Eintracht Hildesheim - SG 09 Kirchhof


Kirchhof: Trainer Fuhrig arbeitet an spielerischen Schwächen und appelliert, Gegner nicht zu unterschätzen



 

Tabelle vor Hildesheim-Gastspiel tabu

Kirchhof. Es gibt Gegner, die sind fast schon prädestiniert dazu unterschätzt zu werden. Eintracht Hildesheim ist so einer. Elf Spieltage mussten die Niedersachsen auf den ersten Saisonsieg in der 3. Handball-Liga Ost warten, nach zwölf haben sie gerade mal vier Punkte auf dem Konto, das rettende Ufer - der Klassenerhalt - ist sechs Punkte entfernt. Also sind die Rollen gegen die SG 09 Kirchhof (So. 15 Uhr Sporthalle Ochtersum) klar verteilt, so klar, dass es für den vermeintlichen Favoriten gefährlich werden könnte.                      

Um das zu verhindern, hat SG-Trainer Mike Fuhrig zunächst einmal seinen Schützlingen verboten, auf die Tabelle zu schauen. Wohl auch, weil die nur die halbe Wahrheit über die Spielstärke der Gastgeberinnen sagt. Die haben viele Punkte unnötigerweise abgegeben (beispielsweise beim 18:18 gegen Knetterheide/Schötmar nach einer 12-Tore-Führung nach 40 Minuten), einen ihrer vier Zähler ausgerechnet gegen Tabellenführer Fritzlar geholt und bekommen langsam aber sicher ihre verletzungsbedingten Probleme im Rückraum in den Griff. Gegen Kirchhof sind Beatriz Vogel, Neuzugang vom Zweitligisten Magdeburg, und Lisa Huck, die in Blomberg schon Erstligaerfahrung sammelte, wieder dabei. Damit fehlen noch Nadine Große und Tina Andersson.
 

                                             Artikel vom 08.12.2011
                                       von Ralf Ohm


 

„Wir haben Potenzial“, erklärt Trainer Timo Liepelt. In der Hoffnung, es zum Hinrundenausklang endlich mal abrufen zu können. Gefragt sei vor allem taktische Disziplin. Auch um der Versuchung zu widerstehen, das Tempo der Gäste mitgehen zu wollen: „Wir müssen unser eigenes Spiel spielen.“ Dazu gehört neben einer unangenehm zu spielenden Abwehr vor der guten Torfrau Xenia Rybrandt mittlerweile auch eine zunehmende Torgefahr aus der zweiten Reihe.

Faktoren, die Fuhrigs Appell unterstreichen, „den Gegner auf keinem Fall auf die leichte Schulter zu nehmen.“ Dazu besteht nach den im letzten Heimspiel gegen Aufsteiger Oschatz offenbarten spielerischen Schwächen auch gar kein Anlass. Also hat der SG-Coach schwerpunktmäßig in Kleingruppen trainieren lassen, um das Zusammenspiel zu verbessern. Spielmacherin Jan Pollmer durfte sich gar über einige spezielle Tipps, wie auf wechselnde Abwehrsysteme zu reagieren ist, freuen. „Wir können es besser“, weiß Mike Fuhrig. Und wenn es seine Schützlinge wirklich besser machen, sollte der angepeilte Sieg auch möglich sein. (ohm)

(12.12.11)

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