TSV Burgdorf - SG 09 Kirchhof


3. Liga Ost: SG 09 Kirchhof will Selbstbewusstsein tanken.

 

Kühlborn wechselt technisch die Seiten

Kirchhof. Die Niederlage gegen Tabellenführer THC II ist verdaut, der Gang zum Schlusslicht steht bevor. Angesichts der bisher hinter den Erwartungen liegenden Leistungen von Handball-Drittligist SG 09 Kirchhof eine willkommene Gelegenheit, beim punktlosen TSV Burgdorf (Samstag, 19 Uhr, GPS-Schulzentrum Südstadt) wieder Selbstvertrauen zu tanken.           

Doch Mike Fuhrig warnt eindringlich davor, die Hannoveraner Vorstädter allein an ihrem Tabellenplatz zu messen. „Es gibt für uns keinen Gegner, bei dem wir automatisch schon gewonnen hätten“, sagt Kirchhofs Trainer. Deshalb setzte er diese Woche auch eine besondere Taktik-Besprechung auf das Trainingsprogramm: „Es ging um grundlegende Dinge. Die neu in die Mannschaft Gekommenen haben unser System noch nicht verinnerlicht und können es, vor allem in Drucksituationen, noch nicht voll umsetzen“.

Dazu kommt die immer noch vorhandene Schwäche beim Spiel über die Flügel. Eine volle Stunde reines Wurftraining verordnete Fuhrig seinen Außenspielerinnen. Und sah sich anschließend darin bestärkt, die junge Christin Kühlborn weiter auf der rechten Seite einzusetzen („sie hat die bessere Technik“), Anne Hildebrandt auf der linken. Carina Kühlborn fehlt immer noch wegen ihres Außenbandrisses. Dafür ist Juliane Pregler als Alternative dabei, die inzwischen voll in den Drittliga-Kader aufgerückt ist.
 

                                             Artikel vom 13.11.2011
                                       von Michael Koch


Kirchhofs Gegner sorgte kurz vor der Saison für Aufsehen. Mit Bogna Dybul kam eine polnische Nationalspielerin zum Aufsteiger. Deren Lebensgefährte heißt Artur Sobiech und spielt Fußball für Hannover 96 in der Bundesliga. Doch so recht will der Knoten beim TSV noch nicht platzen. Was bei einem Durchschnittsalter von unter 20 Jahren nicht verwundert.

Die spielerische Unbekümmertheit ist schon da und sorgt bisher auch regelmäßig für kleinere Etappensiege. Will heißen: Sowohl bei Union Halle wie auch in Neustadt-Sebnitz führten die Burgdorferinnen mit drei Toren und hielten zur Pause ein Remis. Doch zum Ende hin fiel immer die Konzentration ab, und es kam noch zu mehr oder weniger deutlichen Niederlagen. Geduld ist also gefragt bei der SG 09 und eine niedrige individuelle Fehlerquote. Damit sich der Druck gar nicht erst aufbaut, der das von Fuhrig geforderte System wieder zum Wanken bringen könnte. (kh)

(17.10.11)

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