SG 09 Kirchhof - Thüringer HC II

3. Handball-Liga West: Für Kirchhof kommt Top-Spiel gegen Thüringen II gerade recht
 

„Große Herausforderung“

Kirchhof. Da scheint eine Mannschaft so richtig auf Touren zu komme. Und Geschmack am Erfolg zu finden. Seit acht Spielen ist die SG 09 Kirchhof in der 3. Liga West ungeschlagen und stieß nach 14:2-Punkten auf den dritten Platz vor. Genau der richtige Zeitpunkt also für ein Duell mit dem Thüringer HC II (Sa. 18 Uhr Stadtsporthalle Melsungen), der mit Verstärkung vom aktuellen Tabellenführer der Handball-Bundesliga zu den absoluten Top-Teams zählt. 

SG-Trainer Mike Fuhrig freut sich auf diese „große Herausforderung“. In der Annahme, dass der Tabellenfünfte in Bestbesetzung anreist. Also mit Ulrike Jahn, mit 25 Jahren die älteste Spielerin des THC-Talentschuppens, und mit Shenia Minevskaja. Die in Minsk geborene deutsche Junioren-Nationalspielerin, seit ihrem 16. Lebensjahr im Bundesliga-Kader, soll, so Trainer Puttfarken, „nach und nach für höhere Aufgaben aufgebaut werden“.

Beide Rückraumspielerinnen zählen zu den besten Torschützen ihres Teams (fast zehn Tore im Schnitt) und beide mussten beim letzten Spiel gegen gegen TV Walsum-Aldenrade (33:28) pausieren. Eine „reine Vorsichtsmaßnahme“, wie Frank Puttfarken bekäftigt, die aber nicht weiter ins Gewicht fiel. Weil die Ex-Fritzlarerin Nadja Bolze mit zehn Treffern in die Bresche sprang. Und weil die jungen Wilden die Gäste dank ihrer aggressiven Abwehr und ihrem blitzschnellen Umschalten schlichtweg überrannten.

 

                                                 Artikel vom 02.12.2010
                                       von Ralf Ohm



Auf Pirvan ist Verlass

Ein Tempospiel, das auch Kirchhof mittlerweile kultiviert hat. Dazu greifen die Rädchen im Positionsangriff immer besser ineinander, auch wenn der SG-Coach seine Schützlinge spielerisch noch lange nicht am Ende ihrer Möglichkeiten sieht. Dafür präsentiert sie sich mittlerweile als verschworene Gemeinschaft, bringt sich jede Spielerin zum Wohl des Teams ein.

Beispiel Melina Horn. Die Linkshänderin knickte vor dem Spiel in Solingen um und bis im Spitzenspiel auf die Zähne. „Sie hat uns in einer wichtigen Phase entscheidend geholfen“, lobt Mike Fuhrig die 22-Jährige. Der Lohn: ein 27:26-Sieg beim Tabellenführer.

Beispiel Maria Pirvan: Die „Führungsspielerin“ (Fuhrig) kann jederzeit Akzente setzen oder, wie im letzten Spiel, auch Sonderaufgaben in der Abwehr übernehmen. Ihre kurze Deckung für Lisa Nettersheim trug wesentlich zur ersten Niederlage der Westdeutschen bei. Gegen Erfurt „blüht“ ihr ein ähnlicher Job. Was ihr Trainer natürlich noch unter Verschluss hält. Was aber seine Zuversicht nährt, dass die SG ihre Erfolgsserie fortsetzen kann.(ohm)


 

 

(02.12.10)

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