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Alles perfekt
organisiertBärthel -
Transfer passt ins Konzept

Gerade rechtzeitig zu Beginn der
ersten Vorbereitungsphase auf die neue Saison haben die
Handballerinnen der SG 09 Kirchhof wieder ein nordhessisches Talent
zum Kader für die Dritte Liga hinzubekommen. Die SG 09 Kirchhof hat
die 18-jährige Torhüterin der HSG Zwehren verpflichtet. Julie
Bärthel, bislang für die A-Jugend in der Regionalliga im Einsatz,
hat nicht lange überlegt und das Kirchhof-Angebot angenommen. „Ich
will einfach was Neues machen und leistungsorientierten Handball
spielen“, so Julie Bärthel, die viele Einsätze in der Hessenauswahl
vorzuweisen hat. Trainer Mike Fuhrig bescheinigt, dass die
Ausbildung von Julie Bärthel gut ist und dass sie auch sehr
lernwillig ist. Julie Bärthel soll mit Nilla Oross das neue
Torfrauenduo bilden. Die Verantwortlichen versprechen sich einen
gesunden Konkurrenzkampf. „Beide werden sich gegenseitig animieren,
beide können sich optimal ergänzen“, sagt Renate Denk. Die
Verpflichtung passt hervorragend ins Konzept, eine neue Generation
wächst wieder heran, immerhin werden aller Voraussicht nach noch
zwei weitere ganz junge Spielerinnen aus dem Jahrgang 1993 für
Schlagzeilen in der am 1. Juli beginnenden Saison sorgen können. Mit
diesen sehr jungen Mitspielerinnen freundet sich Julie Bärthel
gerade an! Julie Bärthel zeigt sich in den ersten Trainingseinheiten
ehrgeizig und schwitzt mit ihren Mannschaftskameradinnen für den
Erfolg. Die Torfrau hat eine große Portion Selbstbewusstsein und
couragiert sagt sie: „Ich komme nicht nach Kirchhof um auf der Bank
zu sitzen!“
Nach dieser überzeugenden Antwort war
klar, die Einstellung stimmt und die junge Spielerin ist die
richtige Nachfolgerin für Elisabeth Wehr. „Wir werden Julie behutsam
an ihre Aufgaben heranführen“, so Mike Fuhrig. Auch das 09-Umfeld
wird Julie Bärthel hilfreich zur Seite stehen, in allen Situationen.
Da sind zunächst die Hin- und Rückfahrten zu meistern, denn Julie
Bärthel beginnt gerade erst in diesen Tagen ihre
Führerscheinprüfung.

Die neue Haltestelle in Melsungen „Bartenwetzerbrücke“
ist täglich der erste Treffpunkt und scheint wie für die
Sportgemeinschaft 09 Kirchhof und Julie Bärthel gebaut! Fünfmal
wöchentlich fährt sie seit dem 6. Juni mit der RT 5 in Melsungen
vor. Um 18:02 h startet die Bahnfahrt ab dem Bahnhof in Oberzwehren,
die weiteren Stationen: Baunatal-Rengershausen,
Baunatal-Guntershausen, Guxhagen, Körle und Melsungen-Röhrenfurth
werden angefahren und um 18.25 h heißt die Endstation Melsungen,
Bartenwetzerbrücke. Hier läuft Julie Bärthel mit der Sporttasche auf
der Schulter die Treppenstufen herunter und wird von Berthold Denk
abgeholt, um 18.45 h beginnt das Training in der Stadtsporthalle.
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Alles ist auf die Minute abgestimmt
und ab 20.45 h steht abwechselnd das 09-Fahrerteam für die Rückfahrt
bereit. „Wenn alles gut läuft, wenig Verkehr ist und die Ampeln auf
Grün geschaltet sind, kommen wir meistens auch nach 20 bis 25
Minuten wieder bei mir zu Hause an“, lacht die neue
Kirchhof-Spielerin. Diese Auto-Fahrten mit Berthold Denk und
Karl-Martin Hartung machen viel Spaß, da wird geschwätzt, gelacht
und erzählt. Julie Bärthel streckt auf dem Beifahrersitz die Beine
aus. Julie Bärthel packt aber auch die Brotdose aus und genießt ihre
belegten Schnitten. Nach 185 Minuten ist Julie Bärthel wieder zu
Hause. Die Hälfte davon, 90 Minuten Training, sind sehr intensiv und
auf hohem Niveau! „Nur gut, dass nun erst einmal die Schulferien
beginnen, dann kann ich ausschlafen und erholt am nächsten Abend ins
Training starten“, so die Spielerin mit der Nummer 31, die sie in
Kirchhof auf dem Rücken tragen wird.

Es klappt alles wie am Schnürchen,
alles ist perfekt organisiert und alle ziehen mit.
In wenigen Tagen endet die erste Vorbereitungsphase, Julie Bärthel
zieht ein erstes Fazit: „So habe ich mir das alles vorgestellt, es
macht Spaß, es ist richtig professionell.“
Professionell verlief auch die erste
Fotostunde. Im knallroten Kirchhof-Trikot sorgte Julie Bärthel an
der Haltestelle Bartenwetzerbrücke für Aufsehen und im Hintergrund
rollten die RT 5 oder „Schneeweißchen und Rosenrot“ vorbei. Da gab
es auch schon die erste Panne, am Samstagmorgen nämlich machte die
RT 5 nicht wie gewohnt „Stopp“ an der Haltestelle Bartenwetzerbrücke,
der Zug rollte vorbei und in Höchstgeschwindigkeit ging es dann vom
Melsunger Hauptbahnhof zur Stadtsporthalle. Alles muss eben
organisiert sein und alles muss sich eben einspielen! Zum 10.
September will sich Julie Bärthel in ihrem neuen Verein eingespielt
haben, dann nämlich ist Heimpremiere gegen den HSC Magdeburg 2000!

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