|
Kleenheim. Für den
Damenhandball-Drittligisten SG 09 Kirchhof wird es immer
enger im Kampf um den Klassenerhalt. Bei der SG
Kleenheim bezog die Mannschaft von Trainer Mike Fuhrig
eine empfindliche 25:30 (9:18)-Niederlage. Als
Tabellensechster ist die SG nun nur noch zwei Punkte von
der Viertklassigkeit entfernt und befindet sich nach der
guten Hinrunde plötzlich mittendrin im Abstiegskampf.
Bis zum 2:2 lief es noch glatt, dann läuteten zwei
von insgesamt fünf vergebenen Siebenmetern den Untergang
ein. Die gesamte Sicherheit war weg, fortan regierte
Unsicherheit das Spiel der Grün-Weißen. „Zwei vergeben,
dann haben sie sich ins Hemd gemacht“, formulierte es
Fuhrig hart. Was bei den Strafwürfen begann, das setzte
sich im Spiel fort. Bis zum 7:5 für die Gastgeberinnen
nach zwölf Minuten klappte dabei wenigstens noch der
Aufbau. „Eigentlich waren wir anfangs sogar die bessere
Mannschaft. Haben uns dann aber durch ein paar vergebene
Bälle völlig aus dem Konzept bringen lassen“, schimpfte
der Ex-Internationale. Der vor allem mit seinem Rückraum
hart ins Gericht ging. „Waren Gassen frei, kam ein Pass
nach außen. Aber die unmöglichen Würfe haben sie sich
genommen“, war er sauer über das, was Steyer,
Duknauskaite, Horn und Pirvan ablieferten.
|

Artikel vom
20.02.2011
von Michael Koch
Ab
der 20. Minute brachen alle Dämme. „Elf Abspielfehler zu
Gegentoren und 13 vergebene freie Würfe“, zählte Betreuer
Karl-Martin Hartung mit. Anders die Mittelhessinnen. Die
verwerteten konsequent, was ihnen von der SG auf dem
Silbertablett präsentiert wurde. Über 11:7 (21.) und 15:7
(25.) zog Kleenheim schon bis zur Pause uneinholbar davon.
Auch
nach dem Wechsel besserte sich nichts. Nach 42 Minuten drohte
das Debakel beim Stand von 25:13 gar horrende Ausmaße
anzunehmen. Glück für Kirchhof, dass sich auch bei den
Gastgeberinnen Flüchtigkeitsfehler einschlichen und nicht mehr
jede Chance genutzt wurde.
Erst
zehn Minuten vor dem Ende spielte Kirchhof wieder Handball.
„Als alles vorbei war und der Druck weg, da ging es plötzlich
wieder“, zeigte Fuhrig wenig Verständnis für den vorherigen
kollektiven Blackout seiner Spielerinnen. Die wohl mehr an den
eigenen Nerven als am Gegner gescheitert waren. • Kirchhof:
Wehr, Oross; L. Hildebrandt 2, A. Hildebrandt 4, Kühlborn 2,
Pirvan 2, Horn 2, Duknauskaite 5/1, Steyer 3, Fischer 5/1. (kh)
|