|
Die Freude ist
zurück in Kirchhof
Melsungen.
Es geht wieder nach oben für die
Handballerinnen der SG 09 Kirchhof. Beim
31:24 (16:11) gegen die TSG Obereschbach
feierte das Team von Trainer Mike Fuhrig
in der 3. Liga West den zweiten Sieg in
Folge. Und nährt damit die Hoffnungen,
dass eine Berg- und Talfahrt mit dem
Klassenerhalt gekrönt werden könnte.
„Wir haben uns als Mannschaft aus
dem Tief herausgearbeitet. Ich habe keine Erklärung, warum so
lange fast nichts geklappt hat, aber jetzt sind wir wieder da“,
frohlockte Nilla Oross. Die Torfrau hatte mehrfachen Grund zur
Freude. Denn neben dem Sieg konnte sich die 24-Jährige über eine
eigene überzeugende Leistung und vor allem darüber freuen, dass
ihre Mutter unangekündigt als Geburtstagsgeschenk aus Ungarn
nach Melsungen gereist war.
Wohin die Reise im
richtungsweisenden Spiel gegen die TSG führt, war bereits nach
zehn Minuten klar. Nach Treffern von Vilte Duknauskaite (3),
Celia Steyer und Johanna Fischer führte die SG 09 schnell mit
5:1. Was fast noch schmeichelhaft für die Gäste war, weil
Duknauskaite einmal den Pfosten traf und ebenso wie Steyer einen
Siebenmeter verwarf. „Kirchhof war druckvoll und variabel im
Angriff. Wir haben es nicht verstanden, sie aus der gefährlichen
Zone rauszuhalten“, analysierte Obereschbachs Trainer Eckhard
Weber.
Zudem überzeugte die 6:0-Deckung
der Kirchhöferinnen. Nach einer kurzen Schwächephase (6:5, 15.
Minute) wuchs der Vorsprung bis zur Pause über 10:7 (21.), 13:8
(25.) kontinuierlich auf 16:11 an. Lediglich Rückraumass Jana
Heßler (10/3 Tore) und Kreisläuferin Katja Bulic (6) sowie
Torfrau Katja Murasch leisteten Widerstand. Zwei Ausfälle
konnten die Südhessinnen einfach nicht kompensieren. Tina
Beckmann hatte sich im Training am Sprunggelenk verletzt, Nina
Hess verpasste die Rückkehr an ihre alte Wirkungsstätte aus
privaten Gründen.
|

Artikel vom 20.03.2011
von Sebastian Schmidt
Auch wenn der achte Heimsieg nie ernsthaft in Gefahr geriet,
war Mike Fuhrig nicht restlos zufrieden: „Wir waren zwar immer
körperlich präsent, aber haben es uns unnötig schwer gemacht,
weil wir teilweise wieder zu viel allein gemacht und die
Angriffe nicht klar durchgespielt haben“, haderte der Coach.
Dadurch schmolz gleich zweimal ein klarer Vorsprung: Von 19:11
(35.) auf 19:15 (41.) und von 23:15 (44.) auf 25:20 (52.).
Mit drei blitzsauberen Treffern
in der Endphase - darunter einer in doppelter Unterzahl - von
Linksaußen Anne Hildebrandt, der Nervenstärke von Celia Steyer,
die insgesamt sechs Siebenmeter verwandelte, und nicht zuletzt
weiterer Paraden von Nilla Oross wurde der klare Erfolg
letztlich zementiert.
SG 09: Oross (18 Paraden/24 Gegentore) - L. Hildebrandt, A.
Hildebrandt 5, Ca. Kühlborn 2, Pirvan 1, Horn 3, Duknauskaite
6, Steyer 10/6, Fischer 4.
Von Sebastian Schmidt
|