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Start verschlafen,
zu viel Respekt
Trier/Kirchhof. Nach dem Sieg am grünen
Tisch gegen den TV Walsum-Aldenrade
folgte für die SG 09 Kirchhof auf dem
Parkett die sechste Saisonniederlage.
Mit 23:30 (13:13) unterlag der bisherige
Tabellendritte beim abstiegsbedrohten
DJK/MJC Trier II in der 3. Handball-Liga
West der Frauen.
Wie erwartet hatte dessen Team
fast nichts mit dem zu tun, das im Hinspiel in Melsungen mit
18:37 unter die Räder kam. Die Erstliga erfahrenen Eva Lennartz,
Katrin Schneider und Katrin Premm, die alle mit einem
Doppelspielrecht ausgestattet sind, wirkten ebenso mit wie die
wiedergenesene Catrin Grötzki und die französische Linksaußen
Mégane Vallet. Das Quintett warf zusammen mehr als zwei Drittel
aller Trierer Tore - und flößte den Gästen von Anfang an Respekt
ein. „Wir waren zu ängstlich vor diesen Namen“, sagte Mike
Fuhrig.
Konsequenz: Kirchhofs Trainer
musste mit ansehen, wie sein Team nach neun Minuten mit 1:7
zurücklag. Nach einer Auszeit ging jedoch ein Ruck durch die
Mannschaft. Statt wie zuvor überhastet und ungenau
abzuschließen, würde die SG 09 stärker. Tor um Tor holten die
Gäste um die wurfgewaltige Vilte Duknauskaite (7 Treffer) auf
und erkämpften sich zur Pause ein 13:13-Unentschieden.
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Artikel vom
13.02.2011
von Sebastian Schmidt
Nach dem Wechsel ging die
Fuhrig-Sieben erstmals in Führung und hätte der Partie die
entscheidende Wende geben können. Beim Stand von 15:16 agierte
Kirchhof zweimal (36., 38.) in Überzahl. „Dabei haben wir
technische Fehler gemacht und es zu oft mit Einzelaktionen
versucht“, kritisierte der Coach. Statt also den Weg für den
zehnten Saisonsieg zu ebnen, lag die SG 09 mit 16:20 zurück.
Ein weiteres Manko: Über die Außen klappte kaum etwas. Tore
erzielte Kirchhof erneut fast nur aus dem Rückraum. Hier hatte
Trier mit Schneider (8/1) seine stärkste Spielerin.
Dennoch bäumte sich der
heimische Vertreter noch einmal auf und glich zum 22:22 aus
(48.). „In der Schlussphase hat uns die Kraft gefehlt. Da hat
man gemerkt, dass die Triererinnen täglich auf
Bundesliga-Niveau trainieren“, erklärte Fuhrig. Zudem schied
Lena Hildebrandt mit einer Zerrung in der Schulter aus (40.)
und musste mit Ansehen, wie sich Trier doch deutlich absetzte.
SG 09: Wehr, Oross - L. Hildebrandt 4, Anne Hildebrandt 1,
Horn, Ca. Kühlborn 1, Pirvan 2, Duknauskaite 7, Chr. Kühlborn
1, Steyer 5/1, Fischer 2.(sbx)
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