Sänger in die Kindergärten

Beim Kreissängertag wurde ein Projekt zur Nachwuchs-Werbung vorgestellt

Kreisteil Melsungen. Über 100 Chormitglieder aus dem Sängerkreis Heiligenberg trafen sich am Samstag anlässlich des Kreissängertages in Kirchhof. Neben etwa 60 stimmberechtigten Delegierten, die die Vereine entsenden, hatten sich weitere 40 Gäste im Dorfgemeinschaftshaus eingefunden.

Bei den Berichten stellte Jugendreferent Harald Renner das Projekt Felix vor. Dabei handelt es sich um ein Gütesiegel des Deutschen Chorverbandes, mit dem Kindertagesstätten ausgezeichnet werden, die in besonderem Maße die musikalische Entwicklung der Drei- bis Sechsjährigen fördern. Der Schwerpunkt wird dabei auf das tägliche und kindgerechte Singen und Musizieren gelegt.

Nach Beratung und Prüfung durch ehrenamtliche Felix-Berater erhalten die Kindertagesstätten die Auszeichnung in Form einer Urkunde und einem Schild für die Hauswand. "Bei meiner Arbeit stelle ich fest, dass unser Liedgut den Kindern immer weniger bekannt ist", sagte Musiklehrer Renner. Das Projekt Felix solle dem entgegen wirken. Hierzu müssten Kindergärten aktiv angesprochen werden. "Es ist mit etwas Aufwand verbunden, aber es handelt sich um eine Investition in die Zukunft", ermutigte Renner.

Keine Überraschungen gab es bei den Wahlen zum Vorstand (siehe Artikel links).Weiterhin standen Ehrungen langjähriger Mitglieder auf der Tagesordnung. Dabei wurde Hans Krug für seine langjährigen und herausragenden Verdienste um den Chorgesang die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Im Sängerkreis Heiligenberg sind derzeit 44 Chöre mit einer Gesamtmitgliederzahl von 2626, davon 1130 singende Teilnehmer, gemeldet. Auch wenn es es heute schwerer geworden ist, den Nachwuchs frühzeitig für die Vereinschöre zu gewinnen, sieht sich der Sängerkreis Heiligenberg mit seinen zahlreichen Aktionen gut aufgestellt.

"Früher kamen die Kinder meist direkt über ihre Familie in die Gesangsvereine", sagte Sängerkreis-Chef Volker Bergmann. Es habe gerade in den kleineren Orten wenig andere Angebote. Heute sehe dies anders aus. "Doch dies ist eine Problematik, der sich alle Vereine, nicht nur die Chöre, stellen müssen", meinte der Kreisvorsitzende.

Verändert hat sich auch das Liedgut selbst. Das Programm wurde erweitert um moderne Texte und Kompositionen, um Gospels und neue Rhythmen. "Unser Ziel ist es, die Kultur in unserem Raum zu erhalten und zu fördern", sagte Bergmann.

Mit jährlich über 2000 Einzelverstaltungen inklusive Proben, den Chorleiterseminaren sowie der Nachwuchsförderung wie dem Projekt Felix "sind wir auf dem richtigen Weg", ist Volker Bergmann überzeugt. (ynd)

 

08.03.2009 | An den Anfang der Seite

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