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Wülfrath. Da ist der
Befreiungsschlag: Nach 98 Tagen und 7 Spielen ohne Sieg
hat die SG 09 Kirchhof wieder eine Partie in der 3.
Handball-Liga West der Frauen gewonnen. Und das sogar
eindrucksvoll. Die Kirchhöferinnen feierten einen 40:22
(22:12)-Kantersieg beim TB Wülfrath.
Als hätte es diese sieben
schwachen Spiele nicht gegeben. „Wir haben endlich
wieder das gezeigt, was wir können“, freute sich Mike
Fuhrig. Der SG-Coach baute vor der starken Torfrau Nilla
Oross, die drei Siebenmeter parierte, auf eine
klassische 6:0-Deckung. Im Mittelblock arbeiteten Maria
Pirvan und Johanna Fischer konsequent und ließen Leonie
Berger nicht zur Entfaltung kommen. Für die
torgefährlichste Wülfratherin standen lediglich zwei
Treffer aus der Distanz, einer nach Abpraller, ein
verwandelter Siebenmeter und ein gutes Zuspiel zu Buche.
Ganz anders die beiden Torgarantinnen der Gäste. Celia
Steyer gelangen sechs Treffer, Vilte Duknauskaite sogar
deren neun (darunter fünf Siebenmeter). „Entscheidend
war, dass wir auf allen Positionen gefährlich waren,
immer den Abschluss gesucht haben und es nicht zu
kompliziert gemacht haben wie zuletzt“, sagte Betreuer
Karl-Martin Hartung. |

Artikel vom
13.03.2011
von Sebastian Schmidt
Von Beginn an lag die SG 09
in Führung. Den Anfang machten die beiden Außen Carina
Kühlborn und Anne Hildebrandt, die beide viermal erfolgreich
waren. Etwas Spannung kam nur bis zum 6:5 auf (11.). Über 14:9
(18.) und 19:11 (26.) war bereits zur Pause alles klar. Und
danach ließ Oross neun Minuten lang keinen weiteren
Gegentreffer zu – 27:12.
So konnte sich Kirchhof den Luxus leisten, insgesamt nur acht
Feldspielerinnen einzusetzen. Dabei gelangen Dorá Darányi ihre
ersten beiden Saisontreffer, Melina Horn konnte ebenfalls
Selbstbewusstsein tanken, nachdem sie zunächst auf der Bank
gesessen hatte.
Ganz stark spielte jedoch
ausgerechnet die Akteurin auf, die mit einer Behinderung klar
kommen musste: Johanna Fischer. Denn die Kreisläuferin spielte
ohne Kontaktlinsen und erzielte dennoch neun blitzsaubere
Treffer. „Ab jetzt muss sie immer blind spielen“, witzelte
Fuhrig. Nichts zu lachen hatte hingegen das Schlusslicht, dass
seine höchste Heimniederlage kassierte. Für Kirchhof war es
der zweithöchste Saisonsieg und wohl auch ein Neuanfang.
SG: Oross – A. Hildebrandt 4, Ca. Kühlborn 4, Darányi 2/1,
Pirvan 3, Horn 3, Duknauskaite 9/5, Steyer 6, Fischer 9. (sbx)
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