SG 09 Kirchhof - HSG Union ´92 Halle

3. Liga Ost: Kirchhof gewinnt trotz Schwierigkeiten mit 35:28 gegen Halle


 

Bärthel als ein Sieggarant

Melsungen. Wenn ein Handball-Trainer schon eine Minute vor Ende seine Torhüterin zur Seitenlinie kommen lässt, um sie jubelnd in den Arm zu nehmen, dann ist das ein Zeichen dafür, dass diese prima gehalten hat. Mike Fuhrig, der Coach des Drittligisten SG 09 Kirchhof, hatte allen Grund, mit Julie Bärthel zufrieden sein. Denn nach ihrer Hereinnahme wurde die 18-Jährige gleich zum Trumpf gegen die HSG Union 92 Halle und hatte aufgrund vieler guter Szenen letztlich wesentlichen Anteil am etwas zu hoch ausgefallenen 35:28 (19:17)-Sieg der Nordhessinnen.

„Ich war etwas aufgeregt, als ich reingekommen bin“, gestand Bärthel nach dem Spiel, „es war für mich gut, dass ich gleich ein paar Bälle gehalten habe.“ So avancierte das hoffnungsvolle Talent zu einem der Sieggaranten.

Zunächst stellten sich die 350 Zuschauer die Frage, wann die Heimmannschaft die Partie endlich in den Griff bekommen würde. Denn es begann mäßig aus SG-Sicht: 0:3-Rückstand (3.). Vor allem Sina Speckmann (11 Treffer) und Kathrin Huck (6) entwickelten aus dem Rückraum gehörige Torgefahr. Kirchhof antwortete unter anderem mit einem Tempogegenstoß-Tor von Jana Pollmer (4., 2:3). Das war allerdings ebenso wenig die Initialzündung für das Spiel des Fuhrig-Teams wie das 7:9 von Kapitänin Victoria Marquardt, als der Ball trotz der Parade von HSG-Torfrau Magali Werft noch über die Linie trudelte (13.).



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Julie Bärthel

                                                  
                               
                                                Artikel vom 06.11.2011
                                                von Björn Mahr
 

Erst nach einer Auszeit (21., 11:15) fanden die Gastgeberinnen langsam ihren Rhythmus. Genau dann, als Mike Fuhrig von der 3:2:1- auf eine 6:0-Abwehr umgestellt hatte. Zur Trendwende trugen auch die klugen Anspiele an den Kreis zu Marquardt, der unbändige Einsatzwille der eingewechselten Ann-Kathrin Hieronymus und die Reflexe von Torsteherin Julie Bärthel (acht von 17 Paraden im ersten Durchgang) bei.

So gelang es den Kirchhöferinnen, noch vor der Pause die Partie zu drehen. Marquardt (3), Hieronymus und Christin Kühlborn (29., Heber) machten aus einem 14:17 ein 19:17.

„Mein Team hat fast über 60 Minuten die Konzentration hochgehalten“, erklärte Fuhrig, „das war nicht immer so.“ Mit dem Vorsprung im Rücken tat sich die SG 09 leichter und hatte nun bessere Szenen als vor dem Wechsel. Nun lief sie – gestützt auf eine stabilere Hintermannschaft - endlich die erhofften Tempogegenstöße. Nur noch einmal wurde es eng – als Speckmann zum 27:27 (51.) ausglich. Gut für Kirchhof, dass sich die wiedergenesene Außen Carina Kühlborn mit einem Tor aus dem Rückraum erfolgreich einfügte und an Bärthel kaum noch ein Vorbeikommen war. •  Kirchhof: Oross, Bärthel (ab 8.); L. Hildebrandt, Pregler, A. Hildebrandt, Pollmer 12/2, Ca. Kühlborn 1, Chr. Kühlborn 3, Duknauskaite 6, Schene, Hieronymus 3, Marquardt 10.

Von Björn Mahr

 

(10.11.2011)

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