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Kirchhof
kennt keine Gnade
Melsungen. Es war eine günstige
Gelegenheit. Eine gute Chance für die neu formierte SG 09 Kirchhof,
sich Selbstvertrauen im Wettkampf zu holen. Diese Möglichkeit ließen
sich die Handballerinnen von Trainer Mike Fuhrig in der 3. Liga West
nicht nehmen, feierten einen 36:18 (19:8)-Kantersieg
gegen den DJK/MJC Trier II und kletterten auf den vierten
Tabellenplatz.
„Es ist eine
Weiterentwicklung zu sehen. Entscheidend war,
dass wir gnadenlos verteidigt haben und unsere
Gegenstöße erfolgreich abschließen konnten“,
freute sich Fuhrig. Dadurch ließen die
Kirchhoferinnen nie Zweifel an ihrer
Favoritenrolle aufkommen. Eine Aufgabe, die
weniger auf die eigene Stärke zurückzuführen
war, sondern vielmehr des Rumpfkaders der
Moselstädterinnen geschuldet. Katrin
Schneider, Eva Lennartz und Kathrin Premm
spielten parallel in der ersten Mannschaft und
unterlagen mit 22:28 gegen Göppingen. Und
obwohl Katrin Grötzki trotz Handverletzung
eingesetzt werden konnte, hatten die Gäste
keine Ersatzspielerin im Aufgebot. Dafür aber
zwei Torhüterinnen, wovon Jessica Kockler acht
Minuten im Feld aushalf.
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Artikel vom 10.10.2010
Sebastian Schmidt
„Uns war klar, dass wir unter
diesen Vorzeichen nicht punkten konnten. Aber wir haben alles
gegeben“, sagte Markus Zeimert. Triers Trainer nahm bereits
nach sechs Minuten eine erste Auszeit. Da hatte Kirchhof den
0:1-Rückstand durch Treffer von Sabrina Weiß, Johanna Fischer,
Vilte Duknauskaite und Anne Hildebrandt in eine 4:1-Führung
umgewandelt und früh unterstrichen, wer die Halle als Sieger
verlassen wird. Die SG zog über 7:1 (9.) und 13:4 (20.) bis
zur Pause auf 19:8 davon. In der Halbzeit hielten sich die
Sorgen bei Renate Denk in Grenzen: „Es kann immer etwas
passieren. Das Licht könnte ausfallen“, witzelte die
Managerin. Tat es aber nicht und vor allem der Spielfreude der
Mannschaft keinen Abbruch.
Regionalliga-Torschützenkönigin
Celia Steyer ist nun auf dem besten Wege, auch in Kirchhof
voranzugehen. Neun Treffer warf sie im ersten Abschnitt,
insgesamt elf. Fast noch bemerkenswerter der Auftritt von Anne
Hildebrandt. Die 23-Jährige durfte für Carina Kühlborn auf
Linksaußen beginnen und warf in den ersten 20 Minuten zwei
Tore. Dann bekam Sabrina Weiß eine Schonpause, Kühlborn rückte
auf Links- und Hildebrandt auf Rechtaußen – und konnte sechs
weitere Treffer bejubeln. „Meine Mitspielerinnen haben mich
gut frei gespielt. Ich bin froh, dass ich anfangen und zeigen
konnte, was ich kann“, sagte die frühere Böddigerin. Das
Familienglück komplettierte deren Schwester Lena mit vier
Toren, darunter ein schöner Heber zum 31:16 (54.). • SG 09:
Oross, Wehr (ab 31.) – Steyer 11/3, A. Hildebrandt 8, L.
Hildebrandt 4, Horn 4, Duknauskaite 3, Pirvan 2, Fischer 2,
Weiß 1, Ca. Kühlborn 1.
Von Sebastian Schmidt |