3. Liga: Kirchhofs Handballerinnen starten mit
36:29-Sieg - Pirvan setzt viele Akzente
Mit Spaß an der Brillanz
Melsungen. Es
war ein Spiegelbild dessen, was Spielerinnen
und Verantwortliche des Handball-Drittligisten
SG 09 Kirchhof im Vorfeld des Auftaktspiels
gegen den PSV Recklinghausen leistungsmäßig
erwartet hatten: häufig brillant, ab und an
eklatant. Das Gute aus SG-Sicht: In der Summe
ergab dies einen verdienten 36:29
(17:13)-Heimerfolg.
„Gelegentlich fällt die
Mannschaft noch in alte Strickmuster“, erklärte
Kirchhofs neuer Trainer Mike Fuhrig, „man konnte aber
sehen, wieviel Spaß das Team hat, weil alle Spielerinnen
eingebunden sind.“ Wie beispielsweise in den ersten zehn
Minuten: Wer mit leichter Verspätung in die Melsunger
Stadtsporthalle kam, dürfte seinen Augen nicht getraut
haben, als er auf die Anzeigentafel blickte: 7:0 für die
Heimsieben. Durch sieben blitzsaubere Treffer, die von
fünf verschiedenen Schützinnen erzielt wurden. Carina
Kühlborn traf unter anderem nach einem tollen weiten
Pass von Torfrau Elisabeth Wehr per Tempogegenstoß (5.,
4:0).
Man musste kein Prophet
sein, um zu wissen, dass es nicht bis zur Schlusssirene
so weiter gehen würde. Als die Recklinghäuserinnen dann
auch endlich ins Geschehen eingegriffen hatten, ging den
Gastgeberinnen längst nicht mehr alles so leicht von der
Hand. Einige Fehlwürfe, ein paar Schwächen in der
Deckung - und schon war der scheinbar komfortable
Vorsprung fast aufgebraucht (13:11). |

Artikel vom 12.09.2010
von Björn Mahr
„Wir haben uns aber aus dem
kleinen Tief herausgekämpft und gezeigt, was wir können“,
bemerkte Carina Kühlborn hocherfreut. Und war mächtig stolz
darauf, dass sie und ihre Mitstreiterinnen nach der Pause
wieder die Regie übernahmen – gestützt auf eine prima
aufgelegte Torfrau Elli Wehr, die beispielsweise in der 36.
und 46. Minute glänzend gegen Thoms und Beikirch parierte.
Nach Treffern der ehemaligen
Wildungerinnen Melina Horn und Vilte Duknauskaite lag das neu
formierte SG-Team
zehn Minuten vor Ende mit 28:22 vorn. Ein Sonderlob verdiente
sich Maria Pirvan. Nach ihrer schweren
Achillessehnenverletzung in der vergangenen Saison übernahm
sie die erhoffte Verantwortung, wenn Celia Steyer eine Pause
benötigte. Toll, wie Pirvan etwa per Diagonalpass das 29:23
durch Rechtsaußen Sabrina Weiß einleitete (53.). Für die
Entscheidung sorgte kurz darauf Johanna Fischer mit dem 31:24,
das so brillant herausgespielt war wie etliche Tore an diesem
Abend. • SG 09: Wehr, Oross (ab 55.) – L. Hildebrandt, Pregler
(n.e.), A. Hildebrandt, Weiß 8, C. Kühlborn 4, Daranyi (n.e.),
Pirvan 5, Horn 5, Duknauskaite 5/1, S.Kühlborn (n.e.), Hohmann
(n.e.), Steyer 5, Fischer 4.
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