SG 09 Kirchhof - TV Beyeröhde

3. Liga Frauen: Kirchhof setzt gegen abwehrstarkes Beyeröhde auf Konter
 

Welche Welle hat Erfolg?

Melsungen/Wuppertal. „Nein“, wiegelt Rene Baude schmunzelnd ab, „mit Zwillingen im Rückraum kann man den Gegner nicht überraschen.“ Es komme, fügt der Handball-Coach des Frauen-Drittligisten TV Beyeröhde hinzu, aber ab und an vor, dass „ich unsere beiden im Training nicht auseinanderhalten kann, wenn es mal etwas schneller geht.“ Gemeint sind Sandra und Mandy Münch, die mit ihrem Klub am Samstag ab 18 Uhr (Stadtsporthalle Melsungen) Gast der SG 09 Kirchhof sind. 

Die beiden 19 Jahre alten Talente der Wuppertalerinnen liegen - wie es sich für Zwillinge gehört - selbst in der Torschützenliste der Klasse nah beieinander. Die auf Halbrechts agierende Sandra ist mit 62/14-Treffern 25., ihre Schwester (Rückraum Mitte) rangiert mit 57/5-Erfolgen vier Plätze dahinter.

Markenzeichen des Teams ist aber nicht das Duo Münch, sondern eine offensive Deckung (zumeist 3:2:1). Im Hinspiel verloren die Kirchhöferinnen mit 28:30, weil sie gegen die TVB-Abwehr nicht geduldig genug agierten. „Die Beyeröhderinnen sind flink auf den Beinen. Wir müssen sehr aufpassen“, warnt SG-Trainer Mike Fuhrig vor leichten Ballverlusten. Klar, die Gäste lauern fortwährend auf Gegenstoß-Chancen. Da gilt es für Maria Pirvan, Celia Steyer und Co., die Kombinationen überlegt abzuschließen.

 

                                             Artikel vom 13.01.2011
                                       von Björn Mahr



Andererseits setzt Fuhrig selbst auf Konter und will mit seinen Schützlingen über die kompletten 60 Minuten Druck aus erster, zweiter und dritter Welle erzeugen - um nicht so oft ins Positionsspiel gezwungen zu werden. Zuletzt beim 33:33-Teilerfolg in Recklinghausen liefen seine Schützlinge mehr als 70 Angriffe, schlugen daraus aber wegen etlicher Fehler und Fehlwürfe nicht genügend Kapital.

Allerdings steht den Kirchhöferinnen am Samstag die zuletzt verletzungsbedingt pausierende Johanna Fischer wieder zur Verfügung. Wer den Part von Rechtsaußen Sabrina Weiß, von der sich der Klub Anfang dieser Woche getrennt hat, übernimmt, lässt Fuhrig offen. Anne Hildebrandt und Carina Kühlborn eignen sich für diese Aufgabe.

Der Ex-Zweitligist aus Westdeutschland muss nach wie vor ohne die verletzten Mona Butzen und Lotta Lorkowski auskommen. „Nach unserem Heimerfolg zuletzt gegen Walsum stehen wir aber nicht unter dem Druck, auswärts punkten zu müssen“, erklärt Baude, „es wäre natürlich super, wenn wir Punkte mitnehmen könnten.“ Klar, als derzeitiger Neunter ist das Team noch längst nicht aller Sorgen ledig. (bjm)

 


Im Blickpunkt gegen Beyeröhde
Kirchhofs Torfrauenduo

 


 



 


 

(17.01.11)

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