SG 09 Kirchhof -Thüringer HC II

3. Liga Frauen: Kirchhof schraubt Erfolgsserie auf 16:2-Punkte - Edeljoker Pirvan sticht

 

 

3. Liga Frauen: Kirchhof schraubt Erfolgsserie auf 16:2-Punkte

Melsungen. Aus der erwarteten „großen Herausforderung“ (SG-Trainer Mike Fuhrig) wurde eine Pflichtaufgabe. Und die erfüllten die Handballerinnen der SG 09 Kirchhof zumindest in der ersten Hälfte brillant.

Am Ende stand für den Drittligisten ein völlig ungefährdeter 34:25 (17:8)-Erfolg gegen den Thüringer HC II zu Buche, mit der die Fuhrig-Schützlinge ihre Erfolgsserie von nunmehr neun Spielen ohne Niederlage auf 16:2-Punkte schraubten.

Dass die Erfurterinnen ohne ihre Erstliga-Spielerinnen Shenia Minevskaja und Ulrike Jahn angereist waren, schmälerte für Fuhrig den achten Saisonerfolg nicht: „Unser Gegner ist über 60 Minuten ein hohes Tempo gegangen.“ Allerdings ohne den nötigen Druck aus dem Rückraum, was die zu Beginn hochkonzentrierte Kirchhofer 6:0-Abwehr eiskalt zu nutzen wusste. „Fast perfekt“ fand der SG-Coach die Deckungsarbeit seiner Schützlinge bis zum 11:3 (20.), als sie neben einem Siebenmeter und einem Tempogegenstoß nur einen Treffer aus dem gebundenen Spiel des Gegners zugelassen hatten.

Lena Hildebrandt, die nach 25 Minuten wegen einer Knieverletzung ausschied, und Vilte Duknauskaite bildeten einen fast unüberwindlichen Mittelblock, die Balance zwischen aggressivem Heraustreten und geduldigen Verharren im Defensivverbund stimmte genauso wie die Abstimmung mit Torfrau Nilla Oross, die allein in der ersten Hälfte 13 Bälle, darunter drei Siebenmeter, abwehrte. Die Folge: leichte Tore über die erste und zweite Welle, wobei sich Carina Kühlborn bei den Gegenstößen als sichere Vollstreckerin auszeichnen konnte. Im Positionsangriff ließ Duknauskaite die HC-Deckung mit ihrem Wackler alt aussehen.
 

                                                  
                               
                                                Artikel vom 06.12.2010
                                                von Ralf Ohm

 


Ein Niveau, das die Gastgeberinnen nach der Pause, als die Bundesliga-Reserve auf 11:17 (34.) herankam, nicht ganz halten konnten. Ohne deshalb in Gefahr zu geraten. „Da haben wir uns dem Niveau des Gegners etwas angepasst“, bekannte Maria Pirvan. Was für den Kirchhofer Edeljoker indes nicht galt. Der trat nach einer Viertelstunde auf dem Plan, riss das Spiel seiner Mannschaft an sich, war auf jeder Rückraumposition torgefährlich und ließ in der Abwehr nichts anbrennen. „Da, wo ich gebraucht werde, spiele ich“, sagt die erfahrene Aufbauspielerin. Ein „Glücksfall“ für ihren Trainer. Und ein Symbol für den erstaunlichen Aufschwung nach wackligem Saisonstart, auch wenn sie dessen kollektive Note hervorhebt: „Wir sind als Mannschaft zusammengewachsen.“

Mit der Tabellenspitze in Reichweite, die die Kirchhoferinnen aber nicht zu Kampfansagen verleitet.
„Ein bisschen Träumen“, so Maria Pirvan, „ist aber schon erlaubt.“ Schließlich naht Weihnachten, wobei die endgültige Bescherung ja noch aussteht.
SG 09 Kirchhof: Oross (25 Gegentore, 22 Paraden), Wehr (n.e.): L. Hildebrandt, A. Hildebrandt 3, Weiß 3, Kühlborn 7, Pirvan 4, Horn 1, Duknauskaite 5, Steyer 6/2, Fischer 4/1.

 


 

 

(08.12.2010)

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