SG 09 Kirchhof - HSG Stemmer/Friedewalde
3. Handball-Liga Frauen: Kirchhof wieder mit Oross und Schene - noch Fragezeichen hinter Hieronymus


 

 

SG für Spitzenreiter gewappnet

Melsungen/Minden. Mit dem 37:14-Kantersieg in Barleben machten sie bereits deutlich, dass mit ihnen in der Rückrunde der 3. Liga Ost zu rechnen ist. Um allerdings richtig im Kampf um die besten Plätze eingreifen zu können, brauchen die Handballerinnen der SG 09 Kirchhof am Samstag ab 18 Uhr (Stadtsporthalle Melsungen) einen Heimsieg über den Tabellenführer HSG Stemmer/Friedewalde.  

 Wir sind gewappnet für den Spitzenreiter“, sagt Kirchhofs Trainer Mike Fuhrig, „wir wollen vor heimischer Kulisse absolut dominant auftreten.“ Was durchaus machbar erscheint, zumal das Team aus Nordhessen wieder personell besser aufgestellt ist. Die zuletzt am Knöchel verletzte Christin Schene soll ebenso mitwirken wie die wiedergenesene Torfrau Nilla Oross. Einzig hinter dem Einsatz der jungen Ann-Kathrin Hieronymus (Grippe) steht noch ein Fragezeichen.

Der Schlüssel zu einem weiteren SG-Erfolg liegt in einer konzentrierten Defensivleistung. So muss die 3:2:1-Abwehr mit der litauischen Nationalspielerin Vilte Duknauskaite auf der Spitze den Angriff der Gäste aus Ostwestfalen empfindlich stören, um schnelle Ballgewinne in leichte Tore über den Gegenstoß ummünzen zu können.

     

                                             Artikel vom 19.01.2012
                                       von Björn Mahr


Genau das will Stemmer/Friedewaldes Coach Rainer Niemeyer mit seinen Schützlingen vermeiden. „Wir dürfen nicht ins offene Messer laufen und benötigen ein gutes Rückzugsverhalten“, weiß der Weltmeister von 1978. Vielmehr hoffen die Ostwestfälinnen, selbst über Konter erfolgreich sein.

Zwar hat Niemeyer, der vor kurzem seinen Vertrag vorzeitig um ein Jahr bis zum 30. Juni 2013 verlängerte, die zuletzt fehlende Halblinke Kristina Meyer wieder an Bord, dafür muss der Erstplatzierte neben der treffsicheren Linkshänderin Stefanie Frank (Babypause) aber noch auf seine 23 Jahre alte Torjägerin Lena Heidermann verzichten. „Unsere gefährlichste und wichtigste Rückraumspielerin“ (Niemeyer) hatte sich beim 26:24-Heimsieg im Oktober gegen den SHV Oschatz schwer am Knie verletzt.

Doch auch ohne Heidermann punktete die HSG eifrig. Aus den letzten vier Begegnungen holte sie allein sieben Zähler. Von den sieben Minuspunkten kassierte Stemmer/Friedewalde fünf auswärts. „Wir können jederzeit einen Einbruch erleiden“, sieht Niemeyer seine Mannschaft nicht als Aufstiegskandidat, „wir gucken eh nur von Spiel zu Spiel.“ (bjm)

(05.12.11)

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