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Melsungen. Was für
ein Spiel: Obwohl die Drittliga.Handballerinnen
der SG 09 Kirchhof gegen den HSV Solingen-Gräfrath
mit 36:38 (20:19) den Kürzeren zogen, bereute
sicher keiner der 250 Zuschauer sein Kommen. Denn
sie sahen eine Partie voller Rasse, Klasse und
Spannung und zwei kompromisslos auf Angriff
spielende Teams, die sich nichts schenkten.
Einziger Wermutstropfen aus SG-Sicht: Die
Abstiegsschlinge zieht sich nach der neuerlichen
Niederlage immer enger um den Hals der SG.
„Es ist vollkommen unverständlich,
dass Kirchhof so weit unten steht“, wunderten sich die
Gäste-Trainerinnen Michaela Buchheim und Silke Gnad unisono -
noch sichtlich geschafft vom Spiel, aber überglücklich. Ein
Kompliment, mit dem SG-Coach Mike Fuhrig nichts anzufangen
wusste.
Sein
Team hatte die Partie mit wechselnden Führungen zu Beginn nach
Carina Kühlborns 9:8 (16.) im Griff. Ganz stark neben der
Rechtsaußen: Melina Horn mit zwei frühen Toren und Linksaußen
Anne Hildebrandt. Einzig Gräfraths Top-Torjägerin Lisa
Nettersheim gab den Grün-Weißen Rätsel auf. Die Linkshänderin
traf praktisch mit jedem Wurf und hatte zur Pause schon zehn
Tore auf dem Konto.
„Eine
Spielerin wie sie macht den Unterschied. Man hat kaum Fehler von
ihr gesehen“, sagte Fuhrig anerkennend. Und stellte zur zweiten
Halbzeit um: Maria Pirvan kümmerte sich vorgezogen um Gräfraths
Halbrechte. „Mit Erfolg, Maria hatte sie gut unter Kontrolle“,
meinte Kirchhofs erfolgreichste Schützin Celia Steyer. Denn nur
drei Feldtore von Nettersheim kamen noch hinzu.
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Artikel vom
10.04.2011
von Michael Koch
Doch dafür wirbelte Leonie Huckenbeck die ohnehin nicht sattelfeste
Kirchhöfer Deckung mächtig durcheinander. Was die offensiv gute
Melina Horn ihren Platz kostete und Johanna Fischer in den Rückraum
brachte. „Ich musste wechseln, weil über diese Position zu viele
Gegentore fielen“, erklärte Fuhrig seine Umstellung. Die aber ohne
Erfolg blieb, weil vorn zu viele Fehler produziert wurden. Was die
Gäste zu Tempogegenstößen förmlich einlud. Bei 27:31 nach 48 Minuten
gab es die nötige Auszeit der SG und die Einwechslung von Christin
Kühlborn. Die 17-Jährige traf gleich dreimal und ermöglichte Anne
Hildebrandt in der 35. Minute sogar das 33:32. Ein Tor ohne
Langzeitwirkung, denn Gräfrath konnte noch mal kontern. Vilte
Duknauskaite traf beim Stand von 36:37 20 Sekunden vor dem Ende nur
den Innenpfosten. Und Steffi Bergmann machte mit dem Schlusspfiff
für die Gäste alles klar. • SG: Oross, Wehr - L. Hildebrandt 3, A.
Hildebrandt 7, Ca. Kühlborn 3, Pirvan 1, Horn 6, Duknauskaite 4/1,
Ch. Kühlborn 3, Steyer 8/2, Fischer 1.
Von
Michael Koch
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