PSV Recklinghausen - SG 09 Kirchhof

3. Liga: Kirchhof muss beim wieder erstarkten PSV Recklinghausen ran - Weiss fraglich

 

„Eine ganz schwierige Aufgabe“

kirchhof/Recklinghausen. Nein, dieses Spiel ist keinem der Kontrahenten geheuer. Von einem „ausgesprochen undankbaren Auftakt im neuen Jahr“ spricht Frauke Korfsmeier, Trainerin des PSV Recklinghausen. Und ihr Kirchhofer Kollege Mike Fuhrig bereitet seine Schützlinge auf eine „ganz schwierige Aufgabe“ vor. Gemeint ist das Duell zwischen dem Achten und Dritten der 3. Handball-Liga West am Sonntag um 17 Uhr in der Sporthalle Recklinghausen. 

Die klaren Verhältnisse aus dem Hinspiel, das Kirchhof mit 36:29 gewann, sind dabei nur bedingt aussagekräftig. Denn: Die Recklinghäuserinnen, die vor der Spielzeit freiwillig aus der 2. Liga eine Klasse tiefer rückten, haben sich längst gefangen. Einen Umbruch vollzogen, der auch für die Zukunft noch einiges verspricht. „Das Team hat sich richtig gut entwickelt“, sagt Frauke Korfsmeier. Sogar besser als erwartet, nachdem vom Zweitliga-Kader gerade mal sechs Spielerinnen übrig geblieben waren und sich davon mit Anne Saxe und Stefanie Reinhart noch zwei Leistungsträgerinnen verletzten.

Doch ausgerechnet diese „Notsituation“ hat den PSV stark gemacht. Talente wie Vanessa Vollmann (Linksaußen), Armine Niang (Kreis), Lea Imping (Rückraum rechts) und Jackeline Brünau (Rückraum links) mussten viel früher als erwartet ins kalte Wasser springen - und schwammen sich unbekümmert frei.

Das schlug sich auch in der Spielanlage wieder. „Konzepthandball“ heißt das Zauberwort im Angriff, wo mit Tempo und Ideen Lücken gerissen wurden, weil der einfache Abschluss per Distanzwurf schlichtweg „ausgefallen war“ (Korfsmeier). Nun ist das Rückraum-Duo wieder dabei - und die PSV-Trainerin weiß gar nicht so recht, ob sie auf die beiden Routiniers bauen soll. Gesetzt ist Spielmacherin Christina Weber, mit 126/68-Treffern die Zweite der Torschützenliste.

 

                                             Artikel vom 06.01.2011
                                       von Ralf Ohm



 


Mike Fuhrig muss dagegen auf zwei Stammkräfte verzichten. Lena Hildebrandt (Kreuzbanddehnung) wird wohl in zwei Wochen wieder voll einsatzfähig sein und Sabrina Weiss (Faserriss im Fußballen) nahm erst gestern das Training wieder auf. Am Kreis (und im Mittelblock) muss daher Johanna Fischer ran, während der SG-Coach auf Rechtsaußen zum Improvisieren gezwungen ist. Entweder mit den Rechtshänderinnen Anne Hildebrand und Carina Kühlborn, oder mit der Linkshänderin Melina Horn, für die dann Maria Pirvan in den rechten Rückraum rücken könnte. „Das kriegen wir schon in den Griff“, sagt der Kirchhofer Trainer. Und sorgt sich dafür mehr um die psychische Befindlichkeit seiner Mannschaft nach der klaren Derbyniederlage vor Weihnachten („Die haben alle noch im Kopf“).

Also dringt er darauf, in Recklinghausen von Anfang an „hoch konzentriert“ zu werke zu gehen. Am besten so wie im Hinspiel, als ein 8:1-Fabelstart die Grundlage für den klaren Sieg war. Allerdings dürften sich die Westdeutschen vor heimischem Publikum wohl kaum ein zweites Mal so kalt erwischen lassen.(ohm)

 

(10.01.11)

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