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SG 09 Kirchhof - Roude Léiw Bascharage
3. Liga: Kirchhof empfängt Luxemburgerinnen -
Sabrina Weiß angeschlagen
Kirchhof. Noch
nie haben die Handballerinnen der SG 09
Kirchhof ein Pflichtspiel gegen eine
ausländische Mannschaft bestritten. Denn
eigentlich muss man dazu für einen
europäischen Wettbewerb qualifiziert sein. Mit
dem Gastspiel des Roude Léiw Bascharage am
Samstag (18 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen)
erfolgt jetzt aber sogar in der 3. Liga West
die Premiere.
Möglich machte das eine Neugründung
des Roude Léiw in Trier und die damit verbundene deutsche
Spiellizenz. Der Klub ist nun beim Handball-Verband Rheinland
gemelde und ein vollwertiges Mitglied des deutschen
Wettkampfbetriebs.
Mitspielen durfte der Verein aus dem
Benelux-Staat im Rahmen des „kleinen Grenzverkehrs“ auch vorher
schon, aber nur bis zur Oberliga. Zweimal wurde er in dieser Klasse
Meister, aber weiter aufsteigen durfte er nicht.
Die Qualifikation für die 3. Liga soll
nicht der letzte Schritt nach oben gewesen sein, wie die
Verpflichtungen von Oxana Pal, vor zwei Jahren noch
Bundesliga-Torschützenkönigin für Trier, und der polnischen
Nationalspielerin Marta Goraj zeigen. Sie stießen zu einer
international erfahrenen Mannschaft, denn der Roude Léiw ist
Abonnementmeister im kleinen Luxemburg und deshalb seit vielen
Jahren Stammgast in den europäischen Wettbewerben.
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Artikel vom 23.09.2010
von Michael Koch
Für das Spiel in Kirchhof sieht Roude Léiw-Trainer Claude Weinzierl
trotzdem die Gastgeberinnen im Vorteil: „Die SG ist der klare
Favorit. Sie ist heimstark und hat ihre Schwächen eher in fremden
Hallen“. Zudem fehlt ihm seine Linksaußen Jetti Rossy aus
studienbedingten Gründen. Und das ausgefallene Spiel gegen Altenrade
passte auch nicht in sein Vorbereitungskonzept (wir berichteten).
„Eine starke Mannschaft, die sich
zudem gut verstärkt hat“, zollt SG-Trainer Mike Fuhrig dem Gegner
Respekt. In seinem Team ist Rechtsaußen Sabrina Weiß durch eine
Nagelbettentzündung im Fuß gehandicapt. Sollte sie ausfallen, könnte
Anne Hildebrand ihren Platz einnehmen.
Auch Melina Horn, selbst noch durch
eine leichte Zerrung geschwächt, wäre eine Option. Dann müsste
allerdings mit Vilte Duknauskaite oder Maria Pirvan eine
Rechtshänderin im rechten Rückraum agieren. Ebenfalls leicht
angeschlagen war Kreisläuferin Johanna Fischer. (kh) |