35:26 - Kirchhofs
toller Angriffswirbel
Melsungen.
Wie aus einem Guss präsentierten sich
die Handballerinnen der SG 09 Kirchhof
gegen den HC Sachsen Neustadt-Sebnitz.
Und kanzelten den bisherigen
Tabellenvierten der 3. Liga Ost mit
35:26 (17:13) ab. Und das, obwohl Vilte
Duknauskaite (Länderspielreise) fehlte,
die aber dennoch stets präsent war: Ihr
Trikot mit der Nummer 17 hing mit
Tapestreifen befestigt unübersehbar über
der Auswechselbank. „Wir haben als Team
zusammen für sie mitgespielt“, sagte
Ann-Kathrin Hieronymus, die bis auf zwei
kurze Verschnaufpausen nahezu über die
volle Distanz ging und nach vorsichtigem
Beginn immer mehr auftaute.
Und das, obwohl Vilte
Duknauskaite (Länderspielreise) fehlte, die aber
dennoch stets präsent war: Ihr Trikot mit der Nummer
17 hing mit Tapestreifen befestigt unübersehbar über
der Auswechselbank. „Wir haben als Team zusammen für
sie mitgespielt“, sagte Ann-Kathrin Hieronymus, die
bis auf zwei kurze Verschnaufpausen nahezu über die
volle Distanz ging und nach vorsichtigem Beginn immer
mehr auftaute.
„Ich bin selbst ein
bisschen sprachlos über diese sensationelle Leistung“,
bekannte der überglückliche und vor allem stolze
Trainer Mike Fuhrig. Mindestens 45 Minuten
konzentrierten Handball hatte er gefordert. Und prompt
noch mehr bekommen, wenn er sich die Phase zwischen
der sechsten (1:4) und 54. Minute (33:22) vor Augen
führt. Weniger technische Fehler und Ballverluste
wollte er sehen. Und bekam - von einigen wenigen
holprigen Spielzügen anfangs abgesehen - tatsächlich
ein nahezu fehlerloses Spiel seiner Mannschaft
geboten. Weil Jana Pollmer eben nicht nur als
Torschützin glänzte, sondern auch Spielwitz zeigte und
Führungsqualitäten bewies. So lieferte die Regisseurin
neben 15 Treffern viele gute Anspiele, machte aus
nahezu jeder Situation das Optimale und kontrollierte
dabei noch jederzeit das Tempo.
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Artikel vom 25.09.2011
von Michael Koch
Klar, sie und ihre Kolleginnen konnten
sich auch auf eine gute Torwartleistung stützen. Nilla Oross mit
sieben gehaltenen Bällen vor dem Wechsel und deren zwölf danach
erfüllte die Vorgaben des Trainers mehr als eindrucksvoll.
So kam es nicht von ungefähr, dass eine strahlende Lena Hildebrandt
bemerkte: „Wir haben alles umgesetzt, was uns der Trainer gesagt
hat“.
Worüber das Ergebnis etwas
hinwegtäuscht: die Sächsinnen waren alles andere als ein
leichter Gegner. Zwar mit schmalem Kader und kurzfristig nur
mit einer Kreisspielerin angereist, dafür aber mit viel
individueller Klasse. Vor allem die linke Seite mit Petra
Janeckova (4 Tore) und Melanie Baier (11/2) sorgte für viel
Bewegung in Kirchhofs Abwehr. Aber wirklich offen halten
konnten sie die Begegnung nur bis vier Minuten vor der Pause
(14:12). „Probleme in der Deckung“ machte Gäste-Trainerin
Bärbel Wessels als Manko aus. „Zu unbeweglich“ sei ihre Abwehr
gewesen. Was jedoch kein Wunder war angesichts des
Angriffswirbels, den die Grün-Weißen aufzogen. Die das
machten, was der Trainer ihnen vorgegeben hatte. • SG 09:
Oross, Bärthel - L. Hildebrandt 1, Pregler, A. Hildebrandt 4,
Pollmer 15/3, Ca. Kühlborn, Daranyi,
Ch. Kühlborn 3, Schene 4, Hieronymus 2, Marquardt 6/3.
Von Michael Koch |