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Wehr verhindert Debakel
Melsungen. Nein, der TV Beyeröhde liegt den
Handballerinnen der SG 09 Kirchhof nicht. Als die Wuppertalerinnen im
Februar 2009 in der 2. Liga Süd zu einer Art Abstiegsendspiel in der
Melsunger Stadtsporthalle gastierten, verlor die SG 09 mit 28:36. Das
Wiedersehen in der 3. Liga West an gleicher Stätte war noch bitterer für die
Nordhessinnen, die eine 23:34 (12:18)-Schlappe bezogen.
„Wir
können uns noch bei Elli Wehr bedanken, dass es nicht 20 Treffer Abstand
wurden“, lobte Coach Mike Fuhrig seine Torfrau, die nach ihrer Einwechslung
in der zehnten Minute noch etliche schwierige Bälle entschärfte. Zu diesem
Zeitpunkt lagen die Gastgeberinnen bereits mit 1:6 zurück. Weniger, weil
Regisseurin Celia Steyer durch Magenprobleme arg geschwächt war. Vielmehr,
weil die Kirchhöfer Mannschaft gegen die 3:2:1-Deckung des TVB zu oft ihr
Heil in Einzelaktionen suchte – das absolut falsche Mittel.
Die logische Folge: Beyeröhde kam
zu leichten Ballgewinnen, die es zu erfolgreichen
Tempogegenstößen nutzte. Aber auch wenn der Gast ins
Positionsspiel gezwungen wurde, konnte er sich durchsetzen –
über die Zwillinge Sandra und Mandy Münch im Rückraum, über
Rechtsaußen Grzegorcyk und Kreisläuferin Nückel. So erarbeitete
sich die Sieben von Trainer Rene Baude eine 12:3-Führung (15.).
„Wir haben viel in die Deckung
investiert“, bemerkte Baude erfreut. Während seinen Schützlingen
fast alles gelang, ging im SG-Spiel viel daneben. Erst nach 20
Minuten tat sich das Heimteam etwas hervor und verkürzte durch
vier Treffer in Folge von Maria Pirvan (2), Anne Hildebrandt und
Melina Horn auf 9:13.
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Artikel vom
16.12.2010
von Björn Mahr
Ob da noch etwas möglich ist? Es schien so, weil die SG gut in den
zweiten Abschnitt startete und durch Horn (2), Vilte Duknauskaite
sowie Carina Kühlborn den Rückstand auf 16:18 verringerte. „In der
Phase haben wir gezeigt, was wir wirklich können. Dann sind wir aber
in alte Muster zurückgefallen“, bedauerte Lena Hildebrandt, die sich
einen Tag nach ihrem 21. Geburtstag ein nachträgliches Geschenk
gewünscht hatte.
Von 18:20 gerieten sie und ihre
Mitstreiterinnen wieder deutlich ins Hintertreffen (18:27).
Beyeröhde mit seinen starken Torleuten verteidigte geschickt
und ließ keine Möglichkeit aus, Nückel (insgesamt zehn Tore)
auf die Reise zu schicken. Als die Gegenstoßspezialistin in
der 59. Minute ihre Aufgabe erledigt hatte und Feierabend
machen durfte, wurde sie von ihren Kolleginnen auf der
Ersatzbank zurecht gefeiert. Der Auftakt zu einer kleinen
TVB-Party, denn nach der Schlusssirene verwandelten die Gäste
den Hallenboden in eine Tanzfläche und skandierten
„Auswärtssieg, Auswärtssieg“. Aufgrund eines Erfolges, der den
Eindruck verfestigte, dass der TVB den Kirchhöferinnen einfach
nicht liegt.
SG 09: Wehr (ab 10.), Oross – L. Hildebrandt 3, A. Hildebrandt
2, C. Kühlborn 2, Pirvan 3, Horn 4, Duknauskaite 4/1, Steyer
2, Fischer 2/1.
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