SG 09 Kirchhof - HSV Solingen-Gräfrath 76

3. Liga: Kirchhof empfängt Solingen-Gräfrath - Christin Kühlborn rückt ins Team
 

Hinspiel als Mutmacher

melsungen. Am 1. Advent des vergangenen Jahres, als die Handballerinnen der SG 09 Kirchhof mit einer Serie von sieben Partien ohne Niederlage beim bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer der 3. Liga West antraten, war es noch ein absolutes Spitzenspiel. Das mit einem 27:26 knapp, aber verdient die Grün-Weißen als Sieger sah.

Wenn der HSV Solingen-Gräfrath am Samstag (18 Uhr) zum Rückspiel in die Melsunger Stadtsporthalle kommt, ist es der pure Abstiegskampf für Kirchhof. Für die Gäste ein Spiel ohne große Bedeutung, weil die Meisterschaft längst kein Thema mehr ist. Den Klassenerhalt haben sie nach dem 24:12 gegen Aldenrade, ihrem ersten Sieg nach drei Niederlagen in Folge, ebenfalls sicher.

„Das macht es für uns nicht leichter“, sagt SG-Trainer Mike Fuhrig. Denn: „Die Solingerinnen können locker aufspielen“. Ganz im Gegensatz zu den Grün-Weißen, denen das Abstiegsgespenst im Nacken sitzt. „Mein Team hat oft genug seine Klasse bewiesen“, glaubt Fuhrig an die Qualität seiner Schützlinge. Gern erinnert man sich deshalb im Kirchhöfer Lager an das Hinspiel. Deshalb wird sich auch an der Aufstellung nicht groß ändern. Einzig Christin Kühlborn wird aus dem Junior-Team als Alternative für die Außenposition sicher dabei sein. Sie hat sich in Köln durch ihr beherztes Auftreten nachhaltig empfohlen. Die nächsten Kandidatinnen wären Juliane Pregler und Lena Dietrich.
 

                                             Artikel vom 07.04.2011
                                       von Michael Koch



Celia Steyer, die zuletzt vor allem beruflich stark belastet war und auf dem Feld oft unglücklich agierte, genießt das uneingeschränkte Vertrauen des Trainers und hat ihren Platz in der Anfangsformation sicher. Aber auch seine anderen Rückraumspielerinnen nimmt er in die Pflicht: „Sie haben zu oft ihre Verantwortung abgegeben und dadurch unsere Außen in schwierige Wurfsituationen gebracht“, bemängelt der Ex-Wallauer.

Was schwindendes Selbstvertrauen zur Folge hatte, und sich dann natürlich auch auf die Abwehrarbeit auswirkte. Dabei muss die Verteidigung gegen die Westdeutschen hellwach sein. Kopf der Mannschaft und Top-Torschützin ist Lisa Nettersheim, die 153/34-Treffer erzielte. Ebenfalls recht treffsicher sind Annika Wohlfromm (87/0) und Stefanie Bergmann (84/4). Darauf wird Fuhrig sein Team hinweisen. Damit gegen Gräfrath an die gute Leistung aus dem Hinspiel angeknüpft werden kann. (kh)

 

 

(11.04.11)

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