde Wedekind wird neue Betreuerin.
GW Frankfurt, Guts-Muts Berlin, DJK Würzburg, Waiblingen, RW Auerbach, Bayern München, TSV Weinheim, VfB Gießen und VfR Mannheim sowie die SG 09 Kirchhof starten in die Bundesliga 1978/79.

 

 

 

1979

Die I. Damenmannschaft steigt aus der Bundesliga ab!
Iljo Duketis muss gehen. Als neuer Trainer wird der Lehrer Günter Faupel verpflichtet. Co-Trainer wird Dieter Worst.
Horst Bielert trainiert die A- und C-Jugend.
Die II. Mannschaft wird Kreismeister.

 

 

Südwestdeutscher
Meister

1980

In der Regionalligarunde 1979/80 wird in der Gruppe Nord wieder auf Siegerkurs gespielt. Kirchhof ist nach wie vor das Aushängeschild in Nordhessen. So holt die Mannschaft 1979/80 die Gruppenmeisterschaft. Aus der eigenen Jugend rücken nach: Christa und Renate Horn sowie Renate Klecka.
 


Für Kirchhof spielen jetzt:


1

12
16
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
14
 


Sigrid Weber
Jutta Wenderoth
Martina Butte
Renate Klecka
Renate Horn
Angelika Kossick
Regina Kirschig (geb. Polaczek)
Marianne Kuppstadt
Ilse Eschenröder
Christa Klemmer
Margret Lohmann
Helga Schade
Karla Kuppstadt
Christa Horn


Als klarer Meister 1979/80 der Handball-Regionalliga Gruppe Nord trifft der Ex-Bundesligist nun auf den Südwestmeister St. Ingbert. Die Südwestdeutsche Meisterschaft haben Günter Faupel und Dieter Worst im Visier.
Nach einem 11:11-Unentschieden im Saarland folgt ein 14:8-Erfolg vor heimischem Publikum. Die Sportgemeinschaft 09 Kirchhof ist damit Südwestdeutscher Meister! Doch trotz des Titels will die SG 09 nicht in die Bundesliga aufsteigen. Mehrere Spitzenspielerinnen stehen nämlich ab sofort nicht mehr zur Verfügung.
Konkret: Christa Klemmer und Margret Lohmann hören aus Altersgründen auf und spielen in der II. Mannschaft.
Regina Kirschig wechselt aus beruflichen und familiären Gründen nach Frankfurt: Sie wird Stammspielerin bei GW Frankfurt!
Sigrid Weber geht zurück zur Großenritter Eintracht.

Es kommen: Silvia Dreher, Silvia Platen, Heike Mittendorf und Rosi Franke.
Die Damen sind nach wie vor Amateure, doch ohne Spenden kann der Spielbetrieb des kleinen Dorfvereins nicht aufrechterhalten werden. Vereinsvorsitzender Heinrich Horn ist bemüht, durch Sportfeste, Theaterabende und durch Herausgabe des Vereinskuriers finanzielle Mittel für die SG 09 einzuholen. Die Fa. B. Braun Melsungen AG, die Volks- und Raiffeisenbank Melsungen sowie die Sparkasse des Schwalm-Eder-Kreises gehören zu den wichtigsten Sponsoren.
Am 13. September beginnt der "Ernst des Lebens".
Der Südwestmeister will wieder vorn mitmischen. Experten tippen allerdings auf die SG Kleenheim und Bundesligaabsteiger TSG Oberursel. Weiter sind im Rennen: SG Bruchköbel, BSC Urberach, TV Lützellinden, TG Schierstein, TSV Dutenhofen, TV Fürth, VfL Heppenheim, TSV Kirchhain und Eintracht Großenritte.
Ilse Eschenröder ist Spielführerin und Gabi Muhr tritt die Nachfolge von Sigrid Weber an.
Immer wieder kommen also Spitzenspielerinnen aus anderen Vereinen, ohne die ein Mitwirken an "vorderster Front" nicht möglich wäre. Die Spielerinnen werden immer bestens aufgenommen. Ende des Jahres kommt auch die talentierte Heike Eitel vom SV Melgershausen. Am 3. September heiratet Marianne Kuppstadt - jetzt Marianne Ben Aiachia und am 1.11. heiratet Renate Horn - jetzt Renate Denk.

 

 

1981

Die II. Damenmannschaft wird Kreismeister der B-Klasse und steigt auf.
 


Kirchhof spielt mit:

Brunhilde Bartels, Martina Butte, Andrea Braun, Hanna Ziegler, Anita Bielert, Christa Klemmer, Irene Lesch, Margret Lohmann, Monika Wiegand, Karin Horn I, Karin Horn II, Christa Horn, Barbara Hartung und Betreuer Lothar Baudy.
 


Tabelle:

     


1.


SG 09 Kirchhof

169:63

 

18:0

2.

SG Ost/Mosheim 128:77   14:4

3.

TSV Brunslar 135:130   10:8

4.

Germania Fritzlar 89:114   8:10

5.

TG Melsungen II 87:130   2:16

6.
 

Tuspo Guxhagen
 
73:150
 
  2:16
 

Führende Position
in der Regionalliga

Kirchhof hat eine weibliche C-Jugend; Renate und Margret Lohmann sind die Verantwortlichen.
Vom 1. bis 4. Januar ist das Damen-Team an der Ostsee im Trainingslager. Am 31. Januar gibt es die erste Punktspielniederlage unter dem Trainer Günter Faupel. Marianne Ben Aiachia und Helga Schade sehen Mutterfreuden entgegen und werden fortan von den Kameradinnen schmerzlich vermisst. Das Heimspiel gegen den BSC Urberach soll ein Spitzenspiel werden. Doch die Schiedsrichter lassen dies nicht zu. In der 53. Minute wird das Spiel abgebrochen.
Es kommt zum großen Spektakel. Kirchhof wird für den Spielabbruch mit einer Geldbuße bestraft und die Punkte gehen an die Gäste.

Die Routiniers sind jetzt: Ilse Eschenröder und Karla Kuppstadt.
Mit den Kameradinnen Gabi Muhr, Jutta Wenderoth, Renate Denk, Angelika Kossick, Silvia Dreher, Silvia Platen, Heike Eitel, Heike Mittendorf, Renate Klecka und Rosi Franke wird der 2. Platz gefestigt. Erster wird die TSG Oberursel und dritter der TV Lützellinden.
Kirchhof muss nun für die kommende Saison planen und gewinnt Angelika Werner und Margret Schmidt. Beide kommen von der Großenritter Eintracht. Auch Sigrid Weber kommt zurück und Kirchhof hat für kurze Zeit ein Torhüter-Trio. Doch schon nach Wochen heißt es Abschied nehmen von Sigrid Weber (heute Worst). Sie nimmt Mutterschaftsurlaub. Außerdem fällt die Leistungsträgerin Karla Kuppstadt wegen einer Hüftverletzung aus. Renate Klecka, die seit Jahren zum Stamm der SG 09 zählte und lange als hoffnungsvolles Talent aus der Jugend kommend eingeschätzt wurde, hört mitten in der Saison 1981/82 auf. Zu oft muss sich Renate mit Verletzungen plagen und unter Schmerzen spielen.
Als Ersatz kommt Inge Lange. Das diesjährige Trainingslager findet in Hohenroda statt und in der Spielrunde verdienen sich Karla Kuppstadt und Angelika Werner Bestnoten. Kirchhof erreicht den dritten Platz.

Kreismeister wird die II. Mannschaft und steigt in die Bezirksklasse auf.


Es spielen:

Brunhilde Bartels, Martina Butte,
Anita Bielert, Christa Klemmer,
Margret Lohmann, Monika Wiegand,
Karin Horn I, Karin Horn II, Christa Horn, Helga Schade, Sabine Rothhämel,
Kerstin Hagemann und Renate Denk.
Betreuer ist Lothar Baudy.
 

Dieter Worst steigt
zum Trainer empor

Kirchhof hat den norwegischen Erstdivisionär Kraby Starum zu Gast.
Nach dem Rücktritt von Günter Faupel kommt nun Jörg Anacker.
Co-Trainer wird Dieter Worst.
Die Handballlast liegt auf den Schultern von Karla Kuppstadt und Angelika Werner.
Die II. Mannschaft (Betreuerin ist Karin Horn) spielt in der Bezirksklasse und trainiert nun gemeinsam mit der I. Mannschaft.
Christa Klemmer eine zurückgetretene Spielerin, muss wieder für die Regionalliga reaktiviert werden. Und mit Christa Klemmer landet Kirchhof im vorderen Tabellendrittel:
 


1.


TV Lützelinden

294:209

 

31:10

2.

TSG Oberursel 317:255   31:13

3.

SG Kleenheim 257:245   27:17

4.

SG 09 Kirchhof 278:255   26:18

5.

VfL Heppenheim 283:273   26:18

6.

BSC Urberach 322:304   21:23

7.

SG Bruchköbel 208:313   21:23

8.

TSV Kirchhain 235:245   21:23

9.

TSV Dutenhofen 259:278   20:24

10.

Bad Soden Allendorf 207:245   19:25

11.

TSV Großenritte 243:292   12:32

12.
 

TV Büttelborn
 
218:316
 

 
 6:38
 


Die I. Damenmannschaft legt jetzt über 35.000 Kilometer zurück,
die II. Mannschaft 10.000 Kilometer.

 

 

1983

Die weibliche A-Jugend mit Horst Bielert als Trainer und Betreuer wird Kreismeister.
Es spielen: Bettina und Silvia Schmitt, Carmen Rudolph, Michaela Hanke, Dagmar Horn, Grit Hagemann, Susanne Koch, Renate Dietrich, Sabine Aubel, Sonja Vockeroth, Cornelia Rudolph,
Ilona Baudy.
Dieter Worst steigt vom Co-Trainer zum Trainer empor.
Zum ersten Mal trainiert ein Kirchhofer, der aus der Sportgemeinschaft heraus kommt, eine Regionalligamannschaft. Dieter Worst ist das erste Vereinsmitglied, das im Besitz der Trainerlizenz ist. Die II. Damenmannschaft ziert das Tabellenende. Martina Butte verabschiedet sich von der Handballszene.
Renate Denk sieht Mutterfreuden entgegen und so wird auch sie von der II. Mannschaft beim Abstiegskampf vermisst.
Trainer der II. Mannschaft ist inzwischen wieder Berthold Denk.
Angelika Kossick feiert Hochzeit mit Friedhelm Berges und erwartet Ende des Jahres ebenfalls ihr erstes Kind.
Vom TSV Malsfeld kommt Conny Eckert. Margret Lohmann wird Betreuerin der I. Damenmannschaft.

 

 

Abschied von
Ilse Eschenröder

1984

Horst Bielert und die A-Jugendmannschaft mit Katrin Wambach, Renate Dietrich, Bettina Schmitt, Grit Hagemann, Michaela Hanke, Dagmar Horn, Hanna Schmidtkunz, Cornelia Rudolph, Marion Eckhardt und Susanne Koch gewinnen wiederholt die Meisterschaft und steigen in die Bezirksklasse auf. Gabi Hopf gehört inzwischen der Sportgemeinschaft an. In der Pokalrunde beschert das Los den Bundesligisten TV Lützellinden mit Trainer Dr. Gerlach. Kirchhof verliert deutlich mit 12:21.
Die Sportgemeinschaft 09 feiert ihren 75. Geburtstag und Kirchhof bestimmt mit einer einmaligen Jubiläumswoche das Geschehen. Selbstverständlich marschieren die Handballdamen im Festzug mit!
Monika Schmidt wird während des Festes von Arbeitskreissprecher Henner Schmidtkunz als Neuzugang bekannt gegeben. Dieter Worst bleibt Coach, doch die Spielerinnendecke ist erstmals arg dünn.
Neu im Team ist Regina Metz. Dagegen beendet Ilse Eschenröder leider ihre Laufbahn. Noch heute ist Ilse Eschenröder treues Vereinsmitglied. Die SG 09 Kirchhof hat der stets sympathischen Spielerin viel zu verdanken.
Jahn Gensungen hat den Aufstieg geschafft und ist nun neuer Klassengegner der SG-Damen.

Kirchhof spielt jetzt in der
Stadtsporthalle


Kirchhof startet mit folgender Mannschaft in die neue Saison:

Jutta Wenderoth, Gabi Muhr, Sigrid Worst
Karla Kuppstadt
Conny Eckert
Angelika Berges
Christa Klemmer
Inge Lange
Heike Eitel
Angelika Werner
Monika Schmidt
Regina Metz
 


Die Stadtsporthalle wird in Melsungen eingeweiht und Kirchhof stellt sich vor. 600 Fans sind da und Karla Kuppstadt erhält an diesem Tag für 250 Spieleinsätze in der I. Mannschaft, Brunhilde Bartels für 550 Spieleinsätze in der I. und II. Mannschaft sowie Christa Klemmer für 600 Spiele in der I. und II. Mannschaft eine besondere Ehrung.
Für Karl Kuppstadt gibt es einen Ehrenteller.
Endlich kann die SG 09 Kirchhof "vor der Haustür" trainieren und spielen.
Knapp wird am Klassenziel der eingleisigen Bundesliga vorbeigeschrammt. Verpatzter Start, Verletzungspech und eine dünne Spielerdecke bringen "nur" Platz 3.
Christa Klemmer hört endgültig auf. Heike Eitel wechselt zum Tuspo Guxhagen.

 

 

Kirchhof spielt gegen China

1985

Der Trainings- und Spielbetrieb in der Stadtsporthalle bewährt sich. Die Sportgemeinschaft 09 gewinnt die Hessenauswahlspielerin Ariane Sinning. Ariane Sinning spielte zuletzt beim SV Hermannia Kassel.
Sigrid Worst bekommt ihr zweites Kind. Karla Kuppstadt ist Spielführerin und eine einzigartige Leistungsträgerin.
Burkhart Prinz soll Dieter Worst ablösen. Doch bereits nach fünf Spieltagen wirft der Edertaler das Handtuch. "Zu schwierig" bezeichnet er die weiblichen Handballer. Jörg Anacker wird daraufhin verpflichtet. Über viele Jahre - praktisch von der ersten Minute Damenhandball an ist Kirchhof klar die Nummer 1. Stets ist die Mannschaft in der Spitzengruppe zu finden. Jetzt allerdings kommt ein Tief. Zu viele technische Fehler werden produziert und Spielertypen wie Marianne Kuppstadt finden sich nicht. Tempogegenstöße werden kläglich vergeben, die Verantwortung abgeschoben. Nur Karla Kuppstadt und Angelika Werner spielen bombensicher und das ist zu wenig. Jörg Anacker ist daher um seine Aufgabe nicht zu beneiden. Trotzdem ist der erfahrene Regionalligaspieler (Jahn Gensungen) sehr bemüht und zeigt schnell die Marschrichtung an. Anacker bringt es fertig, dass Kirchhof im Mittelfeld landet.
Am 6. Dezember gibt es ein Freundschaftsspiel gegen die Nationalmannschaft von China. Die 13:38-Niederlage ist bis dato die höchste, die die SG 09 jemals kassierte.
 


Für Kirchhof spielen:

Jutta Wenderoth, Gabi Muhr
Ariane Sinning
Karla Kuppstadt
Angelika Berges
Inge Lange
Angelika Werner
Monika Schmidt
Regina Metz
Gabi Hopf
Grit Hagemann
Martina Eckhardt
Christa Horn
 

 

 

1986

Seitens der Stadt Melsungen gibt es für die Hessenauswahlspielerin Ariane Sinning die bronzene Ehrenplakette. Jörg Anacker und seine Schützlinge beenden die Saison 1985/86 mit dem 8. Platz bei 20:24 Punkten und 299:306 Toren. Jahn Gensungen steigt ab.

Neue Talente: Birgit Dallmann,
Claudia Bläsing und Martina Wollenhaupt

Die Tabellenspitze ist längst kein Thema mehr bei der Sportgemeinschaft. Das Rennen macht TSV Wiesbaden.
Renate Dietrich und Martina Eckhardt rücken aus der II. Mannschaft in die I.
Im April gehen Angelika Werner, Inge Lange, Jutta Wenderoth und Sigrid Worst. Angelika Berges erwartet ihr zweites Kind.
Friedel Kleimann löst Jörg Anacker ab. Es kommen:
Birgit Dallmann vom SV Harleshausen, Petra Barz und Claudia Bläsing (heute Wenzel) von der TG Wilhelmshöhe.
Die SG 09 Kirchhof - einst die Mannschaft mit Top-Torfrauen - muss gerade auch auf dieser Position am Punkt Null anfangen.
Sehr bald läuten die Alarmglocken gegen den Abstieg. Das Spiel des Jahres ist zweifellos SG 09 Kirchhof gegen Baunatal, die derzeit mit Iljo Duketis Spitzenreiter sind. Kirchhof verliert und befindet sich im dicksten Abstiegskampf. Doch Friedel Kleimann bewahrt die Ruhe.
Es gibt keine Panik, keine Schuldzuweisungen und keine internen Streitigkeiten.
Die Jugend drängt mit all ihrer Unerfahrenheit und Unfertigkeit,
sodass das Gesamtniveau zurückgeht.
Die verwöhnte SG 09 Kirchhof muss kämpfen.

 

 

1987

Nach dem Jahreswechsel beeindruckt die Damen-Mannschaft durch Einsatz und Kampf. Kaum einer kann verstehen, dass die SG so weit "unten" steht. Karla Kuppstadt gibt endlich, wie gewohnt, den Ton an. Gabi Hopf explodiert auf Außen und Birgit Dallmann entwickelt sich mehr und mehr. Dann kommt Martina Wollenhaupt vom SVH Kassel und der Klassenerhalt ist gesichert.
Die weibliche Jugend ist eine Spielgemeinschaft mit Melgershausen eingegangen. Hanna Schmidtkunz, Britta Siemon, Katrin Wambach, Tanja Kühlborn, Sabine Teibach, Nicole Obach und Marion Hartung gewinnen die Hallenmeisterschaft 1986/87. Beim Hessentag fehlen die Handballdamen nicht. Friedel Kleimann hat mit den Ladys einen Auftritt auf der Aktionsbühne. Nach den Sommerferien sollen die Abstiegssorgen der abgelaufenen Runde vergessen sein. Überraschend kommt im August eine Spitzenspielerin nach Kirchhof. 1986/87 noch gegeneinander, nun miteinander:
Die 22-jährige Uta Haase, ein "Karla"-Typ, verstärkt den rechten Rückraum.

DSC Debrecen
zu Gast

Beate Totzauer (24 Jahre) und Joanna Podsendek folgen - alle drei Spielerinnen gingen mit ihrem Trainer nach einem Streit bei Baunatal.
Petra Geiser (heute Gärtner) kommt vom Jahn Gensungen.
Bedingt durch diese Neuzugänge können Renate Dietrich und Martina Eckhardt wieder in der II. Mannschaft spielen. Hier allerdings muss Martina Eckhardt ihre Karriere frühzeitig beenden. Der Kreuzbandriss bedeutet das Aus. Hinzu kommt die Verletzung von Renate Kranz und damit hat sich der Traum von der Meisterschaft in der Kreisklasse A ausgeträumt. Nach China verpflichtet der Vorstand den ungarischen Meister DSC Debrecen. Der größte Club Ostungarns bereitet sich nämlich mit seiner Super-Frauenmannschaft auf den IHF-Pokal vor. Mit 49:3 Punkten und 704:511 Toren in 26 Spielen stellen die Ungarinnen eine neue Welle dar. Einige Kostproben zeigen die Debrecenerinnen am 7. Dezember in Melsungen. Karla Kuppstadt ist beste Kirchhoferin, während die Spielerin mit der Nummer 4 - Ilona Török - beim DSC glänzt.
In der Serie 1987/88 wird das Soll "Klassenerhalt" erreicht.

 
 

1988

Ganz überraschend erklärt Friedel Kleimann Anfang Januar seinen Rücktritt. Die Trainingsleitung liegt fortan in den Händen von Uta Haase und Margret Lohmann, die die Programme des "Wunschtrainers" Iljo Duketis weitergeben. Und der Handballfuchs will und wird das Regiment in Kirchhof zum zweiten Mal in die Hand nehmen. Duketis trainiert hart mit den Mädchen und nimmt sich einiges vor. Am 9.4. wird Kirchhofs Handballkönigin Karla Kuppstadt verabschiedet.
12 Jahre hat Karla Kuppstadt das Trikot mit der Nummer 11 für die Sportgemeinschaft getragen. 500 Spiele und über 2500 Tore zeichnen die Klassespielerin aus.

Ilona Török reist
in Kirchhof an

Vom 25. Mai bis 6. Juni weilen die Regionalligaspielerinnen in Jugoslawien.

Für die kommende Runde hat sich die Sportgemeinschaft nicht verstärken können.
Mit 24:20 Punkten wird Platz vier eingenommen. Die II. Mannschaft wird erstmals mit neuen Vereinstrainingsanzügen eingekleidet.
Für Berthold Denk, der 10 Jahre die II. Damenmannschaft trainiert, gibt es eine Auszeichnung.

 

 

1989

Gabi Hopf ist Torschützenkönigin. Dennoch will der Trainer Duketis auf ihren Einsatz sowie auf den Einsatz des Duos Martina Wollenhaupt und Claudia Bläsing verzichten. So ziehen dunkle Wolken auf und die Mannschaft ist in zwei Gruppen gesplittet.
Der kleinere Teil will zu Recht einen neuen Trainer, doch die Kirchhofer Spielerinnen pochen auf Iljo Duketis.

UdSSR zu Gast
in Kirchhof

Die Vereinsführung versucht die zu profihafte Entwicklung mit Duketis zu bremsen. Nach wie vor steht die SG dazu: Erst Schule, Ausbildung und Beruf und dann die Würze Handball.
Kirchhof feiert den 80. Geburtstag der Sportgemeinschaft und im Rahmen der Sportwoche stellt sich Moringen vor. Aber auch die Traditionsmannschaft hat einen Auftritt gegen GW Frankfurt.
Brunhilde Bartels wird Sportlerin des Jahres.
Die II. Damenmannschaft vertieft die freundschaftlichen Kontakte mit dem Oberbarmer Turnerbund und Tennis Borussia Berlin.
Hartmut Hartung übernimmt für kurze Zeit das Kommando.
Der Vorstand ist derzeit bemüht, eine ausländische Spitzenspielerin zu gewinnen. Und tatsächlich wird es geschafft, die ungarische Nationalspielerin Ilona Török nach Kirchhof zu holen. Am 6. September reist Ilona Török in Kirchhof an. Tage zuvor findet der Kuppstadt-Cup zu Ehren der Familie Kuppstadt in der Stadtsporthalle statt. SG Kleenheim, VfB Gießen, Süd Braunschweig und TV Lützellinden treten gegen die SG 09 Kirchhof an. Nach einer intensiven Vorbereitung, einem viertägigen Trainingslager und unzähligen Turnierteilnahmen, peilt Iljo Duketis den Aufstieg in die 2. Bundesliga an.
Zum Ende des Jahres ist die Nummer 1 der Welt, die Nationalmannschaft der UdSSR, zu Gast. Die russische Nationalhymne erklingt in der Stadtsporthalle und dann landet die UdSSR einen deutlichen 50:29-Erfolg. 500 Zuschauer sind begeistert von dieser Handballdemonstration.
Am 24. Dezember verstirbt der Handball-Pionier Hans Schomberg.
Die Sportgemeinschaft 09 Kirchhof hat endlich wieder eine Mädchenmannschaft. Trainerin ist Renate Denk.

 

 

Nußdorf lässt alle Träume platzen!
Jörg Anacker wird
zum dritten Mal
verpflichtet!

1990

Mit konstant guten Leistungen hat Sandra Bleuel erheblichen Anteil am ausgezeichneten Abschneiden der Regionalligamannschaft.
Die Tabellenführung wird vom ersten bis zum letzten Spieltag gehalten und auch TV Lützellinden II mit Katja Kittler muss die Segel streichen. Anfang des Jahres wird sogar ein zweites Trainingslager anberaumt. Insgesamt werden 120 knüppelharte Trainingseinheiten absolviert und siehe da, mit 477:359 Toren und 39:5 Punkten ist die SG 09 Kirchhof Tabellenerster und Gruppenmeister. Sandra Bleuel wirft 120 Tore! Trotz der guten Kameradschaft werfen vier Spielerinnen unter dem Leistungsdruck von Iljo Duketis das Handtuch. Auch die langjährige Spielerin Ariane Sinning geht zwischen den Jahren wegen des profihaften Trainers.
Die Superserie soll nun mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga vergoldet werden. Nußdorf schaltet jedoch Kirchhof aus.
Nach dem verpatzten Aufstieg will die Sportgemeinschaft 09 einen Neuanfang. Ein Neuanfang heißt, ein neuer Trainer muss her.
Iljo Duketis hat viel geleistet, doch zu viele Alleingänge, wenig Menschlichkeit und wenig Fairness, aber auch finanzielle Gründe lassen das Fass nach der Korfu-Fahrt zum Überlaufen bringen.
Acht Spielerinnen gehen daraufhin mit Duketis und spielen in der Bezirksklasse. Der gute Ruf der Sportgemeinschaft wird erheblich angekratzt. Heinrich Schmidtkunz verpflichtet zum dritten Mal den Körler Jörg Anacker. Der Sportgemeinschaft bleiben treu: Birgit Dallmann und Ilona Török, zwei exzellente Handballerinnen.
So wird es möglich gemacht, innerhalb weniger Tage eine neue Mannschaft aus dem Boden zu stampfen. Die SG 09 Kirchhof hat zwar keine eingespielte und eingeschworene Mannschaft mehr, doch nach der Rückkehr der Regisseurin Ariane Sinning und der Torfrau Martina Wollenhaupt wird in Kirchhof wieder aufgeatmet. Dann wird der Transfer der Erfurterinnen Katrin Lapp und Simone Heller perfekt gemacht. Elke Metz, die seit Jahren in der II. Mannschaft spielt, schafft den Sprung in die Regionalliga. Zwischenzeitlich hat Claudia Bläsing (jetzt Kahlke) einen Sohn zur Welt gebracht und schon Wochen danach trainiert sie fleißig unter Jörg Anacker.
Ariane Sinning wird Spielführerin und Eva und Herbert Schönewolf übernehmen die Betreuung. Mit dem „Jetzt erst Recht"-Denken rücken die Kirchhofer Anhänger noch enger zusammen und mit folgender Mannschaft kann gestartet werden:
 


1
12
2
3
4
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6
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8
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10
11
15
 


Martina Wollenhaupt
Claudia Kahlke (heute Wenzel)
Ariane Sinning
Karla Kuppstadt
Ilona Török
Elke Metz
Sonia Rupp
Simone Heller
Uta Iba
Birgit Dallmann
Rita Butte
Katrin Lapp
Katrin Klecka

Die Sportgemeinschaft
lebt und lacht

Katrin Klecka ist Jugend-Hessenauswahlspielerin, Birgit Dallmann wird Sportlerin des Jahres und Ilona Török und Ariane Sinning werfen 94 und 95 Tore! Beide spielen in bestechender Form auf und entscheiden so manches Spiel. Der Spitzenreiter, die TSG Ober-Eschbach, wird sogar in die Schranken verwiesen, wobei Ilona Török 10 Treffer markiert. Oldie Karla Kuppstadt steht zum Einsatz für "Notfälle" zur Verfügung.
Die Zuschauerzahlen sind zufriedenstellend. Neu im Arbeitskreis ist Günter Gute.
Hinter den Kulissen arbeiten viele mit, so z.B. Willi Freudenstein (Plakatdienst).

Kirchhofs Jugend
drängt nach vorn

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Sportgemeinschaft 09 Kirchhof spielt mit einer C- und D-Jugend. Udo Horn, Britta Willar und Renate Denk trainieren und betreuen beide Teams gemeinsam. Roberta Wagner, Silke John, Antje Langhorst und Nadine Butte werden zur Kreis- und Bezirksauswahl nominiert. Bei der D-Jugend gefallen Sarah Riemann und Juliane Kaspar.
Die II. Damenmannschaft wird in der Feldserie 1990 Kreismeister.
Silke Harbusch und Berthold Denk halten die II. Mannschaft zusammen. In der Hallenrunde wird der Klassenerhalt geschafft. Susanne Koch ist Torschützenkönigin. Immer wieder üben die Spielerinnen die verschiedensten Aufgaben für das allgemeine Vereinsleben aus. Sei es nun bei der Reinigung der Duschhalle und der Bewirtschaftung des Gasthauses Schomberg, sei es bei Repräsentationsaufgaben (Festzüge etc.) oder der Bedienung und Bewirtung bei allen Festen und
Sportveranstaltungen, ja selbst beim Theaterspiel stehen die Spielerinnen vorne vor.
Während der 800-Jahrfeier der Stadt Melsungen spielt eine Stadtauswahl Kirchhof/Melsungen gegen Bayer Leverkusen. Kirchhof spielt mit Birgit Dallmann, Ilona Török, Elke Metz und Renate Denk.
Seit nahezu 25 Jahren wird erfolgreich Damenhandball gespielt,
die letzten 10 Jahre in der Regionalliga Südwest - Gruppe Nord.
Für die Kameradschaft wird viel getan. Qualifizierte Betreuerinnen und Betreuer, an der Spitze seit nunmehr 15 Jahren Henner Schmidtkunz, leisten unglaublich viel. Im Verborgenen helfen viele Kirchhofer mit, den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten. So z. B. seit Jahren die Kassierer Helmut Dittmar und Georg Harbusch. Seit 1980 haben beide kaum ein Spiel versäumt. In den 70er Jahren waren es Walter Vogel, Waldemar Schmitt und Willi Hofmann. Aber auch Karl-Martin Hartung ist immer zur Stelle.
Ein Masseur begleitet stets das Team. Es wird Fahrgeld gezahlt und bei Auswärtsspielen gibt es einen Verpflegungszuschuss. Trainingsanzüge, Sporttaschen und Sportschuhe werden vom Verein gestellt.
Für die Spielersitzungen ist ein gemütlicher Clubraum mit Fernseher und Videorekorder eingerichtet. Das Vereinsheim ist Treff- und Mittelpunkt der Handballerinnen.

 

 

Karla Kuppstadt
immer noch "Spitze"!

1991

Ein Jahr nach den dunkelsten Stunden in der Geschichte des Damenhandballs belegt Jörg Anacker mit seinen Schützlingen einen beachtlichen fünften Platz. Trotz eines weitgehend neuen Gesichtes ist Kirchhof zu keiner Zeit in Abstiegsgefahr geraten.
Alle Leistungsträgerinnen bleiben. Jörg Anacker geht in sein zweites Trainerjahr und die Zukunft ist weiterhin viel- versprechend.
Vielversprechend auch deshalb, weil die Jugendarbeit auf Hochtouren läuft.
Drei Regionalligaspielerinnen arbeiten beispielhaft mit. Es sind: Simone Heller, Rita Butte und Ilona Török. Gemeinsam mit Udo Horn, Marco Gießler, Renate Denk und Kerstin Siegner sind sie verantwortlich für den Mädchenhandball.
Kirchhof spielt jetzt mit drei Mannschaften: B-, C-und D-Jugend.
Birgit Dallmann ist Spielführerin der Regionalligamannschaft und Christa Kühlborn - seit 10 Jahren - in der II. Mannschaft. Brunhilde Bartels spielt seit 25 Jahren. Nicole Butte - Tochter von Martina Butte - soll von ihr angelernt werden.

Neue Spielerinnen kommen: Es sind Astrid Bolze, Bettina Reich, Heike Kleinschmidt-Mai und Sonja Knaust. Der Kuppstadt-Cup findet am 7. und 8. September 1991 in der Stadtsporthalle Melsungen statt. Turniersieger wird die Mannschaft von GW Frankfurt.
Ilona Török sieht Mutterfreuden entgegen und Ariane Sinning plagt eine schwere Verletzung. So ist der Start zur Saison 1991/92 sehr schwierig. Doch dann wird Eintracht Baunatal mit 12:11 besiegt und Kirchhof atmet auf. Die weibliche C-Jugend wird Kleinfeld-Kreismeister und in der laufenden Hallenrunde wird bereits erneut die Tabellenspitze eingenommen.
Die Mannschaft von 1991:
 


1
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6
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8
9
10
11
13
15
 


Martina Wollenhaupt
Claudia Kahlke
Ariane Sinning
Astrid Bolze
Ilona Török
Elke Metz
Heike Kleinschmidt-Mai
Simone Heller
Uta Iba
Birgit Dallmann
Rita Butte
Katrin Lapp
Karla Kuppstadt
Bettina Reich
 


Kirchhofs II. Damenmannschaft vermeldet ebenfalls Ausfälle:
Christa Kühlborn erwartet ihr zweites Kind. Susanne Koch fällt für 3 Monate wegen eines Fußbruches aus. Doris Rudolph, Kerstin Blumenstein und Katja Zwolinski sind neu im SG-Team.
Kirchhof muss um den Klassenerhalt kämpfen.

 

 

Einweihung Vierbuchenhalle in Röhrenfurth

1992

In der Jahreshauptversammlung wird Vereinsvorsitzender Heinrich Horn zum elften Mal wiedergewählt. Nach einer Siegesserie von 10:0 Punkten fehlt die Substanz und so spielt die I. Damenmannschaft mit Trainer Jörg Anacker im Frühjahr ums Überleben. "Fantastisch!", jubeln alle Handballfreunde dann wieder zum Saisonende. Zu Buche steht der 6. Tabellenplatz mit 22:22 Punkten und 313:330 Toren. Unter der Regie von Rita Butte überzeugt die Mannschaft vor allem in der Abwehr. Rechtzeitig ist das Comeback von Ilona Török, die junge Mutter belebt kurz nach der Geburt ihres Sohnes das SG-Spiel.
Die weibliche C-Jugend mit Trainer Udo Horn gewinnt die Kreismeisterschaft im Feldhandball.
Für die neue Saison 1992/93 kommt aus Homberg Heike Wohlrab. Kirchhof ist endlich wieder "in".
Es folgt eine bewegte Saison. Ein Traumstart von 14:0 Punkten, der weckt Meisterschaftsträume, die aber nach einer Serie von 6:10 Punkten wie eine Seifenblase zerplatzen. Letztlich wird das Soll erfüllt: 4. Platz bei 380:373 Toren und 29:15 Punkten. Mit einer viel bedachten Plakataktion zeigte die SG 09 Kirchhof vor dem Spitzenspiel gegen Ober-Eschbach dem Fremdenhass die "rote" Karte.
Karla Kuppstadt ist Torschützenkönigin mit 112 Treffern bei 64 Siebenmeterwürfen.
Die Mannschaft von 1992:
 


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Martina Wollenhaupt
Claudia Kahlke
Maria Feier
Astrid Bolze
Ilona Török
Elke Metz
Corinna Pfann
Simone Heller
Heike Wohlrab
Birgit Dallmann
Rita Butte
Karla Kuppstadt
Kerstin Blumenstein
Bettina Reich
 
 

 

1993

Im April 1993 wird die überragende Birgit Dallmann heftig von anderen Vereinen umworben. Martina Wollenhaupt hat bereits dem Werben der Konkurrenz nachgegeben. Die Torfrau wechselt nach Hessen Hersfeld, kurz danach entscheidet sich auch Birgit Dallmann für die Waldhessen. Elke Metz und Rita Butte (heute Möller) entscheiden sich gegen den Leistungssport und wechseln in die Kreisklasse zum TSV Malsfeld und TSV Spangenberg. Karla Kuppstadt beendet endgültig ihre Laufbahn. Sie wird Co-Trainerin von Jörg Anacker.
Zu den Trainingsstunden und den Meisterschaftsspielen legen die Kirchhofer über 90.000 Kilometer zurück, wobei 45.000 auf die I. Mannschaft entfallen. Im Juli präsentiert Handball-Regionalligist Kirchhof seinen Fans eine neue Mannschaft. Trainer Jörg Annacker, nun im vierten Jahr in Kirchhof, hat folgende neue Spielerinnen in seinem Team:
Gudrun Kilian (Tor, vorher TG Melsungen), Britta Willar (vorher
II. Mannschaft), Stephanie Sattler, Catrin Sattler, Silvia Schmidt, Christina Huth und Susanne Hofmann. Das Saisonziel wird hochgesteckt: "Wir wollen unter die ersten Fünf kommen."
Ein ehrgeiziges Unterfangen, zumal die Konkurrenz nicht schläft und sich auf dem Spielermarkt teilweise hochkarätig verstärkt (Hessen Hersfeld und Eintracht Baunatal). Kurz vor Saisonstart muss auch noch Abschied von Astrid Bolze genommen werden. Die Ex-Erfurterin beginnt ein Jurastudium in Göttingen. Neben Hersfeld, Wiesbaden, Leihgestern und Hofheim zählen gleich 4 Top-Teams in der neuen Runde zu den Meisterschaftsfavoriten.
Neu im Betreuerstab: Bernd Dittmar und Ragna Zobel.
Am 18. Oktober wird die Vierbuchenhalle in Röhrenfurth eingeweiht. Die SG 09 Kirchhof wird nun auch hier ihre Trainingsstunden absolvieren. Kurz vor Weihnachten fällt die Zwischenbilanz im Kirchhofer Lager sehr unzufrieden aus. Der Kader ist für die Regionalliga nicht stark genug. Vor allem das 14:18 gegen Darmstadt, die Heimniederlagen gegen Mühlheim (16:18) und Urberach 19:20 liegen Jörg Anacker schwer im Magen. Corinna Pfann soll in der Rückrunde die I. Mannschaft verstärken. Bislang zeigte sie gute Leistungen in der II.
Die Mannschaft von 1993:
 


Claudia Kahlke
Gudrun Kilian
Walburga Hahn
Susanne Hofmann
Catrin Sattler
Ilona Hartung
Britta Willar
Simone Teibach
Heike Wohlrab
Ann-Cathrin Meyer
Stephanie Sattler
Christa Huth
Silvia Schmidt
Bettina Reich
 

 

 

Kirchhof holt
Alla Kovalova

1994

Im "dicksten Abstiegskampf" verpflichtet die SG 09 die russische Handballspielerin Alla Kovalova. Die Transferkosten teilen sich nahezu 100 Kirchhofer Familien. Die 25-jährige Rückraumspielerin aus St. Petersburg erzielt bei ihrem ersten Einsatz am 13. März immerhin gegen Ober-Eschbach 7 Tore. In der Abschlusstabelle belegt Kirchhof im April 1994 den drittletzten Platz, der beim aktuellen Tabellenstand der 2. Bundesliga Süd den Abstieg bedeutet.
Das Zittern um den Klassenerhalt hält bis zum Sommer für die SG 09 Kirchhof an. Die nackten Zahlen sprechen im Moment gegen den heimischen Handball-Regionalligisten. Eine Rettung ist nur noch möglich, wenn finanziell auf der Kippe stehende Zweitligisten zurückziehen, wodurch sich die Zahl der Absteiger verringert.
Mit Bundesligaabsteiger Sindelfingen hat im Juni ein Team schriftlich zurückgemeldet, ein weiterer Zweitligist hat seinen Rückzug angekündigt.
Am 27. Juli dann die Erlösung: Kirchhof profitiert von dem Zwangsabstieg Hochzolls.
Obwohl die SG 09-Mannschaft sportlich abgestiegen ist, wird sie auch weiterhin in der Regionalliga spielen dürfen. Diese Wende kommt zustande, weil der Meister der 2. Bundesliga Süd, die DJK Augsburg/Hochzoll eine Spielerin einsetzt, die nicht spielberechtigt ist. Die Freude über die weitere Regionalligazugehörigkeit ist verständlicherweise riesengroß. Die Kehrseite der Medaille: Trainer Jörg Anacker, Torfrau Claudia Kahlke (heute Wenzel) und Ilona Hartung gehen zur HSG Baunatal.
Es kommen: Beate Havasi (heute Schulz), Astrid Bolze, Silke John rückt aus der SG-Jugend auf und Ines Zimmermann. Kirchhof hat es wieder sehr schwer und Ende November trennt sich die SG 09 von dem neuen Trainer Ulrich Kranz. Nachfolgerin wird Karla Kuppstadt, Betreuer ist nun Berthold Denk. Zum Abschluss des Jahres siegt die Sportgemeinschaft gegen Jena mit 23:18 Toren und sichert sich den 10. Tabellenplatz. Die Schlusslichter Urberach und Hofheim können klar auf Distanz gehalten werden. „Das Selbstbewusstsein ist da und der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft gewachsen."
Alla Kovalova hat einen deutlichen Leistungsschub erfahren! In der internen Torschützenliste führt die Russin mit 54 Treffern vor Ann-Cathrin Meyer (44/12), Simone Teibach (32/3) und Astrid Bolze (20/4).
Masseur Georg Kruhm ist inzwischen 16 Jahre erfolgreich für die SG 09 Kirchhof im Einsatz. Höhen und Tiefen hat er miterlebt.

Die weibliche B-Jugend spielt in der Bezirksklasse und belegt einen guten 3.Tabellenplatz hinter Berndorf und Baunatal.
Die Mannschaft von 1994:
 


1
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7
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9
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11
13
 


Gudrun Kilian
Beate Havasi
Susanne Hofmann
Alla Kovalova
Astrid Bolze
Britta Willar
Simone Teibach
Heike Wohlrab
Ann-Cathrin Meyer
Sylvia Brostmeyer
Silke John
Ines Zimmermann
 
 

 

Vorbildliche Jugendarbeit

1995

Am 10. Februar 1995 wird die SG 09 Kirchhof vom Deutschen Handballbund für vorbildliche Jugendarbeit ausgezeichnet.
Die Anhebung der Mitgliedsbeiträge wird am 4. März in der Jahreshauptversammlung diskutiert und beschlossen. Bei der Sportgemeinschaft 09 spielen jetzt so viele Mannschaften wie nie zuvor. Doch diese Entwicklung hat auch ihre Schattenseiten:
Es fehlen ausreichend Trainingszeiten für die 13 Teams in der Stadtsporthalle Melsungen und der Vierbuchenhalle Röhrenfurth.
Eine desolate Vorstellung bietet die I. Damenmannschaft in der dritten Pokalrunde auf Verbandsebene. In Limeshain wird sich mit einer 18:17-Niederlage blamiert.

Am Ende einer wechselhaften, über weite Strecken nicht befriedigenden Saison, landen die Frauen der SG auf dem zehnten Tabellenplatz (11:33 Punkte bei 386:451 Tore). „Es war eine einzige Berg- und Talfahrt", blickt Karla Kuppstadt auf ihre erste und vorerst letzte Saison als Trainerin zurück. Mit etwas mehr Einsatzwillen und Engagement der Spielerinnen wäre eine noch bessere Platzierung drin gewesen. Nur, der SG fehlt es in mehreren Spielen, in denen sie gut spielte sowohl an der nötigen Nervenstärke als auch an physischer Substanz. So bei den knappen Niederlagen in Erfurt (29:30), Jena (19:21), Mühlheim (16:17) und Darmstadt (14:15) und besonders bei den beiden ärgerlichen Heimpleiten gegen Mühlheim (13:14) und Urberach (14:15). Die besten Saisonleistungen zeigen die Grün-Weißen bei den Heimspielen gegen Darmstadt (25:14) und Jena (23:18) sowie beim mit 18:21 knapp verlorenen Auswärtsspiel beim Meister Hessen Hersfeld. In der internen Torschützenliste der SG liegt Alla Kovalova mit 126/46 Toren vor Simone Teibach (66/9), Ann-Cathrin Meyer (65/16) und Astrid Bolze (38/4).
Die II. Damenmannschaft belegt in der Damen-A-Klasse einen
5. Tabellenplatz bei 173:178 Toren und 10:14 Punkten.
 

Jürgen Steinbach  kommt

Im Mai gibt es einen Trainerwechsel. Jürgen Steinbach kommt jetzt ans Ruder. Wie das Team nun aussehen wird, weiß der neue Mann auf der Bank noch nicht. Fest steht, Alla Kovalova muss gehen; Susanne Hofmann wechselt beruflich nach Thüringen und Torfrau Gudrun Kilian spielt in der Zweiten. Um die Lücken zu schließen und Schwachstellen besser zu besetzen, verhandelt Kirchhof mit neuen Spielerinnen. Dabei muss die Qualität stimmen, so dass die SG 09 nach zwei Zitterjahren wieder an Klasse gewinnt. Und damit Jürgen Steinbach in seiner ersten Saison als Trainer eines Frauen-Teams nicht Schiffbruch erleidet.
Acht Neuzugänge kündigt Heinrich Horn Mitte Juni an. Neben Dagmar Hoppe vom Oberligisten TSV Ost/Mosheim heuern bei den Steinbach-Schützlingen an: Brigitte Hühne (HSG Böddiger/Deute), Andrea Untermann (Erfurt), Kerstin Müller, Uschi Kubilas und Sandra Knauf (VFL Kassel), Monika Charlet (SV Melgershausen).
Der größte Coup gelingt mit der Verpflichtung der Rumänin Cristina Weiss. Sie kommt von der SG Hessen Hersfeld.
Die weibliche A-Jugend steht im Mittelpunkt und erzielt hervorragende Ergebnisse. Für Kirchhof spielen: Roberta Wagner, Daniela Kress, Sarah Kantwill, Kathrin Hillmann, Sarah Dittmar, Katharina Rode, Sandra Zilch, Simone John, Melanie Seeger, Juliane Kaspar, Trainerin ist Tanja Kleimann.
„Wir wollen spielerisch stärker werden", sagt Jürgen Steinbach.
Kurz vor Saisonstart fällt Simone Teibach aus. Sie sieht Mutterfreuden entgegen und Astrid Bolze, die ebenfalls Nachwuchs erwartet, ist frühestens zu Beginn der Rückrunde wieder dabei.
Maria Feier liegt als 2. Ausländerin in Lauerstellung. Elf Teams gehen ins Rennen, nachdem der Thüringer Oberligameister auf den Aufstieg verzichtet hat. Die Saisonziele werden weitgehend von einem möglichen Massenabstieg bestimmt, der dann drohen würde, wenn die 2. Bundesliga in der Spielzeit 1996/97 eingleisig wird.
Als Konsequenz aus dieser unübersichtlichen Situation peilen die beiden heimischen Vertreter, inzwischen ist die TG Melsungen in die Regionalliga aufgestiegen (!), einen Platz im vorderen Tabellendrittel an.
Am 9. Dezember findet das erste Regionalligapunktspiel gegen die TG Melsungen statt. Mit 13:11 hat Kirchhof vor 500 Zuschauern das Nachsehen. Respekt verdient die gute Moral des völlig neu formierten Teams. Auswärts gibt es nichts zu erben; In fünf Heimspielen holen die Steinbach-Schützlinge immerhin 6:4 Punkte.
Die Mannschaft von 1995:


1
12
2
3
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5
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8
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11
13
14
15
16
 


Andrea Untermann
Beate Havasi
Uschi Kubilas
Brigitte Hühne
Monika Charlet
Dagmar Hoppe
Britta Willar
Bianca Claus
Cristina Weiss
Ann-Cathrin Meyer
Sylvia Brostmeyer
Silke John
Kerstin Müller
Sandra Knauf
Astrid Bolze
Simone Teibach

 

 

1996

 

Zum Jahreswechsel gibt es im Vereinsheim der Sportgemeinschaft 09 eine aufschlussreiche Talkrunde. Zukunftsfragen werden erörtert und Bürgermeister Karl-Heinz Dietzel und Sportkreisvorsitzender Ulrich Manthei geben interessante Tipps und Ratschläge. Beide signalisieren zudem, dass nach wie vor hohe Bereitschaft besteht, um die Vereinsentwicklung der SG 09 weiter zu gewährleisten. Als erste Pflichtaufgabe gehört dazu, das Vereinsheim zu erhalten. Ohne das Haus Schomberg ist das rege und rührige Vereinsleben kaum noch vorstellbar.
Weitere Ziele: Verbesserung der Trainingsmöglichkeiten und die Bewahrung unverwechselbarer Identität sowie die Verpflichtung des Gemeinschaftsgeistes. Die II. Damenmannschaft gewinnt die Vize-Kreismeisterschaft in der Kreisklasse A mit 17:7 Punkten hinter dem SV Reichensachsen und steigt auf. Ungeschlagen (24:0 Punkte bei 238:105 Tore) wird die weibliche A-Jugend mit Trainer Udo Horn Kreismeister. Für Kirchhof spielen erfolgreich: Juliane Kaspar, Corinne Ludwig, Antje Langhorst, Kathrin Hillmann, Roberta Wagner, Katharina Rode, Sandra Zilch, Sarah Dittmar, Melanie Seeger, Simone John und Sarah Kantwill. Zum Saisonende resümiert Jürgen Steinbach: „Es war eine Saison mit viel Licht und Schatten, wir können mehr, als wir gezeigt haben!" Gegen die Gegner aus Thüringen war die Einstellung sehr gut. Gegen Erfurt, Eisenach und Jena legen sich die Grün-Weißen mächtig ins Zeug und landen drei wichtige Heimsiege. Mit Ortenberg, Melsungen und Ober-Eschbach konnten nur die drei Top-Teams der Liga den Heimnimbus brechen. Überragende SG-Torschützenkönigin ist Cristina Weiss mit 142/45 Toren vor Dagmar Hoppe. Es folgen Bianca Claus, Ann-Cathrin Meyer und Sandra Knauf. Am Ende steht Platz 9 mit 16:24 Punkten und 327:386 Toren. Die TG Osthofen steigt auf. Am 28. Mai entscheidet sich Sabine Wenzel für die SG 09 Kirchhof.

Torwart-Trio: Untermann, Schulz und Schwarz

Für die Position der Spielmacherin kommt jetzt Petra Nierichlo und die Kreisläuferin Kerstin Pregler ist die Nachfolgerin von Ann-Cathrin Meyer, die aus privaten Gründen wieder nach Gera geht.
Nach der Vorrunde liegt Kirchhof auf Platz 5. Inzwischen sind Simone Teibach, nach der Geburt ihrer Tochter Vanessa und die 3. Torfrau Katja Schwarz an Bord. Das Lokalderby gegen Melsungen wird wieder verloren. Auswärts wird nicht überzeugt.
Im Spiel gegen Lützellinden II übertrifft die Torjägerin Cristina Weiss alle Spielerinnen. Sie hat nur wenige Fehlwürfe und mit phänomenalen 18 Treffern brilliert die Spielerin mit der Nummer 8.


Die Mannschaft von 1996:


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15
 


Andrea Untermann
Beate Schulz
Katja Schwarz
Maria Feier
Brigitte Hühne
Sabine Wenzel
Kerstin Pregler
Simone Teibach
Bianca Claus
Cristina Weiss
Petra Nierichlo
Sylvia Brostmeyer
Silke John
Kerstin Müller
Sandra Knauf
Dagmar Hoppe
 
 

 

1997

In der Jahreshauptversammlung heißt es: „Die Sportgemeinschaft 09 Kirchhof lebt und ist gesund." Das Herzstück ist das Vereinsheim, wo sich auch der Damenhandball sehr wohl fühlt. Zum Ende der Saison holt Trainer Steinbach mit seiner Mannschaft Platz 7 bei 20:24 Punkten und 449:461 Toren. Die Torschützenliste verdeutlicht die Ausnahmestellung von Cristina Weiss. Mehr als ein Drittel aller Tore gehen auf ihr Konto. 171/75 Tore, eine Leistung, die kaum zu wiederholen ist. Es folgen Maria Feier mit 70/13, Dagmar Hoppe (39/2), und Simone Teibach (34). Zum Saisonabschluss steht eine schöne Reise nach Schweden im Programm. Der Verband beschließt eine eingeleisige Regionalliga und der Bundesligist Bayer Leverkusen holt Kirchhofs Rückraumas Cristina Weiss. Es gehen auch: Sandra Knauf, Kerstin Müller und Bianca Claus; Torfrau Beate Havasi (heute Schulz) steht eine Operation bevor. Ungewiss ist die Zukunft für Maria Feier (heute Rothhämel). Ein Meniskusabriss und Bänderanriss bereiten einige Sorgen. Die entstandenen Lücken sollen schließen: Die 28-jährige Daniela Pastiu, die von der HSG Baunatal kommt. Ebenfalls von der HSG Baunatal kommt Birgit Schnettler (Kreisläuferin und 25 Jahre jung). Hoffnungen ruhen auf Rechtsaußen Sandra Zilch, sie sorgt bislang in der Zweiten Mannschaft und der weiblichen
A-Jugend für viele positive Schlagzeilen. Gleich zum Saisonauftakt gibt es in Walldorf eine deftige 18:31-Niederlage. Und auch gegen den Zweitligaabsteiger Eintracht Baunatal wird Kirchhof gnadenlos mit einer 15:28-Niederlage bestraft. Dafür bricht im 5. Lokalderby gegen den Nachbar TG Melsungen der Bann. Nach dem 22:20-Sieg gibt es ein dickes Lob für die Derby-Heldin Katja Schwarz.
Die junge Torfrau zeigt endlich, was sie kann.
Die Mannschaft von 1997:


1
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15
 


Andrea Untermann
Beate Schulz
Katja Schwarz
Maria Feier
Dagmar Hoppe
Sabine Wenzel
Kerstin Pregler
Simone Teibach
Birgit Schnettler
Daniela Pastiu
Petra Nierichlo
Brigitte Hühne
Silke John
Sandra Zilch
Sarah Kantwill

Juliane Kaspar

 

 

1998

Torfrau Andrea Untermann fällt verletzt aus und so holt Kirchhof wieder einmal Martina Wollenhaupt. Diese heuert nun zum dritten Mal bei den Grün-Weißen an. Die 28-jährige, angehende Augenärztin soll Kirchhof im Kampf um den Klassenerhalt beistehen. „Aber bitte keine Wunderdinge von mir erwarten ..." Kirchhofs weibliche Jugend C stürmt zur gleichen Zeit an die Tabellenspitze. Rita und Peter Kaspar zeichnen sich dabei aus. In ihrem Team spielen: Anke Ziegler, Tina Rübenkönig, Christin Lischka, Meike Rübenkönig, Simone Kaspar, Stefanie Krause, Miriam Felsch, Carina Kühlborn und Juliane Pregler.
Platz 5 wird zum Saisonende leider nicht erreicht. Jürgen Steinbach nennt seinen kleinen Kader als Hauptgrund. Nur Daniela Pastiu bringt konstant gute Leistungen. Bei allen anderen Spielerinnen wechselten zu oft Licht und Schatten. Mit Platz 7 bei 23:21 Punkten und 486:479 Toren bleibt Kirchhof hinter allen Erwartungen zurück. 142 Tore verbucht Daniela Pastiu, es folgen Dagmar Hoppe (109), Maria Rothhämel (44) und Petra Nierichlo (41).

Spielgemeinschaft Melsungen-Kirchhof

 

Am 14. Januar gibt es erste Gespräche betreffend einer Spielgemeinschaft zwischen der SG 09 und der MT Melsungen.
Pläne werden geschmiedet und bis zum 8. März Stillschweigen vereinbart.
Dann kommt die erste Schlagzeile in der HNA über die "undenkbare" Zusammenarbeit.
Ein neues, überzeugendes Konzept wird ausgearbeitet und so ist die Spielgemeinschaft für die eingleisige Regionalliga perfekt.
Renate Denk, Dieter Vonhof und Udo Horn sind das Führungstrio der SG Melsungen/Kirchhof, der Trainer der neuen Regionalligamannschaft heißt selbstverständlich: Jürgen Steinbach. Die II. und III. Mannschaft sollen für einen sicheren Unterbau sorgen.
In der Jahreshauptversammlung legt der langjährige und erfolgreiche Vereinsvorsitzende Heinrich Horn den Vorsitz in die Hände von Herbert Kühlborn. Krankheitsbedingt muss dieser nach 30 Jahren passen. Heinrich Horn wird zum ersten Ehrenvorsitzenden ernannt.
Am 16. April heißt es zum letzten Mal "Gegeneinander": SG 09 Kirchhof und TG Melsungen. Das Ergebnis ist zweitrangig. Das "Abschiedsspiel" soll gleichzeitig der Beginn einer neuen Ära werden. Viel wird sich vorgenommen. Da wird Cristina Weiss wiedergeholt und das langfristige Ziel Aufstieg in die II. Bundesliga ausgegeben.
Optimismus wird großgeschrieben. Die Erwartungen sind sehr hoch. Neu sind jetzt: Claudia Wenzel (früher Kahlke), Carmen Buica, Heike Diegeler und die 17-jährige Kirchhoferin Juliane Kaspar.

Zum Ende des Jahres zeigt sich deutlich, die Gründung der SG war der richtige Schritt. Die SG Melsungen/Kirchhof nimmt souverän die Tabellenspitze ein.
Die Mannschaft von 1998:


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Katja Schwarz
Claudia Wenzel
Jurga Banislauskaite (MT 1861)
Sabine Wenzel
Panja Mader (MT 1861)
Sandra Zilch
Simone Teibach
Cristina Weiss
Heike Diegeler
Carmen Buica
Silke John
Daniela Pastiu
Gabriela Dimcescu (MT 1861)
Juliane Kaspar

 

 

Südwestdeutscher Meister

 

 

 

 

 

 

 

 

1999

Wir sind absolut im Soll", erklärt Jürgen Steinbach im Januar und hat sein Saisonziel berichtigt: Der Kurs geht jetzt schon im ersten Jahr der Spielgemeinschaft Richtung Aufstieg. Am 13. Januar gibt es einen Spendenaufruf: Der Bruder der Spielerin Cristina Weiss ist an Leukämie erkrankt. Mit dem Geld sollen Medikamente gekauft werden. Immerhin kommen fast 3000 Mark zusammen, doch wenige Wochen später stirbt der junge Mann in Rumänien.

Die weibliche A-Jugend feiert die Kreismeisterschaft mit ihrer Trainerin Kerstin Pregler.
Mit dem Sieg gegen Angstgegner Erfurt verwirklichen die Handballdamen am 17. April ihren Traum. Bereits 2 Spieltage vor Serienende ist die Meisterschaft in der Regionalliga Südwest unter Dach und Fach. Der Aufstieg in die II. Bundesliga ist geschafft. Überraschend schnell ist die SG Melsungen/Kirchhof zusammengewachsen.
Die erfolgreichste Torjägerin ist Cristina Weiss, sie erzielt 154/28 Treffer. Es folgen: Daniela Pastiu (143/78), Gabriela Dimcescu (83/2), Corinna Buica (76/4), Simone Teibach (53) und Jurga Banislauskaite(48/4).
 

Karina Mühlhausen kommt

Im Sommer feiert die SG 09 ihren 90. Geburtstag und die Mannschaft für die Bundesliga wird zusammengestellt. Kirchhof überzeugt endlich das Multitalent Karina Mühlhausen. Die 18-jährige Hombergerin ist für Linksaußen vorgesehen. Weiter kommen Elke Richstein von Eisenach und die Rückraumspielerin Birte Köbberling (SV Germania Fritzlar).

Am 22. Juni geht die unendliche Geschichte der Einbürgerung von Cristina Weiss zu Ende. Eineinhalb Jahre dauert das Verfahren, das lange Zeit beim zuständigen Ministerium in Rumänien liegen blieb. Damit ist die SG endlich eine Sorge los: Alle 3 ausländischen Spitzenspielerinnen dürfen spielen: Cristina Weiss jetzt Deutsche, die Rumänin Gabriela Dimcescu und die Lithauerin Jurga Banislauskaite. Inzwischen ist die rumänische Familie Dimcescu im SG 09-Vereinsheim eingezogen. Juliane Kaspar wird zur Sportlerin des Jahres gewählt. Jürgen Steinbach und Udo Horn beginnen ihre Trainerausbildung.

Danja Lerch kommt nach Kirchhof

Am 29. Juli wird die 17-jährige Torfrau Danja Lerch verpflichtet.
Die junge Spielerin ist Nachfolgerin von Carmen Weidlich.
Wenige Tage später wird auch der Wechsel der 17-jährigen Kathrin Hanke perfekt gemacht. Und mit diesem Kader wird der Klassenerhalt in der Zweiten Liga angepeilt. Trier und Fürth sind die Favoriten.
Mit einem unvergessenen 24:23-Sieg gelingt die Premiere in Allensbach. Cristina Weiss wirft das erste Bundesligator! Überschattet wird der 20:18-Pokalerfolg über den Hasper SV mit der Nachricht des Jahres: TG Melsungen steigt aus der Spielgemeinschaft aus. „Es geht weiter, auch ohne Partner", bekräftigen die SG 09 Kirchhof und der Hauptsponsor! Zum Ende des Jahres führen die Handballerinnen zum Weihnachtsmarkt das "Märchen der Tiere" auf. Am 27. Dezember wird eine positive Bilanz gezogen. Als Fünfter in der Zweiten Bundesliga geht die SG Melsungen/Kirchhof in die wohlverdiente Weihnachtspause.
Die Mannschaft von 1999:


1
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18
 


Danja Lerch
Katja Schwarz
Carmen Weidlich
Jurga Banislauskaite
Kathrin Hanke
Elke Richstein
Panja Mader
Sandra Zilch
Simone Teibach
Cristina Weiss
Juliane Kaspar
Birte Köbberling
Karina Mühlhausen
Daniela Pastiu
Gabriela Dimcescu
Sabine Wenzel

Mit Bernd Sostmann hat die SG 09 einen Mannschaftsarzt gewinnen können. Die II. Damenmannschaft mit Trainer Udo Horn will die Qualifikation für die Landesliga schaffen.

 

 

So stark wie
noch nie
...

2000

Die weibliche D-Jugend wird Kreis- und Bezirksmeister. Herbert Kühlborn und Kerstin Pregler gehen hier voran.
Die III. Damen-Mannschaft wird Kreismeister. Zum Team gehören: Sandra Leimbach, Eva Viereck, Meike Rübenkönig, Daniela Kress, Renate Heuser, Brunhilde Bartels, Christa Kühlborn, Spielertrainerin Maria Rothhämel, Ilona Hartung, Sonja Leimbach, Elke Röse, Susanne Koch-Ihle, Rabea Beciri, Nicole Heinemann.
Mit 23:29 Punkten belegt die Spielgemeinschaft in der Zweiten Bundesliga einen achtbaren 8. Tabellenplatz.
Torschützenkönigin ist wieder Cristina Weiss (193/56). Trier und Hannover List steigen in die Erste Liga auf; Kleenheim und überraschend Quelle Fürth steigen ab! Jurga Banislauskaite geht, Birte Köbberling wechselt nach Fürth und Simone Teibach und Sandra Zilch gehen in die Zweite Mannschaft. Die Zweite Mannschaft steigt in die neue Landesliga auf. Der Kader umfasst, dank des Doppelspielrechtes, 17 Spielerinnen. Diese werden von Udo Horn, Peter und Rita Kaspar trainiert und betreut.
Die II. Mannschaft hat sich die Herzen der Fans erobert. Für Melsungen/Kirchhof sind erfolgreich: Sonja Leimbach, Melanie Ziesemann, Sandra Wedel, Simone Kaspar, Bianka Ellenberg, Kathrin Hanke, Danja Lerch, Ilona Hartung, Ines Zimmermann, Sandra Leimbach, Silke John, Juliane Kaspar, Sandra Zilch, Maria Rothhämel, Jessica Kirschig, Katja Frommann, Karina Mühlhausen, Daniela Kress, Daniela Pastiu und Kathrin Wicke. Für die neue Saison soll nun eine noch schlagkräftigere Mannschaft für die Zweite Bundesliga zusammengestellt werden. Kirchhof holt die Handballspielerin Dagmar Müller aus Österreich, die Linkshänderin Florica Buda aus Rumänien, die Allrounderin Sabine Kirmse und die Torfrau Kerstin Keim. Cristina Weiss wird die Sportlerin des Jahres. Daniela Pastiu wechselt zum Bundesligisten Hessen Hersfeld.
Dr. Volker Iber und Daniela Kreß verstärken die medizinische Abteilung.
Die Mannschaft von 2000:


1
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22
5
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8
10
11
13
14
17
18
25
 


Danja Lerch
Katja Schwarz
Kerstin Keim
Sabine Kirmse
Juliane Kaspar
Cristina Weiss
Karina Mühlhausen
Florica Buda
Ines Zimmermann
Gabriela Dimcescu
Kathrin Hanke
Simone Kaspar
Dagmar Müller
 

 

Erfolg durch familiäre Atmosphäre

 

2001

Kirchhof gilt als eine traditionelle Handballhochburg in Nordhessen. Seit exakt 35 Jahren - eine fürwahr stolze Bilanz - bietet die Sportgemeinschaft 09 mit ihren Damen-Handballmannschaften Spitzensport im Schwalm-Eder-Kreis. Immerhin haben die Grün-Weißen inzwischen 3 Mannschaften, wobei die I. Mannschaft, unter der Regie von Trainer Jürgen Steinbach, er ist seit 7 Jahren erfolgreich im Einsatz, in der Zweiten Bundesliga eine hervorragende Rolle spielt, die II. Mannschaft, unter dem jungen Trainer Udo Horn, er ist ein echtes Kirchhofer Eigengewächs, in der Landesliga mithält und die III. Mannschaft, unter Leitung von Spielertrainerin Maria Rothhämel, sie war langjährige Leistungsträgerin in der I. Mannschaft, in der Bezirksliga vertreten ist. Erfolgsorientiert, zielstrebig und kreativ stellt sich der Verein den ständigen Herausforderungen. Dazu gehören nachahmenswerte Konzepte und vorbildliches Engagement in der Jugendarbeit und der Nachwuchsförderung.

Die Stärke der SG 09 Kirchhof ist, dass der Verein mit 545 Vereinsmitgliedern eine große Familie ist, dass das Vereinsheim in Kirchhof, der Treff- und Mittelpunkt für alle, ein richtiges Zuhause darstellt und dass die Spielerinnen bei den lokalen und gesellschaftlichen Ereignissen aktiv mitarbeiten. Ein weiteres Erfolgsgeheimnis sind die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die vielen Sonderaufgaben Woche für Woche lösen. Mit Ausbildungsplätzen und sicheren Arbeitsplätzen sowie einer harmonischen Gemeinschaft gelingt es seit 3 Jahrzehnten, junge Talente aus der Region, aber auch Spitzenspielerinnen aus dem Ausland, nach Kirchhof zu holen. Trainer Jürgen Steinbach sagt: „Handball muss Spaß machen. Nur mit Spaß an der Sache ist es möglich, entsprechende Leistung zu bringen." Und Leistung bringen sie, die Handball-Damen der SG 09 Kirchhof in der Zweiten Bundesliga.

Am Ende einer mit Erfolgen nur so gepflasterten Saison 2000/2001 bleibt der SG 09 ein respektabler dritter Tabellenplatz. Nur ein Punkt fehlt hinter dem Meister und Aufsteiger Teutonia Riemke und der punktgleichen DJK Augsburg/Hochzoll. So verbuchen die Kirchhoferinnen 39:13 Punkte bei 659:578 Toren. Überragende Akteurin ist Cristina Weiss, die nach 26 Meisterschaftsspielen mit 217 Treffern, davon 65 Siebenmeter, Torschützenkönigin der Liga wurde vor der Riemkerin Anna Brandt (210/56). 5 Jahre in Folge zählt Cris Weiss, die auf der Königsposition Rückraum links spielt, zu den „Top-Five" der besten Schützinnen in den Bundesligen. Mit ihr ist das Ansehen der Sportgemeinschaft von Jahr zu Jahr gewachsen, immerhin hat die Spielerin mit der Nummer 8 in 250 Spielen über 1000 Tore geworfen. In den Partien gegen Frisch Auf Göppingen und Bensheim/Auerbach traf sie gleich 14 und 15 Mal. Nach Cristina Weiss trafen für Kirchhof in der Saison 2000/2001 Dagmar Müller (102) und Florica Buda (95/16) am besten. Mut macht in Kirchhof auch die Tatsache, dass das SG-Team alte Schwächen in fremden Hallen abgebaut hat.
Mit 17:9 Punkten sind sie das stärkste Auswärtsteam.

120.000 Kilometer werden jährlich zurückgelegt und die langen Fahrten nach Allensbach, Metzingen, Göppingen oder Albstadt fallen umso leichter, wenn im „Gepäck" die Pluspunkte sicher verstaut sind.

So gab die SG 09 Kirchhof richtig „Gas", siegte zehnmal am Stück, erst hauchdünn mit 23:22 gegen Göppingen, dann haushoch in Haspe (30:23), sicher mit 20:16 gegen Zwickau, überzeugend mit 30:16 in Allensbach.

Keine nennenswerten Abgänge

In Metzingen war die SG 09 Klasse (25:19 - 1 1/2 Jahre hatte hier keine Mannschaft mehr gewinnen können!), eine Galavorstellung gab es beim 28:25-Heimsieg gegen Riemke und im Derby gegen Eintracht Baunatal (Zuschauerrekord 600) ließen Weiss und Co. nichts anbrennen. Lediglich in Bensheim (24:24) und gegen Ketsch mussten Federn gelassen werden. Einen Grund für die Steigerung seiner Schützlinge sieht Trainer Jürgen Steinbach darin, dass alle Neuzugänge voll einschlugen. Die hochgewachsene Linkshänderin Florica Buda, die österreichische Nationalspielerin Dagmar Müller sowie die junge Hombergerin Sabine Kirmse sind eine Klasse besser als ihre Vorgängerinnen. Der Motor der Mannschaft ist Kapitänin Cristina Weiss. Danja Lerch ist ein Torwartjuwel und Flügelflitzerin Karina Mühlhausen ist seit 2 Jahren Publikumsliebling. Oldie Gabriela Dimcescu ist die Abwehrchefin und „Arbeitsbiene" am gegnerischen Kreis. Die Rumänin wohnt nun seit 2 Jahren mit ihrer Familie in Kirchhof und hat sich bestens integriert. Fortschritte haben die beiden Spielmacherinnen Kathrin Hanke und Juliane Kaspar gemacht, die zweite Torfrau Kerstin Keim hat sich durch viel Fleiß im Training einen Stammplatz im Kader gesichert. Und da alle Spielerinnen an Bord bleiben, „keine nennenswerten Abgänge zu verzeichnen sind", können die guten Leistungen auch in der kommenden Runde wiederholt werden. Die Zielsetzung 2001/2002 ist nicht ohne.
„Einen der ersten Plätze wollen wir belegen", sagt selbstbewusst die Spitzenspielerin Cristina Weiss. „Und was sie will, geht meistens in Erfüllung", sagt Betreuer Berthold Denk. Er ist seit 8 Jahren ein wichtiger Mann auf der Bank, Torwart-Trainer und hat ein großes Herz für die Jugendarbeit. Am 9. Juni 2001 wird Berthold Denk auf der Bundesligaversammlung der Frauen in den HBV-Ligaausschuss gewählt. Vorsitzender ist Harald Wallbaum vom Bundesligisten HSG Herrentrup/Blomberg, die Beisitzer der Ersten Liga sind: Martin Rommel (Trier), Peter Görgen (VFL Oldenburg), Bernhard Claus (TSV Bayer Leverkusen), die Beisitzer der Zweiten Bundesliga sind: Manfred Lüttin (SV Allensbach) und Berthold Denk (SG 09 Kirchhof).
Das Team um das Team ist seit Jahren fast unverändert und arbeitet vorbildlich. Zum Team um das Team gehören: Mannschafts- und Vereinsarzt Dr. Volker Iber, die Physiotherapeutin Daniela Kreß, die Betreuerin Brigitte Hühne-Steinbach und die Männer für alle Fälle Berthold Denk und Karl-Martin Hartung. Weitere wichtige Mitarbeiter sind: Dieter Vonhof, Bernd Denk, Horst Rothhämel, Gisela Denk, Silke und Karl-Heinz Harbusch, Margit Czech, Irmgard Horn, Marianne Denk und Brigitte Stahl. Große Verantwortung lastet auf dem Fahrerteam. Auch diesem Team gebührt Anerkennung und Dank. Allen voran:
 


Karl-Martin Hartung, Klaus Teibach, Brigitte Hühne-Steinbach, Walter Kress, Peter Kaspar, Karl-Heinz Harbusch, Holger Hartung, Peter
Wambach, Björn Bartels, Wolfgang Bischoff.
 


Die II. Damenmannschaft hat sich einen hervorragenden
5. Tabellenplatz in der ersten Landesligasaison erobert und dank des Doppelspielrechts wird auch hier das neue Ziel sehr hoch angesetzt. Alle Heimspiele werden am Sonntagabend um 18:00 Uhr in der Vierbuchenhalle in Röhrenfurth ausgetragen. Intensiv wird sich seit Monaten vorbereitet, dreimal wöchentlich trainiert und mit der 20-jährigen Ivonne Fritzschner (HSG Körle/Guxhagen) ist jetzt eine weitere gute Rückraumspielerin an Bord. Udo Horn hat Peter und Rita Kaspar an seiner Seite. Ein vorderer Tabellenplatz wird angestrebt.

Die III. Damenmannschaft hat ein Frauen-Trio an der Spitze:
Maria Rothhämel, Brunhilde Bartels und Britta Pilger
stehen in der Verantwortung.


Am 13. Juni hat die Sportgemeinschaft 09 endlich ihr Schiedsrichtersoll erfüllt. Neben dem erfahrenen Trio Karl-Martin Hartung, Bernd Dittmar und
Udo Horn gehören jetzt dazu:
Jan Riemenschneider, Johannes Franz, Martin Denk, Daniel Ziegler,Hannes Heerdt und Simone Kaspar. Zum Sekretär- und Zeitnehmerteam gehören: Berthold Denk,
Christian Denk, Sandra und Sonja Leimbach, Peter Wambach, Holger Hartung, Hanna Ziegler, Anke Ziegler. Holger Hartung, Hanna und Anke Ziegler sind für die Oberliga und Landesliga geschult und auch als „neutrale" Sekretäre in der kommenden Saison im Einsatz. Übergeordnete Funktionäre sind Karl Siegner (Bezirksjugendwart) und Renate Denk (Bezirkspressewartin). Ihr zur Seite steht Tanja Horn.

Für die am 15. September beginnende neue Runde hat sich das Handballdorf wieder viel vorgenommen. Längst sind die Kirchhofer in ganz Deutschland bekannt und nun auch zum Meisterschaftsfavoriten und Aufstiegskandidaten in der Zweiten Bundesliga ernannt. Mit den Neuen: Der 20-jährigen Alexandra Bahrsch, der 17-jährigen Juniorennationalspielerin Nina Hess, der 17-jährigen Torfrau Nadja Stöter und der 20-jährigen Ivonne
Fritzschner ist der Kader so stark wie noch nie besetzt!
Die Zuschauer in der Stadtsporthalle in Melsungen können sich auf spannende und interessante Spiele freuen. In der Vorbereitung, in den Monaten Juni bis September, wird viermal wöchentlich trainiert, ein viertägiges Trainingslager steht in Hohenroda bevor. Zusätzliche Trainingseinheiten werden in der Sport- und Freizeit Galerie in Melsungen absolviert. Jürgen Steinbach hat die Trainerprüfung bestanden und ist seit dem 24. Juni Inhaber der B-Lizenz. Udo Horn ist Inhaber der C-Lizenz.
Folgende Mannschaft geht in der Saison
2001/2002 - Zweite Bundesliga - an den Start:    


1
22
16
5
18
7
8
10
11
14
17
20
25
 


Danja Lerch
Kerstin Keim
Nadja Stöter
Sabine Kirmse
Nina Hess
Juliane Kaspar
Christina Weiss (Kapitänin)
Karina Mühlhausen
Florica Buda
Gabriela Dimcescu
Kathrin Hanke
Alexandra Bahrsch
Dagmar Müller

Für die II. und III. Mannschaft stehen bereit:


Katja Fromann
Jessica Kirschig
Nicole Heinemann
Angeliqué Dorn
Regina Blackert
Kathrin Wicke
Sandra Wedel
Ivonne Fritzschner
Simone Teibach
Bianka Ellenberg (Kapitänin)
Melanie Ziesemann
Sandra Zilch
Sandra Leimbach
Meike Rübenkönig
Anke Ziegler
Sandra Prade
Sonja Leimbach
Elke Röse
Christin Lischka
Maria Rothämel
Tanja Horn
Susanne Koch-Ihle
Yvonne Ludwig
Christa Kühlborn
 

Die SG 09 Kirchhof hat mit der weiblichen Jugend C eine hoffnungsvolle Mannschaft für die Zukunft. Trainerin ist Kerstin Pregler, Betreuer Herbert Kühlborn und Betreuerin Kerstin Kuhn.
Folgende Spielerinnen gehören zum Kader, die aber nicht nur Handball spielen, sondern sich immer wieder für das allgemeine Vereinsleben einsetzen und aktiv mitarbeiten. Mit Begeisterung besuchen die jungen Mädchen die Spiele der 1. Mannschaft.


1
12
2
3
5
6
7
9
10
11
13
14
 


Nadine Semlitsch (Bezirksauswahl)
Christina Schmidt
Miriam Achler (Bezirksauswahl)
Juliane Pregler (Bezirksauswahl)
Anna-Lena Schröder
Melina Horn (Bezirksauswahl)
Carina Kühlborn (Bezirksauswahl)
Jennifer Berge (Bezirksauswahl)
Anna-Lena Kuhn (Bezirksauswahl)
Magdalena Rode
Anne Dreytza (Bezirksauswahl)
Tina Riemenschneider (Bezirksauswahl)
 

 

Viel Neues

2002

Überraschende Entwicklung bei den Zweitliga-Handballerinnen.
Viel Neues soll das Jahr 2002 bringen und so kommt im Februar die Schlagzeile des Jahres. Steinbachs Vertrag wird nicht über die laufende Saison verlängert. Vom 26. Februar bis 2. März reist die SG 09 Kirchhof nach Rumänien. Vertragsverhandlungen mit der Nationalspielerin Magdalena Urdea stehen im Blickpunkt. Ende April endet eine siebenjährige, äußerst erfolgreiche Ära. Der 48-jährige Trainer Jürgen Steinbach wird verabschiedet. Weitere Veränderungen stehen in der Mannschaft an. So heißt es Abschied nehmen von der Rumänin Florica Buda und von der Kreisläuferin Gabriela Dimcescu (zum SV Reichensachsen). Zum Ende der Saison belegt die SG 09 Kirchhof in der Zweiten Bundesliga Süd den fünften Tabellenplatz mit 29:23 Punkten und 715:653 Toren. Das Maß aller Dinge ist der 1. FC Nürnberg und steigt in die Bundesliga auf. Zum letzten Mal ist der Tabellenzweite für die Relegationsspiele qualifiziert. Der TuS Weibern scheitert.

Kirchhof II in der Oberliga

Kirchhof baut unterdessen seine führende Position im Frauen-Handball systematisch aus. Die II. Mannschaft mit Trainer Udo
Horn und dem Betreuerehepaar Rita und Peter Kaspar wird in der Landesliga Meister und hat sich damit für Hessens höchste Spielklasse, die Oberliga, qualifiziert. Eine mannschaftliche Geschlossenheit und der unbedingte Siegeswille führen zu der Meisterschaft. Die tolle Serie wird mit dem 27:25-Sieg über
Eintracht Baunatal gekrönt. Schampus fließt in der Vierbuchenhalle in Strömen. Sechs Trümpfe hat die Sportgemeinschaft in der Hand, die fast immer stechen. Die Zweitligaspielerinnen Karina Mühlhausen, Kathrin Hanke, Sabine Kirmse, Juliane Kaspar, Nina Hess und Kerstin Keim dürfen dank Doppelspielrecht im Bedarfsfall in der Zweiten Mannschaft ran. Besonders die Trefferquote von zwei dieser jungen Wilden beeindruckt: Karina Mühlhausen erzielt in 8 Spielen 58 Tore und Spielmacherin Kathrin Hanke steuert in 11 Einsätzen 59 Tore bei. Die erfolgreichsten Torschützinnen der SG II sind jedoch Bestandteil der Kernmannschaft, der Trainer Udo Horn gewaltige Fortschritte bescheinigt. Rechtsaußen Sandra Zilch, die zum Ende der Saison leider nach Waldau wechselt, war 102 Mal für Kirchhof erfolgreich und die erfahrene Simone Teibach (heute Rothhämel) trifft 86 Mal. Neuzugang Ivonne Fritzschner glänzt mit 52 Toren und mit Katja Frommann hat Kirchhof die beste Torhüterin der Liga. Die weibliche C-Jugend wird Vize-Hessenmeister. Für Kirchhof spielen: Christina Schmidt, Melina Horn, Miriam Achler, Carina Kühlborn, Juliane Pregler, Anne Dreytza, Tina Riemenschneider, Magdalena Rode, Anna-Lena Kuhn, Jenny Berge, Nadine Semlitsch und Larissa Franz. Trainerin ist Kerstin Pregler. Betreuer: Herbert Kühlborn und Klaus Berge.   

In der Jahreshauptversammlung wird ein neuer Vorstand gewählt. Aus beruflichen Gründen scheiden leider die langjährigen Vorstandsmitglieder Bernd Denk, Herbert Kühlborn und Sabine Horn aus. Es gibt eine Satzungsänderung und erstmals wird ein fünfköpfiger, gleichberechtigter neuer Vorstand gewählt. Die neue Vorstandsschaft ist: Renate Denk, Karl-Heinz Harbusch, Rita Kaspar, Markus Franz und Holger Hartung.  Am 1. Mai präsentiert die SG 09 Kirchhof den neuen Trainer für die Zweitligamannschaft, es ist Gernot Weiss.

Trauer um Heinrich Horn

Am 14. Mai trauert die SG 09 Kirchhof um ihren langjährigen Vereinsvorsitzenden und Ehrenvorsitzenden Heinrich Horn. Der Kirchhofer starb im Alter von 62 Jahren an seiner schweren
Krankheit (ALS). Viele Handball-Persönlichkeiten hat Heinrich
Horn nach Kirchhof gelockt, unter anderem die ungarische Nationalspielerin Ilona Török, die Handballikone Cristina Weiss
oder die Erfurter Handballmädchen Simone Heller, Beate Havasi oder Katrin Lapp. Seine Tipps und Ratschläge wurden bis zu seinem letzten Tag gehört und angenommen. Von seinem Krankenbett aus verfolgte er sechs Jahre, vier davon als Ehrenvorsitzender, das Vereinsgeschehen und an seinem letzten Geburtstag, am 26. Februar, freut er sich über die Vertragsunterzeichnung mit der 49-fachen rumänischen Nationalspielerin Magdalena Urdea.
Freud und Leid liegen also sehr nahe beieinander.

Sabine Kirmse Sportlerin des Jahres

Im Sommer wird Sabine Kirmse zur Sportlerin des Jahres gewählt.
Sie spielt in der Zweiten Bundesliga und der Oberliga. Und so wie die Spielerin Kirmse, so ist die SG 09 Kirchhof: Flexibel. Mit der 15-jährigen Carina Heidenreich kommt ein hoffnungsvolles Talent aus der Region. Kirchhofs Eigengewächs Udo Horn besteht die Trainer-B-Lizenz. Nervenkitzel, Dramatik, Abwechslung, Spannung, Popularität und der Spaß am Spiel dominieren. Kirchhof kann sich an der Tabellenspitze in der Zweiten Bundesliga festsetzen.
In allen Bereichen wird der Einsatz gesteigert.
Die I. Damenmannschaft trainiert täglich, um 100 Prozent wird die Trainingsintensität erhöht. Das Medieninteresse ist größer geworden, die Zuschauerzahlen sind gestiegen.
Die Anwurfzeitverlegung von 19.30 h auf 18.00 h bewährt sich. Die Zusammenarbeit mit allen SG 09-Damenmannschaften ist gut. Erstmals finanziert die SG 09 Kirchhof ein gemeinsames Trainingslager für die I. und II. Mannschaft im Olympiastützpunkt in Warendorf. Die Perspektivspielerinnen, 9 an der Zahl, nutzen nach wie vor das Doppelspielrecht.
Kirchhof spielt in folgender Aufstellung die Saison 2002/03 in der Zweiten Bundesliga und belegt einen hervorragenden 2. Tabellenplatz mit 751:657 Toren und 41:11 Punkten. In der Fair-Play-Tabelle nimmt Kirchhof Platz 7, in der Zuschauertabelle Platz 8 ein. Für Kirchhof spielen:


Danja Lerch
Kerstin Keim
Sigrid Nordvoll
Carina Heidenreich
Nikolina Borovic
Sabine Kirmse
Juliane Kaspar
Cristina Weiss
Ivonne Fritzschner
Karina Mühlhausen
Alexandra Bahrsch
Magdalena Urdea
Kathrin Hanke
Nina Hess.
 

Trainer: Gernot Weiss
Co-Trainer: Berthold Denk
Betreuer: Karl-Martin Hartung
Mannschaftsarzt: Dr. Volker Iber
Physiotherapeutin: Daniela Kreß

Zum Ende des Jahres sorgt Kirchhof für Furore. Ob nun in der Zweiten Bundesliga oder der Oberliga, das Bällchen läuft und schnurstracks befinden sich die SGer auf dem richtigen Weg zum Ziel. Kirchhof liegt nur 2 Zähler hinter TuS Weibern. Überzeugend sind die Darbietungen gegen Bensheim/Auerbach (32:25) und beim Aufsteiger Ostfildern (29:19).

 800 Zuschauer

In Allensbach gibt es einen 26:23-Sieg, in Beyeröhde einen 25:23-Sieg und auch in Ober-Eschbach und in Erfurt ist Kirchhof auf der Siegerstraße. Im Topspiel gegen Weibern - vor 800 Zuschauern - gibt es ein 26:26-Unentschieden. 

Im 1. Oberligajahr spielt Kirchhof II gut mit. Das Gesicht der Mannschaft hat sich durch den Wechsel von Sandra Zilch nach Waldau geändert. Bianka Elenberg, Simone Teibach und Maria Rothhämel müssen verletzungsbedingt passen. Das Team 2002/03 in der Oberliga:


Katja Frommann
Kerstin Keim
Sigrid Nordvoll
Kathrin Wicke
Ivonne Fritzschner
Eva Hofmann
Sandra Wedel
Simone Kaspar
Melanie Ziesemann
Sandra Leimbach
Carina Heidenreich
Kathrin Hanke
Nina Hess
Juliane Kaspar
Karina Mühlhausen
Sabine Kirmse
Simone Teibach
Tanja Zülch
Mendy Peter
Daniela Kreß
Anke Ziegler
 

Trainer: Udo Horn
Co-Trainer: Peter Kaspar
Betreuerin: Rita Kaspar
Mannschaftsarzt: Dr. Volker Iber

Der SV Reichensachsen wird Meister, Kirchhof II belegt Platz 5 bei 545:554 Toren und 26:22 Punkten.
Die III. Damenmannschaft wird von Thorben Gießler trainiert und Britta Pilger betreut und nimmt Platz 4 in der Bezirksklasse A 1 ein. Es spielen:


Femke Breul und Angelique Dorn; Elke Röse, Anke Ziegler, Susanne Koch-Ihle, Christin Lischka, Daniela Kreß, Sandra Prade, Sonja Leimbach, Tanja Horn, Anja Heinzerling.
 

Die weibliche B-Jugend spielt in der Oberliga Nord und belegt mit 22:10 Punkten bei 353:263 Toren Platz 4.

Die weibliche C-Jugend wird trainiert von Simone Kaspar und Betreuerin ist Claudia Franz, die weibliche D-Jugend wird von Christa Kühlborn und Holger Hartung betreut und trainiert.
Im Mini-Bereich sind Bernd Dittmar und Kerstin Dietrich sehr aktiv.

Zum Ende des Jahres schlägt Karina Mühlhausen ein lukratives Angebot vom Bundesligisten Hessen Hersfeld aus.

 

 

Schritt für Schritt nach vorn

2003

Riemke ist das Zugpferd beim Handball-Frauenturnier der SG 09 Kirchhof in der Melsunger Stadtsporthalle. Spitzenhandball wird geboten. Leistungshandball im Frauenbereich ist in Kirchhof möglich. Nach wie vor sollen die besten Talente aus der Region beim Traditionsklub Kirchhof spielen. Am 13. Januar feiert Carina Heidenreich ihren 16. Geburtstag und darf ab sofort in der I. und II. Mannschaft spielen. In Göppingen wird ihr Traum Wirklichkeit: Das Nesthäkchen schnuppert Bundesligaluft. Schritt für Schritt ist die SG 09 Kirchhof nach vorn geklettert. Zuwachs ist bei den Zuschauerzahlen zu vermelden. Sportlich belegt die SG 09 Kirchhof den dritten Tabellenplatz in der Zweiten Bundesliga.
Die Garanten für den Erfolg? Glück gehört dazu! Natürlich auch Können, Fleiß, Wille, das intensive Training und das Team ums Team. Nach 14 Spieltagen steht Cristina Weiss mit 143/55 Treffern in der Torschützenliste wieder auf Platz 1. Platz 2 nimmt die Linkshänderin Bartaseviciene von Sachsen Zwickau mit 127/44 Toren ein. Zum Saisonende belegt Kirchhof einen insgesamt hervorragenden 2. Tabellenplatz mit 41:11 Punkten und 751:657 Toren. Die Saison ist ein Erlebnis. Leistungsbereitschaft und Leistungswille, Fairness und Achtung ragen hervor. Die SG 09 Kirchhof feiert aber auch noch einen anderen Rekord, die 50. Hallenzeitung in Folge erscheint. Auf der Titelseite das SG-Nesthäkchen Carina Heidenreich. Die Spielerin für die Zukunft.
Am 17. Mai stirbt der langjährige Trainer Jürgen Steinbach.

Ende Mai geht Sigrid Nordvoll nach Norwegen zurück, Juliane Kaspar wechselt zwei Klassen tiefer zur Germania Fritzlar. Nina Hess wechselt zum Bundesligisten Oldenburg. Es kommen Anja Kaltenbrunn, Malgorzata Rodziewicz und Claudia Hupfer. Bei der II. Damenmannschaft sind neu: Miriam Patzer, Jessica Kleinmann, Cennet Kervan, Carina Kühlborn und Janina Müller. Peter und Rita Kaspar scheiden als Betreuer aus.

Die 700-Jahrfeier der Dorfgemeinschaft Kirchhof steht im Rampenlicht. Die SG 09 Kirchhof und auch die Damenhandballmannschaften sind mittendrin. Erstmals reist die Damen-Bundesligamannschaft von Kirchhof in ein Trainingslager im Ausland. Ziel: Cheb, dort spielt Kirchhof gegen die Spitzenmannschaft Sparta Prag. Zur Saison 2003/04 spielt Kirchhof mit dem "Molten"-Ball. Nach wie vor wird täglich trainiert, die Trainingsstätten sind die Stadtsporthalle in Melsungen, die Vierbuchenhalle in Röhrenfurth und die Sport- und Freizeitgalerie in Melsungen. Die I. Damenmannschaft gewinnt jedes Spiel und die II. Mannschaft in der Oberliga ist ebenfalls so gut wie nie zuvor. Den Erfolgen stehen unübersehbare Schwierigkeiten und erhöhte Anstrengungen in allen Bereichen gegenüber. So, wie sich alle über Siege und Erfolge freuen, muss die SG 09 Kirchhof auch über ungünstige Entwicklungen nachdenken und entscheiden.
Vieles läuft nicht nach Wunsch. Der Sport- und Spielbetrieb ist sehr hoch, die Versicherungen, die Beiträge, die Umlagen und die Kosten für Schiedsrichter und Sekretäre sind ebenso deutlich angestiegen. Die wirtschaftliche Situation ist angespannt. Kleinere und mittlere Sponsoren und Werbepartner kürzen ihre Sponsorengelder. Auch im Jugendhandball ist es nicht immer leicht, die Talente an den Ball zu bringen. Allein die Vielfalt des sportlichen Angebots, die schulischen Anforderungen und die Einstellungen der Mädchen und Jungen erfordert größte Vorsicht und größte Anstrengungen. Dennoch spielt die SG 09 Kirchhof Handball auf höchstem Niveau. Neu in der Zweiten Bundesliga sind: Leipzig Junioren, TSG Leihgestern, VFL Waiblingen und HTV Remscheid. Ab sofort gibt es in der Stadtsporthalle in Melsungen kein Hessisches Löwenbier mehr.
Die Hütt-Brauerei wird neuer Sponsor. Der TV Lützellinden ist zu Gast in der 3. Pokalrunde und wirft Kirchhof aus dem Rennen.
Die Firma B.Braun ist Werbeträger auf dem Trikot der I. Damenmannschaft und mit Toyota Deutschland und HBS Autoservice in Melsungen wird ein Exklusivvertrag abgeschlossen.
Unaufhaltsam präsentiert sich die I. Damenmannschaft und eilt weiter von Sieg zu Sieg. Seit dem 2. Spieltag steht Kirchhof auf Platz 1 in der Zweiten Bundesliga Süd. Der THC Thüringen ist der ärgste Verfolger.

Die Mannschaft 2003/04:


Danja Lerch
Malgorzata Rodziewicz  Kerstin Keim
Carina Heidenreich
Nikolina Borovic
Anja Kaltenbrunn
Miriam Patzer
Sabine Kirmse
Claudia Hupfer
Cristina Weiss
Ivonne Fritzschner
Karina Mühlhausen
Magdalena Urdea
Kathrin Hanke
Jessica Kleinmann
 

Trainer: Gernot Weiss
Betreuer: Berthold Denk, Karl-Martin Hartung
Konditionstrainer: Erich Rudolph
Manschaftsarzt: Dr. Volker Iber und Dr. Gerd Rauch

Die zweite Oberligasaison verläuft zufriedenstellend. Platz 5 wird gehalten.

Im Kirchhof-Team spielen:


Katja Frommann
Kerstin Keim
Kathrin Wicke
Ivonne Fritzschner
Sandra Wedel
Melanie Ziesemann
Sandra Leimbach
Carina Heidenreich
Kathrin Hanke
Sabine Kirmse
Daniela Kreß
Miriam Patzer
Carina Kühlborn
Melina Horn
Cennet Kervan
Janina Müller
Jessica Kleinmann
 

Trainer: Udo Horn
Betreuer: Pawel Rodziewicz

Bei der III. Damenmannschaft sind im Einsatz:


Stefanie Dotzauer
Christina Schmidt
Elke Röse
Anke Ziegler
Angelique Dorn
Susanne Koch-Ihle
Christin Lischka
Daniela Kreß
Sandra Prade
Linda Griesel
Anja Heinzerling
Sonja Leimbach
 

Trainer: Thorben Gießler
Betreuerin: Britta Pilger

 

 

2003

Kirchhof hat wieder eine weibliche Jugend B und wird in folgender Besetzung Bezirksmeister 2003/04:


Christina Schmidt
Nadja Preyer
Carina Heidenreich (Juniorennationalspielerin)
Theresa Weißbrich
Melina Horn (Hessenauswahl)
Carina Kühlborn
Lieselotte Kranz
Jennifer Berge
Janina Müller
Larissa Franz
 

Trainer: Gernot Weiss/Udo Horn
Betreuer: Klaus Teibach/Berthold Denk

Die weibliche C- und D-Jugend werden von Maria Rothhämel/Claudia Franz und Holger Hartung/Magdalena Urdea trainiert und betreut.
Die Aufstellung:


Selina Schützenmeister
Nadja Preyer
Larissa Franz
Norina Horn
Kathrin Kortendieck
Sandra Kühlborn
Linda Mathias
Zina Schönberger
Elena Schomberg
Kristin Kördel
Rheyhan Difyeli
Verena Werner
Anne Seeger
Christin Kühlborn
 

Cristina Weiss und Christa Kühlborn übernehmen die weibliche E-Jugend. Es spielen:


Rebecca Achler, Wiebke Möller, Christin Kühlborn, Theresa Führ, Lena Dietrich, Melissa Müller, Michelle Weiss, Vasiliki Tellis, Jessica Bielert, Anna Katharina Winghardt, Carina Bielert und Lena Ellenberger
 

Unaufhaltsam - unwiderstehlich

Am 2. November verliert die SG 09 Kirchhof das Pokalspiel in der 3. DHB-Pokalrunde gegen den Bundesligisten TV Lützellinden.
Eine Woche später wird die Siegesserie in der Saison 2003/04 fortgesetzt. In der Homberger Halle gewinnen die Grün-Weißen gegen Sachsen Zwickau, einen 7-Torerückstand holt die SG gegen Beyeröhde auf und gewinnt glücklich. In Allensbach gratuliert der SV-Trainer der SG 09 Kirchhof zu einer Klassemannschaft und zum Sieg. Am 6. Dezember gewinnt Kirchhof gegen die Juniorinnen von Leipzig und zum krönenden Abschluss heißt der Sieger in Ketsch auch Kirchhof. 11 Spiele, 11 Siege, unaufhaltsam, unwiderstehlich ist die SG 09 Kirchhof. Zum Ende des Jahres unterstützen die Handballer die Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke. Die Leitung Damenbundesligahandball ist bemüht, die Zukunft zu sichern. Sicher ist, im Fall des sportlichen Aufstieges will Kirchhof die Attraktion Erste Bundesliga wahrnehmen.

 

 

Erstklassig und Cristina Mihai kommt

2004

Der Toyota-Cup läutet das neue Jahr ein. Handballsport der Extraklasse bietet die SG 09 Kirchhof. Kirchhof ist bemüht, eine Antwort zu finden auf die Frage: „Ist Kirchhof reif für die Meisterschaft, den Titel, den Aufstieg und die Erste Bundesliga?" Die Mannschaft hat inzwischen 26:2 Punkte, absoluter Wahnsinn. In Metzingen gewinnt die SG 09 mit 30:27 und das erste Tor zur Bundesliga öffnet sich. In Rotenburg ist die Bundesligaversammlung, die Vereine entscheiden über einen neuen Spielmodus: Play-off und Play-down stehen in der kommenden Spielrunde im Mittelpunkt des Geschehens und so kann jeder mit viel Glück Deutscher Meister werden und auch die Aufsteiger können mit viel Glück die Klasse halten! Am 25. März stellt die Sportgemeinschaft 09 Kirchhof fristgerecht die Lizenz für die Erste Bundesliga. Kerstin Keim und Anja Kaltenbrunn werden zum Saisonende die SG 09 verlassen. Melanie Ziesemann verabschiedet sich aus der II. Mannschaft und wechselt in ihren Heimatverein ins Edertal. Am 20. April verpflichtet die SG 09 Kirchhof die rumänische Rückraumspielerin Cristina Mihai. Sie ist nach Magdalena Urdea die zweite Profispielerin in Kirchhofs Reihen.

Erneuter Aufstieg in die Bundesliga

Am 8. Mai wird der Traum Wirklichkeit. In Linden gewinnt Kirchhof gegen Leihgestern und die Meisterschaft ist unter Dach und Fach. Kirchhof spielt in der Ersten Bundesliga. Der Titelgewinn und der Aufstieg sind die Krönung harter Arbeit. Eine starke Gemeinschaft hat gewonnen! Über Jahrzehnte wurde darauf hingearbeitet. Und alle wissen, jetzt muss die erfolgsverwöhnte SG 09 Kirchhof lernen, mit Niederlagen umzugehen. Kirchhof nimmt die Herausforderung an.
Zum krönenden Abschluss wird eine wundervolle Party im Vereinsheim gefeiert. Unvergessen der Rathaus-Empfang bei der Stadt Melsungen und das Barock-Feuerwerk über dem Dach der Stadtsporthalle. Großes ist geleistet. Viele Menschen haben an dieser Leistung großen Anteil. Allein ein Blick auf die Torjägerliste beweist dies. Gleich fünf Spielerinnen treffen weit über 100 Mal! Magdalena Urdea (201), Cristina Weiss (197) sowie Anja Kaltenbrunn (124), aber auch Karina Mühlhausen (115) und Kathrin Hanke (105).
Zum Ende der Saison plagt sich Cristina Weiss mit Rückenschmerzen. Spätere bittere Diagnose: Bandscheibenvorfall. Die jahrelange Leistungsträgerin kann nicht mehr ins Spielgeschehen eingreifen.

Gründung Damenhandball SG 09 Kirchhof GmbH

Am 16. Juli wird eine Damenhandball GmbH gegründet.
Die neue Gesellschaft soll den Traditionsverein Kirchhof nicht ersetzen, sondern unterstützen. Die GmbH wird der Damen-mannschaft juristisch und ökonomisch mit Rat und Tat zur Seite stehen. Zwölf Frauen, die Stadt Melsungen und die SG 09 Kirchhof selbst sind das Fundament für das neue Unternehmen.
Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Melsungen-Kirchhof. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb einer Damenhandballmannschaft und die Teilnahme am lizenzierten Spielbetrieb des Deutschen Handballbundes und der HBV-F, der Handball-Bundesligavereinigung der Frauen, einschließlich aller damit zusammenhängenden Marketing- und Werbemaßnahmen und die Förderung einer Nachwuchsmannschaft. Nach den Sommerferien warten die Fans ungeduldig auf die große Herausforderung 1. Bundesliga. 5 Jahre lang hat die I. Damenmannschaft in der Zweiten Bundesliga zu den besten Teams gezählt. Nun war der große Wurf gelungen und allenthalben wird die Frage diskutiert, welche Rolle die neu formierte Mannschaft in einem Klassefeld von 12 Bundesliga-Teams spielen kann. Da die Mannschaft durch drei leistungsstarke Spielerinnen gezielt verstärkt wurde, sind die Erwartungen hochgesteckt.
Doch überschwängliche Euphorie ist fehl am Platz und die Chancen sind eigentlich realistisch einzuschätzen. Denn in der obersten Spielklasse hängen die "Trauben" sehr hoch. Das Saisonziel kann nur Klassenerhalt heißen. Kirchhof steht vor der "Reifeprüfung".

Die Gesellschafter/innen der GmbH:


Anna-Maria Braun
Dr. Petra Rauch
Dr. Ulrike Schnell
Gisela Denk
Ilona Braun
Inge-Karin Seidel
Isolde Posch
Karin Kullmann
Monika Schönewolf
Sonja Agbaba-Leukel
Uta Meurer
Magistrat der Stadt Melsungen
SG 09 Kirchhof e.V.
Renate Denk
 

Dem Unternehmen stehen zur Seite: Die Wirtschaftsprüferin Ulrike Meister, das Steuerbüro Oelze und Partner, der Steuerberater Heinz Schönewolf, der Rechtsanwalt Albin Schicker und die Notarin Evemarie Stephan-Ambacher.

Abschlusstabelle Zweite Bundesliga Saison 2003/04


1.
2.
3.  
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
13.
14.
15.
 


SG 09 Kirchhof 
THC Erfurt-Bad Langensalza  
TSG Ketsch
TuS Metzingen
SC Markranstädt 
Frisch Auf Göppingen
BSV Sachsen Zwickau  
TV Beyeröhde
HC Leipzig Jun. 
SV Allensbach  
HSG Bensheim-Auerbach 
TSG Ober-Eschbach  
VFL Waiblingen   
TSG Leihgestern  
HG LTG/HTV Remscheid  


905:745
880:723
833:672   
877:771   
800:715 
832:785
902:812 
739:753  
756:777
708:749
708:776 
717:809 
721:814 
688:897
671:939

 
 47:9
 45:11
 44:12
 40:16
 38:18
 33:23
 32:24
 26:30
 24:32
 21:35
 20:36
 20:36
 14:42
 10:46
  6:50

Ein Handball-Dorf in der Bundesliga

Folgende Mannschaft geht in die Bundesligasaison 2004/05


Danja Lerch
Malgorzata Rodziewicz
Claudia Hupfer
Nikolina Borovic
Anna Miszczyj
Sabine Kirmse
Svenja Spriestersbach
Jessica Kleinmann
Cristina Weiss
Karina Mühlhausen
Cristina Mihai
Magdalena Urda
Kathrin Hanke
Carina Heidenreich
 

Trainer: Gernot Weiss
Co-Trainer: Berthold Denk
Konditionstrainer: Erich Rudolph
Ergotherapeut: Helmut Roas
Betreuer: Karl-Martin Hartung
Mannschaftsarzt: Dr. Volker Iber und Dr. Gerd Rauch

Abschlusstabelle Oberliga Saison 2003/04


1. 
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.


SV Germania Fritzlar
HSG Eibelsh./Ewersb. 
SG 09 Kirchhof   
TV Hüttenberg  
TV Siedelsbrunn
GSV Eintracht Baunatal  
HSG Kirch-/Pohl-Göns-Butzbach 
SG Zwehren
HSG WVC/Südstadt Kassel 
SU Mühlheim.   
TV Wicker
HSG Langen


687:441
561:501 
539:489 
565:528 
509:494 
569:595  
498:521 
505:559 
540:543 
440:499  
406:503 
469:615 
  


44:0
30:14
29:15
27:17
27:17
23:21
22:22
19:25
17:27
14:30
10:34
 2:42

Oberligasaison 2004/05


Katja Frommann
Jennifer Wedemeyer
Kathrin Wicke
Ivonne Fritzschner
Sandra Wedel
Anika Siebert
Sandra Leimbach
Carina Heidenreich
Lieselotte Kranz
Vanessa Brettschneider
Miriam Patzer
Carina Kühlborn
Melina Horn
Janina Müller
Jessica Kleinmann
 

Trainer: Udo Horn
Torwart-Trainer Detlef Kleinmann
Betreuer: Klaus Teibach

Die Reifeprüfung

Kirchhof hat weiterhin eine III. Damenmannschaft in der Bezirksklasse, die Jugendmannschaften sind ebenfalls gut besetzt.
Es ist verrückt, was in Kirchhof abgeht und doch wird sehnsüchtig auf den ersten Sieg in der Eliteklasse gewartet. Alle wollen Kirchhof siegen sehen. Aber Leipzig, Leverkusen, Trier, Frankfurt/Oder und Nürnberg sind eindeutig besser. Die Fans in der Stadtsporthalle erleben live die Spitzenspielerinnen Ofenböck, Christenau, Simnakova, Blacha, Krause oder Tobiasz.
Superstars contra Sternchen. Doch wer das Unmögliche nicht versucht, der wird das Mögliche nicht erreichen. Kirchhof versucht, von Woche zu Woche Punkte einzufahren, doch vergeblich.
Im Pokalspiel bei Halle/Neustadt fällt dann noch Sabine Kirmse mit Kreuzbandriss aus. Die Punkte von Buxtehude hätte Kirchhof so dringend gebraucht. Es wurde nichts daraus. 32:29 verliert die SG 09 erneut.

Juniorennationalspielerin: Carina Heidenreich

Eine besondere erfreuliche Entwicklung hat die Kirchhoferin Carina Heidenreich vorzuweisen. DHB-Trainer Dr. Stephan Brune und Nachwuchstrainerin Ildko Barna berufen Carina Heidenreich in die Juniorennationalmannschaft. Carina Heidenreich reist mit der deutschen Nationalmannschaft nach Polen und spielt gegen Norwegen, Slowakei und Gastgeber Polen.

Zum Ende des Jahres werden zwei weitere ausländische Profispielerinnen verpflichtet. Es kommen die rumänische Kreisläuferin Elena Pana und die Ukrainerin Vita Mukhina.

 

 

2005

Kein Jahr ist wie das andere. Da gibt es immer wieder neue Schlagzeilen, neue Ideen, neue Stars und Sternchen, die für Aufsehen und für ein spannendes, rühriges und aufregendes Leben sorgen. Es sind schöne Tage dabei, es sind anstrengende Tage dabei und die Sonne scheint längst nicht jeden Tag! Lustige und traurige Momente bleiben unvergessen. Viele kleine Episoden und Situationen sind nirgends vermerkt, nur in den Herzen der betroffenen Menschen. Konflikte stehen an der Tagesordnung. Es wird schwer, die Leistungen aus den letzten Jahren zu halten oder gar zu steigern. Sorge und Furcht werden immer stärker. Kirchhof ist auf der Suche, ständig wird gesucht: Die Form auf dem Spielfeld, Verstärkung im Ausland, nach Lösungen für die Gesundheit der Spielerinnen, Werbepartner und Sponsoren.

Abstiegskampf

2005

Am 15. Januar hat Kirchhof in der ersten Hauptrunde erneut gegen den VFL Oldenburg verloren. Trotz der beiden Neuzugänge Paná und Mukhina bleibt der Erfolg aus. Am 30. Januar schmerzt die 26:23-Niederlage in Rostock doppelt. Rückraumspielerin Vita Mukhina fällt verletzt aus. Diagnose: Kreuzbandriss. Kaum zu glauben - aber wahr. Der Verletzungsteufel hat wieder zugeschlagen und alle Hoffnungen und Träume zerplatzen. Am 1. Mai wird der Klassenerhalt in allerletzter Sekunde in Weibern gesichert. Der neue Spielmodus hat dabei Kirchhof hilfreich zur Seite gestanden. Das Fazit: Kirchhof ist an seine Grenze gestoßen! Bis zum letzten Spiel hält die Spannung an, mal leise knisternd, mal stumm, ein andermal sich laut entladend.

Das zweite Jahr wird noch schwerer! Jeder ahnt es. Im Mai trennt sich Kirchhof von Magdalena Urdea, sie wechselt nach Oldenburg. Der Vertrag mit Cristina Mihai wird aufgelöst. Die Spitzenspielerin geht nach Spanien. Claudia Hupfer entscheidet sich für die II. Mannschaft. Von dort rückt Katja Frommann auf. Sie wird neben Carola Grabbert das neue SG-Torwartduo. Wieder genesen ist Vita Mukhina, neu im Team sind Mandy Kerkossa, Manja Berger, Ulrike Jahn, Ina Seeger und Mihaela Apostol. Kirchhof hat ein homogenes neues Team.
Der Spielmodus ist für die Saison 2005/06 wieder geändert. Nach einer klassischen Doppelrunde spielen die besten 4 Mannschaften in Play-Offs nach Europapokal-Reglement den Meister aus. Die Teams auf den Rängen 5 bis 10 ermitteln in 2 Gruppen die Teilnehmer des Spiels um Platz 5, dessen Sieger noch einen Startplatz für einen europäischen Vereinswettbewerb zugesprochen bekommt. Nach der Doppelrunde stehen die sportlichen Absteiger fest. Die Mannschaften auf den Plätzen 11 und 12 müssen den Weg in die 2. Liga antreten.

Das Team 2005/06:


Carola Grabbert
Katja Frommann
Manja Berger
Nikolina Borovic
Anna Miszczyj
Ulrike Jahn
Ivonne Hildebrandt
Mihaela Apostol
Vita Mukhina
Ina Seeger
Carina Heidenreich
Elena Pana
Mandy Kerkossa
 

Trainer: Gernot Weiss
Co-Trainerin: Cristina Weiss
Konditionstrainer: Erich Rudolph
Physiotherapeutin: Britta Volland
Betreuer: Karl-Martin Hartung
Mannschaftsarzt: Dr. Volker Iber und Dr. Gerd Rauch

Kirchhof II spielt in der Oberliga


Jennifer Wedemeyer
Lisa Meyer
Kathrin Wicke
Claudia Hupfer
Sandra Wedel
Lieselotte Kranz
Christina Startschenko
Sandra Leimbach
Carina Kühlborn
Regina Zimmermann
 

Trainer: Udo Horn
Co-Trainer: Berthold Denk
Betreuer: Klaus Teibach

Zum Ende des Jahres hat Kirchhof lediglich ein Spiel, das Spiel am 24.09. gegen Rostock, gewonnen. Mit 2:14 Punkten nimmt die SG den ungeliebten 11. Tabellenplatz ein und sieht stürmischen Zeiten entgegen. Wenig Harmonie gibt es zwischen der I. und II. Mannschaft. Die SG 09 Kirchhof hat kein Vertrauen mehr zu Trainer Weiss.

2005

Kirchhof geht eine neue Kooperation mit der MT Melsungen ein. Alle Handballspielerinnen spielen ab sofort in Kirchhof, alle Handballer in Melsungen. Kirchhof hat nun wieder eine A-Jugend, die trainiert wird  von Simone Rothhämel.

weibliche Jugend A Saison 2005/06


Lisa Meyer
Melanie Mehnert
Carina Jahn
Theresa Weißbrich
Janina Voetgen
Ann-Kathrin Grunewald
Eva-Maria Braun-Lüdicke
Carina Kühlborn
Lieselotte Kranz
Jennifer Berge
Anna Lena Wagener
Loridana Werkmeister
Katrin Reuter
Vanessa Brettschneider
 

weibliche Jugend B


Melanie Mehnert
Nadja Preyer
Janina Horn
Katrin Landsdorfer
Huda Otto
Johanna Otto
Anette Ramich
Linda Rossmeissl
Maren Wagener
Linda Matthias
Norina Horn
Sandra Kühlborn
Katrin Kördel
 

Trainer: Marcus Hock
Betreuerin: Bianka Botte

weibliche Jugend C


Janina Diehl
Linda Mathias
Sandra Kühlborn
Norina Horn
Anne Seeger
Lara Nohl
Christin Kühlborn
Michaela Hazl
Kristin Kördel
Melissa Müller
Jessica Bielert
 

Trainerin: Maria Rothhämel
Betreuerin: Martina Mathias

weibliche D-Jugend


Lena Ellenberger
Christin Kühlborn
Theresa Führ
Lena Dietrich
Michelle Weiss
Julia Röse
Lara Voetgen
Luzie Wattrodt
Laura Nolte
Nele Haupt
Rebecca Achler
 

Trainerin: Cristina Weiss
Betreuerin: Christa Kühlborn

 

 

Januar:
Gezittert und gehofft

2006

Der Traum Bundesliga wird zum Alptraum. Tempo und Richtung stimmen nicht mehr, das harte Profigeschäft zerreißt die große Vereinsfamilie. Die SG 09 kommt von ihrem Weg ab.
Um ALLES oder Nichts spielt die Sportgemeinschaft gegen Trier (25:30), in Buxtehude folgt eine 38:19-Niederlage und im Duell auf Augenhöhe mit Borussia Dortmund hat Kirchhof erneut mit 26:29 das Nachsehen.

Februar:
Gewagt und getrennt

Im 16. Spiel kassiert unsere Mannschaft im Duell der Kellerkinder, in Rostock, die 15. Niederlage! Der Abstieg ist besiegelt. Am 17. Februar beurlaubt die SG 09 Kirchhof Trainer Weiss. Eine Entlassung zu einem früheren Zeitpunkt ist aus wirtschaftlichen und vertraglichen Gründen nicht zu realisieren! Die ganze Konzentration gilt fortan einem geordnetem Rückzug aus der 1. Liga. Udo Horn und Berthold Denk übernehmen die Verantwortung. Die Sehnsucht nach Harmonie, Ruhe und Frieden ist groß.
Ein Neuaufbau wird angepeilt, jahrelange Leistungsträgerinnen erhalten in Kirchhof keinen Vertrag mehr. In Oldenburg zeigt sich der Gastgeber gegenüber dem Absteiger sehr fair. Der 40:23-Sieg ist zwar der höchste Saisonsieg überhaupt, Freude kommt nicht wirklich auf. Schon nach 3 Minuten spielt Kirchhof ohne Torfrau. Katja Frommann fällt nach einem Zusammenprall mit der Ex-Kirchhöferin Magdalena Urdea verletzungsbedingt aus und nun schickt Udo Horn Mihaela Apostol zwischen die Pfosten.

März:
Gewonnen

Nach der 22:32-Niederlage gegen Bayer Leverkusen, der 35:19-Schlappe gegen Ketsch und der Lehrstunde beim Deutschen Meister 1. FC Nürnberg hatte Kirchhof die März-Spiele verloren, dafür aber immer wieder die Herzen der treuen Fans gewonnen.
Die Zuschauer kommen nach wie vor in die Halle, die Sponsoren haben Verständnis und Vertrauen. Die Verantwortlichen gewinnen Mut und Selbstbewusstsein zurück. Die Attraktion Bundesliga wird in dem kleinen Dörfchen Kirchhof beendet. Eine Zeit, in der Kirchhof sehr viel Lehrgeld zahlen muss. Bald wird der Verein 100 Jahre und dies ist Grund genug und Verpflichtung zugleich: Durchzuhalten. Die Zuversicht siegt.

April:
Gelacht

Es ist immer traurig, wenn etwas zu Ende geht. Klar, ein Abstieg, ein Abschied tut weh. Auch der Abschied von der sympathischen Profispielerin Elena Paná. Nur wenige können wirklich nachvollziehen, wie die Monate an die Substanz gehen. Am 1. April schließt sich der Vorhang für die 1. Bundesliga in Kirchhof.
Zum Abschluss spielt die SG 09 gegen den späteren deutschen Meister HC Leipzig. Es wird das torreichste Spiel der Saison. Eigentlich geht es um nichts mehr und dennoch sind wieder 350 Zuschauer in der Stadtsporthalle. Der Kampf ums Überleben ist gewonnen. „Wir kommen wieder!", heißt es in der Schlagzeile. Sabine Kirmse und Juliane Kaspar kehren zurück. Ein gutes Zeichen. In Kirchhof wird wieder gelacht. In der Jahreshauptversammlung erhält der Vorstand sein Vertrauen. Einstimmige Wiederwahl: Trotz des Abstieges hat die SG 09 Kirchhof Großes geleistet!

Mai:
Gesucht und gefunden

Aufgelöst wird der Zweijahresvertrag mit der ukrainischen Rückraumspielerin Vita Mukhina.
Eine blutjunge Mannschaft, mit Spielerinnen aus der Region, findet sich für die neue Saison. Der neue Trainer heißt Mile Malesevic und gezielt wird die Ungarin Piroska Bartek nach Kirchhof geholt. Eine Rückbesinnung auf die alte Stärke ist dringend erforderlich. Oft ist ein Schritt zurück für die Zukunft erfolgversprechender, als der Versuch, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen. Nein, nicht mehr mit aller Macht und allen Mitteln. Spaß am Spiel, Teamgeist, Emotionen, Leidenschaft und Herz sind mehr denn je gefragt. Simone Rothhämel, zuvor 10 Jahre Spielerin in der I. Mannschaft, wird jetzt neue Trainerin bei der II. Mannschaft in der Landesliga. Sie löst Udo Horn ab, der sich nach der Doppelbelastung 1. Bundesliga und Oberliga eine verdiente Pause gönnt.

Juni:
Gelaufen und geschwitzt

Die Vorbereitung beginnt. Mihaela Apostol fällt aus, sie sieht Mutterfreuden entgegen. Kirchhof schickt also, wie all die Jahre zwar, einen kleinen Kader in die neue Runde. Das Training mit
Mile Malesevic macht Spaß, ist abwechslungsreich und intensiv. Kirchhof läuft und läuft; Auch für die Zukunft des Vereines, für ein zukunftsfähiges Melsungen, auch für eine Schule in Afrika. Oder gar beim Festzug des Heimatfestes wird gelaufen. Die schönen Sommertage und das anspruchsvolle Training mit dem neuen Trainer bringen die Spielerinnen zum Schwitzen. Zwischendurch die Euphorie der Fußball-WM, Fototermine am laufenden Band und Gespräche, die schließlich erkennen lassen: Der Teamgeist, die Einheit steht im Vordergrund. „Als Team", so wird in die 2. Vorbereitungsphase gestartet. Mit dabei Anna Miszczyj, die sich erneut für eine Vertragsverlängerung entscheidet. Sie zählt fortan zu den neuen Leistungsträgerinnen mit Mandy Kerkossa, Carina Heidenreich, Manja Berger, Katja Frommann und Nikolina Borovic.

Juli:
Geschrieben und gesonnt

Beim Vereinssportfest schreiben unsere Spielerinnen über 400 Autogrammkarten, die Toyota-Bälle mit den Unterschriften unserer Spielerinnen sind ebenso beliebt wie nie zuvor.
Unsere I. Damenmannschaft ist nach wie vor das Aushängeschild in Kirchhof und die Nummer 1 im nordhessischen Damenhandball. Als kleines Treue-Dankeschön werden die Dauerkarten für die neue Saison zum Superpreis von 55,00 Euro verkauft. Nahezu über 100 Handballfans sind wieder dabei und das macht zuversichtlich.

August:
Gekommen und gehalten

Vorbereitungsspiele stehen im Mittelpunkt des Geschehens, Kirchhof reist nach Wuppertal, nach Greven, nach Weibern und prüft zu Hause den serbischen Erstligisten Milos in der Stadtsporthalle Melsungen. Am 15. August reist die neue Torfrau Piri Bartek an und hält fortan im SG-Tor, was zu halten ist!
Nur wenige Tage später verletzt sich Katja Frommann am Knie. Diagnose: Kreuzbandriss. Gerade war auch sie in Topform und nun hat der Verletzungsteufel schon wieder zugeschlagen.
Jenny Wedemeyer rückt ins Zweitligateam. Die Sponsoren sind der SG 09 Kirchhof treu. Neu eingekleidet sind die Handballerinnen nun von Kempa. In Schlotheim findet ein perfektes Trainingslager statt. Das Fazit nach dem Trainingslager: „Unsere jungen Spielerinnen sind eine Bereicherung für unser Team! Wir befinden uns auf dem richtigen Weg.”

September:
Gespannt

Die große Premiere in Mainzlar, 1. Pokalrunde, geht verloren.  Das erste Heimspiel gegen den Aufsteiger Riesa ist spannend und wird gewonnen. Die Fans haben es mit eigenen Augen gesehen und die Steine fallen allen von den Herzen. Gegen gleichwertige Gegner verliert Kirchhof in Ober-Eschbach und im Hexenkessel Zwickau. Die Handball-Bundesliga führt den elektronischen Spielbericht ein.

Oktober:
Gejubelt und gepunktet
 

Auswärtspunkte am Bodensee! Eine schöne Schlagzeile für die Sportgemeinschaft 09 Kirchhof. Bestens vorbereitet, mit Teamgeist und Glück und einer treffsicheren Carina Heidenreich wird im goldenen Oktober gelacht und gejubelt, wie lange nicht mehr. Kirchhofs Rückraumspielerin trifft und trifft und trifft.
Zu sehen ist dabei ein Jugendstil der besonderen Art, denn mit 21,9 Jahre hat der SV Allensbach eine der jüngsten Mannschaften in der 2. Bundesliga und auch Kirchhof liegt mit 23,4 Jahren nur knapp darüber. Interessante Randnotiz: Mit Anna Miszczyj und Piroska Bartek sind lediglich zwei ausländische Spielerinnen auf dem Parkett. Ganz anders die Begegnung in Sulzbach, beim Aufsteiger und großen Favoriten für die Meisterschaft. Stars contra Sternchen. Und Kirchhofs Sternchen ärgern das Spitzenteam und schrammen an einer Sensation vorbei.
Die acht Nationalspielerinnen von Sulzbach/Leidersbach müssen sich ganz schön anstrengen und können geradeso mit 30:28 die Punkte in Sulzbach behalten.

November:
Gefallen

Das Abstiegsgespenst huscht umher und der Glaube an die eigene Leistung fehlt. So fällt die Mannschaft auf Platz 12 zurück. Zur Abwechslung geht es dann in die Backstube Mohr.
Kirchhofs Spielerinnen backen Weihnachtsplätzchen für den Weihnachtsmarkt in Melsungen.

Dezember:
Gelungen

Adventszeit, die Zeit der Überraschungen. Deutliche Steigerung gegen Bensheim/Auerbach. Kirchhof verschenkt dennoch zwei wichtige Heimspielpunkte. Nikolina Borovic verletzt sich am Freitag zuvor beim Abschlusstraining. Diagnose: Kreuzbandriss.
Zum Jahresende gewinnt Kirchhof überraschend zwei Punkte gegen den Tabellenzweiten Metzingen und klettert auf Rang 10. Hochstimmung, himmelhochjauchzend wird gelöst von vielen Sorgen gefeiert. Metzingen ist fassungslos. Der Weihnachtsmarkt in Melsungen ist ein weiterer Volltreffer. Bei einer gemütlichen Weihnachstfeier sind die Spielerinnen, der Trainer und die Verantwortlichen zufrieden.
Zwischen den Jahren stirbt der erste SG-Damen-Trainer Karl Kuppstadt.

 

 

Januar:
Die Schieflage des Jahres: HBS

2007

Die schwerste sportliche Krise soll überstanden werden. Doch die Trainerdiskussionen hören nicht auf. Nach den Heimniederlagen gegen Ober-Eschbach 27:32 und Zwickau 30:35 wackelt nun schon wieder der Stuhl von Trainer Mile Malesevic! Beim 28:29-Auswärtssieg in Riesa kommt Maleseivc mit einem blauen Auge davon. Eine Woche später, nach dem Auswärtsspiel in Weibern, wird von einer Minute auf die andere die Trennung von Maleseivc entschieden. Das Vertrauensverhältnis zwischen Trainer und Mannschaft ist zerstört. Der Doppelabstieg steht bevor, der Doppelabstieg wird zum Existenzkampf. In diesen schweren Tagen setzen die Spielerinnen Sabine Kirmse, Juliane Kaspar, Katja Frommann und Carina Heidenreich ein wichtiges Zeichen und verlängern ihre Verträge für die Saison 2007/08. Wobei Katja Frommann noch immer ihren Kreuzbandriss auskurieren muss. Kirchhof blickt auf eine 40-jährige Damenhandballgeschichte zurück. In der wohl wichtigsten Saisonphase überhaupt kommt vieles zusammen. Ein Rückschlag folgt dem anderen, Verletzungspech bleibt nicht aus. Die Nachricht über die wirtschaftlichen Probleme des Sponsors HBS, Toyota in Melsungen lassen weitere dunkle Wolken über Kirchhof einziehen. HBS und Toyota sind seit 13 Jahren an der Seite der SG 09 Kirchhof. Der Wunsch, aus der Schieflage herauszukommen, geht nicht in Erfüllung. So heißt es Abschied nehmen von einem langjährigen Wegbegleiter, von Thomas Herwig.

Februar:
Die Entscheidung des Jahres:
Der Vorgänger wird der Nachfolger

Das Handballfieber steigt in ganz Deutschland. Die Weltmeisterschaft steht bevor und in Kirchhof bereitet der Handball wieder einmal Sorgen und Kummer. Der 52-jährige Serbe Mile Malesevic scheitert. Sein Nachfolger ist sein Vorgänger: Udo Horn. Diesmal ist es keine (!) Übergangslösung.
Mit dem jungen Trainer Udo Horn kommt Ruhe in den Verein und der sportliche Erfolg zurück. Vom ersten Tag seiner Tätigkeit verfolgt und verlangt er rigoros sein Konzept. „Wir spielen Handball mit Herz! Abgehalfterte Ex-Stars helfen uns nicht weiter, wir setzen auf hungrige Talente und teamfähige Spielerinnen." Eine klare Ansage im Monat Februar, die lange über das Jahr 2007 hinaus Bestand haben soll. Trainer Horn formt eine neue Mannschaft. Die ungeliebten "Stars" des Vorjahres erhalten keine Vertragsverlängerungen.

März:
Geschichte des Jahres:
40 Jahre Damenhandball SG 09 Kirchhof

Immer wieder suchen wir den Weg zum Erfolg. Immer wieder schließen wir die Spielerinnen in unser Herz und das seit 4 Jahrzehnten. Jede Spielerin ist und war uns wichtig. Jede auf ihre Art und Weise. 40 Jahre Damenhandball bedeuten unzählige Spielerinnen in einer unendlichen Geschichte. In den letzten 30 Jahren zählt die SG 09 in der I. Damenmannschaft über 157 Spielerinnen. 1966 war ein Kaspar-Mädchen dabei (Gertrud), exakt 40 Jahre später ist wieder ein Kaspar-Mädchen dabei: Juliane.
In unseren Mannschaften spielen Geschwister, Zwillinge, Drillinge, Cousinen, Mutter und Tochter und der Vater ist manches Mal der Trainer. Überhaupt, die Familien sind stark in der Sportgemeinschaft, früher Familie Kuppstadt, Familie Horn, heute das Drei-Mädelhaus Kühlborn. Meistens ist die ganze Familie in den Bann gezogen. Aber auch immer wieder werden neue Spielerinnen aus ganz Deutschland für Kirchhof interessant. Im März ist die Luft im Abstiegskampf sehr dünn. Das Restprogramm hat es in sich.
Es kommen die Spitzenmannschaften TV Nellingen, SC Markranstädt, HSG Bensheim/Auerbach, TuS Metzingen und der Spitzenreiter HSG Sulzbach/Leidersbach. Allesamt eine Nummer zu groß für die Grün-Weißen.
Trotz des Abstieges bleibt Anna Miszczyj in Kirchhof.
Dagegen leistet sich die Spielerin Manja Berger eine nicht hinzunehmende Disziplinlosigkeit. Die Trennung erfolgt sofort. Piroska Bartek entscheidet sich für Sindelfingen.

April:
Transfer des Jahres: Viktoria Marquardt

Schon wieder geht ein Handballjahr zu Ende! Das Abstiegsgespenst weicht nicht aus der Halle. Kirchhof steigt in die Regionalliga ab.
Da hilft auch nicht mehr das 29:29-Unentschieden in Neustadt-Sebnitz. Kirchhof spielt ein letztes Mal in der 2. Bundesliga in folgender Besetzung: Piroska Bartek, Jennifer Wedemeyer, Katja Fromman (erstmals nach der Kreuzbandoperation); Juliane Pregler, Anna Miszczyj (3/1), Sabine Kirmse (8), Sandra Wedel, Juliane Kaspar (3), Carina Kühlborn (3), Kerstin Neutze (1) und Carina Heidenreich (11/2). Wir haben alles gewagt, alles gegeben, wir haben gelernt und wir wissen ganz besonders den Einsatz der Spielerinnen aus der II. Mannschaft zu schätzen. Der Saisonverlauf war sicherlich alles andere als zufriedenstellend. Eigentlich muss der Rückblick auf so ein schweres Sportjahr, wie wir es erlebten, vor allem ein Blick in die Traurigkeit werden.
Oder vielleicht ein Blick zurück im Zorn? Nein, ganz und gar nicht. Kirchhof hat längst gelernt, zufrieden zu sein. Klar, das Punktekonto lässt zu wünschen übrig und das Klassenziel, der 9.Tabellenplatz, ist nicht erreicht. Unterm Strich eigentlich eine sportlich total verkorkste Saison 2006/07. Denn nach 22 Spieltagen belegt die SG 09 Kirchhof den 12. Tabellenplatz mit 9 Punkten und 564:688 Toren. Das Durchschnittsalter beträgt 23,4 Jahre und der Anteil der deutschen Spielerinnen liegt immerhin bei 92,9%, das ist ganz selten in der Bundesliga! Dennoch ist in der prekären Lage zu erkennen, dass sich die Mannschaft weiter entwickelt und kleine Schritte nach vorn macht. Der Abstieg ist keine Bestrafung, im Gegenteil, der Abstieg wird als Chance zum Neubeginn genutzt. Und wie. Der erste Neuzugang motiviert wie lange nicht mehr. Viktoria Marquardt entscheidet sich trotz des Abstieges in die Regionalliga für Kirchhof. Als dann ihr Heimatverein, der TV Beyeröhde, noch in die Bundesliga aufsteigt, bleibt sie bei ihrer Entscheidung! „Ich halte mein Wort. Meine Unterschrift wird eine Herzensangelegenheit.", sagt sie damals. Viktoria Marquardt ist ein toller Typ, ein echter Kumpel, eine klasse Handballspielerin. Sie sorgt für Spaß, für Aufsehen und für Begeisterung. Aus dem Transfer des Jahres ist inzwischen der Liebling des Jahres geworden!    

Mai:
Der Kampf des Jahres: Existenzkampf

Die SG 09 Kirchhof hat das Wagnis Bundesliga überstanden. Der Verein ist intakt, der Verein zählt 409 Vereinsmitglieder, 13 Ehrenmitglieder. Der Verein hat eine starke Handballabteilung, der Verein hat noch immer drei Damenmannschaften, eine weibliche Jugend B, C, D und E und wieder eine männliche E. Mini-Handball und Superminis sind nach wie vor sehr beliebt. Das Schiedsrichtersoll erfüllt die Sportgemeinschaft, das Team ums Team hat einen unbändigen Willen. Die Sponsoren und Werbepartner sind seit Jahrzehnten treu und animieren immer wieder: „Weitermachen."
Erwarte nichts, rechne mit allem, das sagt die SG 09 Kirchhof im Mai und weiß zu schätzen, dass das Duo Heidenrich/Miszczyj die schweren Jahre gemeinsam und vorbildlich mit der SG 09 Kirchhof überstanden hat. Beide Spielerinnen beweisen Charakter und beide haben sich inzwischen zu Stammspielerinnen entwickelt. Beide Spielerinnen sind  Freundinnen geworden, beide meistern den Spagat zwischen leistungsorientiertem Handball und Beruf.

Juni:
Die Aufsteigerin des Jahres: Carina Kühlborn

Im Juni haben Trainer Udo Horn und seine neue Assistentin, die bundesligaerfahrene Kerstin Pregler, 16 Trainingseinheiten einberufen. „Ja, wir haben viel vor", so die beiden. Zum Trainer- und Betreuerstab gehören Klaus Teibach und Karl-Martin Hartung. Teammanager bleibt Berthold Denk. Das Durchschnittsalter der neuen Mannschaft liegt bei 23,2 Jahren. Fünf Spielerinnen sind gerade mal 20 Jahre jung. Mittendrin die neue Torfrau vom Erstligisten Thüringer THC, Elisabeth Wehr. Sie kommt zum Probetraining und entscheidet sich schnell für die Grün-Weißen. Und der eigene Nachwuchs soll auch eine Chance haben.
Jetzt steht die Kirchhoferin Carina Kühlborn im Blickpunkt des Geschehens. Vorbildlich in allen Situationen verhält sich die junge SGlerin, arbeitet mit Fleiß und Eifer im Training und wird zur Freude der großen SG-Familie Vertragsspielerin im Vorzeigeteam. Carina Kühlborn steigt freudestrahlend in die I. Mannschaft auf!

Juli:
Die Hoffnung des Jahres: Rocsana Negovan

Im Juli kommen 22 Termine auf die SG-Mannschaft zu, Kraft und Kondition werden getankt, Pulsmesser, Medizinball und Hürden gehören zur Ausstattung. Alle Neuzugänge sind an Bord: Nadine Sandrock, Rocsana Negovan, Elisabeth Wehr und Viktoria Marquardt. Das Trainergespann Horn/Pregler formt eine neue Mannschaft, der Kader hat an Qualität gewonnen, 11 Vorbereitungsspiele stehen bevor und unzählige Fototermine sind auf der Tagesordnung. Zum ersten Mal findet ein Gesundheits- und Fitnesstag unter der Leitung von Bernd Röhrig und Nino Ruch statt. Die Leidenszeit scheint vorerst zu Ende zu gehen.
Die Freude und die Lust auf Handball mit Herz sind riesig.
Rocsana Negovan ist der Kopf der Mannschaft, der verlängerte Arm von Trainer Horn. Eine echte Führungsspielerin, nach der sich Kirchhof schon so lange gesehnt hat. Aber auch Juliane Kaspar wächst an der Seite von Roxi Negovan und zählt zu den wichtigen "Köpfen" im Team. Im Juli findet das Sportfest am Waldportplatz statt und die neue Mannschaft präsentiert sich mit neuer Ausstrahlung. Schubkarrenrennen, Pantomime und Dosenwerfen; Mittendrin die Handballdamen beim Spiel ohne Grenzen. Gisela und Renate Denk vorneweg, in der Schubkarre auf der Überholspur.

August:
Der Auftritt des Jahres:
Der Schwanentanz

Ehrgeizig "verrückt" sind die Spielerinnen im Monat August. Das Turnier in Halle-Neustadt, Spiele gegen Ober-Eschbach, Bensheim/Auerbach, Mainzlar und Südstadt zeigen alle Stärken und Schwächen auf. Dann folgt das Trainingslager im Sportzentrum Schlotheim. Mehrere Trainingseinheiten, Testspiele und Taktikbesprechungen sind zu meistern. Der Höhepunkt, der Mannschaftsabend mit dem Schwanentanz. Das Ergebnis: Mit Geschlossenheit und Freude zum Erfolg. Der Transfer der polnischen Flügelflitzerin Anna Kubiak platzt. 

September:
Der Sieg des Jahres:
Derby in Bad Wildungen

Vorhang auf für die neue Saison, die 21. Regionalligasaison für Kirchhof. Hervorzuheben ist die tolle Reaktion der Sponsoren, Werbepartner und Fans auf den Abstieg! Kirchhof hat so viele Werbepartner wie nie zuvor, die Hauptsponsoren sind wieder im Boot und Planungssicherheit ist gegeben.
Die schönste Schlagzeile: Kirchhof auf Touren: Training, Tempo, Torflut, Teamgeist = Tabellenführung. Vom ersten bis zum 13. Spieltag, die komplette Vorrunde ist und bleibt Kirchhof Spitzenreiter. Die Kompaktheit ist da, Kirchhof dominiert gegen Bannberscheid und im Auswärtsspiel gegen Bad Wildungen.
Carina Heidenreich macht ihr bestes Spiel im Kirchhof-Trikot.
Die Freude ist riesig. Der Aufsteiger muss sich mit einer 26:40-Niederlage zufrieden geben. Kirchhofs neuer Werbepartner, die mexikanische Bar Enchilada, hat zur Belohnung ein Festmenü vorbereitet.

Oktober:
Die Niederlage des Jahres: Pokalaus in Reichensachsen

Zunächst muss die Pokalniederlage von Reichensachsen verdaut werden. Doch schnell geht es mit Charme den nächsten Spielen entgegen. Noch nie hat Kirchhof gegen die Spielgemeinschaft Albersweiler/Hauenstein/Ranschbach gespielt. 39:21 endet der Auftritt. Konzentrierter Start, ein konsequenter Schlussspurt und schon hat Kirchhof auch in Zweibrücken seine Pluspunkte im Gepäck. Ein klares Ergebnis spricht Bände: 26:42! Gegen Trier wird Kirchhof auf die Probe gestellt und auch diese Hürde wird genommen. Glücksminuten, schöne Momente folgen. Kleine Sorgen bereitet der kleine Kader, Kerstin Neutze muss noch immer krankheitsbedingt passen. Die Spielerin des Jahres heißt Sabine Kirmse. Jeder will sie, Kirchhof hat sie und in Kirchhof soll sie bleiben! 

November:
Event des Jahres: Fan-Abend im Vereinsheim

Im November ist die Riedforstjagd. Mittendrin die Handballdamen der SG 09 Kirchhof. Und nach der Riedforstjagd geht es selbst auf Jagd, auf Torejagd in der Melsunger Stadtsporthalle gegen den Nachbarn, die Germania Fritzlar. Das Jagdwochenende hat es also in sich, doch das sind die Kirchhof-Spielerinnen gewohnt.
Eine Siebentagewoche ist keine Seltenheit und wenn am Ende zwei Punkte zu Buche stehen, macht es nochmal so viel Spaß. Carina Heidenreich explodiert im linken Rückraum und gegen Dudenhofen ist es Kristina Startschenko, die ein Ausrufezeichen setzt. Revanche ist gegen Reichensachsen angesagt und anschließend moderiert Peter Schneider die erste Talkrunde im Vereinsheim. Das Event des Jahres wird den Fans gewidmet.
Ohne SIE geht gar nichts! Klar, die Niederlagen in der Vergangenheit haben schon weh getan, doch immer wieder heißt die Parole: "Alles wird gut" und wenn es gilt, dann ist Verlass auf die SG-Familie, auf die SG-Fans. Im November ist die Situation nicht nur gut, nein, sogar sehr gut. Die Zuschauerzahlen sind auch in Liga 3 gleichbleibend, die Dauerkartenbesitzer ebenso und so gibt es im November nach den Derbysiegen gegen Fritzlar und Reichensachsen einen schönen Fan-Abend mit aufschlussreicher Talkrunde. Einen Fan-Abend für die Edelfans, die Dauerkarteninhaber, die Freunde und die Mitarbeiter vor und hinter den Kulissen.

Dezember:
Knockout des Jahres: Verletzungsteufel

Kleenheim, Mörfelden/Walldorf und GSV Eintracht Baunatal werden souverän geschlagen.
Mit dem verdienten 27:32-Derbysieg in Baunatal krönt die SG 09 Kirchhof die Hinrunde und geht als Aufstiegsfavorit in die Rückrunde. Hinter dieser Kompaktheit und 13 Saisonsiegen verbirgt sich harte Arbeit.
Ein Trainingspensum - fünf Einheiten pro Woche - Jede Woche ist eine andere Spielerin die Matchwinnerin.
In Kleenheim: Torfrau Elisabeth Wehr, gegen Mörfelden/Walldorf: Viktoria Marquardt und gegen Baunatal: Annemarie Ide.
Klar, laut Tabelle ist die SG 09 Kirchhof im Dezember der Gewinner des Jahres, doch verlieren die Grün-Weißen innerhalb weniger Tage, nach dem krankheitsbedingten Ausfall von Carina Heidenreich (Bauchspeicheldrüsenentzündung), noch Rocsana Negovan und Anna Miszczyj. Beide Spielerinnen fallen für die komplette zweite Saisonhälfte aus. Aus dem Gewinner des Jahres wird innerhalb weniger Minuten der "Pechvogel des Jahres". Annemarie Ide heißt die interne Lösung und die externen Lösungen werden gezielt ins Auge gefasst sowie in die Wege geleitet. Zum Ende des Jahres besucht die SG 09 Kirchhof das Bundesligaspiel Sulzbach/Leidersbach gegen den TV Beyeröhde und überzeugt schließlich den Manager der HSG Sulbach/Leidersbach für eine Kooperation. Kirchhof und Sulzbach/Leidersbach entschließen sich für ein Zweitspielrecht mit der HSG-Biene Laura Schmitt. Ein neuer Stern leuchtet am Silvesterabend. Der Melsunger Weihnachtsmarkt war ein Volltreffer. Die Weihnachtsfeier im Vereinsheim besinnlich.

 

 

2008

Hits und Flops des Jahres
 

Tränen des Jahres
Anna Miszczyj
In der Zeit von Dezember 2007 bis Dezember 2008 ähnelt der Weg von Anna Miszczyj einer Fahrt mit der Achterbahn! Am 16. Dezember 2007 - im Auswärtsspiel bei der Eintracht Baunatal - spielt die Außenspielerin ein gutes Spiel, gewinnt mit ihrer Mannschaft das Derby mit 27:32 Toren. Doch schon am nächsten Tag folgt die bittere ärztliche Diagnose: Kreuzbandriss. Am 8. Januar 2008 wird Anna in der Dr. Koch-Klinik von Dr. Rauch operiert. Ein halbes Jahr arbeitet die Spielerin in der Reha für die Genesung. Sie meistert ihre Situation vorbildlich! Im Mai, bei der Meisterfeier, bleiben die Tränen der Freude nicht aus. Aufbauarbeit, Lauftraining, Konditionstraining sind vergessen, jetzt hat Anna Miszczyj das Ziel vor Augen: „Ich komme wieder!" Heimliche Tränen kullern nach dem ersten Punktspiel in der neuen Spielrunde, Freudentränen gibt es dann noch nach dem Kampfsieg in Beyeröhde, dann die Schrecksekunden mit den Tränen der Angst vor der Wahrheit am 1. Dezember 2008.Die Horrornachricht ereilt das Lager der SG 09 Kirchhof am frühen Montagmorgen nach dem letzten Heimspiel, dem 1. Adventsonntag des Kalenderjahres. Geahnt hatten es wohl schon die 500 Zuschauer tags zuvor in der Stadtsporthalle. Die beiden Mannschaften Metzingen und Kirchhof sowieso, die Physiotherapeuten und die Spielerin selbst befürchteten sofort das Schlimmste: Kreuzbandriss! Die Uhr zeigt 16:23 Uhr, das Spiel wird angehalten, Anna Miszczyj liegt verletzt am Boden, weint, hält sich ihr Knie. Diesmal das rechte Knie, totale Stille in der Stadtsporthalle. Zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres wirklich Kreuzbandriss!(???) Selbst Mannschaftsarzt Dr. Rauch kann es nur schwer glauben und ringt merklich um Fassung. Die Kernspintomographie bringt die bittere Gewissheit.
Es ist leider wahr, nur wenige Tage später, am 16. Dezember 2008, wird die blonde Handballspielerin bereits wieder in der Dr. Koch-Klinik operiert! Anna Miszczyj hatte sich gerade ins Team zurückgekämpft, war auf dem besten Weg zu alter Form. Sie gehörte wieder zur Stammsieben, wollte mit ihrem Verein den Klassenerhalt in der Zweiten Bundesliga schaffen und war defensiv wie offensiv eminent wichtig. Die Sportgemeinschaft ist damit, wie noch nie, vom Verletzungspech gebeutelt. Anna  Miszczyj kann nun ihrer Mannschaft in der laufenden Saison nicht mehr helfen. Rehamaßnahmen werden den Alltag wieder bestimmen, Disziplin wird mehr denn je gefordert. Noch geht sie an Krücken, noch hat sie Schmerzen. Die Schattenseiten des Lieblingssportes Handball lernt Anna Miszczyj erneut kennen. Jetzt kämpft sie zum wiederholten Male um einen guten Genesungsprozess und um die Rückkehr ins Team! Tränen laufen über ihr hübsches Gesicht und die Tränen sind menschlich. Tränen der Enttäuschung, der Verzweifelung, der Angst. „Wie geht es weiter? Vielleicht gibt es ein Comeback. Handball ist doch eine Leidenschaft der Anna Miszczyj.

Der Flop des Jahres
Verstärkung für den Rückraum
Lange gesucht und doch nicht gefunden: Die dringend benötigte Verstärkung für den Rückraum. Es hat nicht gepasst und in allerletzter Sekunde ist dann auch der Transfer mit der österreichischen Nationalspielerin geplatzt! „Sie hat so gut zu uns gepasst, sei es nun sportlich oder menschlich", ist auch Trainer Udo Horn enttäuscht.

So können wir unsere Mannschaft nicht mit einer neuen Rückraumspielerin verstärken. Ein Handicap, das uns fortan nicht zur Ruhe kommen lässt.

Abschied des Jahres
HSG-Biene fliegt zurück
In der Silvesternacht 2008 leuchtet für Kirchhof ein neuer Stern. Die 22-jährige Linkshänderin Laura Schmitt entscheidet sich für ein Doppelspielrecht mit der SG 09 Kirchhof und der HSG Sulzbach/Leidersbach. Laura Schmitt sucht Spielpraxis und soll gleichzeitig Kirchhof im Kampf um den direkten Wiederaufstieg helfen. Und sie spielt, sie gewinnt und sie summt mit Kirchhof von Sieg zu Sieg. Die HSG-Biene erobert von der ersten Minute die Herzen der SG-Fans, der Sponsoren und ihrer neuen Mannschaft. Nahtlos schließt sie die Lücke auf der rechten Rückraumposition. Endlich ist die Problemposition stark besetzt. Für den Handball mit Kirchhof pendelt Laura Schmitt zwischen Sulzbach und Melsungen hin und her. Der Weg ist weit, aber die Doppelbelastung ist zu schaffen. Mit Erfolg: Kirchhof wird vorzeitig Südwestdeutscher Meister und darf wieder in der Zweiten Bundesliga Süd an den Start gehen. Die HSG-Biene fliegt allerdings zu ihrem Stammverein zurück. Die 1. Bundesliga ist ein Anreiz für Laura Schmitt. So heißt es im Mai Abschied nehmen von einer Spielerin, die innerhalb kürzester Zeit der Liebling aller wird. Es gibt einen herzlichen Abschied, der, wie Laura Schmitt, in die Vereinsgeschichte eingeht. Ein Abschied für immer? Wir bleiben am Ball.
Laura Schmitt ist immer in Kirchhof willkommen!

Torschützenkönigin des Jahres
Viktoria Marquardt
206 Treffer erzielt die Allrounderin Viktoria Marquardt für die SG 09 Kirchhof in der Saison 2007/08 und setzt sich damit in der internen Torschützenliste der Sportgemeinschaft 09 Kirchhof vor die rumänische Außenspielerin Magdalena Urdea, sie erzielte ihrerzeit 202 Treffer!

Verbot des Jahres
Harzen
Strafe muss sein! Mit dem Abstieg müssen die SG-Spielerinnen lernen, ohne Harz in fast allen Auswärtsspielen zu spielen.
Eine unlösbare Aufgabe in der ersten Hälfte des Kalenderjahres 2008. Das Harzverbot kostet schließlich in der Regionalliga zwei Minuspunkte. Zuallererst freut sich im Januar der TuS Bannberscheid beim 35:35-Unentschieden, doch an ihr eigenes Harzverbot haben sie sich nicht gehalten. Heimlich harzen soll gelernt sein. Bannberscheid kann es. Auch bei der SG Albersweiler bleibt nur ein 26:26, auch sie hatten ihren Harztopf in einer Sporttasche versteckt! Keiner wollte es sehen... Doch die Harzdose "flog" schließlich durch die Luft, die Schiris haben es immer noch nicht sehen wollen. Seit September ist Harzen wieder erlaubt, wir spielen in der Bundesliga und der Harztopf gehört zum Spiel wie der Spielball! Was für ein Glück!

Triumph des Jahres
Höhen und Tiefen gemeinsam geMEISTERt!
Souverän mit 48:4 Punkten und 917:679 Toren wird Kirchhof in der Regionalliga Südwest Meister und steigt direkt in die Zweite Bundesliga auf. Vornehmlich ein Verdienst des jungen Trainers Udo Horn. Er hat der Mannschaft 2007/08 seinen Stempel aufgedrückt, in kleiner Fleißarbeit hat er Kirchhof wieder siegen gelehrt.
Er beweist eindrucksvoll mit seiner Mannschaft, wie ein Rädchen ins andere greift und fordert immer wieder Teamgeist und Leidenschaft. Das Zauberwort heißt; Im kompakten Kollektiv der Konkurrenz das Nachsehen geben. Die Derbysiege gegen die nordhessischen Nachbarn Bad Wildungen und Fritzlar gewinnen die Grün-Weißen ebenso.    

Wunsch des Jahres
Gesundheit 
Gesundheit, das war und ist der große Wunsch. Doch immer wieder schlägt der Verletzungsteufel zu. Nach Anna Miszczyj trifft es mehrfach Carina Heidenreich (Bauchspeicheldrüsenentzündung, Bauch-OP, Knieprobleme und schließlich hinterer Kreuzbandanriss). Es trifft doppelt Rocsana Negovan (Kreuzbandriss und Ende des Jahres Meniskusoperation, zwischendurch Wadenprobleme und Muskelfaserriss).

Im Sommer bangt Kirchhof um sein Urgestein Karl-Martin Hartung! Im August, im Trainingslager, ist der Krankenstand so hoch wie nie zuvor! Nur noch wenige Spielerinnen sind gesund, so rückt jetzt Juliane Pregler nach und zum Ende des Jahres müssen die beiden 16-jährigen Nachwuchsspielerinnen Sandra Kühlborn und Sabrina Weiß erstmals die raue Bundesligaluft schnuppern. Das SG-Eigengewächs Sandra Kühlborn spielt bereits im Meisterschaftsspiel gegen den TuS Weibern neun Minuten und darf an der Siebenmeterlinie ihren ersten Torerfolg gegen die österreichische Torfrau Elisabeth Herbst verbuchen!  

Am Ende muss Kirchhof zwei Minuspunkte mit auf den Weg nach Hause nehmen. Der Abstiegskampf beginnt nun!

Transfer des Jahres
Nilla Oross
Im Mai nimmt die ungarische Torfrau Nilla Oross das Angebot der SG 09 Kirchhof an und unterschreibt einen Dreijahresvertrag - nur wenige Spielerinnen haben in den letzten 10 Jahren solch einen Vertrag erhalten!  Nilla Oross trägt das SG-Trikot bis zum Jahr 2011!

Event des Jahres
Fan-Frühstück 
Mit 99 Luftballons und einem deftigen Frühstück für über 120 treue Fans, Dauerkartenbesitzer und Handball-Freunde bereitete die Damenhandball GmbH einen würdigen Saisonabschluss auf dem Kirchhofer Waldsportplatz. Ehrengast: Herr Ludwig Georg Braun.

Aktion des Jahres
Wir schlachten ein Schwein
Handball und viel mehr bei der SG 09 Kirchhof. Das beweist die Aktion im März.
Da wird ein Schwein geschlachtet, Katja Frommann und Elisabeth Wehr assistieren dem Schlachteteam um Ludwig Kühlborn und speziell bei dem heimischen Brauereifest im Juli wird  die Ahle Wurscht verkauft. Ein Riesenerfolg - einmalig und wohl nirgendwo anders möglich! Werbung für unseren Verein, unsere Mannschaft!

Förderung des Jahres
30,00 Euro Einsatz für unsere Mannschaft
Mehr als 100 Fans und Freunde spenden für den Damenhandball 30,00 Euro, der Erlös wird im Sommer 2008 von Familie Braun verdoppelt! Danke für diesen tollen Einsatz!

Comeback des Jahres
Zweite Bundesliga 2008/09
16 Monate nach dem letzten Heimspiel, am 17. April 2007, spielt Kirchhof wieder in der Zweiten Bundesliga. Damals musste Kirchhof gegen Metzingen eine 24:37-Niederlage hinnehmen. Gleich im ersten Heimspiel der Saison 2008/09 gelingt der erste Saisonsieg gegen den TV Nellingen mit 29:25 Toren. Riesengroß ist der Jubel und Trainer Udo Horn atmet durch!

Hit des Jahres
Heidi
Wie könnte es anders sein, nach dem überraschenden Auswärtssieg in Wuppertal singt unser Team auf der Heimreise ein Lied nach dem anderen und für die verletzte Carina Heidenreich gibt es das Ständchen, das Siegerlied, das Lieblingslied: "Heidi". Teammanager Berti Denk jodelt und jauchzt überglücklich durch die Handys in alle Himmelsrichtungen.

Prognose des Jahres
Alle wollen in die Play-Offs
Kurz vor Saisonstart 2008/09 sprechen 11 der 12 Zweitligisten in der Südgruppe von den Play-Offs, lediglich Kirchhof ist realistisch und spricht vom Kampf um den Klassenerhalt.

Die Zweite Bundesliga Süd ist so ausgeglichen, wie nie zuvor, Markranstädt ist der große Favorit, Aufsteiger Sindelfingen hat ebenfalls große Chancen auf den Durchmarsch in die 1. Bundesliga.

Rekord des Jahres
Unsere Fans zum Spiel Mainzlar
Die Zuschauerzahlen sind nach wie vor zufriedenstellend. Zum Heimspiel gegen die Mannschaft von Dr. Jürgen Gerlach, den TV Mainzlar, kommen sage und schreibe 500 Zuschauer in die Stadtsporthalle nach Melsungen. Rekord in dieser Saison!

Das zeigt, wie sich das Publikum seit Jahren mit der Vorzeigemannschaft, der besten Frauenmannschaft in Nordhessen, identifiziert.

Leider kann die Mannschaft von Trainer Udo Horn einen 5-Torevorsprung nicht über die Zeit retten und gibt zwei ganz wichtige Punkte ab!

Lehrstunde des Jahres
Markranstädt souverän
In Markranstädt müssen die Grün-Weißen eine Lehrstunde über sich ergehen lassen. Udo Horn spricht von einem rabenschwarzen Tag nach der 14:34-Niederlage. Es folgen weitere Niederlagen gegen Zwickau, Bensheim/Auerbach, Metzingen und Weibern.

Hoffnung des Jahres
Szilvia Szöllösi
 Im August hören wir zum ersten Mal von Szilvia Szöllösi. Im Oktober kommt sie nach Kirchhof. Gegen Sindelfingen, am 6. September, ist die Rückraumspielerin endlich spielberechtigt. Ein steiniger Weg von Ungarn, über Italien nach Melsungen. Inzwischen wohnt die junge Handballerin in der Bartenwetzerstadt und trägt die Nummer 15 auf dem Spielfeld. Kirchhof will mit Szilvia Szöllösi den Kampf um den Klassenerhalt aufnehmen. Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos!

 

 

2009

Januar: 

Karoline Müller wird von den Rhein-Main Bienen verpflichtet. Mit Sabrina Weiß kommt eine Linkshänderin. Sie ist ein Talent aus der heimischen Region. In der HNA ist zu lesen: Kirchhof steht unter Druck. Kirchhof hat keinen Killerinstinkt. Beide Heimspiele, gegen den SV Allensbach und die TSG Ketsch, werden kläglich verloren. Wenn man bedenkt, dass schon in diesem Monat der Wolf im Schafspelz bei der SG 09 wildert, dann ist es beinahe sensationell, dass Grün-Weiß überhaupt noch durchhält! Liest man in der Hallenzeitung den Text von Anna Miszczyi, dann ahnt man, dass Sie nicht mehr das Kirchhof-Trikot tragen wird.
 

Februar:

Die Zeit der Rechenspiele ist zu Ende, der Abstieg aus der Zweiten Bundesliga wieder einmal besiegelt. Die Stimmung ist überaus traurig und doch geht vieles seinen Gang. Die 100-Jahrfeier hilft, über den großen Schmerz hinwegzukommen. Gegen Markranstädt, die wenige Wochen später Insolvenz anmelden müssen und gegen Bensheim/Auerbach folgen weitere bittere Niederlagen. Das Spiel gegen Beyeröhde geht, trotz der Niederlage, in die Vereinsgeschichte ein. Keiner ahnt, wie schwer es uns fällt, welchen Druck wir aushalten müssen!
 

März:

Die 12. Niederlage in Folge beim Auswärtsspiel in Mainzlar ist der erneute Anstoß für Trainer Udo Horn sein Traineramt niederzulegen. Co-Trainerin Kerstin Pregler übernimmt dessen Aufgaben für die letzten Wochen in der Zweiten Bundesliga.
 

April:

Im modernen Reisebus fahren wir über 1000 Kilometer an den Bodensee, es ist eine Fahrt, die wir nie vergessen werden! Es heißt Abschied nehmen von den Spielerinnen Sabine Kirmse und Katja Frommann. Karoline Müller beendet ihr kurzes Gastspiel und Anna Miszczyi spricht von einer gesundheitlichen Auszeit, doch wenige Wochen danach wechselt sie zum Ligakonkurrenten Reichensachsen. Das Fazit der Saison 2008/09 lautet: Pech bis zum letzten Pfiff. Alle anderen Spielerinnen bleiben an Bord. Dieter Eckel wird der Nachfolger von Udo Horn. Co-Trainerin bleibt im vierten Jahr Kerstin Pregler.
 

Mai:

Durch unsere Internet-Seite lernen wir am 14. Mai Dóra Darányi kennen. Wenige Tage später ist sie erstmals in Melsungen zu Besuch und die Ungarin nimmt das Angebot der Sportgemeinschaft 1909 Kirchhof an. Dóra Darányi wechselt zu Grün-Weiß. Währenddessen genießen ihre neuen Mannschaftskameradinnen den Jahresurlaub. Vier Wochen Urlaub stehen im Kalender!
 

Juni:

Wir starten mit Dieter Eckel in die 1. Vorbereitungsphase.
Die Kirchhoferinnen Simone Kaspar und die junge Sandra Kühlborn, ein echter Rohdiamant, gehören ebenfalls zum Kader der Mannschaft 2009/10! Juliane Kaspar bleibt Kapitänin.
 

Juli:

Schwitzen und Laufen für die Dritte Liga heißt es in den heißen Sommertagen. Teambuilding im Kletterpark Edersee ist angesagt: Ängste überwinden und Klettern in freier Natur.
 

August:

Kirchhof nimmt erste Vertragsgespräche mit Maria Pirvan auf. Die große Jahrhundertfeier wird zum Höhepunkt des Jahres und die Damenmannschaft ist immer aktiv zur Stelle. Große Verdienste hat unsere Mannschaft an der ersten Jugendgala auf dem Waldsportplatz. Überhaupt setzt sich der Damenhandball für die Nachwuchsarbeit ein. Kerstin Pregler, Juliane Pregler, Elisabeth Wehr und Rocsana Negovan sind Jugendtrainerinnen.
Das Trainingslager in Schlotheim verläuft zufriedenstellend.
Nach fast 10 Monaten Verletzungspause (hinterer Kreuzbandriss im Oktober 2008) spielt Carina Heidenreich erstmals wieder unter Wettkampfbedingungen im SG-Trikot. Sie geht in die 8. Saison mit Kirchhof.
 

September:

Das erste Auswärtsspiel in der Regionalliga Südwest wird in Ober-Eschbach verloren. Peter Schneider, der Hallensprecher, feiert sein kleines Jubiläum: 10 Jahre Moderation bei Grün-Weiß. Auch Mannschaftsarzt Dr. Gerd Rauch betreut Kirchhof seit einem Jahrzehnt! Die Hallenzeitung, unsere Schlagzeile, begeistert weiterhin unsere Fans. Die Anzeigenwerbung sichert finanziell den Spielbetrieb ab.
 

Oktober:

Die Geschichte des Au-Pair-Mädchens Szilvia Szöllösi geht zu Ende. Szöllösi kann keine Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung erhalten und erhält somit auch keinen Vertrag bei der SG 09 Kirchhof. Die Damenhandball GmbH nimmt eine Kapitalerhöhung vor. Neue Gesellschafterinnen werden Sieglinde Strieder und Konstanze Goetjes. Weitere fünf Anteile kauft die SG 09 Kirchhof e.V.
 

November:

 

Die I. Damenmannschaft ist zum 20. Mal im Vereinsheim bei der Riedforstjagd im Einsatz. Gegen Reichensachsen kann Kirchhof einfach nicht gewinnen. Eine Woche später, am 1. Adventssonntag, ist die Rückraumspielerin Maria Pirvan endlich spielberechtigt. Nach nur 8 Minuten verletzt sich die Rumänin im Heimspiel gegen Mörfelden/Walldorf und fällt für den Rest der Saison aus. Bittere Diagnose: Achillessehnenriss.
 

Dezember:

Sechs Heimspiele, sechs Heimsiege, doch der 7. Tabellenplatz muss und kann verbessert werden. Es ist alles offen. Nach oben - leider aber auch nach unten. Platz 9 bis 14 qualifizieren sich nicht für die neue Dritte Liga! Carina Heidenreich führt die Torschützenliste an, Rocsana Negovan hat zu ihrer Leistungsstärke zurückgefunden. Annemarie Ide ist aus persönlichen Gründen ausgeschieden. Der Weihnachtsmarkt 2009 verläuft optimal. Alle helfen mit, die schöne Aktion ist ein krönender Abschluss eines ereignisreichen Jahres. Ständig spielt und arbeitet die SG 09 am Limit, der Ausfall von den verletzten Spielerinnen kostet Nerven. In Altenburg gelingt am 4. Adventssonntag der erste Auswärtssieg! Aufatmen bei Dieter Eckel! Die Weihnachtsferier im Vereinsheim ist besinnlich.

 

 

Januar: 

2010

Die SG 09 Kirchhof gehört zu einer Gruppe, in der Regionalliga Südwest, die allesamt 16:10 Zähler aufweisen und nur zwei Punkte hinter Spitzenreiter Mainz 05 rangieren. Der Start in das neue Jahr bringt zugleich das Derby gegen Germania Fritzlar und den langjährigen Rivalen TSG Ober-Eschbach. Die Siegesserie in der Stadtsporthalle reißt nicht. Beide Spiele werden souverän gewonnen.
 

Februar: 

Was für ein Monat: Sportlich erwischt es Grün-Weiß eiskalt in Bensheim, auch in Kleenheim gibt es keine Pluspunkte. Die Auswärtsschwäche kann nicht abgestellt werden.
Das Heimspiel gegen Mainz 05 wird gewonnen. Sabrina Weiß, Nilla Oross und Elisabeth Wehr verlängern ihre Verträge mit Kirchhof. Das Personalkarussell beginnt sich weiterzudrehen. Am 20. Februar ist zum ersten Mal Lena Hildebrandt im Kirchhofer Vereinsheim. Kurz danach ist die Kreisläuferin erster Neuzugang. Die Sportgemeinschaft startet wieder einmal eine Aktion: “100 x 100% verbunden”.
 

März:

Ab sofort nimmt Rocsana Negovan nur noch auf der Bank Platz. Sie wird kein Spiel mehr spielen können, sie sieht Mutterfreuden entgegen. Ein "schönes Geheimnis", das lange gehütet wird!
Im Heimspiel gegen Idstein gewinnt Kirchhof zwar mit 29:28 Toren, doch in Trier schlägt wieder eine Auswärtsniederlage mit 32:22 Toren zu Buche. Es folgt eine 27:32-Blamage gegen den Tabellenletzten SV Reichensachsen und diese Schmach zu tilgen galt es dann im Auswärtsspiel in Marpingen. Doch auch da gibt es nichts zu holen. Kirchhof I steht unter Druck. Krankheit, Verletzungen und die vielen anderen bekannten Gründe sorgen für einen Negativtrend!  „Schiefer kann es nicht laufen", sagt Dieter Eckel. Mit 10:24 Punkten rangiert Kirchhof II in der Landesliga auf Platz 9 und kämpft um den Klassenerhalt.
 

April:

In der Jahreshauptversammlung wird zum ersten Mal öffentlich mitgeteilt, dass Trainer Dieter Eckel zum Ende der Saison ausscheidet. Eine aufregende Saison geht in den Schlussspurt. Wobei auch in Mörfelden/Walldorf eine deprimierende Niederlage eingesteckt wird: 35:24. Bemerkenswert, trotz dieser schwankenden Leistungen steht die Aktion “100 x 100% verbunden” vor dem Abschluss. Die Damenhandball GmbH nimmt dieses Signal sehr positiv auf und verpflichtet endlich (!!) die Rückraumspielerin vom SV Reichensachsen: Celia Steyer. Der dritte Neuzugang ist Anne Hildebrandt, die Schwester von Lena, sie kommt vom Oberligisten Eintracht Böddiger. Im Heimspiel gegen den THC II gewinnt Kirchhof mit 42:28. Überragend dabei Carina Heidenreich, die nach 8 Jahren eine neue Herausforderung beim Ligakonkurrenten Germania Fritzlar suchen will. Kreisläuferin Viktoria Marquardt entscheidet sich ebenfalls gegen Kirchhof. 
Zum Ende des Monats forciert Kirchhof die Suche nach einem neuen Trainer. Das Anforderungsprofil ist dabei sehr hoch und erstmals soll in der langjährigen Vereinsgeschichte ein hauptamtlicher Trainer eingestellt werden. Der Klassenerhalt in der Landesliga Nord mit Kirchhof II ist geschafft. Trainerin Simone Rothhämel scheidet aus. Auch hier soll die Mannschaft ein ganz neues Gesicht bekommen!
 

Mai:

Ende gut, alles gut. Allen Widrigkeiten zum Trotz, hat die SG 09 Kirchhof ihr Saisonziel als Achter der Regionalliga, die Qualifikation zur neuen 3. Liga, geschafft. Die Saison ist geprägt von Pleiten und Pech, von Verletzungen und Schwangerschaften. Dieter Eckel musste oft improvisieren. Im Rückraum fehlten die Alternativen. Das letzte Heimspiel bietet noch mal mehrere Chancen: Sich gut zu verabschieden und auch ein Zeichen für die Zukunft zu setzen. Mit 42:18 Toren wird gegen den SV Altenburg gewonnen und die Kirchhof-Küken Christin Kühlborn, Laura Sauerwald und Laura Nolte erhalten dabei als Dank für den Einsatz in drei Kirchhof-Teams (I., II. und B-Jugend) ihre Spielanteile.
Die Bilanz dieser schwierigen Saison: 28:24 Punkte bei 792:764 Toren.
Die Torschützenkönigin heißt Carina Heidenreich. Vilte Duknauskaite und Melina Horn entscheiden sich für einen Wechsel zur SG 09 Kirchhof. Beide kommen vom Zweitligisten HSG Bad Wildungen. Carina Hohmann und Johanna Fischer (beide vom SV Reichensachsen) sind weitere Neuzugänge.
 

Juni:

Was lange währt, wird endlich gut und vielversprechend. Auf der Suche nach einem neuen Trainer ist Kirchhof fündig geworden. Die Schlagzeile im Sommer 2010, nein, im Jahr 2010:"Mike Fuhrig neuer SG 09-Trainer". Der 45-jährige ehemalige deutsche Nationalspieler soll jüngere Spielerinnen an höhere Aufgaben heranführen und nach dem personellen Schnitt eine neue 09-Vorzeigemannschaft aufbauen.
Mike Fuhrig wird ab sofort, auch mit dem neuen Trainerduo der Landesligamannschaft, Christian Denk und Rocsana Negovan, zusammenarbeiten.
Hervorragende Basisarbeit leistet der Fitnesstrainer Ralf Wiederhold. Die neue Mannschaft erlaubt sich keinen Schlendrian, alle ziehen mit und schwitzen für die Dritte Liga.
 

Juli:

Der Monat Juli steht ganz im Zeichen des Kennenlernens. Fast alles ist NEU, sieben neue Spielerinnen, ein neuer Cheftrainer, ein neues Trainerduo für das Juniorteam. Neu ist auch die Kooperation mit dem Melsunger Klinikum Asklepios. Neu ist der Physiotherapeut. Vor dem Training hat nun Trainer Mike Fuhrig einen weiteren zusätzlichen Pflichttermin gesetzt. Die Kirchhof-Spielerinnen müssen sich einer ärztlichen Vorsorgeuntersuchung unterziehen. Chefarzt Dr. Gunter Claus hat die jungen Frauen auf Herz und Nieren durchleuchtet. Die 1. Phase der Vorbereitung beginnt. Eine Menge Arbeit steht bevor. Schritt für Schritt geht es voran.
 

August:

Gleich zwei Trainingslager stehen im Programm, Anfang des Monats zu Hause, in der Heimspielhalle in Melsungen und am Ende des Monats in Schlotheim. Zwischendurch Testspiele gegen hochklassige Mannschaften wie Mainzlar, Bensheim/Auerbach oder VFL Wolfsburg. Teambuilding steht im Vordergrund. Mike Fuhrig sagt immer wieder: „Ich möchte den Spielerinnen das näherbringen, was eine Mannschaft auszeichnet.” Nach fast 10 Monaten Verletzungspause spielt erstmals wieder Maria Pirvan unter Wettkampfbedingungen. Die Dauerkarten werden, wie jedes Jahr verkauft! Elisabeth Wehr wird neue Kapitänin bei Kirchhof I und Christin Kühlborn bei Kirchhof II.
 

September:

Die Regionalliga ist abgeschafft, am 11. September startet die Saison 2010/11, Dritte Liga, Staffel West mit dem Heimspiel gegen Recklinghausen. Von den anderen Kontrahenten ist vor allem Beyeröde (Zweitligaabsteiger) zu nennen. Germania Fritzlar will unter die ersten Vier und sicher scheint, dass das Exotenteam von Roude Léiw Bascharage eine führende Rolle spielen soll. Weitere Prognosen sind schwierig, weil die Staffelteilnehmer aus unterschiedlichen Regionalligen kommen. Mit viel Spaß werden die SG-Spielerinnen ins Spiel gebunden, das kostbare Kollektiv soll es richten. Erstmals, seit vielen Jahren, ist der Kader auf 15 (!) Spielerinnen vergrößert, wobei 3-4 Spielerinnen das Landesligateam verstärken. Vorwärtsgehen heißt es immer wieder.
Die ersten beiden Spiele in der neuen Runde halten sich die Waage. Sieg und Niederlage! 2:2 Punkte. Es wird also spannend. Und wie: Gegen die Luxemburgerinnen verliert Kirchhof 30:31. Internationales Flair stellt sich in der Heimspielhalle vor. Dabei überragt die ehemalige Torschützenkönigin der 1. Liga, Oxana Pal. Sie trifft 10/1 Tore gegen die SG 09.  Aber auch die gegnerische Kreisläuferin Marta Goraj macht den Unterschied. „Das Spiel gegen die Spitzenmannschaft kam zu früh", sagt Mike Fuhrig und fiebert bereits dem Rückspiel im Januar 2011 entgegen. Am 16. September freut sich die Sportgemeinschaft mit Rocsana und Dragos Negovan über die Geburt von Töchterchen Marie.
 

Oktober:

Kirchhof I und Kirchhof II sind ganz eng zusammengerückt. Die Wochen des 10. Monats im Jahr sind auf den Punkt zu bringen: Klasse! 9:1 Punkte werden eingespielt und die SG 09 Kirchhof spricht vom "goldenen Oktober" in der 3. Liga. Das Kollektiv wird gelebt, Kleenheim souverän besiegt und Kirchhof II erbeutet auch 4:2 Punkte und klettert in der Landesligatabelle nach vorn. Eine deutliche Entwicklung bei allen Spielerinnen ist zu verzeichnen. Der Fleiß im Training zahlt sich aus.
Die Nachwuchsarbeit läuft auf Hochtouren und auch dort wird ein Schritt nach vorn gemacht. Das 1. Handballcamp in der Stadtsporthalle ist ein weiterer Volltreffer. "Wir sind Handball", haben die Jungen und Mädchen aus dem Altkreis Melsungen mit dem hochqualifizierten Trainerteam, an der Spitze Mike Fuhrig, Udo Horn, Elisabeth Wehr und Kerstin Pregler, total gelebt.
Der 15. Geburtstag der Sparda-Bank Melsungen wird seitens der SG 09 Kirchhof feierlich umrahmt und nach dem Heimspiel gegen Wülfrath folgt: "Kirchhof im Dirndl".
Einmalig, einzigartig und unwiderstehlich. Ein Hingucker.
 

November: 

Traditionell startet der November immer mit der Riedforstjagd. Übrigens, zum 21. Mal im Vereinsheim. Am nächsten Tag wird gegen die TSG Ober-Eschbach ein Punkt erobert, gegen Köln werden die nächsten Pluspunkte gesichert. Die Krönung folgt durch Kirchhof II. Im Spitzenspiel gegen den derzeitigen Tabellenführer FSG Rotenburg/Bebra siegt Grün-Weiß souverän mit 29:26! Am 1. Adventssonntag verdienen sich beide 09-Teams wieder vier Sterne! Während das Team von Mike Fuhrig dem Spitzenreiter, dem HSV Solingen Gräfrath, ein Bein stellt, sorgt auch das Team von Christian Denk und Rocsana Negovan für weitere positive Schlagzeilen gegen Südstadt Kassel.
 

Dezember:

 

Das Heimspiel gegen den THC II steht bevor, danach folgt das Derby gegen die Germania Fritzlar. Kirchhof II will gegen den Tabellenletzten FSG Ost/Mosheim und gegen die TSG Dittershausen (6. Platz) die weiße Weste im Dezember bewahren. Auf dem Melsunger Weihnachtsmarkt wird die SG 09 Kirchhof ihren Stand vom 10.-16. Dezember öffnen. Am 21. Dezember findet die gemeinsame Weihnachtsfeier im Vereinsheim statt. Erste Weichen für die Zukunft sollen gestellt werden.

     

 

Januar:

2011

Vom 4.-6. Januar findet in der Stadtsporthalle Melsungen das Handballcamp 2 statt.
Cheftrainer ist Mike Fuhrig, ihm zur Seite stehen Elisabeth Wehr und Christian Denk.
Am 12. Januar 2011 belegt Kirchhof I in der Dritten Liga Platz 3 mit 19:9 Punkten und 437:393 Toren, das Juniorteam steht in der Landesliga Nord an der Tabellenspitze mit 18:2 Punkten und 302:246 Toren. Eine sehr schwierige Aufgabe ist am 9. Januar das erste Auswärtsspiel in Recklinghausen. Beide Teams befinden sich auf Augenhöhe, Celia Steyer wirft 13/5 Tore für Kirchhof, Christina Weber (11/5) für den Gastgeber und am Ende schlägt ein 33:33-Unentschieden zu Buche. Die Frage, ob es nun ein Punktgewinn oder -verlust war, konnte Mike Fuhrig schnell beantworten: „Ein Unentschieden auswärts gegen solch eine starke Mannschaft ist ein Erfolg.” Eine tolle Leistung bot Lena Hildebrandt, die Abwehrspezialistin traf siebenmal. Nur eine Woche später verliert die Sportgemeinschaft das erste Heimspiel im neuen Jahr gegen den TV Beyeröhde 1893. 23:34, eine deprimierende Niederlage. Kirchhof II eilt dagegen nach wie vor von Sieg zu Sieg.
Die FSG Hainzell/Großenlüder hat mit 20:32 das Nachsehen und im Heimspiel gegen Heiligenrode hat das Team von Christian Denk die Nase mit 31:29 vorn.
Am 22. Januar reist die SG 09 Kirchhof zum Auswärtsspiel nach Luxemburg. Die mit vielen ausländischen Spielerinnen besetzte Mannschaft weist Kirchhof mit 37:31 Toren in die Schranken.  Am 27. Januar gewinnt Grün-Weiß eine weitere sehr junge Spielerin. Sophie Bachmann soll ab sofort das Kirchhof-Trikot tragen. Sie kommt vom TV Ruhla, hat davor 2 Jahre das Handball-Internat in Bad Wildungen besucht. Die 20-jährige Handballerin wohnt in Obersuhl und soll Kirchhof II im Meisterschaftsrennen in der Landesliga Nord verstärken.
 

Februar:

Im Vereinsheim finden die Vertragsgespräche mit Christin Schene statt. Schon am 1. Februar ist ihr Wechsel perfekt! Im zweiten Monat des Jahres sucht die Damenhandball GmbH mindestens 100 Menschen, die 30 Euro spenden. Im Februar haben wir viele Geburtstagskinder, allen voran werden die jungen talentierten Spielerinnen Laura Nolte und Laura Sauerwald 18 Jahre.
Das Heimspiel am 5. Februar um 18.00 h in der Heimspielhalle, der Stadtsporthalle, findet nicht statt. Am Freitag zuvor, um 15.27 Uhr (!!) erhalten wir die Nachricht vom Staffelleiter Horst Keppler: „Walsum-Aldenrade tritt nicht an. Der Gegner kann keine spielfähige Mannschaft stellen.” Am grünen Tisch bekommt Kirchhof schließlich die Punkte. Fortan gerät die Sportgemeinschaft aus dem Rhythmus. Auch in Trier, bei den kleinen Miezen, gibt es nichts zu holen. Für Aufsehen sorgen dort die “grünen Spritzen”. Die Schwächephase setzt sich in Kleenheim fort. Es heißt aufmuntern, aufrichten und nach vorn schauen. Der 6. Tabellenplatz entspricht nicht den 09-Ansprüchen.
 

März:

Auf Kurs kommen heißt es im März. Nur 2 Spiele stehen im Plan und die müssen gewonnen werden! Unserer Mannschaft fehlt es sicherlich nicht an Qualität, es fehlt leider die Konstanz, die Ruhe und die Eigenverantwortung. In Wülfrath gewinnt Kirchhof dann 32:40, im Heimspiel gegen Ober-Eschbach 31:24. Vor dem Anpfiff gibt es eine Gedenkminute für den treuen Fan Johann Denk. Er ist am 28. Februar verstorben und hat selten in den letzten Jahrzehnten ein Spiel von Kirchhof I versäumt.
Zwei Siege in Folge beflügeln, aber auch die Nachricht, dass die Rückkehr von Viktoria Marquardt im Sommer perfekt ist. Am 24. März, exakt einen Tag vor ihrem 28. Geburtstag, gibt es die Schlagzeile: “Zurück - zu Hause!” Die Kreisläuferin war bereits von 2007 bis 2010 eine Kirchhoferin, ein Publikumsliebling, eben ein toller Typ.
Das Juniorteam muss am 19. März beim Tabellenführer TG Rotenburg eine bittere 38:25-Niederlage einstecken. Damit ist der Traum der Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg geplatzt.
 

April

Gewissheit soll her, denn die laufende Saison in der Dritten Liga ähnelt einer Achterbahnfahrt. Das Vereinsleben in der SG 09 funktioniert, der Verein steht auf einem guten Fundament, doch leider wackelt die Spitze. Im 12. Heimspiel, 11 sind nur gespielt (!!), kommt ausgerechnet der Tabellenführer HSV Solingen-Gräfrath. Kirchhof steckt mitten in der Abstiegszone. Bekanntlich müssen am Saisonende 4 Teams absteigen! Für diesen Abstiegskampf rückt aus dem Juniorteam die 17-jährige Christin Kühlborn auf. Die Schlinge zieht sich noch enger zu nach der 36:38-Heimniederlage. Die 250 Zuschauer erleben zwar ein Spiel mit ganz viel Spannung, mit Rasse und Klasse, doch die Punkte fehlen am Ende.
Ausgebucht ist das 3. Handballcamp in der Stadtsporthalle. Die Nachwuchsarbeit läuft auf Hochtouren. Kirchhof II beendet die Saison mit dem Auswärtssieg im Derby gegen die FSG Ost/Mosheim/Malsfeld (29:33) und dem Heimsieg gegen die TSG Dittershausen (31:26). Damit ist die Vizemeisterschaft in der Landesliga Nord perfekt. Im Vereinsheim gibt es einen würdigen Saisonabschluss. Die Torschützenkönigin heißt Carina Hohmann. Das Spiel des Jahres findet am 30. April in Langensalza statt. Mit 27:29 Toren gewinnt das Fuhrig-Team und schafft damit am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt. Die Freude ist riesengroß, die Nacht wird zum Tag, der 1. Mai wird gebührend gefeiert.
In der Jahreshauptversammlung heißt es: “Das Machbare möglich gemacht!”
 

Mai:

Kaum ist der Klassenerhalt geschafft, folgt am 6. Mai die nächste Schlagzeile: “Jana Pollmer wechselt zur SG.” Sie ist der dritte Neuzugang, zuvor spielte die junge Regisseurin bei der HSG Bad Wildungen. Unter Hochdruck wird eine neue Mannschaft geformt. Fest steht, Celia Steyer hält leider nur eine Saison im Kirchhof-Trikot durch und scheidet aus dem Kader aus. Die Torschützenkönigin mit 176/62 Toren scheitert an dem enormen Aufwand, insbesondere an der Fahrtstrecke Eschwege-Melsungen. Das viermal die Woche!
Nach 4 Jahren heißt es auch Abschied nehmen von der Torfrau Elisabeth Wehr. Im letzten Heimspiel gegen den Rivalen Germania Fritzlar bleibt leider nur ein 27:27-Unentschieden. Nach Fritzlar wechseln Maria Pirvan und Melina Horn.
In der Dritten Liga West steigen ab: TV Walsum-Aldenade, ETUS Wedau, TB Wülfrath. Die DJK Trier qualifiziert sich über die Relegation der vier Elftplatzierten und den Zweitplatzierten der 12 Oberligavereine. Roude Leiw Bascharage wird Meister, verzichtet aber auf den Aufstieg in die Zweite Bundesliga.  
 

Juni:

Keine Einigung wird mit Rocsana Negovan erzielt, die aus dem Mutterschaftsurlaub kommende, ehemalige Weltmeisterin wechselt nun ins Edertal, zu Eintracht Böddiger.
Eine ganz junge Generation soll Kirchhof nun nach vorn bringen. Dazu gehören Juwel Christin Kühlborn, Ann-Kathrin Hieronymus (zuletzt HSG Bad Wildungen A-Jugend) und Torfrau Julie Bärthel (zuletzt SG Zwehren/Kassel A-Jugend). Das Trio, allesamt Jahrgang 1993 (!), sind die neuen Sternchen und passen nicht nur sportlich, sondern auch menschlich und charakterlich hervorragend zur SG 09. Sie sind jung, erfolgshungrig und sehr fleißig.
Ralf Wiederhold hat fortan vier Wochen Zeit, Kirchhof I und II fit zu machen.
„Laufen und schwitzen für den Erfolg”, heißt es täglich.
 

Juli:

Die grüne Hochzeit von Christian und Tessa Denk wird gefeiert und dann steht ein verdienter Urlaub an.
In den Ferien findet auch das Sommer-Handballcamp 4 statt, die Erdbeertorten, der Schwimmbadbesuch und vieles mehr begeistern 50 Kinder und Jugendliche!
Bevor dann die 2. Vorbereitungsphase startet, hat die SG 09 Kirchhof einen weiteren Arzttermin gesetzt. So gastieren die Handballerinnen im Juli zum zweiten Mal im Melsunger Krankenhaus. Chefarzt Dr. Gunther Claus untersucht die Spielerinnen per Echokardiographie. Die Kooperation ist vorbildlich.
„Reizvoll, schwierig - aber machbar”, ist die Prognose für die neue Saison. Fest steht auch, dass Kirchhof im zweiten Jahr der Dritten Liga die Staffel wechselt. Aus dem Westen geht es nun in den Osten!
Der Trainingsplan für die Vorbereitung steht. Mike Fuhrig hat einiges geändert. Das Trainingslager wird 4 Wochen vorgezogen und findet vom 28. Juli bis 31. Juli statt. Außerdem hat die sportliche Leitung ein ganz neues Areal ausgewählt. So reist die 20-köpfige Delegation von Donnerstag an in die Landessportschule Bad Blankenburg. Gute Arbeit wird dort geleistet. Die Rahmenbedingungen sind optimal, der Mannschaftsabend bleibt unvergessen. Die Neuen bestehen die Aufnahmeprüfung mit Bravour.
 

August:

 

Die neue Haltestelle in Melsungen, “Bartenwetzerbrücke”, ist täglich der erste Treffpunkt und scheint wie für die Sportgemeinschaft und Julie Bärthel gebaut! Fünfmal wöchentlich fährt die junge Perspektivspielerin mit der RT 5 in Melsungen vor. Die Vorbereitungsspiele beginnen, das Turnier in Magedeburg wird besucht, bis in die Haarspitzen motiviert sind alle Spielerinnen und das Trainerteam verlangt viel. Die neue Mischung passt, alle sind sehr offen.
Die Neuzugänge bei Kirchhof II heißen: Laura Clobes, Nadine Wenderoth und Lea Grube. 
Traurig, ganz still und leise wird aus dem Vereinsheim Schomberg ausgezogen. 22 Jahre hat sich dort die SG 09 Kirchhof pudelwohl gefühlt.
Die Suche nach neuen Werbepartnern wird gestartet.
Kirchhof I hat ein ganz neues Gesicht. Die Spielerinnen zeigen ein strahlendes Lächeln. Akzeptanz und Ansehen sind zurückgekommen.
 

September:

Die Sportgemeinschaft 09 Kirchhof zieht in den neuen Vereinsraum im Dorfgemeinschaftshaus ein. Der Kiosk in der Stadtsporthalle wird ab sofort in Eigenregie übernommen. Dank gilt Manfred Schindowski, dem Hallenwirt, der ein Jahrzehnt Kirchhof hervorragend bewirtete. Aus wirtschaftlichen Gründen muss dieser “Luxus” nun ebenfalls durch Ehrenamtliche ersetzt werden!
Endlich, die Spiele beginnen wieder. Viele Gast-Mannschaften sind unbekannt, Kirchhof hat noch nie gegen Knetterheide/Schötmar, HSG Osterode Harz, TSV Burgdorf oder Eintracht Hildesheim gespielt. Und das bei unserer (!!) Tradition! Mit 11 Spielerinnen starten wir das erste Heimspiel gegen die SpG Bandits Magdeburg/Barleben und gewinnen mit 27:24! Das erste Auswärtsspiel in Minden gegen Stemmer/Friedewalde geht verloren, doch gegen Leipzig II dreht das Team von Mike Fuhrig mächtig auf und gewinnt souverän mit 30:19 Toren. Nicht zu halten ist Neuzugang Jana Pollmer mit 11 Toren! Auch Kirchhof II gewinnt das erste Heimspiel gegen den TV Alsfeld mit 41:11.
 

Oktober:

Vilte Duknauskaite wird in die litauische Nationalmannschaft berufen. Die 09-Rückraumspielerin spielt am 19. Oktober gegen Mazedonien und am 23. Oktober gegen Frankreich. In Knetterheide verliert Kirchhof 31:29, der THC II hat die Niederlage vom April noch nicht verdaut und rächt sich bitterlich. Gnadenlos muss Kirchhof die Segel einziehen und die 28:34-Niederlage akzeptieren. Jana Pollmer wirft 17 Tore! „Wir machen uns das Leben selbst schwer”, ist das Fazit im goldenen Oktober, doch dann haben Burgdorf und Neustadt Sebnitz das Nachsehen gegenüber Grün-Weíß. Gegen Hersfeld holt das Juniorteam einen Punkt. 48 Jungen und Mädchen besuchen in den Herbstferien das Trainingscamp 5 der Sportgemeinschaft.
 

November:

Die Riedforstjagd findet erstmalig im Dorfgemeinschaftshaus statt, die Sportgemeinschaft übernimmt auch dort die Bewirtschaftung. Am Tag darauf gewinnt Kirchhof gegen die HSG Union Halle 92. Einen Orkan erlebt Kirchhof II in Oedelsheim bei der 37:28-Niederlage.
Dann gibt es in Osterode ein Wiedersehen mit Elisabeth Wehr. Doch die Ex-Keeperin kann nur über die tolle Leistung von Nilla Oross und ihren Mitspielerinnen staunen. Am Ende schlägt ein fantastischer 27:29-Auswärtssieg zu Buche. Dann gilt die volle Konzentration dem Derby gegen die Germania Fritzlar. “Geglaubt, gekämpft und gesiegt” heißt die Schlagzeile nach dem sensationellen Heimsieg gegen die erfahrenen Spielerinnen wie Sabine Kirmse oder Anna Miszczyi. Die jugendliche Unbekümmertheit siegt schließlich mit 29:27. Vor 700 Zuschauern erlebt die Sportgemeinschaft 09 Kirchhof ihren vorgezogenen Festtag.
Unglücklich reisst dann die Erfolgsserie in Blomberg. Eine Führung wird verspielt, am Ende heißt es 27:28.
 

Dezember:

Unnötig wird gegen den Aufsteiger Oschatz in der Stadtsporthalle mit 25:26 Toren verloren.
Im letzten Heimspiel des Jahres 2011 ist selbstverständlich auch weihnachtliche Atmosphäre vorbereitet. Glühwein, selbstgebackene Plätzchen, selbstgekochte Marmelade, Hirschwurst und vieles mehr, auch die neuen Autogrammkarten, sind begehrt. In Hildesheim gewinnt Kirchhof das letzte Auswärtsspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Nur gut, dass wir keine “Stauballergie” bekommen haben. Am 11. Dezember beginnt die wohlverdiente Weihnachtspause. Ein aufregendes und ereignisreiches Jahr geht zu Ende. Besinnlich ist die Weihnachtsfeier, “Marconi und Maggy” verzaubern die Spielerinnen und wirklich gut erholt soll dann am 2. Januar 2012 gestartet werden. Jana Pollmer führt die Torschützenliste in der Dritten Liga souverän mit 140/33 Toren an. Der 6. Tabellenplatz mit 16:10 Punkten und 391:365 Toren ist noch zu verbessern. Platz 4 mit 7:5 Punkten nimmt Kirchhof II in der Landesliga Nord ein. 


     
  2012

Wird nachgereicht. - Für den Leser eine Lesepause.

     

     

Januar:

 

2013

Kurz vor der Jahreswende steht die SG 09 Kirchhof in der Zweiten Bundesliga aktuell auf dem drittletzten Tabellenplatz, mit neun Punkten aus 13 Spielen ist das Mittelfeld aber noch in Sichtweite. Beruhigend auch, denn trotz Abstiegskampf ist die Personalsituation betreffend Trainer und Kernmannschaft so klar entschieden, wie selten zuvor in der langen Vereinsgeschichte. Ein gutes Zeichen, ein Verdienst von Gernot Weiss. Der Trainer selbst verlängerte bereits am 19. Dezember 2012, Swantje Heimburg und Vilte Duknauskaite machen es ihm nach und verlängerten ebenfalls  um ein weiteres Jahr. Der junge Kader, der Altersdurchschnitt liegt bei 21,6 Jahren, kämpft leidenschaftlich und geht an seine absolute Leistungsgrenze. Zwischen den Jahren tanken die Spielerinnen Kondition und die Damenhandball GmbH will die Führungsspielerin Cristina Mihai schnellstmöglich nach Kirchhof holen. Das Pfund dabei: Trainer Gernot Weiss, aber auch das unüberschaubare Chaos und die unsichere Zukunft bei den Nachbarn, den Vipers der HSG Bad Wildungen, sind schließlich ausschlaggebend für den sensationellen Winterwechsel.

Während sich die meisten Menschen am Neujahrstag von der Silvesternacht erholen, stecken die „Köpfe“ der Sportgemeinschaft schon wieder zusammen. Es wird diskutiert, gefachsimpelt, abgestimmt, besprochen und festgelegt. Auch die schwierige Aufgabe „Wie soll der Transfer Cristina Mihai gestemmt werden?“ wird bravourös gelöst.

Ein „Dreigestirn“ macht es möglich, ihnen gilt ein großer Dank! Am 1. Januar um 14.00 Uhr ist es so weit, gute Ergebnisse sind erzielt, mit einem guten Gefühl erlebt die SG 09 Kirchhof eine wahre, eine unvergessene Glücksminute. Cristina Mihai entscheidet sich für Kirchhof, um 15.30 Uhr unterschreibt die Ausnahme-Handballerin ihren neuen Arbeitsvertrag bis zum 30. Juni 2015 bei der Damenhandball SG 09 Kirchhof GmbH. Unabhängig der Ligazugehörigkeit! Ein schwieriger Wechsel, schwierig, weil die Linkshänderin keine Sonderrolle im SG-Gehaltsgefüge erhält und schwierig, weil kaum Zeit zur Integration für die ehemalige Weltmeisterin mit ihrer neuen Mannschaft, der SG 09 Kirchhof, gegeben ist. Gernot Weiss lobt seine Wunschspielerin für die vorbildliche und professionelle Einstellung. Inzwischen schlägt längst auch die Bestätigung zu Buche: Die Vollbluthandballerin ist mit Herz und Seele bei der Sache, eine echte Bereicherung. Mit Cristina Mihai soll nun in Kirchhof in allererster Linie Erfahrung ins Team kommen. Beim ersten Auswärtsspiel in Halle Neustadt ist es schon zu spüren. Es wird viel leichter, an ihr, dem sogenannten „Anker“, können alle 09-Spielerinnen wachsen und reifen. Leider bleibt am 5. Januar 2013 nur eine 30:29-Auswärtsniederlage bei Union Halle Neustadt. Eine Sekunde fehlt, um den ersten Auswärtspunkt in der Zweiten Bundesliga einzuspielen, Elisa Möschter gelingt quasi mit der Schlusssirene und noch dazu in Unterzahl über außen der glückliche 30:29-Siegtreffer für die Gastgeberinnen. Eine Niederlage, die Mut macht und die Hoffnung macht. Die Punkte werden dann, eine Woche später, in der Weltstadt Berlin, gewonnen. In Charlottenburg landet Grün-Weiß eine faustdicke Überraschung. Dafür, für 60 Minuten aufopferungsvollen Handball, ein riesengroßer Aufwand: 18 Stunden unterwegs, insgesamt 1.600 Kilometer zurückgelegt mit Bus und Pkw gefahren. Kirchhof kämpft und wird belohnt. Die grün-weiße Fahne weht, die Berliner Füchse wollen im Fuxxbau Revanche, doch im Abstiegskampf erbeutet Kirchhof wieder die Punkte gegen den Mitaufsteiger.

Fuchsteufelswild sind die Füchse Berlin nach der zweiten Niederlage gegen die SG 09 Kirchhof. Hochstimmung im Kirchhof-Lager. Das ist ein echter Paukenschlag in der 2. Bundesliga. Kirchhof verteidigt stark und 15 Sekunden vor dem Abpfiff gelingt Jana Pollmer mit einem Unterarmwurf das Siegtor zum 28:29-Coup. Der Optimismus wächst von Woche zu Woche. Und damit wird auch die Hoffnung genährt, die Klasse zu halten. Am 20. Januar, ausnahmsweise am Sonntagnachmittag, ist Anpfiff gegen die Topmannschaft der HSG Bensheim/Auerbach. Es ist kein Spiel wie jedes andere! Es ist der erste Heimauftritt von Cristina Mihai, die zuletzt am 29. April 2005 mit elf Treffern im ersten Play-Down-Spiel beim 34:25 gegen Weibern in der Melsunger Stadtsporthalle am Ball war. Vor 8 Jahren hatte die Rückrauspielerin großen Anteil am Klassenerhalt in der 1. Bundesliga, nun soll die Spielerin mit der Nummer 76 Kirchhof in der 2. Bundesliga halten. Und es gibt einen Krimi, leider ohne Happy End - aber mit einem beeindruckenden Unentschieden! Das Publikum in der Stadtsporthalle ist begeistert, Trainer Gernot Weiss ist stolz. 29:29 Remis gegen das Schmid-Team, einen Aufstiegskandidaten. Einen starken Auftritt hat dabei Julie Bärthel, die Torfrau hält die SG 09 Kirchhof in der Schlussphase im Spiel. Die Deckung steht wie eine Wand, Cristina Mihai und Vilte Duknauskaite treffen im Angriff nach Belieben und die Flügelzange, Swantje Heimburg und Christin Kühlborn, setzt immer wieder kleine Nadelstiche. Kirchhof klettert auf den 12. Tabellenplatz. Das Juniorteam der SG 09 belegt in der Landesliga Nord mit 14:8 Punkten den 4. Tabellenplatz. Die Schlagzeilen nehmen kein Ende. Die nächste Schlagzeile: Die 22-jährige Jana Pollmer verlängert ihren Vertrag. Angebote aus der Ersten Bundesliga lagen ihr vor. Was für ein Monat! Es folgt noch ein spielfreies Wochenende und doch schreibt die Sportgemeinschaft 1909 Kirchhof nun die nächste und wichtigste Schlagzeile. Top-Talent Christin Kühlborn verlängert ihren bestehenden Vertrag über 2014 hinaus um drei weitere Jahre. Der Kontrakt läuft nun also bis 2017!

Noch nie hat die SG 09 Kirchhof solch einen langfristigen Vertrag abgeschlossen. Bei Christin Kühlborn ist es eine Ausnahme. Gernot Weiss kommentiert diese Personalentscheidung: „Sie reift vom Talent zum Juwel.“ Mit 54 Treffern liegt die Linksaußen im Januar 2013 auf dem 37. Platz in der Torjägerliste der Zweiten Bundesliga. Bereits in der Saison 2011/12 hatte die damals 18-Jährige 99 Treffer zum überraschenden Aufstieg beigesteuert. Gemeinsam mit ihrem Trainerduo Gernot Weiss und Christian Denk zeichnet sich die Bundesligaspielerin auch bei fast allen Handballcamps in den Schulferien aus. Camp 10 ist ein weiterer Erfolg.
 

Februar:

Wenn die SG 09 Kirchhof den Klassenerhalt schaffen will, dann muss härter gearbeitet werden, als es die Konkurrenz, so heißt es Anfang des Monats! Bei den Minustemperaturen wird der Akku aufgeladen. Zu Recht, es wird intensiv, trotz des spielfreien Wochenendes, trainiert. Fortan laufen die 09-Spielerinnen unzählige Runden im Melsunger Stadion im tiefen Schnee. Der Schnee kam wie bestellt. Der Teamgeist stand dabei auch im Vordergrund, während die einen den Weg mit der Schneeschippe frei schaufelten, liefen die anderen Kolleginnen in deren Spur. Es „knisterte“ ganz schön, durchhalten war angesagt. Rote Näschen, kalte Füße, verfrorene Finger und es zeigt sich, dass sich die 09-Spielerinnen im wahrsten Sinne des Wortes „warm anziehen“ müssen, um den Kampf für den Klassenerhalt zu meistern. Es gibt aber auch ganz viel Spaß im Schnee. Auf dem Himmelsberg lenkt die winterliche Fotoserie in die Spur „Spaß“. Die Februartage haben es also in sich. Wechselhaftes Wetter und dann die lange Auswärtsfahrt am 3. Februar nach Travemünde, die „ohne Worte“ endet. Und wenn der Trainer schweigt, ist es ernst!! Es hat frühmorgens stimmungsvoll begonnen. Es gibt ein Geburtstagsständchen für Sandra Kühlborn, die an diesem Spieltag 21 Jahre alt wird und für Vilte Duknauskaite, die tags zuvor ihren 24. Geburtstag feierte. Das erhoffte Geschenk, in Form von zwei wichtigen Punkten, bekommen sie allerdings nicht. Eiskalt sind die Raubmöven von der Ostsee. Der Tabellenletzte macht gegen die SG 09 Kirchhof fette Beute. Erst zum zweiten Mal in der Saison können die Schützlinge von Trainer Sören Jeppesen siegen und so schicken sie  die Kirchhoferinnen mit einer bitteren 33:29-Niederlage auf den Heimweg. Übrigens war es in der Halle wirklich eiskalt. Erstmals nimmt die SG 09 Kirchhof mit der Spielmacherin Simone Larsen Poulsen den Kontakt auf, sie steht auf dem Wunschzettel von Gernot Weiss. Sie soll ein Neuzugang werden und gegen Kirchhof empfiehlt sie sich mit neun Toren. Am Sonntag danach gewinnt das Juniorteam beim Meisterschaftsfavoriten TuSpo Waldau mit 27:30. Am 7. Februar wird veröffentlicht: Die SG 09 Kirchhof zählt weiter auf Kreisläuferin Lena Hildebrandt und die Perpektivspielerin Sandra Kühlborn, die auch im Juniorteam wichtige Aufgaben erfüllt. Zwei Tage später, am 9. Februar, stellt sich in der Stadtsporthalle der Meisterschaftsfavorit, die SG BBM Bietigheim, vor. Der dortige Trainerwechsel auf Dago Leukefeld spricht Bände und zeigt, wie „eiskalt“ der Sport in der Zweiten Bundesliga insgesamt ist. Nur die Leistung zählt! Als Außenseiter hat Grün-Weiß gegen das Leukefeld-Team nicht den Hauch einer Chance. Mit 28:39 Toren gibt es eine Abfuhr, dennoch bleibt die Moral der Mannschaft intakt. Der Schlussspurt der Saison 2012/13 beginnt. Währenddessen entscheidet sich Sabrina Weiß gegen die 2. Bundesliga. Ihre Spielanteile sind zu gering und die sportlichen Anforderungen zu hoch! Am 16. Februar geht die Reise nach Greven. Dort kassiert 09 eine bittere 28:26-Auswärtsniederlage und die Lage spitzt sich zu! Der Spielverlauf ist nervenzehrend, die Spielerinnen sind wieder einmal im Tal der Tränen angekommen. Kurz gefasst, eine unglückliche, aber auch unnötige Pleite. Kirchhof scheitert nicht an einem überlegenen Gegner, sondern an ihren eigenen taktischen Schwächen. Kirchhof rutscht nun auf den 14. Tabellenplatz  und muss nach Bad Homburg zur TSG Ober-Eschbach reisen. Etwas Zählbares muss herausspringen um das rettende Ufer nicht aus den Augen zu verlieren. „Ein Vier-Punkte-Spiel“ erhöht den Druck! Beide Teams haben ähnliche Probleme, beide Teams spielen zu ungeduldig, überhastet und sehr ängstlich. Doch am 23. Februar landen die Schützlinge von Gernot Weiss ihren 2. Auswärtssieg und jubeln ausgelassen. Endlich wirft Jana Pollmer den Turbo an, die Wende gelingt, als sie in der 31. Minute zum 14:14 einwirft und Christin Kühlborn erstmals 09 in Führung bringt. Hatten bislang häufig die Nerven einen Strich durch die Rechnung gemacht, so siegt an diesem Tag die Mannschaft im Verbund! Sie hält die Linie ein und Nilla Oross nagelt den Kasten zu. Viktoria Marquardt kämpft wie eine Bärin. Zur Belohnung klettert die SG 09 Kirchhof wieder auf den 12. Tabellenplatz und hat nun nur noch den Wunsch nachzulegen!

Kirchhof II gewinnt zeitgleich ohne Verstärkung aus dem Bundesligakader gegen die starke Mannschaft der HSG Zwehren/Kassel mit 28:26. Selina Schneider steht hier im Blickpunkt des Geschehens. Überragend bei Kirchhof Lena Seitz, Charline Vaupel und Kirsten Bänfer sowie Torfrau Laura Clobes. 24 Stunden später gewinnt die w Jugend C in der Oberliga Nord den Staffelsieg. Was für ein Wochenende im Monat Februar! Die Strukturen stimmen also. Der Unterbau ist vorhanden, das Juniorteam spielt seit Jahrzehnten eine tolle Rolle und alle Altersklassen sind im Jugendbereich optimal besetzt. Mit dieser gezielten Nachwuchsarbeit fällt vieles leichter um dauerhaft leistungsorientierten Mädchen- und Damenhandball zu spielen. Und genau dies ist das Pfund, das die SG 09 Kirchhof gegenüber der TSG Ober-Eschbach voraushat. Es muss sich nun zeigen, ob es in den nächsten Spielen „klick“ macht oder ob es wieder einen „Knacks“ gibt.
 

März:

Nach einjähriger Schiedsrichterausbildung besteht Dennis Horn seine Prüfung und gehört ab März 2013 zum SG 09-Schiedsrichterkader. Das Schiedsrichtersoll ist seit ewigen Zeiten bei der Sportgemeinschaft vorbildlich erfüllt, mit Punktabzügen oder Strafgeldern ist die Handballabteilung von Grün-Weiß noch immer verschont! Die Mission Klassenerhalt nimmt am 2. März weitere Formen an. Spannung pur in der Stadtsporthalle Melsungen und mit 25:22 wird der TSV Nord Harrislee nach Hause geschickt. Damit hat das Team von Gernot Weiss weitere zwei Punkte Vorsprung auf die TSG Ober-Eschbach, das im Kellerduell mit Greven triumphierte. Kirchhof schafft also im März 2013 den fünften Heimsieg in der Saison 2012/13 und für das 34:23-Vorrundenspiel wird Revanche genommen. Am 13. März 2013 ist Gernot Weiss ein Jahr im Amt. Wenige Tage später wird der Werbevertrag mit Hauptsponsor B.Braun Melsungen AG verlängert. Die sportliche Saison biegt auf die Zielgerade ein. Am 17. März kommt der BVB Dortmund in die Stadtsporthalle. Während der neue Bürgermeister Marcus Boucsein die Wahl gegen Ulrike Hund gewinnt, zeigt Kirchhof großen Respekt vor dem Team von Alice Vogler und verliert knapp mit 25:29 Toren. Hoher Besuch ist dabei, der Chef der B.Braun Melsungen AG, Dr. Walter Grosse. Die SG 09 Kirchhof zählt an diesem Sonntagnachmittag insgesamt 400 Zuschauer! „Zusammen“ heißt die Schlagzeile im Vorwort der Hallenzeitung. Verein und das sportliche Unternehmen, die Damenhandball GmbH sowie die Fans, die Sponsoren, die Werbepartner und die Ehrenamtlichen oder Eltern und Familien der Spielerinnen wollen in einer starken Gemeinschaft im Kampf um den Klassenerhalt an einem Strang ziehen. Alle stehen hinter Gernot Weiss und Christian Denk sowie den beiden Damenmannschaften und den Mädchenteams, immerhin 8 an der Zahl. Zum zehnten Mal ist Sören Wennerlund bei einem Heimspiel am Mikrophon, er hat seit dem 3. Spieltag die langjährige Stimme in der Stadtsporthalle, Peter Schneider, abgelöst. Aus gesundheitlichen Gründen musste dieser leider nach 12 Jahren passen. In Wesertal verliert Kirchhof 44:28. Dies schmerzt nicht so sehr wie der Kreuzbandriß von Charline Vaupel.

Die Jahreshauptversammlung der SG 09 Kirchhof e.V. steht im Blickpunkt und die Handballmädchen der B-Jugend und der C II werden Meister in der Bezirksoberliga sowie die Mädchen der E-Jugend in der Bezirksliga. Die C I als Staffelsieger in der Oberliga Nord nimmt an den Hessenmeisterschaften teil und belegt dort einen beachtlichen dritten Platz. Kirchhof formt in diesen Märztagen die neue Mannschaft für die Saison 2013/14. Fast alle Spielerinnen sollen gehalten werden, neue Spielerinnen stehen auf dem Wunschzettel und die ersten Vertragsabschlüsse sind gemeistert. Fest steht weiter, die Lizenz für die Zweite Bundesliga wird gestellt. Die Anforderungen sind jetzt noch höher. Die Bankbürgschaftssumme ist um 20% angestiegen, steigen werden auch die Beiträge für die Berufsgenossenschaft und daher kann im wirtschaftlichen Bereich auch nur zusammen, mit den vielen Werbepartnern und Sponsoren, durchgehalten werden. So startet im März die alljährliche Aktion: 100% verbunden und wenn erneut 100 Menschen mitmachen, wird diese große Gesamtspende verdoppelt. Am 23. März folgt der 12. Heimspieltag gegen Celle. In der ersten Halbzeit wird Celle an die Wand gespielt und in Halbzeit zwei folgt die unerklärliche Wende, am Ende bleibt die 27:28-Niederlage. Jetzt gilt es, sportlich ins Ziel einzulaufen. In Eschwege verliert Kirchhof II unglücklich mit 31:30 Toren, damit reißt die Serie von zuletzt 4 Siegen in Folge. 18:10 Punkte weist das Konto in der Zwischentabelle auf, Rang vier wird gehalten. In bester Torlaune zeigt sich eine Woche später Laura Nolte, gegen Heiligenrode gelingen ihr 15 Treffer. Kirchhof siegt mit 29:23 Toren. Die nächste Generation reift heran. Der Hessische Handball Verband nominiert die Handballmädchen des Jahrgangs 1999 der SG 09 Kirchhof: Hannah Grothnes und Lea Günther sind ab sofort Hessenauswahlspielerinnen.
 

April:

April, April, der macht, was er will. Nach der 31:24-Auswärtsniederlage bei der SHG Rosengarten-Buchholz zittert Kirchhof noch immer im Abstiegskampf. Kirchhof II scheitert zu Hause gegen den Angstgegner Twistetal mit 27:31 Toren. Auch bei der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen muss eine Niederlage akzeptiert werden, das Juniorteam rutscht damit auf Platz fünf. Lena Dietrich, seit Anfang des Jahres unzufrieden im Kirchhof-Trikot, wechselt ins Edertal und will zukünftig in der Oberliga auf Torejagd gehen. Kirchhof I konzentriert sich auf das Heimspiel gegen Sachsen Zwickau. Heimspiel Nummer 13! 13, eine Glückszahl bei 09? Die kleinen Wehwehchen jedenfalls sind auskuriert, die Niederlage Rosengarten ist analysiert, der Gedankenaustausch in der Spielersitzung am Montagabend hat sage und schreibe 180 Minuten gedauert!  Es wird also nichts dem Zufall überlassen. Der Druck ist riesig, doch nach dem sensationellen 30:29-Sieg ist der Klassenerhalt greifbar nahe. Vor der Pause sorgen Cristina Mihai mit drei Treffern und Jana Pollmer mit einem Doppelpack zum 14:12-Vorsprung. Diesmal lässt sich Kirchhof nicht überrollen wie beim Vorrundenspiel in Zwickau. Über 19:16 und 21:19 und 26:23 liegt die Weiss-Sieben stets vorn. Endgültige Zweifel am Sieg beseitigt Cristina Mihai, ehe ihre Rote Karte zum Wermutstropfen wird.

Die Mannschaft rückt enger zusammen und so unterstreichen die Kirchhoferinnen mit ihrem engagierten Trainer, dass sie sich vor keinem Gegner zu verstecken brauchen. Trotz einer weiteren Niederlage in Mainz bleibt Kirchhof in der 2. Bundesliga. Das Zittern hat ein Ende! Der 12. Tabellenplatz reicht aus. Drei Spieltage vor Saisonende kommt die Nachricht, dass der ersehnte Klassenerhalt so gut wie geschafft ist, weil sich die Zahl der Absteiger durch einen weiteren Aufstiegsverzicht (nach TV Oyten nun auch die TSG Ketsch) auf zwei reduziert. Mit 18:34 Punkten und dem Torverhältnis von 695:778 Toren nimmt die SG 09 Kirchhof nach wie vor den 12. Tabellenplatz ein. Am 24. April wird die Trainer-A-Lizenz von Gernot Weiss verlängert. Christian Denk beginnt die Ausbildung zur Trainer-C-Lizenz. Am 27. April gibt Carina Kühlborn ihren Abschied von der Bundesligamannschaft bekannt. Aus beruflichen Gründen muss sich die Spielerin mit der Trikotnummer 8 zukünftig vom Leistungssport verabschieden. Sie beginnt eine zusätzliche Ausbildung zur Betriebswirtin. Von klein auf hat Kühli für die Sportgemeinschaft gespielt. Im März 2007 schaffte Carina Kühlborn über das Juniorteam den Sprung zu Kirchhof I in die 2. Bundesliga. Der Klassenerhalt konnte damals nicht gesichert werden. Sechs Jahre danach, zum Abschied, ist es diesmal mit ihrem Team gelungen! Carina Kühlborn ist seit ihrem zweiten Lebensjahr Vereinsmitglied, im Turn- und Spielkreis fing es an, über Mini-Handball und alle Jugendteams. „Das ist nun der richtige Moment um aufzuhören“, sagt Carina Kühlborn und wird nach neuen Aufgaben und Rollen in der Sportgemeinschaft suchen. Nicht mehr dabei sein wird auch die Linkshänderin Inga Trautmann-Klaus. Sie hatte ein kurzes Gastspiel und konnte im Heimspiel gegen Greven 09 auftrumpfen. Ein Referendariat in Hannover macht ein weiteres Zweitliga-Engagement unmöglich. Ihren Abschied als Co-Trainerin von Christian Denk in der Landesliga Nord gibt leider Daniela Andrei bekannt. Jana Hoppe wechselt nach Waldau.
 

Mai:

Am 1. Mai ist die Damenhandballmannschaft der SG 09 Kirchhof an der Goldberghütte im Einsatz. Bei Sonnenschein verwöhnen Gernot Weiss und seine Schützlinge die vielen Besucher mit Bier vom Fass, Grillwürstchen oder Kaffee und Kuchen. Das Juniorteam, mit Trainer Christian Denk, beendet die Saison gegen die FSG Rotenburg mit einem unnötigen Punktverlust. 30:30 endet die Begegnung. Kirchhof II verteidigt damit den 5. Tabellenplatz mit 23:17 Punkten und 584:577 Toren. Die Meisterschaft gewinnt der Tuspo Waldau und ist damit zum Oberliga-Aufstieg berechtigt. Grebenhain und Rotenburg/Bebra müssen absteigen. Wenige Tage später geht es für Kirchhof I noch einmal auf die Autobahn. Reiseziel diesmal: Ostfildern-Nellingen und dort gibt es eine deftige Abfuhr. Mit 39:20 hat 09 das Nachsehen. Am 11. Mai ist Union Halle Neustadt zum letzten Heimspiel angereist. „Geschafft“ heißt im Wonnemonat Mai die Schlagzeile vor dem Anpfiff. Klar, die Klatsche aus Nellingen ist noch nicht verdaut, doch alle Beteiligten sind einfach nur erleichtert. Erleichtert, dass die Saison sich zum Ende neigt. Erleichtert, das große Ziel, den Klassenerhalt, geschafft zu haben. Es ist schwer, stets die richtigen Entscheidungen zu treffen, die richtigen Worte zu finden, in kritischen Phasen die Ruhe zu bewahren. Das Fazit: Ein sehr lehrreiches Jahr! Unnötig sind die Punktverluste zu Hause gegen Ober-Eschbach und in Travemünde und natürlich in Greven. Es ist überhaupt eine Herkulesaufgabe, in der Zweiten Bundesliga zu bestehen. Wenn man dann noch bedenkt, dass die SG 09 Kirchhof auf das Doppelspielrecht mit den beiden Top-Spielerinnen Sonja Frey und Shenia Minevskaja gesetzt hatte, die eigentlich 14 Spiele spielen sollten und dann nur ein- oder zweimal mit dabei waren. Es klemmt oft an Erfahrung und so in wichtigen Situationen in die Verantwortung zu gehen. Das junge Alter der Mannschaft 2012/13 ist aber auch die Stärke und der Vorteil für die kommende Saison. Christin Kühlborn und Swantje Heimburg sind für Gernot Weiss die Gewinnerinnen der Saison. Beide haben sich gesteigert und sind inzwischen Garanten für 09-Punkte. Mit Jana Pollmer und Laura Nolte hat die SG 09 Kirchhof nach dem letzten Spiel auch zwei Top-Torjägerinnen krönen können. Eine weitere wichtige Entscheidung ist gefallen: Kapitänin Viktoria Marquardt soll zukünftig die neue Rolle der spielenden Co-Trainerin im Juniorteam ausüben. Die 30-jährige Kreisläuferin kam 2007 von Beyeröhde an die Fulda, war als Torschützenkönigin eine der Garanten beim Zweitliga-Aufstieg 2008 und erzielte bis 2010 über 400 Treffer für die SG 09. Beruflich muss die kaufmännische Angestellte kürzertreten und auch sportlich kann die Spielerin mit der Nummer 23 den hohen körperlichen Anforderungen in der Zweiten Bundesliga nicht mehr gerecht werden. Beim abschließenden 24:24-Unentschieden gibt es einen fast perfekten Abschluss. Viktoria Marquardt trifft vier Mal vom Kreis. Jana Pollmer netzt fünf Mal ein und ist mit insgesamt 208 Toren, davon 78 Siebenmetertreffer, auch die Torschützenkönigin in der Zweiten Bundesliga. Die weitere Reihenfolge: 2. Juliane Wittkopf (TSG Ober-Eschbach mit 196 Toren) und 3. Laura Magelinskas (HSG Bensheim/Auerbach 195 Tore). Am letzten Spieltag steht Union-Spielerin Fabienne Kracht im Rampenlicht. Ihr gelingt, sechs Sekunden vor Schluss, der Ausgleichtreffer gegen die SG 09 Kirchhof, was nicht verhindert, dass diese einen versöhnlichen und ausgelassenen Saisonabschluss feiert. Insgesamt reichen acht Siege und drei Unentschieden zum Klassenerhalt. Wobei in der Rückrunde auch auswärts der Knoten platzte (28:29 in Berlin und 26:30 in Ober-Eschbach). Von den 19 Punkten holt das Weiss-Team immerhin neun in der Hinrunde, die dadurch aufgewertet werden, dass sie noch ohne Winterverstärkung Cristina Mihai erkämpft wurden. Am Montagmorgen des 13. Mai belegt Kirchhof in der Abschlusstabelle Rang 12 mit 19:37 Punkten. Das Maß aller Dinge ist die SG BBM Bietigheim, die in der Rückrunde bei 25:3 Punkten ungeschlagen bleibt. Kaum ist die Serie in der 2. Bundesliga beendet, da bittet die SG 09 Kirchhof in die Stadtsporthalle, Grund: Vorstellung der Neuzugänge 2013/14.  Zu den  Spielerinnen vom aktuellen Aufgebot werden sechs Neuzugänge präsentiert. Außerdem soll Laura Nolte die Chance erhalten, den Sprung aus dem Juniorteam zu schaffen! Erfahrenster Neuzugang ist die 29-jährige Manja Görl. Sie spielte zuvor beim Zweitligisten SC Greven, wo sie seit 2011 am Ball war. Für die Torposition wird die junge Schweizerin Karina Morf verpflichtet. Die A-Jugendliche trug zuletzt das Trikot der HSG Bad Wildungen. Von dort kommt auch das Talent Andrea Mertens, sie ist flexibel im Rückraum einzusetzen. Aus der Region kann Selina Schneider begeistert werden und für den Kreis kommt aus Travemünde Carina Aselmeyer, die 20-Jährige gilt als sehr zweikampfstarke Spielerin. Aber auch ihre Teamkollegin Simone Larsen Poulsen entscheidet sich für Kirchhof. Das lang gehütete Geheimnis ist damit  gelüftet. Ein Konkurrenzkampf um die Plätze steht bevor. Ein großer Kader soll die neue Mannschaft tragen. Die Neuzugänge für Kirchhof II heißen: Annika Konklowsky, Bianca Einhorn und aus der Jugend rücken nach: Nele Haupt, Julia Röse, Hanna Krug und Kim Mai. Beruhigt geht es in die erste Urlaubsphase. Das heißt, am 31. Mai wird wieder gestartet, zuvor gibt es noch ein Festmenü für die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Kurz vorher, am 28. Mai, erblickt Leni Denk das Licht der Welt und mit der ISP Waldeck und den Stadtwerken Kassel gewinnt die Damenhandball GmbH neue wichtige Sponsoren.
 

Juni:

Die Vorbereitung läuft, zwischendurch auch die ärztlichen Untersuchungen in der Asklepios-Klinik Melsungen. 32 Spielerinnen werden in der Zeit vom 10. bis 31. Juni auf Herz und Nieren durchleuchtet. Das Ergebnis: Alle Spielerinnen sind belastbar und gesund! So drehen die Spielerinnen ihre Runden im Melsunger Stadion oder im Gesundheitszentrum, der Sport- und Freizeitgalerie in den Pfieffewiesen. Eine Zeit ohne Ball! Das Laufen, die kleine Pyramide, die Schwedenrunde, die Berghochsprünge, das Langhanteltraining, das Zirkeltraining, eine wahre Quälerei, aber auch eine wichtige Basis für die lange Saison. 39 Trainingseinheiten, meistens drei Stunden am Stück, zwischendurch lediglich 6 freie Tage, sind im Programm der ersten Vorbereitungsphase. Das ist für alle Beteiligten eine ganz schwierige Zeitspanne. In diese Zeit kommt dann der Abgang von Nilla Oross. Die Trennung ist nicht aufzuhalten. Innerhalb weniger Tage ist bereits die Auswahl zu neuen Kandidatinnen hergestellt. Am 18. und 24. Juni stehen die abwechslungsreichen Trainingsstunden in der Reithalle in Landefeld an. Dort ist es sehr heiß und sandig! Am 23. Juni gibt es gleich zwei Testspiele an einem Tag. Nach dem Heimspiel gegen Aschaffenburg geht es direkt nach Wesertal. Dort gibt es eine glatte Bauchlandung, eine schwache Vorstellung gegen den Landesligisten. Vom 28. bis 30. Juni wird das Lauftrainingslager 2013  absolviert. Mit dem einmaligen Abschluss, dem Treppenlaufen in Kassel.  Zu den Füßen von Herkules geht es die Treppen rauf und runter. Hier soll der „innere Schweinehund“ überwunden werden. Kirchhof I und II meistern die Aufgabe mit Bravour! Im Anschluss daran kommt es im Melsunger Stadtteil zum ersten Kennenlernen mit der neuen Torfrau Mareike Vogel. Sie spielte zuletzt für Harrislee, konnte ihr Team aber nicht vor dem Abstieg retten. Die Vorbereitungen für das 2. Heinrich Horn-Gedächtnisturnier sind  im Laufen, es zeichnet sich ab, dass Spitzenmannschaften kommen. Im Monat Juni erhält endlich der 10-jährige Fynn Marx aus Mosheim das Originaltrikot von seiner Lieblingsspielerin Christin Kühlborn. Seit 2 Jahren wartet er darauf. Stolz nimmt das Handballtalent aus dem Hochland das Trikot mit der Nummer 10 entgegen! Eine schöne Aktion!
 

Juli:

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Juli wird die Dänin Simone Larsen Poulsen Melsungerin! Auch der Umzug von Maja Görl steht im Mittelpunkt. Am 6. Juli folgt ein Testspiel in Kleenheim, Endstand: 40:42. Am 13. und 14. Juli gibt es den Vergleich mit dem Bundesligisten HSG Blomberg/Lippe. Erstmals dabei die neue Nummer 1, Mareike Vogel, im Tor. Vom 15. bis 28. Juli können die 09-Spielerinnen den Sommerurlaub 2013 genießen. Allerdings steht auch das Camp 12 an. Trotz Urlaubszeit ist Handball in den Schulferien vom 22. bis 24. Juli wieder ein Volltreffer. Das nimmt die Damenhandball GmbH zum Anlass, fünf Teilnehmergebühren - insgesamt 450 Euro - für die Hochwassergeschädigten zu spenden. Die SG 09 Kirchhof folgt damit dem Facebook-Aufruf des Berliner Handballtrainers Daniel Untermann und dem Förderverein des Deutschen Handballbundes. Zum Trainerstab von Handballcamp 12 gehört auch der Erfolgstrainer Dago Leukefeld. Dieser einmalige Trainingstag wird gesponsert von pooldreimedia und handballhessen. Die erste Vereinskarte 2013/14 kauft der 74-jährige Falkenberger Karl-Heinrich Vaupel. Er ist seit Jahrzehnten mit Kirchhofs Frauenhandball verbunden. Am 30. Juli hat das Weiss-Team einen Testspielgegner der besonderen Art, Das Nationalteam aus Japan ist zu Gast. Mit 26:42 Toren gibt es eine Lehrstunde.
 

August:

Das Sommerevent bei der SG 09 Kirchhof ist das zweite Heinrich Horn-Gedächtnisturnier. Vom 10. bis 12. August  gibt es in der Stadtsporthalle Melsungen Damenhandball auf hohem Niveau. Tolle Mannschaften, wie der Bundesligist VfL Oldenburg, die Zweitligisten BVB Dortmund und die Vipers der HSG Bad Wildungen oder die holländischen Gäste HV Dos, HV Hellas Den Haag und die beiden Drittligisten HSV Solingen-Gräfrath und die HSG Sulzbach/Leidersbach sind dabei. Mittendrin natürlich die gastgebende SG 09 Kirchhof. Und als der BVB Dortmund auf Grund von Verletzungen passen muss, springen sogar die Spielerinnen von Christian Denk, das 09-Juniorteam, in die Turnierspiele ein. Pech hat Jana Pollmer, sie erleidet einen Nasenbeinbruch und Manja Görl verletzt sich am Knöchel. Den Turniersieg sichert sich die HSG Bad Wildungen. Eine Woche später steht in Bad Blankenburg das viertägige Trainingslager an. Der Mannschaftabend geht in die Vereinsgeschichte ein, die Neuen sind unübertrefflich und erhalten viel Beifall während ihrer Aufnahmeprüfung ins Team. Die Wahl der Kapitänin ist ebenfalls etwas ganz Besonderes. Mit einer Doppelspitze geht die SG 09 Kirchhof in die Saison 2013/14. Soll heißen, die Mannschaft wählt Cristina Mihai zur Kapitänin, ihr zur Seite steht Christin Kühlborn. Gegen den Bundesligisten Bietigheim und gegen den Deutschen Meister und Pokalsieger THC Thüringen finden weitere Testspiele statt, zwischendurch das Schaschlikessen mit Anatoli. Jetzt naht die Saison, der Countdown läuft. Kirchhof II wählt Lea Grube zur Kapitänin .
 

September:

Für die Handballerinnen der SG 09 Kirchhof wird es schon eine Woche vor dem Saisonstart in die 2. Liga ernst. In der ersten Runde um den DHB-Pokal müssen die Grün-Weißen beim Klassenkameraden SV Union Halle Neustadt antreten. Ein schweres Los.

Die Bindung ist noch nicht da, die Abstimmung fehlt und mit Jana Pollmer und Manja Görl fallen zwei wichtige Spielerinnen seit dem Heinrich Horn-Gedächtnisturnier aus der Stammsieben. Dagegen ist Union Halle Neustadt ein eingespieltes Team, lediglich Neuzugang Nadja Bolze vom THC Thüringen ist im Feld hinzugekommen. Kirchhof gewinnt trotzdem mit 23:24 Toren, dabei überragen Neuzugang Simone Larsen Poulsen und Abwehrspezialistin Lena Hildebrandt. Das Pokallos beschert nun den TSV Oschatz, das Spiel soll im Oktober stattfinden. Die volle Konzentration gehört ab sofort dem Saisonstart! Die Spiele beginnen. Mit 32 Spielerinnen, mit der Doppelspitze, mit zwei Kapitäninnen nämlich, mit dem unwiderstehlichen und unübertrefflichen Cheftrainer Gernot Weiss und seinem Co-Trainer, seiner dritten Hand, Christian Denk, mit dem neuen Sponsorenpool und den großen und kleinen Fans sowie den vielen Menschen im Hintergrund, soll Vieles gelingen. Die Mannschaft für die Zweite Bundesliga ist gierig auf Handball. Sowohl quantitativ als auch qualitativ hat sich der SG-Kader gegenüber der Vorsaison verbessert. Zu drei zweitligaerfahrenen Spielerinnen kommen fünf Talente, von denen nach der Vorbereitung Andrea Mertens am nächsten an der Stammsieben dran ist. Kirchhof nimmt Kurs auf. Es geht los. Und wie! Kirchhof muss sich vor der zweiten Saison nach dem Aufstieg nicht fürchten. Selbst, wenn es sich wohl um die stärkste Zweite Liga aller Zeiten handelt. Der Blick geht auf den ersten Spieltag. Ein Duell, das in der letzten Saison so umkämpft war, wie kaum ein anderes. Zu Gast in der Stadtsporthalle ist die TSG Ober-Eschbach mit ihrem neuen Trainer Matthias Kornes und einer runderneuerten Mannschaft. Die neue TSG ist schwer auszurechnen. Neu ist die Schweizerin Petra Diener im Tor. Auf der rechten Seite tummeln sich Yevheniya Knoroz (ukrainische Nationalspielerin) und Emilia Rogucka (polnische Nationalspielerin) sowie die hoch talentierte Stefanie Schriever als Spielgestalterin und die Spielerin, die laut Gernot Weiss alles kann, die slowenische Nationalspielerin Petronela Kovacikova. Am 8. September gelingt der SG 09 Kirchhof im Hessenderby der erste 26:25-Heimsieg. Ein Ausrufezeichen ist gesetzt. Großen Verdienst dabei hat Torfrau Mareike Vogel, die Tore für Kirchhof erzielen: Lena Hildebrandt 1, Jana Pollmer 4/1, Christin Kühlborn 3, Swantje Heimburg 3, Vilte Duknauskaite 3, Cristina Mihai 5, Simone Larsen Poulsen 7 und Carina Aselmeyer 1. Live dabei sind 500 Zuschauer. Am 14. September entzaubert Kirchhof die „Meenzer Dynamites“ mit 20:24 Toren. Gernot Weiss ist begeistert wie selten zuvor. Stabil in der Abwehr und im Angriff läuft der Ball! Ohne Stockfehler, ohne Ballverluste und zur Spielerin des Tages wird Mareike Vogel gewählt. Inzwischen ist Viktoria Marquardt wegen internen Differenzen bei Kirchhof II ausgeschieden. Gleich am zweiten Spieltag in der Landesliga Nord scheitert das Juniorteam an Wesertal. Kirchhof I stolpert am dritten Spieltag zu Hause und muss gegen Aufsteiger Allensbach eine Niederlage mit 32:38 Toren akzeptieren. Damit ist der Fabelstart vergessen. Die Hühner vom Bodensee sind immer wieder entwischt und bei der SG 09 wird der Wille zum Zweikampf vermisst. Ann-Kathrin Hieronymus scheidet aus persönlichen Gründen zum 30. September aus dem Team aus.
 

Oktober:

Das Achtelfinale ist erreicht, die SG 09 Kirchhof gehört zu den besten 16 Teams im Deutschen Handballpokal. Auf dem Weg dorthin ist der TV Oschatz besiegt. Am 12. Oktober folgt der 27:30-Auswärtssieg gegen den Aufsteiger Neckarsulmer Sportunion. Spaß gibt es wieder in den Herbstferien mit den Handballkids aus der Region. Die Heimspiele gegen SVG Celle und den dritten Aufsteiger, den HC Rödertal, gehen verloren. Die Stimmung ist dementsprechend, Kirchhof im Dirndl fällt aus. Innerhalb des Teams stimmen Einstellung, Vernunft und Moral nicht. Die Enttäuschung ist groß, die Chancen sind gegeben und auch Qualität ist reichlich vorhanden. Vertrauen und Akzeptanz werden bemängelt. Ist Kirchhof I aus der Spur gekommen? Sind dabei die negativen Faktoren Neid und Eifersucht im Spiel? Fragen, die nur zögerlich beantwortet werden können. Kirchhof II dagegen kämpft sich von Woche zu Woche mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung auf den zweiten Tabellenplatz in der Landesliga Nord. Die Talentschmiede wächst und gedeiht. Am 28. Oktober legt die Damenhandball SG 09 Kirchhof GmbH das zweitbeste wirtschaftliche Ergebnis seit seiner Geburtsstunde vor! Renate Denk wird mit 875 Stimmen wieder gewählt und bestätigt.
 

November:

Wie seit ewigen Zeiten startet der November mit der Riedforstjagd. Den Abend bezeichnet Trainer Gernot Weiss als eine echte Teammaßnahme für seine Mannschaft. Und sie fruchtet! Am folgenden Sonntagnachmittag, am 3. November, gewinnt die SG 09 Kirchhof im Pokal gegen den Ligakonkurrenten 1. FSV Mainz 05! Das Team von Gernot Weiss steht damit im Viertelfinale. Die Pokalauslosung durch Bürgermeister Marcus Boucsein beschert das Auswärtsspiel bei der HSG Blomberg-Lippe! Der Spielplan führt Kirchhof die Woche darauf nach Nellingen. Insgesamt fährt die Kirchhof-Karawane am 9. November 3.640 Kilometer. In den drei Pkws und 2 Kleinbussen sitzen: 1 Cheftrainer, 1 Co-Trainer, 1 Teammanager, 1 Betreuer, 16 Spielerinnen, 5 Fahrer und 1 Fotograf. Mit nach Hause nimmt die Sportgemeinschaft 2 Punkte! Freude pur, innerhalb von wenigen Sekunden wird die schöne Nachricht „Wir haben gewonnen“ von der Litauerin Vilte Duknauskaite, der Schweizerin Karina Morf, der Belgierin Andrea Mertens, der Rumänin Cristina Mihai und der Dänin Simone Larsen Poulsen in ihren jeweiligen Landessprachen per Videoclip überallhin übertragen. Swantje Heimburg übernimmt den Part der deutschsprachigen Spielerinnen und übersetzt. Jetzt kommt nach Melsungen Klassenkamerad Halle Neustadt. Doch mit 28:29 hat Kirchhof erneut zu Hause kein Glück. Trainer Gernot Weiss bringt es auf den Punkt: „Wir haben nicht gebrannt!“ Die ruhige Hand der verletzten Spielerin Simone Larsen Poulsen fehlt außerdem. Der Tabellenstand: Platz 7, bei 8:8 Punkten und 230:236 Toren. Aufregend sind also die Novembertage wieder. Die Angst vor dem Abrutsch in die Abstiegszone ist spürbar. Das Stimmungsbarometer muss schnellstmöglich wieder ansteigen, die Mannschaft muss in die Spur kommen, die Leistungskurve nicht so grell sein und die Hoffnung heißt: Keine Eiskälte im Dezember!
 

Dezember:

Am 1. Dezember stellt sich in der Stadtsporthalle die Spitzenmannschaft, der BVB Dortmund, vor. Am 7. Dezember geht es nach Buchholz-Rosengarten, am 14. Dezember kommt Sachsen Zwickau und am 21. Dezember ist das Derby gegen den Nachbarn in Bad Wildungen. Nicht nur die Weihnachtslichter sollen brennen. Alle im Team und um das Team herum sollen brennen. Um dann in aller Ruhe und Bescheidenheit Weihnachten genießen zu können, ehe schon am 27. Dezember die Vorbereitung auf das Berlinspiel beginnt. Das ist Leistungssport in der 2. Bundesliga! Undiszipliniertheiten können nicht mehr akzeptiert werden. Zum Ende des Jahres sorgen die Mädchen des Jahrganges 1999 mit der Hessenauswahl für schöne Schlagzeilen. Es sind: Hannah Grothnes, Elisabeth Trieschmann, Lea Günther und Paula Küllmer.


 

Januar:

2014

Nach dem 22:22-Unentschieden am 4. Adventssonntag 2013 bei den Vipers, der HSG Bad Wildungen, flackern die Weihnachtslichter noch einmal auf, doch viele Sorgen und Nöte lassen sich nicht verbergen. Auch das Unentschieden, das 27:27 in der Hauptstadt Berlin, am 4. Januar 2014, ist eigentlich sensationell. Man könnte meinen, ein guter Start, um einen gesicherten Mittelplatz in der Zweiten Bundesliga erzielen zu können. 

Die Hoffnung stirbt zuletzt! Doch es brodelt und knistert weiter, die Diskussionen nehmen kein Ende. Keine stressfreien Tage, kein Spaß am Spiel und keine Harmonie im Team. In Berlin kommt es auch zum ersten Kennenlernen mit der Brasilianerin Rafhaela-Maria Priolli.  

In der Woche darauf zeichnet sich wiederholt ab, dass sich die guten Einzelspielerinnen nicht mehr zu einem Team formen lassen.  „Wir passen nicht zusammen“, sagt Trainer Gernot Weiss. Er vergleicht sein aktuelles Team mit einer „launischen Diva“. Auch kurz vor dem Pokalspiel, beim Bundesligisten Blomberg/Lippe. Im Viertelfinale folgt eine Lehrstunde, das einzige Positive: Der Blombergkuchen. Dieser wird fortan von Heidi Dehnhardt zu allen wichtigen Anlässen gebacken. 

Unsere Mannschaft 2013/14 dagegen kann und will nicht zuhören, nichts aufnehmen, die Spielerinnen machen, was sie wollen. Sie spielen für sich. Ihre frühen Abwanderungsgedanken spiegeln sich in den unkonzentrierten Auftritten wider. Kosten später sogar den Klassenerhalt. Keine Wertschätzung ist zu spüren, diese kann nicht verordnet werden, diese muss von innen kommen. Selbst gegen Nord Harrislee folgt eine bittere 20:25-Heimniederlage. Der absolute Tiefpunkt. Wie soll es weitergehen? Trainer Weiss denkt laut über einen sofortigen Rücktritt nach. Er wiederholt immer wieder: „Ich übernehme die Verantwortung“.
Kreisläuferin Katharina Wagner, von der TSG Ober-Eschbach, ist zu Besuch in Melsungen.
 

Februar:

Im Februar schlägt der 26:23-Heimsieg gegen Mainz 05 zu Buche. In der Halbzeitpause überreicht Bürgermeister Markus Boucsein die Ehrennadel der Stadt Melsungen an Renate Denk. Sie schaut auf 20 Jahre Ehrenamt im Vorstand und im Damenhandball bei der SG 09 Kirchhof zurück. Das Jubiläum des Jahres. Zum ersten Mal ist an diesem Tag Rafhaela-Maria Priolli zu Besuch in Melsungen. Der Transfer soll vonstattengehen.

Ein Lichtblick für die Zukunft in den dunklen Tagen. Die Woche darauf wird der kleine Siegeszug schon wieder gestoppt. Die Handballerinnen verlieren am Bodensee beim SV Allensbach mit 29:27 Toren. Es ist ein Spiel auf Messers Schneide. Disziplinlosigkeiten am laufenden Band, von taktischen Defiziten wird gesprochen. Torfrau Mareike Vogel erwischt einen rabenschwarzen Tag. Sie berührt keinen Ball. Das Auf und Ab ist nicht abzustellen, es findet sich keine Konstanz. Der Blick auf die Tabelle: Die SG 09 Kirchhof ist Achter mit 16:18-Punkten, nur einen Zähler vor Neckarsulm. Sichtlich angeschlagen ist Manja Görl, sie muss und will auf die Zähne beißen. Die erfahrene Rückraumspielerin findet keinen Anschluss, kann ihr Leistungsvermögen nicht abrufen. In diesen eiskalten Februartagen bleibt demzufolge die nächste Heimniederlage nicht aus. Kirchhof verliert gegen Neckarsulm mit 21:26 Toren und damit überholt nun auch der Aufsteiger die SG 09 Kirchhof. Die NSU-Kapitänin Martina Fritz bringt es auf den Punkt: „Kirchhof hat viele gute Einzelspielerinnen, aber wir haben das als Mannschaft viel besser gelöst.“ 30 Minuten kam Fritz nicht zum Zug, saß dann fünf Minuten auf der Bank, ehe gleich der erste Wurf saß. Zu abgezockt war der starke Neuling, der im packenden Abstiegskampf nun einen Punkt vor Kirchhof rangiert. Bei Kirchhof verlieren die Spielerinnen völlig den Faden und den „Kopf“, mit dem  „Trotzköpfchen“ wird ständig gehadert.

Die Körpersprache, das Wort des Jahres, ist nicht mehr vorhanden. Der derzeitige Tabellenplatz lügt nicht. „Wir sind mitten im Abstiegskampf“ und wieder folgt ein Diskussionsmarathon. Trainer Gernot Weiss kommt der Bitte nach: „Durchzuhalten bis zum Saisonende“. Allerdings erfolgt die sofortige Trennung von der Kreisläuferin Lena Hildebrandt. Weitere Entscheidungen werden offiziell: Jana Pollmer und Swantje Heimburg gehen zum Saisonende von Bord.

Noch liegt die SG 09 Kirchhof in der Zweiten Bundesliga vier Zähler vor einem Abstiegsplatz, die restlichen 10 Saisonspiele haben es allesamt in sich. So reist die Sportgemeinschaft zum Ende des Monats nach Celle. Die mutige Parole: „Wir sind stark genug, jeden Gegner in der Liga zu schlagen“, gibt Cristina Mihai aus.

Siehe da, beim Ligaprimus gelingt ein 27:27-Remis. Immerhin, 1 Punkt! 1 Punkt zu wenig? Wer weiß? Karina Morf bedankt sich für das Vertrauen eines 56-minütigen Auftrittes mit einer tollen Leistung. Die Torfrau pariert zudem zwei Siebenmeterwürfe von Anna-Katharina Loest und Nadine Smit. Swantje Heimburg bleibt die Krönung eines starken Auftritts verwehrt. Der Ball klatschte in allerletzter Sekunde zum neunten Mal ans Aluminium. Und trotzdem: Fristgerecht stellt Kirchhof die Lizenz für die Zweite Bundesliga. 

Das Juniorteam gewinnt gegen den TV Hersfeld mit 32:20. Kim Mai und Huda Otto überragen. Laura Sauerwald reift zur Abwehrchefin. Das junge Kirchhof-Team geht leider sang- und klanglos gegen die Zweite von Germania Fritzlar mit 31:14 Toren unter.  

Im Feburar gratuliert die SG 09 Kirchhof Heinrich Schmidtkunz zum 80. Geburtstag. Er hat über zwei Jahrzehnte engagiert den Arbeitskreis Damenhandball geführt
 

März:

Der Frühling wird eingeläutet, im März hofft die SG 09 Kirchhof im Spiel gegen den TV Nellingen auf das Quäntchen Glück. Der Kirchhof-Trainer stellt nun die Charakter-Frage. Grund dazu gibt es allemal, die Arbeitsverweigerung bei den Rödertalbienen. Aus eigener Kraft will sich die Sportgemeinschaft nun aus der Abstiegsspirale rausziehen. Und siehe da, diesmal halten die Spielerinnen dem Druck Stand. Als Einheit tritt das Team auf und wird mit einem 30:24-Heimsieg gegen Nellingen belohnt. Endlich offenbart sich das wahre Potenzial der Kirchhoferinnen. Der Abstiegskampf zehrt allerdings an den Nerven und in Halle Neustadt gibt es eine deftige 32:27-Niederlage. Kirchhof nimmt mit 19:25 Punkten den 9. Tabellenplatz ein, doch von Platz 6 bis 12 ist alles möglich, alles offen.

Andrea Rédli kommt zum Probetraining, es gibt ein erstes Treffen mit Julia Diehl. 

Das Juniorteam belegt mit 20:12 Punkten den gesicherten 4. Tabellenplatz in der Landesliga Nord. Die 17-jährige Kim Chiara Mai schnuppert ab sofort die raue Bundesligaluft, sie hat bislang im Juniorteam mit tollen Leistungen auf sich aufmerksam gemacht.

Die Kinder-und Jugendarbeit soll Tessa Denk vorantreiben, die 26-Jährige wird in der Jahreshauptversammlung in den Vorstand gewählt.

Karl Siegner, langjähriger Betreuer der I. Damenmannschaft, wird zum Ehrenmitglied ernannt. Die beiden Jugendtrainerinnen Kerstin Pregler und Maria Rothhämel sind 15 Jahre ehrenamtlich für die SG 09 tätig.
 

April:

Im April reist Kirchhof nach Dortmund, geht dort leer aus. Standhandball wird gespielt. Die Niederlage ist nicht tragisch, aber die Art und Weise unverständlich. Das nagt am Selbstvertrauen und spitzt die Situation weiter zu. 09 spielt zu Hause gegen Rosengarten/Buchholz 26:26. Wieder ein verlorener Punkt? Ja! In der Not wird noch einmal zusammengerückt, Kirchhof nimmt Platz 10 ein und kämpft mit Nellingen, Mainz 05, Nord Harrislee, Allensbach und Ober-Eschbach um den Klassenerhalt. Druck gibt es wieder in Zwickau. 31:30, durch diese knappe Niederlage gelingt leider nicht der erhoffte Befreiungsschlag. Die 09-Perspektivspielerinnen Karina Morf, Laura Nolte und Kim Mai läuten vergeblich eine tolle Aufholjagd ein. Die Luft wird ganz dünn.

Atemlos geht es auf die Heimreise. Und doch gibt es eine positive Schlagzeile: Laura Nolte bleibt in Kirchhof. Treue ist ihr wichtig, seit 2005 trägt die junge Spielerin das Kirchhof-Trikot. Sie bedauert in der Hallenzeitung: „Es ist schade, dass mein erstes Bundesligajahr so traurig verläuft“. In Kirchhof nicht angekommen sind Manja Görl und Mareike Vogel, beide ziehen zum Saisonende ebenfalls weiter. Am 12. April entscheidet sich die Ungarin Andrea Rédli für Kirchhof.

Die Vizemeisterschaft in der Oberliga sichert sich die weibliche Jugend C mit ihrer Trainerin Maria Rothhämel. 20:8 Punkte bei 349:247 Toren. Eine tolle Leistung. Das Kirchhof–Team spielt in folgender Besetzung: Paula Küllmer, Alina Heinze, Julia Steinmetz, Sophie Wagner, Lena Zahnwetzer, Nele Konetzka, Elisa Führ, Emma Schott, Johanna Dietzel, Lea Rothhämel, Lena Hertel, Melina Wilke, Kiara Dittmar, Antonia Gondermann, Andra Lucas. Betreuer ist Bernd Dittmar.

Das Spiel in der Landesliga Nord, bei der FSG Körle/Guxhagen, fällt aus, da es in Guxhagen durch das Hallendach regnet. Das Spiel wird für Kirchhof am „Grünen Tisch“ gewertet.

Bedauert wird die Entscheidung von Huda Otto, die Studentin benötigt eine Auszeit und so heißt es, auch von der Spielerin mit der Nummer 9 Abschied nehmen. Bianca Einhorn sieht Mutterfreuden entgegen, die unkomplizierte Torfrau Evelyn Rauscher geht ins Ausland, Laura Clobes zu der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen und Theresa Siebert entscheidet sich für Dittershausen. Viele junge Talente stehen bereits in den Startlöchern.

Kirchhof II spielt lange in der Saison 2013/14 vorne mit, doch die Rückrundenniederlagen gegen Wesertal und am letzten Spieltag gegen Meister und Aufsteiger HSG Zwehren/Kassel bedeuten schließlich Platz 4.  

Das Handballcamp 15 ist wieder ein Volltreffer. Der ehemailige Nationaltrainer Dago Leukefeld ist zu Besuch und gibt wertvolle Tipps.
 

Mai:

Am 3. Mai, im Heimderby gegen die Vipers aus Bad Wildungen,wird der Sportgemeinschaft im wahrsten Sinne des Wortes das Genick gebrochen. Kein Widerstand ist mehr zu spüren, längst haben die Spielerinnen mit Kirchhof abgeschlossen. Kirchhof verliert gegen den Aufsteiger in die 1. Bundesliga. Eine Woche später, gegen die Füchse aus Berlin, gibt es das gleiche Ergebnis wie im Januar: Ein 27:27-Unentschieden.

Cristina Mihai macht es möglich, ein kleines Fünkchen Hoffnung bleibt. Im letzten Auswärtsspiel, beim TSV Nord Harrislee, muss die Sportgemeinschaft die bittere Wahrheit hinnehmen: Last-Minute-Abstieg. Das Abstiegsfinale ist vermasselt. Der Frust sitzt tief. Aus, vorbei, zurück in Liga Drei. Die SG 09 Kirchhof steigt ab, ein Scherbenhaufen ist zu kitten.Trainer Gernot Weiss geht von Bord.

Am 28. Mai 2014 gibt der Hauptsponsor B.Braun Melsungen AG Planungssicherheit: „Auf ein Neues, ein neuer Werbevertrag ist vorgelegt und unterschrieben“, so Renate Denk. Kurz vorher gibt es auch von Hauptsponsor ISP Waldeck eine Sonderzahlung. Der direkte Wiederaufstieg wird in naher Zukunft angestrebt. Geduld und Gelassenheit sollen helfen.

Leider hat der Vertrag für die neue Kreisläuferin Katharina Wagner keine Gültigkeit, sie entscheidet sich nun für Mainz 05. Auch Simone Larsen Poulsen und Carina Aselmeyer suchen sich neue Vereine in der Bundesliga.

Es bleiben die Torschützenkönigin 2013/14 Cristina Mihai, Linksaußen Christin Kühlborn (Vertrag bis 2017), Eigengewächs Laura Nolte, Torfrau Karina Morf (Vertrag bis 2016) und Kim Chiara Mai. Sie steht auf dem Sprungbrett und erhält einen Dreijahresvertrag. Sandra Kühlborn spielt nur noch für das Juniorteam.

Die ersten Trainergespräche mit vier auserwählten Kandidaten verlaufen viel versprechend. Deutschlandweit bestätigt sich der gute Ruf der SG 09 Kirchhof. Das Auswahlverfahren wird mit der Verpflichtung von Markus Berchten abgeschlossen. Seine Arbeit soll am 8. Juli 2014 beginnen. Die Vereinsfahne weht vorerst zum letzten Mal  in der Zweiten Bundesliga.
 

Juni:

Am 13. Juni stirbt die ehemalige Kirchhof-Spielerin Mihaela Apostol an einem Gehirntumor. Die SG 09 Kirchhof wird der 42-Jährigen ein ehrendes Gedenken bewahren.

Am 19. Juni ist der erste öffentliche Auftritt beim Brauereifest in Baunatal. Erstmals mit dabei, Julia Diehl. Sie und die ganz jungen Spielerinnen vom Juniorteam vertreten Kirchhof würdig. 16 hungrige Spielerinnen sitzen im Vereinsraum und demonstrieren Geschlossenheit und Stärke während der ersten Spielersitzung. Die beiden Neuzugänge heißen hier: Jennifer Ivan (17 Jahre) und Katharina Hintze (25 Jahre). Alle anderen Spielerinnen sind von frühster Jugend gereift und freuen sich darauf, das Kirchhof-Trikot tragen zu können.

Schwitzen und trainieren heißt es nun in den Sommertagen für die neue Saison, alle sind mit Spaß und Freude, aber auch mit Ernst bei der Sache. In seine 15. Saison geht Dr. Gerd Rauch, der Mannschaftsarzt. Christian Denk, der Juniortrainer, steht in seiner fünften Saison an der Seitenlinie.
 

Juli:

Am 1. Juli feiert die Damenhandball SG 09 Kirchhof GmbH ihr 10-jähriges Bestehen. Fußball dominiert in Deutschland und so kann die SG 09 Kirchhof in aller Ruhe zu Werke gehen. In aller Abgeschiedenheit wird emsig trainiert und zwei tolle Mannschaften wachsen zusammen. Am 8. Juli findet das erste Training unter dem neuen Trainer Markus Berchten statt und am 13. Juli ist Kirchhof zu einer Jubiläumsveranstaltung in Trendelburg, bei der HSG Reinhardswald, eingeladen. Ein gutes Bild gibt die Sportgemeinschaft dort ab. Kirchhof I und II, angeführt von der ehemaligen rumänischen Weltmeisterin Cristina Mihai sowie die BI und BII, spielen Handball mit Herz. Die Neuzugänge Rafhaela Priolli, Andrea Rédli und Julia Diehl sind noch nicht spielberechtigt. Der neue Trainer Markus Berchten nimmt zum ersten Mal auf der Kirchhof-Bank Platz. Viele Handballtalente demonstrieren: Kirchhof lebt und wird auch nach dem Abstieg wieder für Furore sorgen können. Das erste Heimtrainingslager in der Stadtsporthalle verläuft ebenso vielversprechend. Über Facebook findet die SG 09 einen neuen Hallensprecher.

Am 18. Juli nimmt die SG 09 Kirchhof von ihrem Ehrenmitglied Hans Martin Horn Abschied. Der 83-Jährige verstarb am 13. Juli. Er gehörte in den 70er und 80er Jahren zum Arbeitskreis Damenhandball. Die SG 09 Kirchhof wird Hans Martin Horn ein ehrendes Gedenken bewahren.
 

August:

Die SG 09 Kirchhof besucht den THC Thüringen im Trainingslager in Zeulenroda. Dort wird die Kooperation mit dem Deutschen Meister verlängert. Die deutsche Juniorennationalspielerin Marieke Blase erhält für Kirchhof ein Doppelspielrecht. Die 20-Jährige trägt zum ersten Mal das Kirchhof-Trikot beim Heinrich Horn-Gedächtnisturnier.

Sie zeigt und sagt: „Ich trage gern das Kirchhof-Trikot“ und alle spüren es. Marieke Blase geht mit voller Überzeugung an ihre neuen Aufgaben heran. Persönliche Weiterentwicklung und Kirchhof nach vorn bringen. Ihr Vorbild im Team: Cristina Mihai.

Stolz präsentiert die SG 09 Kirchhof am zweiten Wochenende im August nicht nur Marieke Blase, sondern auch die ganz neue Mannschaft, fast (!!) komplett. Dabei die 18-jährige Rica Wäscher. „Sie passt perfekt zu uns“.  Auch das Nesthäkchen, die 17-jährige Hessenauswahlspielerin Luisa Teichmann, ist mit von der Partie. Ihr Erstspielrecht liegt noch bei der A-Jugend vom TV Hersfeld. „Es wächst etwas zusammen“, die erste Bilanz. Turniersieger um den Heinrich Horn-Pokal wird der BVB Dortmund. Der Bundesligist HSG Blomberg/Lippe zeigt einen ebenso tollen Handball.

Der erste Rückschlag für die Sportgemeinschaft: Neuzugang Julia Diehl fällt verletzungsbedingt viele Wochen aus. Vom 14. bis 17. August ist das zweite Heimtrainingslager in der Stadtsporthalle Melsungen terminiert.

Das Beste zum Schluss: Zum Ende des Monats gibt es weitere Verstärkungen: Der Liebe wegen kommt Sharelle Maarse nach Melsungen, ihr Freund Jeffrey trägt das MT-Trikot. Die Niederländerin begeistert mit ihrer Spielführung. Aber auch Anežka Zuzánková, tschechische Juniorennationalspielerin, nimmt Einzug in Binsförth und wird für das Tor verpflichtet. Sie erhält einen Zweijahresvertrag. Anežka Zuzánková kommt vom Spitzenclub Olamuc.

Zum Ende des Monats spielt die SG bei der HSG Kleenheim um den Mittelhessen-Cup.

Am 27. August nominieren die Dance Devils die SG 09 Kirchhof zur ALS-Icebucket-Challenge. Das Kirchhof-Team nimmt diese Herausforderung an, schüttet sich Wasser über den Kopf und spendet 200,00 Euro zur Forschung für die unheilbare ALS-Krankheit. An dieser Krankheit ist 2002 der Ehrenvorsitzende Heinrich Horn verstorben.
 

September:

Das Juniorteam baut ein Floß und paddelt über die Fulda. Symbolisch wird dargestellt: „Wir sitzen alle in einem Boot.“

Kirchhof hat vier neue Anwärterinnen für den schwierigen und ungeliebten Job des Schiedsrichters. Tessa Denk, Marina Weyrauther, Johanna Ludwig und Johanna Ulrich beginnen ihre Schiedsrichterausbildung für die Grün-Weißen. Damit kann die SG 09 Kirchhof über das Jahr hinaus das vorgegebene Schiedsrichtersoll erneut erfüllen. Dem Kirchhof-Schiri-Team, angeführt von: Karl-Martin Hartung, Bernd Dittmar, Udo Horn, Christian Denk und Marcel Dietrich sowie Youngster Dennis Horn, gebührt großer Dank. „Ohne ihren Einsatz können wir keinen Handball spielen“, wissen auch die Spielerinnen dieses Engagement zu schätzen. Übrigens hat die SG 09 Kirchhof wegen fehlender Schiedsrichter noch nie Strafen zahlen oder Punktabzüge hinnehmen müssen.

Im September beginnen die Spiele, das erste Heimspiel beschert den starken Aufsteiger HSV Marienberg und es folgt die erste Niederlage in Liga Drei. Das saß! Wohlgemerkt mit 10 Toren. Kein guter Einstand für den neuen Chef-Trainer, die neuen Spielerinnen und die neue Stimme in der Stadtsporthalle. Axel Hermann löst Sören Wennerlund ab.

Kirchhof I und II sind chic eingekleidet. Der neue Ausrüster, Salming Deutschland. Die Werbepartner machen es möglich: B. Braun Melsungen AG, Hütt, VR Bank, ISP Waldeck und Intersport Melsungen sowie HM Haustechnik Melsungen. „Das schönste Trikot seit vielen Jahren“, schwärmt Christin Kühlborn.

Wiedergutmachung stand am zweiten Spieltag, im ersten Auswärtsspiel, auf der Tagesordnung. 30:42 – der Auswärtssieg in Bad Salzuflen, die passende Antwort. Ein Sieg zum richtigen Zeitpunkt. Überragend Cristina Mihai mit 16/3 Toren. Diese 16 Tore widmet die Kirchhof-Kapitänin ihrer Mutter. Sie ist aus Rumänien zu Besuch. Da strahlen endlich auch die Cheffahrer: Uwe Frede und Ulrich Bonkowski verstauen die ersten Pluspunkte im Kofferraum.

Merlin Einhorn wird geboren und Karina Morf feiert ihren 19. Geburtstag.

Das Juniorteam muss sich am ersten Spieltag in der neuen Runde gegen die Reserve der Germania Fritzlar messen. Fritzlar II hat mächtig aufgerüstet und erfahrene Spielerinnen reaktiviert. Die neue Trainerin, Viktoria Marquardt, will es wissen. Dennoch hält Kirchhof dagegen und zeigt einen erfrischenden Tempohandball. Das Unentschieden feiern Kirsten Bänfer, Laura Sauerwald und Kim Mai wie einen gefühlten Sieg. Laura Nolte gelingt der Ausgleichtreffer. Kirchhofs Juniortrainer, Christian Denk, schwärmt: „Ich bin stolz auf mein Team!“ An seiner Seite, Betreuer Karl-Martin Hartung und Betreuerin Konny Nolte.

In Großenlüder, bei der HSG Hainzell/Großenlüder, legt Kirchhof nach und siegt mit 28:30.

Endlich liegt auch die Spielberechtigung für die tschechische Torfrau Anežka Zuzánková vor. Petr Hruby und Monika Ludmilova stehen der SG 09 hier beratend zur Seite. Im September fällt der Weltkindertag „ins Wasser“, das Pokalspiel gegen den ehemaligen Klassenkameraden SV Union Halle Neustadt geht verloren, dort spielt nun Swantje Heimburg.Aus Studiengründen scheidet Julia Röse aus dem Juniorteam aus. Die Youngster, die neuen Talente in Grün heißen: Janina Friedrich, Johanna Ludwig, Nora Minhöfer und Lisa Heinemann.
 

Oktober:

Im Oktober bleiben Kirchhof I und II weiter auf der Siegerstraße. Eine schöne Schlagzeile ist in der HNA zu lesen:  „Mit Wäscher weiter auf der Erfolgswelle“. In Rohrsen wird der dritte Sieg eingespielt. Die 18-Jährige übernimmt dort Verant- wortung, wirft 6 Tore und trifft auch von der Siebenmeterlinie. Eine Allrounderin und Teamplayerin: Rica Wäscher. Außerdem wird sie Jugendtrainerin der weiblichen D-Jugend. Die Zusammenarbeit zwischen Kirchhof I und II wird noch enger, wie all die Jahre zuvor. Die beliebten Camps sind gefährdet, die heimische Region bietet nun insgesamt 5 ähnliche Camps in den Herbstferien an. Salming Deutschland hat daraufhin eine tolle Überraschung für das Kirchhof Camp, eine Schuh-Aktion, die nicht zu überbieten ist!

In Halle/Westfalen, beim 19:27-Auswärtssieg, heißt die Matchwinnerin: Sharelle Maarse. Ihre Eltern reisen aus Holland an und Rafhaela Priolli hat Besuch aus Brasilien – insgesamt sind 30 Fans vor Ort dabei.

Die Jugendmannschaften eilen von Sieg zu Sieg. Gegen Vellmar glänzt das Juniorteam beim 28:24-Heimsieg, unermüdliche Antreiberin ist Kirsten Bänfer.

Annika Konklowsky ist die Spielerin des Monats Oktober, sie hatte auf Grund einer schweren Schulterverletzung drei Jahre pausieren müssen, eine unendliche Leidenszeit endet jetzt. Die Regisseurin ist Dreh-und Angelpunkt im Juniorteam. Die SG 09 Kirchhof kann sich auf die Eigengewächse Laura Nolte und Christin Kühlborn verlassen.
 

November:

Bei der Riedforstjagd glänzt die Kirchhof-Mannschaft in einer einmaligen Gemeinschaftsaktion. Allen voran: Laura Nolte und Anežka Zuzánková.

Gegen Leipzig II folgt der nächste doppelte Punktgewinn. Karina Morf und Andrea Rédli überzeugen beim 19:18-Arbeitssieg. Rafhaela Priolli ist die neue Abwehrchefin.  

Im November stehen 8 Spiele im Programm, alle Spiele werden gewonnen und Laura Nolte spielt 7 x im Kirchhof-Trikot. Eine unübertreffliche Leistung.

Die Zuschauerzahlen sind leider nicht zufriedenstellend. In Hahlen tankt Kirchhof Selbstvertrauen beim 22:33-Erfolg. Christin Kühlborn, Marieke Blase und Cristina Mihai treffen am besten, Sharelle Maarse führt klug Regie. Co-Trainer Christian Denk vertritt Markus Berchten, der 09-Cheftrainer spielt zeitgleich mit seiner A-Jugend von Eintracht Baunatal. 

Am 14. November feiert das Eigengewächs Kim Mai ihren 18. Geburtstag. Nach dem 34:19-Heimsieg gegen die HSG Blomberg/Lippe II übernimmt Kirchhof den zweiten Tabellenplatz. Übrigens, der achte Sieg in Folge und da kommt auch der ruhige, neue Cheftrainer endlich ins Schwärmen. Die 17-jährige Kreisläuferin Jennifer Ivan schnuppert erste Luft im Vorzeigeteam, reiht sich sogar in die Torschützenliste ein. Zwei Tage später wirft sie auch in der Landesliga, gegen die HSG Twistetal, vier Tore. Kirchhof gewinnt souverän mit 24:16. Die Schlagzeile des Monats November: „Tal der Tränen durchschritten“. Christin Kühlborn, Marieke Blase und Rica Wäscher strahlen. Und wie!

Beim Landesligaspiel gegen den TuSpo Waldau überragen Anežka Zuzánková und Laura Nolte. Die Juniorennationalspielerin gibt millimetergenaue Pässe auf die schnelle Laura Nolte und die bedankt sich mit 8 blitzsauberen Toren beim dominanten 14:22-Sieg. Die Damenhandball GmbH bedankt sich bei den Dance Devils für die tollen Auftritte während den Heimspielen in Form einer kleinen Spende. Auch die 09-Jugendarbeit wird gefördert.

Am 30. November wird mit einem kühlen Kopf gegen den Konkurrenten Germania Fritzlar gewonnen. Die Adventsatmosphäre in der Stadtsporthalle ist nicht zu übertreffen. Alle helfen mit, da gibt es Hirschwurst, Christstollen, Eierlikör, Jahreskalender, Nikolausstrümpfe und Stiefel gefüllt mit Schokolade und Glühwein vom Winzer, aber auch die traditionelle Weihnachtsgans. Aus gegebenem Anlass gibt es erstmals sogar zwei Weihnachtsgänse! 500 Zuschauer besuchen das Spiel der Spiele und die neue Kirchhof-Mannschaft erobert sich viele Herzen.

Zuvor hat Kirchhof II gegen den Nachbar, den TSV Wollrode, gewinnen können.
 

Dezember:

Im Dezember 2014 steht Cristina Mihai im Blickpunkt des Geschehens, sie ist die Top-Spielerin in Liga Drei. „Cristina Mihai nicht zu halten“ heißt es nach dem Gipfeltreffen gegen die Germania Fritzlar. „Einer meiner schönsten Artikel in meiner Karriere“, sagt die Profispielerin. Die 38-Jährige ist, im wahrsten Sinne des Wortes, nicht zu halten. Nach dem Derbysieg ziert ein Jubelbild von Cristina Mihai und Marieke Blase die Titelseite der Tageszeitung HNA.

Die Überschrift: „Kirchhof bleibt an der Spitze“ beflügelt mehr denn je. Kirchhof will an der Spitze bleiben, auch 2015. Das Juniorteam verliert leider gegen Wesertal in allerletzter Sekunde und Kirchhof I macht es spannend gegen Minden-Nord. In Osterode wird das Jahr mit einem tollen Kantersieg abgerundet. Dies bedeutet die Herbstmeisterschaft. Endlich ist auch Julia Diehl wieder im Team. Die B-Jugendliche Johanna Ludwig bekommt ihren ersten Spieleinsatz bei Kirchhof I. Christian Denk beginnt die Ausbildung zur Trainer-B-Lizenz. 

Bei der FSG Waldhessen wird auch das Juniorteam Herbstmeister und eine kleine Weihnachtsfeier im Kirchhofer Vereinsraum beendet ein ereignisreiches Jahr.

Am 19. Dezember findet für Kirchhof I ein zauberhafter Abend statt, ehe die Weihnachtsglocken läuten können.  

„Fröhliche Weihnachten und auf ein Neues“, sagt Renate Denk in ihrer Weihnachtsrede. Ein versöhnlicher Jahresabschluss in einem tränenreichen Jahr. Ein Jahr, mit vielen Sorgen und Nöten, mit Unruhen und mit der Rückkehr auf den Kirchhof-Weg. Wohlwissend, dass immer wieder neue Herausforderungen und Veränderungen kommen werden. Die nächste Bewährungsprobe lässt im Sport nie lange auf sich warten.
Schon ist sie da: Am 30. Dezember heißt es in der HNA:  „Berchten wird Nachfolger von Horstmann in der Zweiten Bundesliga“. Was nun? Wie kann und soll das gehen? Die Antwort gibt’s im neuen Jahr!

Kurz vor der Jahreswende zum Jahr 2015, steht die SG 09 Kirchhof in Liga Drei auf dem 1.Tabellenplatz mit 24:2 Punkten. Die Tabellenspitze wird souverän mit 3 Punkten Vorsprung auf den HSV Marienberg verteidigt, das Derby gegen die Germania Fritzlar wurde mit vier Toren, mit 24:20, gewonnen. „Kirchhof hat den Anspruch“, bekunden die Verantwortlichen ganz offen. Beide Kirchhof-Kapitäninnen, Cristina Mihai und Christin Kühlborn, sowieso. Nicht nur das 09-Vorzeigeteam, sondern auch das Juniorteam nimmt Platz 1 in der Landesliga Nord ein und denkt über einen Aufstieg in die Oberliga Hessen nach. Ein Doppelaufstieg? Ist das zu schaffen? Fragen, die uns sehr beschäftigen. Während Kirchhof I und II in den Weihnachtstagen 2014 strahlen, leuchtet auch der Mädchenhandball. Die Jugendarbeit trägt weiter ihre Früchte. Die Sportgemeinschaft 1909 Kirchhof hat fünf Hessenauswahlspielerinnen des Jahrgangs 1999. Die A-Jugend belegt Platz 4. Die BI gewinnt gegen Sulzbach/Leidersbach und Offenbach und führt die Tabelle der Landesliga Hessen ungeschlagen an. Die BII nimmt ebenfalls den ersten Tabellenplatz ein, hier schlägt nur ein Minuspunkt zu Buche. Die C-Jugend rangiert auf Platz 2, die D-Jugend auf Platz 6.  Eine Bilanz, die gute Arbeit widerspiegelt. Zum Ende des Jahres 2014 ein tolles Gesamtergebnis, nach einem, im Mai 2014, leichtsinnig verspielten Klassenerhalt in der Zweiten Bundesliga. Schauen wir zurück auf ein Jahr der Verluste. Auf ein verkorkstes Jahr. Die SG 09 Kirchhof verliert gegen Mitkonkurrenten in der Zweiten Bundesliga wertvolle Punkte. Heimarm spielt das Kirchhofteam in der Stadtsporthalle Melsungen.10 Heimspiele gehen in der Saison 2013/14 verloren. Im Mai verliert die SG 09 Kirchhof auch Trainer Gernot Weiss, dieser Abgang war mehr als traurig. Der Verlust riesig!

Das Sportjahr 2014 bringt in der zweiten Jahreshälfte Jubel, Freude und Spielerinnen, die sich in den Dienst der SG 09 und der Mannschaft stellen. Niedergeschlagenheit und Trauer aus der ersten Hälfte des Jahres 2014 hinterlassen noch immer ihre Spuren. Ihre Wunden. Und doch steht zum Ende des Jahres 2014 wieder eine echte Mannschaft, eine Einheit da.

2014 ist Geschichte, schon ist auch das 10. Jubiläumsjahr der Damenhandball GmbH zu Ende. Andrea Holl ist neue Gesellschafterin.

 

 

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